Kormoranjagd in Sachsen

Diskutiere Kormoranjagd in Sachsen im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; in diesem Sinne: Sehr geehrter Herr Berger, Sie sprechen das an, worauf es eigentlich ankommt- den Entwurf der Verordnung, und die Reaktion...

  1. Waldkauz

    Waldkauz Guest

    in diesem Sinne:

    :zustimm: Dem gibt es auch aus fischereipraktischer Sicht kaum etwas hinzu zu fügen. Andere Prädatoren "klopfen bereits an" auch diese wollen und sollen eine Chance zu ihrer Reetablierung erhalten, das geht in unserer dicht besiedelten und in Eigentumsparzellen und -Rechte aufgeteilten kleinräumigen Kulturlandschaft nur mit den Landwirten, Jägern & Fischern, nicht gegen sie!
     
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  3. aday

    aday Foren-Guru

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    Die Idee ist ja super!:beifall:
    Am besten wir schicken die nach Ungarn. Da versucht man nähmlich derzeit vielerorts selbst mit Unterstützung aus Deutschland die Äsche wieder anzusiedeln, was aufgrund der nicht so einfachen Zucht schon ein besonders Zeitaufwendiges und Geldintensives unterfangen ist.

    Vielleicht habe ich das auch nur falsch verstanden und die Ungarn wollen unsere Kormorane uns auch einfach nur mit diesen Leckerbissen Abwerben. Was haben die aber nur vor mit denen?:?
     
  4. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Ring um den Hals und zum Fischen nehmen ;)
     
  5. #204 Vogelklappe, 4. Januar 2007
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Würde sich Sachsen mit Verscheuchungs-Abschüssen ja kräftig d'ran beteiligen.
     
  6. berger

    berger Guest

    Konsens ?

    Lieber Pan,

    zu den von Dir gelisteten Punkten (und natürlich nur bezogen auf meine eigene Sichtweise):

    "1. Es besteht kein Konsens darüber, ob Fischpopulationen/Fischarten durch den Kormoranbestand überhaupt gefährdet sind."

    Kormorane ernähren sich vorwiegend von Fischen. Insofern können je nach Konstellation (zu beachtens sind u.a. Art des Gewässers, Gewässergröße, Gewässerzustand, Gewässerbesatz, Besatzdichte, Habitatstruktur, Anzahl der prädierenden Kormorane, räumliche Verteilung, saisonale Aspekte) Gefährdungssituationen eintreten. Ersetze den Passus "gefährdet sind" durch "gefährdet sein können" und es besteht Konsens.

    "( Entsprechende Erhebungen-Beobachtungen werden von interessierter Seite konsequent negiert )"

    Sind die "Erhebungen/Beobachtungen" fundiert und nicht von der Qualität "Es waren hunderte Kormorane da und nun gibt es hier kaum noch Fische", werden sie (jedenfalls von mir) durchaus wahrgenommen und berücksichtigt. Ich darf von mir behaupten, nicht auf einer "interessierten Seite" zu stehen.

    "2. Dementsprechend wird das "Management" der Kormoranpopulation abgelehnt."

    Das ist so pauschal nicht zutreffend. Allerdings sind die politischen Gegebenheiten nicht so, dass ein gesamteuropäiisches Management überhaupt umsetzbar wäre. Bereits die Konzeption vernünftiger innerstaatlicher "Managementplanungen" (siehe z.B. Sachsen) erweist sich in der Realität als problematisch. Zudem dürfte die Berücksichtigung der teilweise gravierenden Unterschiede von Vorkommensgebieten, Abundanzen, Verteilungen etc. (in den jeweiligen Staaten der EU)
    die Umsetzung erschweren.

    "3. Lässt sich der unter 1. erwähnte "Grundsatz" in Einzelfällen nicht durchhalten, weil die Realität zu offensichtlich durchschimmert, wird die Schuld daran den Anglern und Fischzüchtern gegeben und vor diesem Hintergrund eine Begrenzung der K.-Bestandes abgelehnt."

    Für mich stellt sich in diesem Zusammenhang keine "Schuldfrage".

    "4. Lässt sich wiederum in Einzelfällen letztgenannte Position nicht durchhalten, weil durch Angler wiedereingebürgerte Fischarten der Roten Liste in sauberer gewordenen Gewässern durch Kormorane gefährdet sind, gesteht man ( nutzlose und ineffektive ) vorübergehende Vergrämungmaßnahmen zu."

    Wenn in tatsächlich geeigneten Gewässern "wiedereingebürgerte Fischarten der Roten Liste" nachweislich Gefärdungen durch Kormoranbstände ausgesetzt sind, so besteht Handlungsbedarf. Welche Maßnahmen dann erfolgversprechend sind (sein können) sollte sorgfältig geprüft werden. Abschüsse sind nicht obsolet, sollten jedoch (obwohl man über den "Nutzen" geteilter Meinung sein darf) die ultima ratio sein.
    In Bezug auf Sachsen - und um den sächsischen Verordnungsentwurf geht es - stellt sich nach meinen Informationen die Situation jedoch nicht so dar, dass "wiedereingebürgerte Fischarten der Roten Liste" (bzw. deren Bedrohung durch Kormorane) als "Auslösefaktor" für die Aktivitäten anzusehen sind.

    "5. Die Diskussion wird zusätztlich erschwert durch "Naturschützer", deren Verständnis natürlicher Zusammenhänge in den Feststellungen gipfelt: dass Kormorane ja viel intelligenter als die "ameisendummen" Äschen seien und schon allein deshalb letztere ruhig ausgerottet werden könnten und dass die Vernichtung einer in 15 Jahren Arbeit- einschließlich Renaturierungsmaßnahmen wiederaufgebauten Äschenpopulation lediglich unter dem Aspekt der Nahrungsaufnahme seitens der Kormorane zu sehen ist."

    Eine solche Sichtweise wird wohl nur von ganz wenigen Diskussionsteilnehmern vertreten und kann vernachlässigt werden. Um welche " in 15 Jahren Arbeit- einschließlich Renaturierungsmaßnahmen wiederaufgebaute Äschenpopulation" (in Sachsen) handelt es sich ?

    H.P.Berger
     
  7. aday

    aday Foren-Guru

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    Wußte ich doch, die waren für irgendetwas gut.:D
    Wie effektiv die Fischen können weiß man ja aus Asien mit ihren kleinen Booten und 2 oder 3 von diesen Intelligenten Fängern an Bord die Ameisengehirne jagen.

    Also wenn ich das richtig gelesen habe, waren ganze Gewässerabschnitte nach Kormoranbesuchen über Jahre leer (gibt es einige Berichte drüber). In Sachsen weiß ich jetzt nichts, dafür war es in Hamburg mal ein Problem, wo Quassie über Nacht mehrjährige bis dahin erfolgreiche Arbeit vernichtet wurde. Warf alles wieder um Jahre zurück, oder halt bis zu den nächsten Besuchern.
    Aussterben? Wo denkt ihr hin. Wir halten einfach ein paar Tiere im Zoo und sichern ihnen dadurch das Überleben nur dafür das wir uns den Luxus der Kormorane überall erlauben können. Ein neuer Wirtschaftszweig wird auch noch schnell gegründet, nähmlich der, genügend feinstes Futter für die lieben armen und Inteligeneten Kormorane in Zukunft vorrätig zu haben, wenn die Bestände in der Geschwindigkeit weiter Explotieren, denn verhungern dürfen die lieben Vögelein ja nicht.
     
  8. #207 Vogelklappe, 5. Januar 2007
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Meine Güte, das hat hier nun wirklich niemand behauptet, und sogar mit Begründung, warum dem nicht so ist. Für Sachsen scheint niemand etwas genaues zu wissen, außer daß die VO so nötig ist.
     
  9. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,

    Die Frage ist doch nicht wie effektiv sie sind sondern wieviel sie wovon jagen und ob und wo das ein Problem sein könnte und warum. Recht offensichtlich ist man etwas großzügig auf Seiten der Fischfreunde mit den Nachweisen des tatsächlichen Schadens. Niemand wird bestreiten, dass Kormorane Fische fressen und das sogar recht gut können. Das Problem liegt einzig und allein im Nachweis des Schadens und dem was als Schaden betrachtet wird.

    Gruesse,
    Detlev
     
  10. Levania

    Levania die mit den Wellis pfeift

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    Also ganz ehrlich, mich frustet diese Diskussion zusehends mehr.
    Ich bin nur noch in der Lage die Sache mit einem extrem Sarkastischen Galgenhumor zu betrachten, denn das Gefühl der Resignation lass ich nicht zu!

    Liebend gern würde ich den „Ein“ oder „Anderen“ User an den Armen packen in schütteln und fragen: „Hörst du eigentlich zu? Hast du gelesen was ich geschrieben habe?“
    Leider kann ich die Schäden der einzelnen Angelbetriebe und Vereine hier nicht beweiskräftig darlegen, wie gesagt ich bin nicht aus Sachsen!!! Wie gerne würde ich das tun.

    Ich weiß nur, dass es nicht selten ist, das durch einen Kormoraneinfall 80% der Fische weg sind.
    Wenn man jetzt bedenkt…
    Ein Fischereibetrieb betreibt die Fischpflege ja nicht aus Spaß. NEIN! Es ist deren tägliches Brot! Meist haben die Betriebe noch Angestellte, die entlohnt werden müssen und dann verschwindet die Arbeit der letzten Jahre (denn die entsprechende Größe wird wohl mind. 3 sömmrig sein) und genau in diesen mehrsömmrigen Fischen steckt das Geld!! Zum einen bringt das Gewicht das Geld ein und zum anderen können sie schon abverkauft werden, was die Jungbrut eben nicht kann!

    Nun zu den Entschädigungszahlungen.
    Jeder von uns weiß doch, dass solche Zahlungen IMMER an der untersten unter Grenze angesetzt werden. Dann haben wir noch das Problem, dass der Fischereibetrieb den entstandenen Schaden ja nicht genau nachweisen kann. Die Fische werden während der Zucht ja nur geschätzt! Genaue Stückzahlen sind somit absolut unbekannt. Der Schaden ist aber da… und die Mitarbeiter bestehen auf ihre monatliche Entlohnung.

    Wie sollen das die Kleinbetriebe denn leisten?
    Das ist doch eine ganz einfache Einnahmen - Ausgaben Rechnung. Sie haben somit mehr Ausgaben, als sie überhaupt einnehmen können. Denn der Fisch, der verkauft werden könnte ist ja nicht mehr da!


    So und nun mein Sarkasmus:

    Ich schlage zur Lösung des Problems folgendes vor. Jeder Vogelschützer und oder Kormoranfreund adoptiert einfach ein paar Kormorane. Vogelschützer mind. 2 wegen artgerechter Haltung auch nur Paarweise (1 Hahn und 1 Henne) Nachzuchten werden nur noch mit Zuchtgenehmigung erlaubt. Die Versorgung darf nur zuhause mit gekauftem Fisch erfolgen.

    Dann hat jeder die einzigartige Möglichkeit sich um das Wohlergehen seiner Tiere zu kümmern!!! Viel Spaß. Es ist bestimmt eine tolle Aufgabe jeden Tag den Erhaltungsbedarf von etwa 500g Fisch pro Tier zu decken. *lach* Der Leistungsbedarf liegt bei mind. 700g… also immer schön viel Freiflug geben!!!

    Mein Freund hätte dann auch gerne einen, er findet die Kormorane wirklich schön und wäre bereit sich um einen zu kümmern. Dann werden wir hier auf die asiatische Art und Weise angeln gehen… *g*
     
  11. Gill

    Gill Guest

    Ok.... ich werde mich am Wochenende auch bei uns auf den Anleger stellen und mit ein paar Fischen wedeln. Viell. kommen die Komorane dann ja auch wieder zu uns zurück! *räusper*
     
  12. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Der Entwurf der Kormoranverordnung für Sachsen verlangt doch gar nicht den Nachweis des Schadens- diesen Nachweis fordern doch nur einige Vogelschutz-Taliban.

    Diese Kormoranverordnung soll Schäden verhindern, bevor sie entstehen. So steht es da geschrieben, nicht mehr, nicht weniger.

    Und wenn sich, wie hier schon bestätigt, der Bestand an Kormoranen in den letzten drei Jahren verdoppelt hat, dann werden sich auch die Fraßschäden verdoppeln. Das ist so einfach und logisch wie die Tatsache, dass es draußen tagsüber hell und nachts finster ist.
    Aber ansscheinend muss man manchen Leuten erst ein wissenschaftliches Gutachten präsentieren, welches beweist, dass die Sonne tagsüber scheint und nachts nicht.

    Der Freistaat Sachsen wird eine Kormoranverordnung erlassen ( und damit dem Beispiel anderer Bundesländer folgen), diese Verordnung wird dem Landesparlament vorgelegt und verabschiedet oder abgelehnt. Dies ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang.Wer damit nicht leben kann, der versucht, übers Internet einige Hiwis zu organisieren zum Zwecke des Protests dagegen- und letztendlich zur vorsätzlichen Täuschung des Parlaments bzw. seiner Abgeordneten, indem ihnen eine ablehnende Haltung zu dieser Verordnung suggeriert wird, die es in der Realität gar nicht so gibt.

    idS Daniel
     
  13. #212 Vogelklappe, 6. Januar 2007
    Vogelklappe

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    Nicht nötig, die Meinungsbildung der Bundesregierung ist abgeschlossen, trotz - oder gerade wegen - stattgefundener Bejagung ohne den postulierten Erfolg.

    "Die Bundesregierung hält jedoch ein "Kormoran-Management" mit dem Ziel einer Bestandsreduzierung weder für erforderlich noch für wirtschaftlich oder ethisch vertretbar."
    http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_100/06.html
     
  14. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,
    Dann muss ich mich als Taliban bekennen und ich bin nicht der einzige, der sich da plötzlich in dieser Gesellschaft von Rauschebärten befindet. Ich erinnere mich so grob an die Forderungen die Einhard Bezzel - der sicher nicht in das übliche Talibanprofil der Vogelforen passt - nach den letzten östlichen Abschussaktion schrieb.

    Also bitte, ein Wildtier auf blosen Verdacht hin und ohne anderen Grund als eben diesen Verdacht töten zu wollen ist reichlich {bitte negatives Adjektiv nach eigenem Geschmack einsetzen}.

    Das allein reicht schon dagegen zu sein, zumindest in dieser Form.

    Gruesse,
    Detlev
     
  15. st68

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    na, welcher personen- wählergruppe da unsere bundesregierung mal wieder das wort redet? und das ganze klingt auch so, als wenn die bunderegierung mit dem ganzen gar nichts zu tun haben will, sondern alle verantwortung (und die kosten) auf die länder abschiebt.

    ist irgendwo etwas darüber zu finden, WARUM (angeblich) die kormoranbestände in deutschland nicht mehr ansteigen? ich meine nicht irgendwelche vermutungen.
    wenn man da an abschußaktionen von mehreren tausend tieren denkt und die vielen jährlichen (illegalen) zerstörungen von bodenbrütenden kolonien... wie würde ohne dieses undokumentierte, aber zweifellos stattfindende bestandsmanagement der bestand wohl aussehen?
     
  16. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Ein Bestandsmanagement beim Kormoran findet sehr wohl statt, allerdings ohne deutsche Beteiligung. Die betreffenden Länder wissen wohl sehr genau, warum sie die EU-Bürokratie außen vor halten und ihre Angelegenheiten lieber selbst regeln.

    Allerdings stellt sich doch die Frage- wenn die Meinungsbildung der Bundesregierung (von der bislang gar nicht die Rede war, es geht und ging um Sachsen. Auch die Bundesländer haben ihre Parlamente, in der Regel nennt man sie die Landtage) abgeschlossen ist und in Berlin kein Handlungsbedarf gesehen wird, warum dann die einzelnen Bundesländer sehr wohl einen Handlungsbedarf erkennen und solche Kormoranverordnungen erlassen? Kann das was mit der Föderalismusreform zu tun haben? Ist das Kormoranthema vielleicht schon gar nicht mehr Bundes-Angelegenheit, sondern fällt ausschließlich in die Zuständigkeit der Länder?

    Und noch was an die Adresse der kompromißlosen Alles-oder-Nichts-Schützer:

    Die Überwachung der Kormoranverordnung obliegt der Oberen Naturschutzbehörde, nicht dem NABU, nicht dem VSO oder anderen privaten Organisationen, auch wenn diese es gern so hätten.
    Ob, wo, wieviel, wann und warum an welchem Gewässer Kormorane geschossen werden, darüber wacht alleine die Behörde. Und die ist auch der Adressat für irgendwelche Beschwerden in diesem Zusammenhang.

    idS Daniel
     
  17. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Naja, wenn ein ehemals gut besetzter Gewässerabschnitt nach dem mehrwöchigen Besuch eines großen Trupps Kormorane auf einmal kaum noch Fische enthält, dann ist es wohl nur ein unbegrdündeter Verdacht, daß es etwas mit den Kormoranen zu tun haben könnte?

    Vor einigen Jahren wurden bei uns an der Donau Elektrobefischungen zu verschiedenen Jahreszeiten durchgeführt. Wenn man die Häufigkeit der Fische pro Längenklasse in ein Diagramm einträgt, sieht man, daß im Spätwinter (nach Kormoraneinflügen) gewissermaßen eine Lücke da ist, und zwar im Längenbereich zwischen 20 und 30 cm. Es gibt kleine und große Fische, der mittlere Längenbereich (bei den Elektro-Befischungen vor den Kormoraneinflügen noch reichlich vertreten) fehlt fast vollständig.

    Aber das jetzt auf den Kormoran zu schieben, ist nur ein Verdacht. Wahrscheinlich waren die betroffenen Fische lediglich bei einem Jahrgangstreffen in einem anderen Gewässerabschnitt.

    Bei Abschnitten ohne Kormoranbesuche findet sich diese Lücke übrigens nicht. Aber da war wohl auch kein Jahrgangsausflug.

    VG
    Pere ;)
     
  18. Detlev

    Detlev -

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    Moin, Moin,

    Na das ist doch schon mal der Versuch von etwas, zumindest ein Hinweis auf einen kurzzeitigen Effekt. Zumindest sind genaue Forderungen über Belege in so eine Verordnung hineinzuschreiben. Und die sollten ja nicht schwer zu erbringen sein bei dem Geschrei was über große Schäden gemacht wird oder?

    Gruesse,
    Detlev
     
  19. st68

    st68 Foren-Guru

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    sinn dieser verordnung soll aber sein, solche schäden von vorn herein gar nicht erst enstehen zu lassen. durch ein bestandsmanagment, das den kormoranbestand zahlenmäßig so gering hält, das diese schäden eben nicht entstehen können.

    was ist das denn für ein verständnis von tierschutz (gegenüber dem kormoran), nach dem sich die kormorane unkontrolliert vermehren dürfen, bis überall gravierende schäden zu erkennen sind, um dann mit drastischen (ethisch zu verurteilenden) mitteln bestandsdezimierungen vornehmen zu MÜSSEN, weil sonst irreparable schäden an fauna und flora unvermeidlich sind und die landeshaushalte nicht mehr in der lage sind den fischern ihre einkommensausfälle zu entschädigen?

    der kormoran frisst nun mal fisch. wenn ein kormoran ein paar tage irgendwo lebt, dann muß er dort, entsprechend seines erhaltungsbedarfs, fisch gefressen haben. sonst wär er nicht da gewesen. wenns mehrere kormorane sind, dann entsprechend mehr fisch.

    wie naiv muß man sein, um da zu behaupten, dass es nach seinem besuch nicht weniger fische geworden sind und für gegenteilige behauptungen wissenschaftlich belastbare beweise fordern?

    egal wieviele andere ursachen es noch gibt, warum fische auf natürliche, oder unnatürliche ursachen zu grunde gehn, die kormorane sind auf jeden fall noch ein (menschengemachtes) problem dazu, das man verringern könnte.

    P.S. übrigens muß ich mich in bezug eines meiner vorherigen beiträge revidieren: hab grad ne kleine truppe koromrane im überfug richtung anklamer stadtbruch gesehn. also doch überwinterung von kormoranen in ostvorpommern.
     
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  21. Mausispatz

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    Ich fasse mal kurz etwas zusammen:
    erst tötet der Mensch die Fische, die er nun wieder ansiedeln will, damit das klappt, muss er jetzt die Komorane töten, weil die keine natürlichen Feinde mehr haben, weil die vom Menschen getötet wurden.

    So langsam sollten wir doch mal mit der ganzen Töterei aufhören oder? Das ganze ist ein Teufelskreis aus dem wir erst ausbrechen können, wenn wir endlich alles Leben (inkl. uns selbst) getötet haben. :+klugsche
     
  22. st68

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    da hast du vollkommen recht. besser wäre es natürlich wenn wir nur uns selbst töten würden, denn das würde den kormoranen sicher besser bekommen (nur den hauskatzen leider nicht).

    mal im ernst: der mensch beansprucht nun mal einen gewissen lebensraum. das essen wächst nicht im supermarkt, sonder draußen vor der tür. wenn weniger lebensraum für den menschen und mehr für wilde tiere übrig bleiben soll, hilft nur eins: die menschen müssen weniger werden. das tun sie aber nicht. was folgt daraus?
     
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