Kotz - Mißbrauch von Tieren

Diskutiere Kotz - Mißbrauch von Tieren im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Das ist ja nun tatsächlich wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Soll man also keine Tiere halten, nur weil jemand sich an ihnen vergreifen könnte?...

  1. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Das ist ja nun tatsächlich wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Soll man also keine Tiere halten, nur weil jemand sich an ihnen vergreifen könnte? Dann dürfte man erst recht auch keine Kinder mehr bekommen...
     
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  3. Graugans

    Graugans Guest

    Hallo Moni,

    Deine Schußfolgerung kann nicht richtig sein. Der Mißbrauch von Tieren und
    Kindern lieg doch im Fehlverhalten der Menschen begründet, die den
    Tieren und Kindern großes Leid zufügen.
    Ohne das Leid der mißhandelten Kinder herunterspielen zu wollen, ist
    doch das Leid der Tiere in einer ganzheitlichen Betrachtung in Qualität und
    Quantität unendlich mal größer. Dieses Leid ist nach den Viehzüchterreligionen
    legitimiert und akzeptiert! Danach gibt es keine Tierrechte und der per Gesetz
    gültige Tierschutz kann nur eine Alibifunktion besitzen.

    Viele Grüße
    Graugans
     
  4. tutulla

    tutulla Guest

    hallo,

    ich möchte diese diskussion auch nicht unnötig anfachen, allerdings wäre ich sehr an einer untermauerung deiner aussage interessiert. ich weiss wohl, dass es von verschiedenen organisationen diverse empfehlungen gibt, je nach zielrichtung etc., aber kannst du mir eine seriöse quelle nennen, die deine aussage, man müsse - aus welchen gründen auch immer - fleisch und tierische produkte konsumieren, wissenschaftlich untermauert? da ich seit über zwölf jahren vegetarisch und davon seit mehreren jahren vegan lebe (so wie viele andere auch), ich sport treibe, mich rundum prima fühle und meine blutwerte top sind etc. wundert mich diese aussage.

    danke im voraus
    tutulla
     
  5. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Silvia,

    > ich hab aus nem anderen Forum mal schon sowas gelesen.. Ich finde das abartig..

    'Zoophilie' (wie man Sodomie neudeutsch nennt) gibt es seit ewigen Zeiten. Als Krankheit definiert seit über 100 Jahren. In der Nachkriegszeit war es der 'Kinsey Report', der das Ausmass davon in den USA an die Öffentlichkeit brachte (wobei wohl strittig ist, wie korrekt die Zahlen sind).

    Im Internet kann man darauf seit 20 Jahren zugreifen. In Zeiten, als es das WWW noch nicht gab, waren halt die usenet-newsgroups der alt.sex-Hierarchie der Anlaufpunkt (die heute von vielen Providern gesperrt werden, IMHO zurecht).

    Wie auch immer. Sowas gibt's nunmal, und auf der 'Ekel-Rangliste' sexueller Perversionen finde ich das noch vergleichsweise harmlos (wenn die Menschen sowas freiwillig machen, und nicht im Krieg damit gefoltert werden, vom deutschen Schäferhund penetriert zu werden - das kannte man schon zu Zeiten der Wehrmacht, nicht erst seit dem WorldWideWeb) Und besser als Sex mit menschlichen Leichen und das Aufgeilen an Vergewaltigung mit Mord. Auch sowas gibt's im Netz leider problemlos zu finden :-(

    Viele Grüße, Stefan
     
  6. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo,

    (Silvia)
    > Sicherlich muß man nicht täglich, aber wenigstens 1x pro Woche Fleisch und dessen Produkte essen.

    Fleisch garantiert nicht. Nur, wer ganz auf tierische Produkte verzichtet (also 'vegan' lebt), kann im Laufe der Jahre Mangelerscheinungen bekommen. Gefährdet sind dabei aber weniger Erwachsene, die erst im Laufe ihres Lebens zu Veganern werden. Sondern deren Kinder.

    (Graugans)
    > Tierschutzgesetze braucht man doch nur deshalb als Alibi, weil es kein
    richtiges Tierrecht gibt.

    Ein 'richtiges' Tierrecht kann es gar nicht geben - weil Tiere keine Menschen sind. Unser 'Recht' erfordert menschliche Einsichtsfähigkeit, die nur Menschen haben. Auch Menschen, die Menschen nicht als Menschen ansehen (wie vor Jahrhunderten Sklaven, Kinder oder geistig Behinderte), bleiben da aussen vor.

    Die Idee von 'Tierrechten' im Sinne von 'Menschenrechten' halte ich für absurd. Und ebenso inkonsequent, solange man nicht auch Pflanzen- und Einzeller-Rechte fordert. Woran will man den Rechtsstatus von nichtmenschlichen Lebewesen festmachen? An deren Intelligenz? An der Leidensfähigkeit? An deren ökologischer 'Position'?

    Viele Grüße, Stefan
     
  7. Graugans

    Graugans Guest

    Hallo Stefan,

    Deine berechtigten Fragen sind alle u. a. von dem Prof. Leonard Nelson
    und vielen anderen ausdiskutiert worden.

    Gib mal in die Suchmaschine www.google.de folgenden Text ein:

    Leonard Nelson Das Recht der Tiere

    Viele Grüße
    Graugans
     
  8. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Graugans,

    > Gib mal in die Suchmaschine www.google.de folgenden Text ein:
    Leonard Nelson Das Recht der Tiere

    Danke, das ist sehr interessant (nein, ich werde trotzdem nicht zum Veganer ;-)

    Ich habe im wesentlichen mit dem Begriff 'Tierrechte' (in Analogie zu 'Menschenrechte') ein ethisches Problem. Wo es um Achtung, Respekt und Schutz von Tieren geht, liege ich da gar nicht so sehr weit mit den 'fundamentalen' 'Tierrechtlern' auseinander. Nur sehe ich diese Frage unabhängig davon, ob man ein Tier isst. Tiere essen ja auch andere Tiere, warum sollte der Mensch das nicht tun - wenn er das moralisch mit sich vereinbaren kann und emotional in der Lage ist, sich sein 'Fresstier' selbst zu schlachten und in die Pfanne zu hauen...

    Ich denke, wenn man den §1 des deutschen Tierschutzgesetzes ernst nehmen und konsequent umsetzen würde, hätte sich ein Großteil der 'Tierrechts'-Debatte erledigt. Da heisst es nämlich (IMHO ganz treffend): "Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen."

    Nun ja... das Leben eines Tieres, das ich essen will, kann ich logischerweise nicht bis zuletzt 'schützen'. Aber Verantwortung kann ich tragen, und auch einem Nutztier bis zur 'Schlachtreife' sein Wohlbefinden sichern.

    Viele Grüße, Stefan
     
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  10. Graugans

    Graugans Guest

    Hallo Stefan,

    es geht in der Tierzucht selten um Achtung und Schutz, sondern um sehr viel
    Geld. Tiere werden gezüchtet, damit sie in Wettkämpfen dem Besitzer
    Geld, Ruhm, Ehre usw. bringen. Bei solchen Veranstaltungen ist Tierschutz
    etwas für die Öffentlichkeit. Was sich im Training abspielt, sieht kein
    Außenstehender. Den Tierschutz kann man nicht unabhängig oder losgelöst
    vom Fleischkonsum sehen.
    Die Massentierhaltung der Hühner, Gänse,
    Puten usw. unterliegt einem vom Kommerz diktierten Tierschutz.
    Schau doch mal in solche Betriebe informationshalber rein.
    Du wirst Dich wundern! Schau Dir doch mal Kühe auf Viehtransportern an,
    die 24 Stunden über Ländergrenzen hinweg transportiert worden sind.
    Und dann sprechen wir beide mal über Tierschutz!

    Viele Grüß
    Graugans

    PS. Ich beabsichtige nicht, Dich zu einer veganen Lebensweise zu überreden.
     
  11. Stefan.S

    Stefan.S verstorben März 2011

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    Hallo Graugans,

    > es geht in der Tierzucht selten um Achtung und Schutz, sondern um sehr viel Geld.

    Ich weiss. Daran ist ja nichts verwerfliches. Darum geht es in jeder Gesellschaft, die über die Subsistenzwirtschaft hinaus ist. Das muß Achtung und Schutz nicht unbedingt ausschließen (im Umwelt- und Naturschutzrecht geht das ja auch).

    > Den Tierschutz kann man nicht unabhängig oder losgelöst
    vom Fleischkonsum sehen.


    So, wie unsere heutige Praxis der Fleischproduktion aussieht, sicher nicht. Grundsätzlich kann ich das sehr wohl.

    > Die Massentierhaltung der Hühner, Gänse,
    Puten usw. unterliegt einem vom Kommerz diktierten Tierschutz.

    Die unterliegt IMHO praktisch gar keinem Tierschutz. Deswegen meinte ich ja: "wenn man das Tierschutzgesetz ernst nehmen würde...". Tut man hierzulande aber nicht, das ist u.a. die Agrarlobby vor. Und wenn schon der Staat seine Gesetze nicht ernst nimmt und umsetzt, kann man das vom einzelnen Bürger auch kaum erwarten.

    > Schau doch mal in solche Betriebe informationshalber rein.

    Schon lange geschehen. Ich komme aus Niedersachsen, dem Bundesland mit der höchsten Dichte an Hühner-KZ in D.

    > Und dann sprechen wir beide mal über Tierschutz!

    Über Tierschutz im Sinne der realen Mißstände unserer Massentierhaltung und die Verantwortung des Konsumenten daran müssen wir nicht sprechen. Da sind wir uns, denke ich, im großen und ganzen einig.

    Praktizierter Tierschutz ist für mich aber etwas anderes als die Grundsatzposition 'Tierrechte', um die es vor einigen postings mal ging. Da stört mich der Begriff und auch eine Reihe von Schlußfolgerungen, die 'Tierrechtler' daraus ableiten.

    > Ich beabsichtige nicht, Dich zu einer veganen Lebensweise zu überreden.

    Gut. Dann versuche ich nicht, dir Wurst und Braten schmackhaft zu reden ;-)

    Viele Grüße, Stefan
     
Thema: Kotz - Mißbrauch von Tieren
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