Kränkelnder Katharinasittich

Diskutiere Kränkelnder Katharinasittich im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Arabella fliegt gut und viel wie immer, frisst gut, trinkt, putzt sich in normalem Maße, krault wie immer ihren Partner, knutscht und frönt der...

  1. vonni

    vonni Guest

    Arabella fliegt gut und viel wie immer, frisst gut, trinkt, putzt sich in normalem Maße, krault wie immer ihren Partner, knutscht und frönt der Lust der Liebe, wirkt agil, plustert zwischendurch nicht o.ä.

    Das Einzige was auffällt, ist ein leichtes Niesen immer mal wieder und ein Fiepen beim Atmen dann und wann, welche nach Belastung nicht (!) stärker wird sondern nur gelegentlich auftaucht. Tierarzt oder Selbsthilfemaßnahmen, was meint Ihr? Welche? Thomas...? :)
     
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  3. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Vonni,
    es ist aus der Ferne schwer zu beurteilen, deshalb mein Tip unter einem gewissen Vorbehalt, nämlich dem, daß Du alles genau beschrieben hast und es wirklich nicht schlimmer ist als beschrieben:
    Bei diesem eher chronischen Krankheitsbild würde ich jedenfalls auf keinen Fall mit AB behandeln. Wenn Du 100%ig sicher bist, daß keinerlei Anzeichen von Atemnot da sind (Schwanzwippen, Kurzatmigkeit) und daß das Atemgeräusch nicht von der Lunge und den Luftsäcken, sondern eher von den Nasenlöchern aus kommt, würde ich Echinacea und Propolis in Tiefpotenz geben, um das Immunsystem anzuregen. Echinacea D 3-6 und Propolis in lieferbarer Tiefpotenz ( C 6 oder D 12 ist, glaube ich, ggw. das niedrigste lieferbare), täglich 5 Globuli von der Hand fressen lassen und ins Trinkwasser.
    BEI JEDEM ANZEICHEN VON ATEMNOT SOFORT ZUM VOGELTIERARZT!
    Außerdem sollte man bei ständiger "Anfälligkeit", also chronisch rezidivierenden Atemwegsproblemen, eine homöopathische Konstitutionsbehandlung ins Auge fassen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  4. vonni

    vonni Guest

    Hi Thomas, vielen Dank! Nein, Du kannst Dir sicher sein, es ist nicht schlimmer als beschrieben. Ich beobachte meine große Bande sehr genau und bin lieber einmal zu viel beim TA. Keinerlei Atemnot, keinerlei Schwanzwippen, keine verstopften Nasenlöcher, Nasenausfluss oder Kurzatmigkeit. Der Vogel ist durchweg vital abgesehen von den genannten Symptomen.

    Globuli von der Hand fressen lassen - unmöglich! 5 Globuli gesamt oder von Echinacea und Propolis jeweils 5 und auf welche Menge Trinkwasser? "Darf" der Partner auch ans Trinkwasser?

    Wie sieht so eine homöopathische Konstitutionsbehandlung aus? btw: eine Bekannte studiert auch THP und bezeichnet mich z.B. als Nux Vomica-Typ. Würde mich auch mal interessieren was dahinter steckt. :D
     
  5. #4 DieJasminII, 18. Oktober 2004
    DieJasminII

    DieJasminII Stammmitglied

    Dabei seit:
    26. Mai 2004
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    178
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Ratingen
    Ich habe letztens feststellen müssen, dass einer meiner
    Wellensittiche mein Parfüm nicht verträgt. Bin ich bei ihm
    mit Parfüm niest er permanent, bin ich ohne bei ihm ist
    alles normal! Unverschämtheit, dabei ist das Zeug sündhaft
    teuer :D :D :D

    Weiterhin habe ich bis vor Kurzem 5 niesenden Wellis gehabt.
    Alle Ergebnisse bein Doc. waren ohne Befund. Schließlich hab
    ich den Übeltäter entdeckt. Für den menschen ein kaum zu
    fühlender Durchzug. Als ich den beseitigt habe, war wieder
    alles ok. Die kleinen sind wirklich sehr Durchzuganfällig.

    Sollte es nich aufhören, würde ich einen Kropfabstrich
    empfehlen. Permanentes nießen kann auch auf einen
    Erreger schließen (Bakterien, Pilze)

    LG - Jasmin
     
  6. vonni

    vonni Guest

    Hi Jasmin, danke! Diese Banausen! Da gönnt Frau sich was, sprüht sich mit den feinsten Düften ein und dann so was. Wirklich empörend...ich nehme an, der so reagierende Wellensitich ist männlich? ;) :D

    Natürlich gehe ich zum TA, wenn´s schlimmer wird. Das ist ja keine Frage. :)

    Eine meiner Sperlingspapageihennen hat diese Symptome auch. Das war schon so, als ich sie bekam, tierärztlich abgeklärt ist es, keine Erreger festgestellt, die anderen vier Sperlinge im Minischwarm sind pumperlgesund. Es taucht sporadisch immer mal auf - gerade in Streßsituationen (z.B. beim Umzug in ein anderes Zimmer und Neubau einer Voliere). Sie bekommt auf den Tip einer Freundin hin dann ein paar Tage Echinacea über´s Trinkwasser und damit fahren wir ganz gut.

    Wie schnell wird so etwas eigentlich chronisch? Und ist es durch die Konstitutionsbehandlung wirklich erfolgreich zu behandeln? Das wäre ja dann für meine Sperlihenne auch interessant. Im Netz finde ich irgendwie auch nichts (oder ich versteh´s nicht :idee: ).
     
  7. #6 Thomas B., 19. Oktober 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Oktober 2004
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Jasmin,
    Mich würde interessieren, was ein Kropfabstrich über eine Atemwegserkrankung aussagen kann. Der Kropf gehört bekanntlich zum Verdauungssystem, und da können völlig andere Bakterien sitzen als in den Atemwegen. Du meinst sicher einen Schleimhautabstrich von den Nasenlöchern und ggf. einen Trachealabstrich. Auch dazu sehe ich aber noch keine Veranlassung, solange die Symptome so geringfügig und relativ selten sind. Man sollte sowieso von der "erregerfixierten" Betrachtungsweise wegkommen. Gerade in den oberen Atemwegen sind es oft weder Pilze noch Bakterien, sondern Viren. Und was machst Du dann? Da hat die Schulmedizin leider nichts im Angebot. Da hilft dann auch nur: Immunabwehr und allgemeine Lebenskraft stärken. Das ist in meinen Augen das Wichtigste, denn wo das Milieu in Ordnung ist, haben Erreger, die ubiquitär herumschwirren (man kann überalll und immer welche nachweisen), keine Chance, seien es nun Viren, Bakterien oder Pilze.
    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Natürlich braucht es bei schweren Erkrankungen einen Erregernachweis, damit man ggf. gezielt schulmedizinisch behandeln kann, sollte das erforderlich sein. Aber nicht bei jeder Befindlichkeitsstörung. Die logische Konsequenz wäre ja dann, wenn man ein paar Bakterien findet, ein entsprechendes Antibiotikum einzusetzen. Das ist aber bei banalen Infekten, mit denen die Immunabwehr von alleine fertig wird, nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich.
    Ich erinnere an die historische Kontroverse zwischen Pasteur und Bernard über die Bedeutung des Milieus und der Erreger für den Ausbruch einer Krankheit.
    Claude Bernard, der Vater der experimentellen Medizin, führte mit Pasteur eine lebenslange Auseinandersetzung. Bernard war der Meinung: Nicht der Keim spielt bei der Krankheitsentstehung die wichtige Rolle, sondern die Widerstandskraft des Körpers, das Milieu, das der angreifende Keim vorfindet. Das Milieu war für Bernard vom körperlichen und seelischen Zustand eines Menschen abhängig. Pasteur, für den allein die Erreger zählten, lehnte dies vehement ab.
    Erst auf dem Sterbebett, so wird berichtet, sah Pasteur seinen Irrtum ein:
    "Bernard hatte recht. Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles."
    Letzteres ist das Credo der Regulationsmedizin.

    P.S.: Was das Parfum angeht, scheinen die Vögel zum Glück noch über ausreichende natürliche Instinkte zu verfügen. Wenn man z.B. in der Oper sitzt und von links und rechts, von vorne und hinten zugeschwallt wird, schwächt das schon arg die Lebenskraft;-))). Diese Erfahrung habe ich auch schon machen müssen.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  8. vonni

    vonni Guest

    @Thomas, ich stelle die Fragen nochmal, vielleicht im Eifer des Gefechtes übersehen? :)

    Globuli auf welche Menge Trinkwasser?
    Darf der Partner auch ans Wasser?
    Wie schnell werden solche Erkrankungen eigentlich chronisch?
    Wie sieht so eine homöopathische Konstitutionsbehandlung eigentlich aus? Ich habe hier noch eine chronisch Kranke, für die das evtl. interessant wäre.

    Schonmal im Voraus danke für Deine Mühe :)
     
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  10. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Vonni,
    Ja, da hast Du Recht. Entschuldige.

    ca. 5 Globuli auf einen normalen Trinknapf, je nach Größe. Bei homöopathischen Arzneien ist die Dosierung nicht so wichtig wie bei schulmedizinischen Medikamenten, weil es auf den Informationsimpuls ankommt und nicht auf therapeutisch wirksame Blutplasmaspiegel.
    Ja.
    Das hängt vom individuellen Immunstatus ab, da lasssen sich keine allgemeinen Aussagen treffen. Rezidivierende, subakute, immer wieder aufflackernde Beschwerden sind bereits Ausdruck einer chronischen Krankheit.
    Es wird ausführlich per Fragebogen eine Anamnese erhoben, wobei es nicht nur auf die aktuellen Krankheitssymptome, sondern auch auf die Charakter- und Gemütssymptome und allgemeine Modalitäten(z.B. unter welchen Bedingungen bessern oder verschlechtern sich die Beschwerden) und frühere Erkrankungen ankommt. Es wird dann versucht, die genau passende, ähnlichste Arznei (das sog. Simillimum - "similia similibus curentur"), die dann zugleich das Konstitutionsmittel ist, herauszufinden. So eine Repertorisierung ist sehr zeitaufwendig und nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Aber wenn man das richtige Konstitutionsmittel gefunden hat, kann man damit ganz unterschiedliche "Krankheiten", also Symptome, behandeln.
    In der Schulmedizin "behandelt"(unterdrückt) man "Krankheiten" (nach klinischen Diagnosen) oder Symptome (z.B. Schmerzen), in der homöopathischen Konstitutionsbehandlung behandelt man das Individuum, stärkt seine Abwehrkräfte, bringt die Lebenskraft ("Dynamis") wieder ins Lot, wobei die klinische Diagnose eine eher untergeordnete Rolle spielt - sie muß nur zum "Gesamtbild" passen. Es ist eben Regulationsmedizin, keine unterdrückende Behandlung, die sich gegen bestimmte Erreger oder Symptome richtet.
    Wenn Du weitere Fragen hast - immer her damit! ;-)))

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  11. vonni

    vonni Guest

    Hui, das war ganz schön viel Information auf einmal. Vielen Dank, dass Du Dir so viel Mühe machst. :)

    Weitere Fragen kommen bestimmt aber für den Moment hast Du mir ja schon gut geholfen.

    P.S. heute noch kein Niesen bei der Henne, gerade werde ich in morgens üblicher Manier angekreischt. :D
     
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