kranke Gouldsamadinen, Ich weiß nicht was ich machen soll...

Diskutiere kranke Gouldsamadinen, Ich weiß nicht was ich machen soll... im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich habe zur Zeit kranke Gouldsamadinen. Von den 9 sind zwei an den Beinchen gelähmt so dass sie nur noch auf dem Bauch liegen, einer von den...

  1. #1 Birdslover, 24. März 2014
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    Ich habe zur Zeit kranke Gouldsamadinen. Von den 9 sind zwei an den Beinchen gelähmt so dass sie nur noch auf dem Bauch liegen, einer von den Beiden kippt sogar oft auf die Seite. Sie können aber sehr gut fliegen aber eben nicht mehr gut landen. Beide sind nicht aufgeplustert sondern sehen abgesehen von der Lähmung fit aus.
    1 Gouldsamadine sitzt oft aufgeplustert und mit Köpfchen im Gefieder. Eine weitere Gouldsamadine hat schwarzes Brustgefieder.
    Alle Gouldsamadinen mausern sich.

    Ich war schon bei 2 vogelkundigen Ärzten. Sammelkotprobe und Kot- sowie Rachenabstriche wurden genommen. Ergebnis negativ obwohl gering Megabakterien gefunden wurden (es kam die Aussage dass gering Megabakterien normal sei). Da nichts anderes gefunden wurde soll ich nun drei Wochen lang mit Ampho Moronal behandeln. Die 2. Woche ist rum. Keine Besserung der Lähmung.

    Jetzt möchte ich wieder zum vk TA mit dem Männchen fahren welcher gelähmte Beinchen hat und immer auf die Seite kippt. Aber ich weiss einfach nicht ob es richtig ist oder zu welchem vk Tierarzt. Ich gebe immer nur massig Geld aus und keiner weiß wirklich zu helfen.

    Soll ich den Kleinen einschläfern lassen?

    Was mache ich denn mit den anderen?
     
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  3. Corniche

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    Hallo Birdslover,
    du kommst offenkundig auch aus dem Ruhrgebiet. Schreib mir vielleicht mal per PN deine TA. Mein Sperling Charly hat aktuell auch neurologische Symptome, die gehen in die gleiche Richtung. Mein erster TA meinte, das wäre ein Circovirus, da Leber und Niere stark vergrößert waren und die Luftsäcke verdrängten. Die Symptomatik passte auf mich aber nicht ganz, da Schnabel und Gefieder völlig normal aussahen. Es kann ja sein, dass er den Virus trägt, aber das heisst noch lange nicht, das opportunistische Erkrankungen nicht zu behandeln wären. Habe noch eine Zweitmeinung eingeholt und der TA tippte auf Aspergillen und gab mir Imaverol plus Silymarin mit. Imaverol verträgt Charly nicht, daher hole ich mir jetzt noch eine dritte Meinung ein. Der N. ischiadicus verläuft bei Vögeln nah Leber und Niere, eine Raumforderung durch z.B. eine Hepatomegalie, kann zu Lähmungen führen. Ein Leberschaden kann aber auch zu einer hepatischen Enzephalopathie führen, d.h. die Leber entgiftet unzureichend und die Stoffe akkumulieren unter anderem im ZNS, sind also ZNS-gängig. Vielleicht ist es aber auch eine Hypovitaminose.
    Ich stehe vor dem gleichen Problem, hatte auch gelesen, dass du bereits einen Sperling euthanasieren lassen musstest. Das möchte ich gerne verhindern, allerdings habe ich noch keinen guten TA gefunden, leider!
     
  4. #3 Munia maja, 24. März 2014
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    Hallo Birdslover,

    ich kann Dir nur nochmals den Tipp geben, den ich Dir schon im Prachtfinkenunterforum gegeben habe: lass einen der Vögel pathologisch untersuchen. Wenn der Kleine die Beine wirklich nicht mehr bewegen kann, keinen Greifreflex mehr hat und auch immer wieder umkippt, hat er keine wirkliche Lebensqualität mehr. Er sollte dann fachgerecht eingeschläfert werden. Er kann den anderen so im Tode noch dienen, indem man ihn untersucht. Wichtig ist nur, dass er richtig eingeschläfert wird - per Wattebausch mit einer Überdosierung eines Inhalationsnarkotikums o.ä. (Ether, Chloroform). Eine Euthanasie per Injektion würde nämlich seine Eingeweide zerstören, so dass sie für die Obduktion nicht mehr geeignet sind. Danach muss der Vogel sofort zur pathologischen Untersuchung verschickt werden, am besten mit Kühlakkus und per Eilpost, damit er spätestens am nächsten Tag im (mit Vogelpathologie erfahrenen!) Institut ist.
    So traurig das ist, es ist vermutlich die beste Lösung. Wenn bei den ganzen Abstrichen und Kotuntersuchungen nichts Vernünftiges herauskommt, muss man die Organe genauer untersuchen - das geht bei solch kleinen Zwergen nun mal leider nur per Pathologie. Spar dann auch bitte nicht an den Untersuchungen - wenn die normale Obduktion nicht ergiebig genug ist, lass eine Histologie machen. Und evtl. tatsächlich virologische Tests. Circoviren sind z.B. auch bei Prachtfinken nicht selten. Sie zeigen sich bei ihnen v.a. durch erhöhte Infektanfälligkeit (und hin und wieder auch Befiederungsstörungen wie bei den Papageien). Ich kann davon leider ein "Lied singen", weil ich daran vorletztes Jahr insgesamt sechs Gilbnonnen (Gelbe Schilffinken) verloren habe...

    Viel Glück für die Kleinen,
    Steffi
     
  5. #4 charly18blue, 24. März 2014
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    Du hast das Thema bereits hier eröffnet klick. Und hast da meiner Meinung nach gute Ratschläge bekommen - siehe Munja maja.

    Geh doch einfach mal zu einem wirklich fachkundigen Tierarzt, wahrscheinlich mußt Du dazu etwas weiter fahren. Sehr hilfreich wäre es auch zu wissen in welchem PLZ-Gebiet Du wohnst, damit man Dir mal einen wirklich guten TA nennen kann.

    Da kann dir keiner helfen. Ich habe einen wirklich guten vk TA, der mir in solchen Fällen sagt was zu tun ist. Bei ihm weiß ich genau, wenn er dazu rät, gibt es keine Chance mehr.
     
  6. #5 Birdslover, 25. März 2014
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    Gefiederungsstörungen haben die prachtfinken auch, es schaut aus, als ob die Federn am Rücken grau sind.
     
  7. Fauli

    Fauli Guest

    Hallo Birdslover,

    ich hatte ein ähnliches Schicksal mit Schneckchen, wäge ab du kennst ja den Vogel! Hast du das Gefühl er leidet, sprich hat keinen Lebenswillen mehr? Oder frisst er und ist ansonsten munter, verliert halt nur schnell das Gleichgewicht, dann separiere ihn, richte ihm einen Käfig ein wo er alles genau beobachten kann aber stelle ihm alles auf den Boden, also Futter, Trinkwasser, etc. So habe ich das bei Schneckchen auch gemacht und sie hat noch 2,5 Jahre glücklich gelebt.

    Vielleicht hilft es dir ein bißchen bei deiner Entscheidung.
     
  8. #7 Birdslover, 4. April 2014
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    Hallo zusammen,

    habe die Gouldsamadine eingeschickt zur Sektion. Sie ist gestern verstorben. Eben habe ich schon eine telefonische Rückmeldung bekommen. Bei erster Betrachtung keine Kokzidien, keine Atoxosplasmose, keine Luftsackmilben, keine Megabakterien. Einige wenige Kokken (Gouldsamadinenspezifisch).

    Mikroskopische Untersuchung folgt.
     
  9. #8 Munia maja, 4. April 2014
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    Hallo Birdslover,

    lass neben der normalen Pathologie (das beinhaltet die pathologisch-anatomische Untersuchung, meist auch noch die Parasitologie, Bakteriologie und Mykologie) auch eine Histologie machen. Sie ist oft unerlässlich zur genauen Organbeurteilung und zum Nachweis von spezifischen Veränderungen (z.B. Einschlusskörperchen als Hinweis auf virale Erkrankungen o.ä.). Falls ein Verdacht in Richtung virale Erkrankung geht, lass dann auch noch die Virologie machen, soweit sie für Prachtfinken ergiebig ist (Pocken-, Herpes-, Polyoma-, Circoviren, PMV2). Ach ja, auch mal an Ornithose denken (Atemwegsprobleme...).
    Ich hoffe, sie finden nichts wirklich Schlimmes für den Bestand...

    MfG,
    Steffi

    P.S. Du musst natürlich auch ein wenig an die Kosten denken. Bei meinen Vögeln kostet eine Pathologie und Histologie ca. 80.- €. Die viralen Tests schlagen je nach Virus auch nochmals mit 20-40 € zu Buche.
     
  10. #9 Birdslover, 4. April 2014
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    Die Histologie wird gemacht. Ob der genaue Virus untersucht wird kann ich noch nicht sagen. Wahrscheinlich werde ich dazu noch mal zurückgerufen.
    Gibt es eine Viruserkrankung die auch auf den Menschen geht? Ich habe nämlich seit Januar Husten und nun spastische Bronchitis. Dies macht mir auch Sorgen. Spastische Bronchitis wird in der Regel durch einen Virus ausgelöst oder auch durch Allergie.
     
  11. kace63

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    Es gibt ziemlich viele Erreger die vom Vogel auf den Menschen übertragbar sind und auch krank machen können.
    Du solltest einen Lungenfacharzt aufsuchen und da auch die Vogelhaltung erwähnen. Das kann bei der Ursachenforschung sehr hilfreich sein. Länger andauernde Bronchitis und Asthma müssen echt behandelt werden, auch wenn es nicht sehr ausgeprägt ist. Die Lungenkliniken sind voll von älteren Menschen die das nicht gemacht haben und nun nach Jahren Lungenversagen bekamen. Das ist nicht lustig.
    Laß Dich nicht vom Hausarzt abspeisen mit irgendwelchen Symptommedis!
     
  12. #11 charly18blue, 5. April 2014
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    Es gibt die Psittakose oder Ornithose (je nachdem welcher Vogel es hat - Spitz- oder Krummschnabel), also Chlamydien, Bakterien, die übertragbar sind und dann noch Mycobakterien (Vogel TBC). Mehr sind mir nicht bekannt. Also so viele sind das nicht.
     
  13. #12 Birdslover, 5. April 2014
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    Ich nehme bis Montag Kortison, dann gehe ich zur Kontrolle. Lungenfacharzt war ich schon. Röntgenaufnahme ist ok. Lungenfunktionstest auch. Ich fand den Lungenfacharzt aber ziemlich leidenschaftslos. Wenn es nicht besser wird, werde ich mich in eine Lungenfachklinik einweisen lassen.
     
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  15. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Das "ziemlich viele" bezog sich nicht ausschließlich auf Lungensymptome. War vielleicht mißverständlich
     
  16. #14 Munia maja, 7. April 2014
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    Hallo Birdslover,

    dieses Jahr gibt es bei uns Menschen relativ viele, die hartnäckig an einer m.o.w. starken Bronchitis und/oder Lungenentzündung erkranken. Zumindest ist das in meiner Gegend so und auch bei mir im Bekannten- und Verwandtenkreis hat es einige böse erwischt. Das muss bei Dir also nicht unbedingt mit Deinen Vögeln zusammenhängen. Falls Du Dir aber Sorgen machst, lass Dich beim Lungenfacharzt (oder einfach beim normalen Hausarzt) auf Chlamydien testen (s.o. Posts #8 und #11) - dann hast Du Gewissheit. Und besteh bei der Pathologie Deines Vogels ebenfalls auf Testung der Ornithose...

    MfG,
    Steffi
     
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