Krankheitsübertragung bei Stadttauben

Diskutiere Krankheitsübertragung bei Stadttauben im Stadttauben Forum im Bereich Tauben; Habe da einen tollen link gefunden :trost: hier

  1. Sagany

    Sagany Guest

    Habe da einen tollen link gefunden :trost:
    hier
     
  2. Sagany

    Sagany Guest

    Stadttauben und andere Wildvögel können Krankheiten übertragen wie Ornithose, Tuberkulose oder Samonellose usw.
    Sowohl auf den Menschen wie auch auf dessen Haustiere!
    Die Möglichkeit dazu besteht immer und ist leider nie auszuschliessen.(Genau wie die Möglichkeit stets besteht dass ein gekaufter "Hausvogel" sowas haben kann,obwohl ich denke das bei Tieren wie Strassentauben die ja leider unter unhygienischsten Bedingungen leben müssen die Gefahr größer ist)
    Wie handhabt ihr das?
    Wenn ihr eine kranke oder junge Taube (oder eben anderen Wildvogel) findet, nehmt ihr sie/ihn mit oder lasst ihr sie "vorsichtshalber" einfach zurück und macht garnichts?
    Und nehmt ihr sie mit, wie dann weiter?
    Wenn nun doch Krankheitsgefahr besteht, oft sind Vögel nur Träger der Erreger und selbst nicht Krank und Ornithose sogar Luft überträglich bzw. was heissen soll durch Staub der eingeatmet wird kann es übertragen werden.
    Das Risiko ist immer da, was tut ihr da?
    Oder was würdet ihr tun?
    Zum TA? aber der könnte eine derartige Krankheit am tier (Vor allem Wenn nur Träger der Erreger)auch nicht gleich feststellen.
    Ist nur eine Frage aus Interesse.
    Denn auch ich versuche oft wildvögeln zu helfen, hatte letzten Sommer erst eine junge Amsel, war leider gestorben,hatte aber toi toi toi bisher das glück keinen "seuchenkranken" vogel dabei zu haben.
     
  3. #3 wagtail, 08.03.2005
    wagtail

    wagtail Vogel frei!

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    Hallo,

    da ich im allgemeinen die Tiere, die ich habe nicht ablecke, deren Exkremente nicht Rauche oder Schnupfe, nicht mit ihnen in einem Bett/Zimmer schlafe, mir nach dem Kontakt und vor dem Essen die Hände wasche und auch alle sonstigen normalen Hygienemaßnahmen durchführe die man so macht. Habe ich keine Angst davor mir etwas einzufangen, was ich nicht auch so in der U-Bahn oder im Kino auf der Toilette holen könnte. Mit deutlich erkrankten Tieren sollte man eh zum TA gehn.
    Zudem erkrankt man eher durch Eierspeisen und Geflügelfleisch an Salmonellen als durch den Kontakt mit Vögeln.
    Zum Thema andere Haustiere, gibt es noch das Wort "Quarantäne" man muss die Amsel ja nicht zu den Wellensittichen setzten...wer weiss womit die Sittiche die Amsel anstecken.... :)

    gruss Tobi
     
  4. #4 GeorgB. † 2013, 09.03.2005
    GeorgB. † 2013

    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    Ich stelle dem Bericht mal folgende Texte entgegen. Ich betone, das ich zwar Diskussionsstoff liefern, auf keinen Fall aber provozieren möchte.Es geht nicht nur um den Schutz des Menschen sowie seiner Gebäude usw. sondern auch um den Schutz von wildlebenden Tieren, Haus-und Nutztiere.
    Flöhe:
    Bei Vögeln treten eine Reihe von von Flöhen auf. Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae) und der etwas kleinere Taubenfloh (C. coumbae), parastieren bei vielen wildlebenden Vögeln und werden auch von Hunden und Katzen in Wohnungen eingeschleppt. Wie Flöhe sich vermehren weiß jeder. Sie sind Zwischenwirte des Bandwurms Dipylidium caninum, der auch öfter bei Kindern auftreten kann. Flöhe sind befähigt Bakterien zu injizieren(Pesterreger,Staphylokokken) weil sie beim Saugen ihren Darminhalt in die Wunde erbrechen. Das kann natürlich nur dann erfolgen wenn sie selbst vorher kontaminiertes Blut bei einem infizierten Wirt aufgenommen haben.
    Zecken: Hierbei beschränke ich mich auf Hühner-und Taubenzecke die aber ebenfalls andere Wirtstiere befallen.

    Die Schädigung zeigen sich als Anämie (Blutarmut) mit der Folge von Schwäche, Entwicklungsstörungen und/oder Verminderung der Legeleistung. Neben einigen bewiesenen Überträgerfunktionen (Aegyptionella pullorum, Borellia anserina und andere Borellien) werden dieser Zeckenart wie auch der Taubenzecke die mechanische Übertragung von Salmonellen und Mycoplasma gallispticum sowie die des Q-Fiebererregers und die des Virus des West-Nil-Fiebers des Menschen zugeschrieben. Auch das Virus der Geflügelpocken übertragen sie. Larven bestimmter Stämme der Hühnerzecke können durch den Saugprozeß Paresen und Paralysen (Zeckentoxikose) verursachen. Die Erscheinungen werden durch ein Neurotoxin ausgelöst, das die Erregungsleitung in den Nervenfasern unterbricht. Anfangs treten geringfügige Bein-und Flügelfunktionsstörungenauf, später kann völlige Paralyse mit Atembeschwerden und schließlich Atemstillstand folgen. Diese Schädigungen kann auch die taubenzecke verbreiten. Hier gelang auch der Nachweis von Encephalitis-Viren. Hühner, Wassergeflügel,Schwalben, und Pferde wurden schon von der Taubenzecke befallen. Verlassen Tauben ihre Nistplätze wandern ältere nymphen und Adulte zur Blutaufnahme aus und suchen nach der Blutaufnahme ihre alten Plätze wieder auf. Aus diesem Grund werden sie häufig nicht beobachtet und die meist schmerzhaften Stiche werden anderen Ursachen zugeordnet. Die Folge solcher Stiche oder der Kontakt mit Coxalflüssigkeit, unter Umständen auch Kotresten sind oft der Grund für heftige allergische Reaktionen. Die Symptomatik kann Erytheme, Vesiculae, Bullae, Lymphhangitiden und gelegentlich Exantheme, Atemnot, Schluckbeschwerden, Tachykardie, Fieber oder Benommenheit umfassen. Allerdings haben viele Zeckenarten als Vektoren nur gebietsweise oder lokal eine gewisse Bedeutung.

    Weitere Möglichkeiten die selten beachtet werden:
    Eine allgemein weniger beachtete Folge einer Taubenansiedlung verwildeter Huastauben ist das Auftreten von bekannten Lebensmittel-,Vorrat-und materialschädlichen Fliegen,Käfer und Kleinschmetterlingsarten(Motten) sowie Ektoparasiten in wohnungen.Im Nistbereich von Tauben sind nach Literaturangaben (Steinbrink,1991;Wudtke,1993; Vater,1993) der letzten 60 Jahre etwa 200 Gliedertierarten beschrieben worden. Zu den häufigeren Belästigungen in Wohnungen sowie z.B. Fraßschäden gehören die Larven von Dieb-,Pelz-,Speck und Teppichkäfern sowie die Kleidermotte als Materialschädlinge und Mehl-,Reismehl und Brotkäfer als Vorratsschädlinge. Diesen Arten dient der organische Abfall wie Exkremente, Nistmaterial, verendete Tauben, Federn usw auf den Rast und Brutplätzen als materielle Basis für ihre Entwicklung. Verstopfungen von Fallrohren und Dachrinnen führen zur Durchnässung des Mauerwerks mit Folgeschäden. Durch die ständige Ablagerung der Exkremente verschmutzen Fassaden bzw. nehmen künstlerisch gestaltete Bauwerke oder Baudenkmäler Schaden.

    Das wars, mir schmerzen die Finger.
    Dies ist kein Plädoyer für die Ausrottung der Tauben, aber gegen die Verharmlosung der möglichen Gefahren. Eine Absenkung der Taubenvorkommen halte ich für notwendig. Fraßgifte waren erfolglos, außerdem stehen sie im Widerspruch zum Tierschutzrecht. Auch sollten (ob bewußt oder unbewußt) die Grundsätze des Gesundheitsschutze nicht verdrängt werden.

    MfG
     
  5. Sagany

    Sagany Guest

    Hallo,
    Nein worauf ich hinaus wollte, wenn zb. die Gefahr auf Ornithose besteht, diese Krankheit ist auch durch Staub übertragbar!
    Da nutzt auch das Händewaschen nix mehr, das kann man im Prinziep ruckzuck überall hin verschleppen, an seine eigene Vögel natürlich auch und selbst kann man sie schon bekommen wenn man so einen Vogel nur anfasst.
    Fiess finde ich dass vögel manchmal nur der Träger der Erreger sind und selbst nicht krank sind, so sieht man dem vogel nicht an dass er die Krankheit hat, man merkt es dann nur an sich selbst oder den eigenen vögeln falls man sich was eingeschleppt hat.
    Okay sowas kann immer passieren wenn man es so wil,man sitzt im park auf einer bank,füttert tauben und atmet den gefiederstaub ein..okay ist schon richtig.
    Aber hat man sie bei sich daheim in pflege ist da das risiko nicht größer?
    und ich meine auch Tuberkulose oder Solmonellose,obwohl ich von letzteren weniger ahnung habe.
    Parasiten lass ich vollends ausser acht,ich meine jetzt "Seuchenerkrankungen".
     
  6. Sina

    Sina Foren-Guru

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    Hallo,

    @sagany: Wenn ich einen verletzten Vogel (oder sonst ein Tier) finde, nehme ich ihn selbstverständlich mit. (Passiert mir zum Glück nicht allzuoft!) Danach geht´s meist zum Tierarzt. Der TA, den ich kenne, sorgt dann meist für eine weitere Versorgung und Unterbringung in einer Wildvogelauffangstation.
    Ist der Vogel aber bspw. "nur" irgendwo gegengeflogen, setze ich ihn hoch in ein Gebüsch und halte ihn ca. 1 Stunde im Auge. Meist berappeln sich die Vögel wieder und fliegen davon. Das passiert bei uns auf der Firma leider häufiger. Ansonsten TA, siehe oben.
    Sollte ich einen Vogel bei mir aufnehmen müssen, werde ich ihn getrennt von meinen übrigen ins Badezimmer setzen. So war es auch damals mit meiner Taube. Die mußte solange "alleine" sitzen, bis durch den Tierarzt geklärt war, dass sie keine ansteckenden Krankheiten hat. Diese "Quarantäne" lief dann u. a. mit Hände gründlich waschen vor und nach jedem Kontakt. Schauen, dass keine Kleidungsstücke etwas übertragen können. "Müll" immer in kleine Tüten packen und gründlich verknoten.
    Natürlich bleibt immer ein gewisses Restrisiko. Aber einen Vogel "vorsichtshalber" zurückzulassen käme für mich überhaupt nicht in Frage.

    @escarabajo: Tauben können, insoweit stimme ich Dir zu, Träger und Überträger von Krankheitserregern sein, wie übrigens alle anderen Lebewesen auch! Das Risiko einer Ansteckung für den Menschen ist jedoch unter anderem stark abhängig von der Intensität des Kontaktes zu den Tauben, ihrem Kot und Staub. Da bei den meisten Menschen jedoch - leider - eine fast schon "angeborene" Abneigung gegen Stadttauben besteht, dürfte die Gefahr eines zu engen Kontaktes, da müßtest Du mir zustimmen, in der Regel nicht gegeben sein. Das Risiko, sich bei einer Stadttaube in irgendeiner Weise anzustecken, ist somit mehr als gering.

    Zu den Motten: die von Dir beschriebenen Lebensmittelmotten treten nur dort auf, wo auch entsprechendes Futter vorhanden ist. Da aber - wieder mal ein "leider" - die wenigsten Tauben artgerecht gefüttert werden, ist auch das Problem der Motten dementsprechend gering! Selbst das Getreide, was mancher Mitbürger den hungernden Stadttauben zuwirft, ist zu schnell verzehrt, als dass das Problem der Motten auftritt.
    Motten sind übrigens in vielen Lebensmitteln enthalten und können - nicht zwingend - beinahe überall (Mehl, Nudeln, Nüsse, Schokolade, Müsli, etc.) auftreten.

    Zu dem Gebäude-"Problemen": Dazu würde es gar nicht erst kommen, wenn die Städte endlich mal einsehen würden, dass betreute Taubenschläge viele Probleme lösen könnten. Leider sind aber immer noch viele Städte der Meinung, Tauben vergiften, vergrämen oder sonstwie abwehren zu müssen. Nur um mal ein Beispiel zu nehmen: Das vergiftete Tauben nicht sofort tot umfallen, sondern sich oftmals zum Sterben irgendwohin zurück ziehen, wo sie dann verwesen und zu weiteren "Problemen" führen, kommt manchen einfach nicht in den Sinn. (Mal ganz abgesehen davon, dass es ein sehr qualvoller Tod für die Tauben ist!!)

    Schön, dass Du gegen eine "Verharmlosung der möglichen Gefahren" bist. Aber der Schuss geht wieder mal gegen die Stadttauben los. Hier werden sich wieder viele Stadttauben-Gegner in ihren Vorurteilen bestätigt fühlen und weiterhin - ich möchte es mal vorsichtig formulieren - unschön gegen die Tiere vorgehen.

    Viele Grüße

    Sabine

    PS: Da hat sich mein Beitrag mit Saganys überschnitten. Lasse es aber trotzdem mal so stehen.
    Weiterhin gilt: Ich nehme trotzdem verletzte Vögel auf.
    Bei Ornithose gibt es außerdem, wenn sie frühzeitig erkannt wird, eine recht gute Heilungschance.
     
  7. #7 GeorgB. † 2013, 09.03.2005
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.2005
    GeorgB. † 2013

    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    Hi Sina,

    Zu dem Einsatz von Giften denke ich ist meine Position dazu klar dargestellt.Außerdem ist die Gefahr das Nichtziellebewesen betroffen sind zu hoch. Deine Erklärung zu den Motten ist zwar richtig aber nicht gründlich. Sie kommen eben nicht NUR den den von Dir genannten Lebensmitteln vor. Die Motte sowieso nicht, sondern die Larven. Die meisten Motten leben nicht mehr lange und haben nur noch die Aufgabe der Fortpflanzung.Ich persönlich finde Motten auch garnicht so schlimm, Dir und anderen machen sie auch nichts aus das ist ok. In meiner täglichen Praxis als Schädlingsbekämpfer komme ich aber auch mit vielen Leuten zusammen die sich über alle Maßen ekeln und Phobien entwickeln. An die muß man auch denken. In unserer Branche gelten sie mehr als Lästlinge, im Vorratsschutz jedoch als Schädlinge.
    Die Tötung von Tauben halte ich und viele meiner Kollegen garnicht für nötig. Das Problem liegt woanders. Zunächst mal wie immer am Geld und vor allem an mangelnder Koordinierung und Zusammenarbeit. Viele hervorragende Methoden von allen Seiten sind entwickelt worden und werden noch entwickelt. Du selbst nennst eine,weitere sind Austausch von Eiern, Pille für die Taube obwohl ich mir hier nicht so sicher bin, ein Kollege erzählte mir mal das diese Pille nicht ausgereift sei und den Tieren unerträgliche Schmerzen bereiten soll, ich habe das versucht zu recherchiern, aber das lief ins Leere. Vielleicht kann mich mal hier jemand darüber aufklären. Schutznetze, Spikes, gespannte Drähte (bitte keine Aufschreie, sie verletzen die Tiere in keinster Weise, ich kann nichts dafür wenn irgendwelche Idioten uns über die Schulter sehen und nun glauben in Selfmademanmanier, ohne Hintergrundwissen falsche oder gar verbotene Materialien einsetzen, die dann auch noch zur qualvollen Tötung führen. sehe ich sowas, erfolgt Anzeige ) usw. Meistens verlieren sich die ohne Zweifel hervoragenden Maßnahmen in Einzelaktionen, die einfach keinen befriedigenden Erfolg bringen. Tauben unterliegen nunmal einer individuenstarken Population weil sie wie im Paradies leben. Nur ein koordiniertes Vorgehen mit integrierten Einzelaktionen können daher Erfolg bringen. Leider benötigt das viel Geld, Zeit und somit Geduld sowie auch Unterstützung der Städte , Gemeinden, Gesundheitsamt, Umweltamt und Tierschutzbeauftragten, die ich auch als mangelhaft empfinde. Die Folge der Zusammenarbeit würde durch organisierte Verdrängung einen natürlichen Rückgang der Populationen mit Unterstützung der natürlichen Feinde sein und auf ein erträgliches Maß zurückgehen ohne auch nur ein Tier töten zu müßen. Dazu würde auch ein durch die Behörden konsequent angewandtes Fütterungsverbot in den Städten beitragen. Zu der Übertragung von Krankheiten: So gering ist es nun auch wieder nicht (fast tägliche Berufserfahrung). Übertreiben soll man selbstverständlich auch nicht. Aber die Gefahr besteht, und warum soll man diese unnötig heraufbeschwören?. Vorbeuge ist was zählt. Was die Taubengegner angeht: Denen liefer ich durchaus keine Argumente, idioten gebt es hüben wie drüben, wobei wir wieder beim den Punkten Koordination und Zusammenarbeit angelangt sind. Gegenseitige Toleranz gehört natürlich auch dazu. Was den engen Kontakt angeht stimme ich Dir nicht zu, lese nochmal meinen Post, der direkte Kontakt ist nicht notwendig. Und wieder schmerzen mir die Finger..gg. Sondergrüße noch an Chatkollegen Wagtail....Deine Links sind wirklich klasse

    MfG
     
  8. Sina

    Sina Foren-Guru

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    Hallo Escarabajo,

    ob Deine Position zum Gift klar dargestellt ist, weiß ich nicht, ich hab´s aber verstanden.
    Dass es Menschen gibt, die sich vor Ungeziefer ekeln, weiß ich. Kenne davon genügend. Dass manche regelrechte Phobien entwickeln kann ich mir gut vorstellen; der Mensch entwickelt ja vor allen möglichen und unmöglichen Dingen Phobien.

    Problematisch sind übrigens weniger die Motten, als vielmehr der Kot und die toten Exemplare. Eine Motte, die sich auf meinen Arm setzt oder die ich mal versehentlich essen werde, wird mir wohl kaum schaden. Aber ich denke, da erzähle ich Dir nichts Neues.

    Naja, ob alle Abwehrmaßnahmen die von Städten angebracht sind wirklich so "taubenfreundlich" sind, mag ich mal sehr stark bezweifeln. Zum einen erinnere ich mich an einen Fall in einer Großstadt (oje, war´s Würzburg? Schaue ich gerne noch mal nach.), da wurden Schlafplätz der Tauben unter Brücken einfach mit Plexiglas dichtgemacht - ohne vorher nachzuschauen, ob dort veilleicht noch Tauben sitzen. Und ich glaube auch nicht, dass sachgerecht angebrachte Dornen zur Abwehr, die Stadttauben sehr viel weniger verletzt, als diletantisch angebrachte. Aber da magst Du mir gerne das Gegenteil beweisen.

    Ich gebe Dir völlig Recht mit Deiner Aussage, dass die Umsetzung durchdachter und tiergerechter Maßnahmen, leider viel zu häufig an Geld, Umsetzung und Zusammenarbeit scheitert. Da wird dann lieber mit viel mehr finanziellem Aufwand und noch mehr Leid den Tauben der Garaus gemacht. Und die Menschen, die mit viel Arbeit und Geduld an der Durchsetzung zur Einführung von betreuten Taubenschlägen arbeiten, laufen gegen Wände und bekommen ganze Felsbrocken in den Weg gelegt.
    Bei Taubenpillen gibt es tatsächlich keine wirklich zufriedenstellendes Präperat, da die meisten einfach zu wenig erprobt sind und die Tauben daher oftmals unter den erheblichen Nebenwirkungen zu leiden haben. Ob sich das aber in Schmerzen für die Vögel äußert, kann ich Dir auch nicht genau sagen.

    Auch noch mal zur Krankheitsübertragung: Dr. Glünder von der TiHo Hannover erklärte einst, dass Tauben für den Normalbürger nicht gefährlicher seien als andere Wildvögel. Zu engen Kontakt meiden - wie ich schon erwähnte - die allermeisten Menschen. Welche anderen Erfahrungen hinsichtlich Krankheitsübertragung ohne engen Kontakt hast Du denn in Deinem täglichen Arbeitsalltag gemacht?

    Taubenzecken wechseln im übrigen nur dann den Wirt, wenn dieser nicht mehr da ist. Und soweit ich weiß, gehen Taubenflöhe gar nicht auf andere Wirte über. (Aber da mag ich mich jetzt auch täuschen.)

    Zum Ende noch mal kurz: Du schreibst, dass Du und viele Deiner Kollegen für unnötig halten, Tauben zu töten. Haltet ihr es nur für unnötig oder tötet ihr auch tatsächlich nicht?

    Viele Grüße

    Sabine
     
  9. #9 GeorgB. † 2013, 10.03.2005
    GeorgB. † 2013

    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    Hallo Sabine,

    Zunächst einmal freue ich mich das man doch sachlich und nett miteinander diskutieren kann auch wenn man vermeintlich aus unterschiedlichen Lagern stammt. Auf diese Art und Weise ist man dann schneller bereit auch mal die Argumentationen der anderen Seite anzunehmen. Zu meinen Kollegen: Schwarze Schafe gibt es leider auch bei uns. Wir Schädlingsbekämpfer sind aber nicht die mordlüsternen Gesellen als die wir gerne hingestellt werden.Wer diesen Beruf ernst nimmt und nicht nur den Gewinn sieht hält sich an Gesetze und Vorschriften und diese verpflichten uns Alternativen zu überlegen bzw. anzuwenden um im Interesse der Umwelt und zum Schutz von Nichtziellebewesen die Pestizidbelastung so gering wie nur irgendmöglich zu halten. Es hat sich da in den letzten Jahren enorm viel getan und wird von unserer Seite (Forschung) noch getan werden. Alles im Sinne von Tier-und Umweltschutz.Das auch hier ein Umdenken eingesetzt hat ist unter anderem Tier-und Umweltschützern zu verdanken. Nehmen wir ein simples Beispiel aus der Ameisenbekämpfung:
    getötet sollen sie nur werden wenn eine Umsiedlung nicht möglich ist. Ein Nest das draußen liegt läßt sich meist sehr leicht umsetzen und wenn in der Nähe noch ein Gewässer ist, und sei es nur ein Gartenteich lege ich das Nest in dessen Nähe. Ameisen holen sich gerne die Larven der Mücken aus dem Wasser sodaß hier schon eine natürliche Reduzierung stattfindet.In Gewissenskonflikt gerate ich dann, wenn mir ein absolut verständnisloser Kunde begegnet. Töten auf Teufel komm raus. Entweder ich lehne den Auftrag ab oder wenn es noch so gerade eben zu verantworten ist setze ich doch noch ein Mittel ein, aber so, das wenigstens keine Belastung für die Umwelt auftritt. Bei solchen Kunden muß ich nämlich davon ausgehen daß sie zum nächsten Baumarkt rennen und die dort angebotenen Mittel unsachgemäß und in überdosierung anwenden. Du siehst es ist oft schwer Entscheidungen zu treffen. Das natürlich auch wirtschaftliche Aspekte ( er holt die Konkurrenz) meinerseits eine Rolle spielen will ich dabei nicht verschweigen. Aber ich lehne auch Aufträge ab (wozu ich übrigens verpflichtet bin). Gottseidank passiert das selten denn (aus wirtschaftlicher wie auch aus Umweltschutztechnischen Gründen) der Umweltgedanke nimmt einen immer höheren Stellenwert ein, wie ich beobachten kann, und das ist auch gut so. Zu den Vergrämungsmaßnahmen: Warum wohl setzt man an Gebäuden Spikes (um das mal darauf zu beschränken) ein? Aus Tierschutzgründen so paradox es klingen mag. Eine Vergrämungsmaßnahme aus solchen Materialien ist sauteuer. Summen im fünfstelligen Bereich sind schnell zusammen, siehe die Abwehrmaßnahmen am Kölner Dom, sie verschlingen jährlich sogar Millionen. Eines meiner Projekte lag im fünfstelligen Bereich (ich bin ansonsten ein klitzekleiner Betrieb). Die Tauben hätte man auch mit anderen Maßnahmen für einen Bruchteil der Summe beseitigen können. Töten der Tiere wäre dabei aber unabwendbar gewesen.Man höre und staune: dieses Gebäude gehörte einem Chemiekonzern der selbst Pestizide herstellt. Die Metallspikes sehen gefährlicher aus als sie sind, sie sind auch nicht angespitzt. Eine taube müßte schon mit voller Wucht aufprallen um sich zu verletzen oder gar zu töten. Eine Taube hat ein scharfes Auge und einen sehr guten Blick für Gefahr. Um das zu verhindern ist aber eine taktisch richtige Anbringung zwingend notwendig, das erfordert aber ein geschultes Auge. Leider drängen auch hier Firmen in den Markt die da glauben, och das sieht einfach aus, das können wir auch, mal eben einen schnellen Euro mitnehmen und werden dann auch noch vom Verbraucher genommen weil sie oft billiger sind. Kunststück: Wo ich eine billigeren Zweierspike hinsetze wo ein Vierer hingehört. Das Ergebnis ist dann das viele Tauben sich wieder einnisten, sich dabei verletzen oder gar töten und die Maßnahmen aus Sicht des Verbrauchers nichts taugen und als Abzocke angesehen wird. Vom Aufschrei der Tierschützer (zu Recht) und Taubenliebhaber mal abgesehen. Trotzdem will ich nicht verschweigen das es auch bei sachgerechter Anbringung zu Unfällen kommt, sie sind jedoch verschwindend gering und meiner Meinung nach tolerierbar.Wo der Mensch eingreift oder zum Selbstschutz eingreifen muß geht es manchmal nicht, ohne das einige Lebewesen zu Tode kommen. Wie meine ich das: Ich habe Vertrag mit einem Landwirt der sich über jedes Wespennest freut das ich ihm auf seine Felder werfe,(sowas nenne ich biologische Schädlingsbekämpfung bzw. biotechnische Schädlingsbekämpfung um den Begriffsdefinitionen gerecht zu werden). Beim Abnehmen der Nester bleibt es natürlich nicht aus das die außenfliegenden Wespen ihren Bau nicht wiederfinden und demnach zugrunde gehen, wenn sie Glück haben zum Teil auch von Fremdvölkern aufgenommen werden. Die Sache mit dem Plexiglas an den Brücken finde ich toll, jedoch zeigt sich hier die Oberflächlichkeit des Menschen. Es wäre bestimmt nicht teurer geworden erst einmal die Tauben zu verjagen was ich im übrigen während der Arbeiten nebenbei erledigen kann.Das dabei auch Jungtiere in Gelegen qualvoll vor Hunger verenden finde ich ebenso wie Du nicht tolerierbar. Aber da wird schnell mal nach dem Motto gehandelt: Wo kein Kläger,da kein Richter. Außerdem stehen meines Wissens Gelege unter besonderem Schutz. Wir (meine Kollegen und ich) halten es in der Regel so das wir uns mit Tierheimen auseinandersetzen und über die Aufnahme verhandeln. Sie kommen meistens raus beurteilen die Lage und nehmen die Nester mit, kostenlos, dafür gibts aber selbstverständlich ne dicke Spende. So einfach ist das und zeigt wie fruchtbar zusammenarbeit sein kann. Wo es nicht möglich ist muß der Kunde eben mit dem Beginn der Arbeiten warten bis die Brutzeit vorüber ist. Auf die paar Wochen kommt es dann auch nicht mehr an. Leder fehlt oft die Einsichtigkeit. Erst wird garnichts gemacht und dann muß auf Kosten der Tauben alles ruckzuck gehen weil die Mieter mit Mietkürzungen drohen. Jaja , est ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig...seufz....dabei könnte vieles so einfach sein mit ein wenig Verständnis, Toleranz, Geld, Geld,Geld.....aber das hatten wir schon. Du siehst, wir liegen garnicht so weit auseinander in unseren Meinungen obwohl aus verschiedenen Lagern. Sei so lieb und rede nicht von Ungeziefer, das ist auch ein verallgemeinender Begriff. Schädling ist treffender wenn er wirklich schädlich ist und Millionen von Insekten die vielleicht auch mal nicht so schön aussehen wie ein Schmetterling sind es nämlich nicht. Möchte nicht wissen wie häßlich wir in deren Augen aussehen....lach. Wer nun glaubt ich hätte nen Heiligenschein weil soviel in der Ichform geschrieben, der irrt. Viele meiner Kollegen handeln genauso zumindest die, die ich persönlich kenne. Es sind eben Erfahrungen aus meiner täglichen Praxis die aufzeigen sollen was alles möglich ist man sich nur etwas Mühe gibt.Der Dr. Glünder, wer immer das sein mag hat absolut recht aber auch hier sind die Erklärungen nicht gründlich. Es ist ein Irrtum das Schädlingsarten an Tauben o.a. nur bei ihren Wirtstieren bleiben. Wir gehen ja nicht unbedingt zu ihnen(also direkter Kontakt), sie kommen zu uns, wenn die Populationen überhand nehmen und die Auswandrung beginnt. Die Population geschieht meist im verborgenen sodaß es manchmal Jahre dauert eh man sie wahrnimmt. Hierin liegt die Gefahr. Ein Floh beispielsweise kann weit springen, er wird erschreckt sagen wir mal durch einen Hund, er setzt sich fest wird in die Wohnung geschleppt und ist jetzt gezwungen sich eines Fremdwirtes anzunehmen. Ich weiß, ein Hund fliegt nicht auf dem Dach rum, aber auf wievielen Dachböden werden Hunde mitgenommen wenn Mama die Wäsche aufhängt. Soll nur mal ein einfaches Beispiel sein. Es ist ebenso ein irrtum zu glauben das die tiere sich ständig AM Wirtstier aufhalten, das tun sie nur um Blut zu saugen. Auch hier kenne ich Beispiele aus meiner eigenen Praxis. Man hat Tauben am Haus friedlich leben lassen, leider hatten sie Zecken die teilweise auswanderten und die unter dem Dachboden befindlichen Wohnräume befielen. Ich habe die Stiche an den Kindern selbst gesehen und ebenso die Zecken in ihren Verstecken gefunden. Es kommt also tatsächlich vor. Nun erst wurden Taubenvergrämungsmaßnahmen eingeleitet sowie das Haus weiträumig entwest werden. So, nun aber genug für heute.

    MfG
    Esca
     
  10. Sina

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    Hallo Escarabajo,

    ja, ich freue mich auch immer darüber, wenn eine Diskussion auf der sachlichen Ebene bleibt. Vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen und den Einblick, den Du mir ins „andere Lager“ gegeben hast.

    Dass eine Schädlingsbekämpfungs-Firma so tier- und umweltfreundlich vorgeht wie Du beschreibst, kann ich ja beinahe kaum glauben. ;) Eine tierfreundliche Umsiedelung eines Wespennestes – also ohne Töten – habe ich selbst schon erlebt. Schön zu hören bzw. lesen, dass das anscheinend doch kein glücklicher Einzelfall war.
    Ich glaube Dir sofort, dass die Wirtschaftlichkeit als Entscheidungskomponente bei vielen eine sehr große und meist auch übergeordnete Rolle spielt. Leider, und das bekomme ich allzu oft im Arbeitsalltag mit, zählt nun mal bei den meisten Unternehmen immer überwiegend der wirtschaftliche und finanzielle Aspekt. Umweltschutz auf Kosten des eigenen Ertrages wird von den wenigsten praktiziert und der Staat greift zwar immer mehr, aber für mein Empfinden immer noch zu wenig lenkend ein. Es findet zwar allmählich ein Umdenken statt, aber manchmal habe ich den Eindruck, das steht alles zu sehr auf wackeligen Beinen. Dabei trägt Otto-Normalverbraucher auch einiges dazu bei. (Die "Übeltäter" kommen ja schließlich nicht nur aus den Reihen der Unternehmer.) Nicht nur das Umwelt- und Tierschutz bei einem selbst anfängt. Würden Verbraucher und Konsumenten nicht immer billigere Angebote nachfragen, wäre der Kostendruck der Unternehmen nicht ganz so hoch. Welche Faktoren da jetzt sonst noch alles reinspielen, bleibt mal unberücksichtigt. Soll ja schließlich kein betriebs- oder volkswirtschaftliches Thema werden…

    Aber zurück zum eigentlichen Thema: Über sinnvoll und ungefährlich eingesetzte Abwehrmaßnahmen für Stadttauben lässt sich ja noch reden. (Mal abgesehen, dass es mir trotzdem immer um jede dadurch verletzte oder zu Tode gekommene Taube sehr Leid tut und ich die Verletzung oder den Tod für unnötig und schrecklich halte. Und mal abgesehen davon, dass ich diese Maßnahmen immer noch kritisch betrachte.) Aber, und ich glaube so siehst Du das auch, als Grundvoraussetzung für die Anbringung solcher Maßnahmen müssten dann auch vernünftige Ausweichmöglichkeiten angeboten werden. Womit wir wieder beim betreuten Taubenschlag wären. Da denken eben immer noch zu viele Gebäudeeigentümer zu eigennützig. Schützen ihre eigenen Gebäude, denken nicht darüber nach, dass sie den „Lebensraum“ der Tauben damit noch weiter einschränken und diese auf einen noch engeren Raum zusammenrücken müssen. Dann auch noch soweit zu denken, dass bedingt durch die Enge auch die Krankheiten der Tauben zunehmen, da sie sich schneller ausbreiten können… Darüber, über die Ignoranz und Verbohrtheit dieser Menschen und darüber, dass menschengemachte Probleme immer wieder auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden, könnte ich ausflippen… aber das ist ein anderes Thema.

    Trotzdem habe ich noch einige Fragen zu „tiergerechten“ Abwehrmaßnahmen: Wie lang sind Spikes eigentlich und in welchem Abstand werden sie gesetzt? Ich habe auch schon recht lange Drahtspitzen gesehen. Wenn ich mich nicht irre waren die mehr als 15 cm lang und recht dünn. Dabei besteht doch, ob angespitzt oder nicht und ob die Taube mit voller Wucht aufprallt oder nicht, immer ein Verletzungsrisiko!
    Und was ist mit Netzen, hinter die die Tauben rutschen können und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können?
    Anbringung von Vergrämungsmaßnahmen ist zudem die eine Sache. „Wartest“ bzw. kontrollierst Du diese auch regelmäßig? Mit welchen Abwehrmaßnahmen arbeitest Du denn überhaupt?
    Werde jetzt mal mit noch offeneren Augen durch die Stadt gehen und mir diese Dinge mal noch genauer ansehen.

    Dass Du die „Insassen“ der Taubennester vor Anbringung der Vergrämungsmaßnahmen in Tierheime bringst finde ich super! Ich hoffe, Du schafft es auch immer, alle einzusammeln. Wie reagieren denn die Tierheime darauf? Arbeitet ihr nur mit einem TH zusammen oder mit mehreren? (Darf ich fragen, welche das sind?)
    Ob die Gelege unter einem besonderen Schutz stehen, weiß ich auch nicht 100%ig. Aber dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass kein Lebewesen (Wirbeltier) durch Abwehrmaßnahmen Schaden erleiden darf, das weiß ich sicher. Aber das kennst Du ja bestimmt auch.

    Es stimmt, Parasiten bleiben nicht immer nur auf ihrem Wirt. (Bei den Flöhen war ich mir nicht sicher. Aber dann hatte ich da wohl doch etwas Anderes im Kopf.) Bei den Zecken war mir bekannt, dass diese Tauben zwar bevorzugen, aber bei „Bedarf“ auch auf andere Wirte übergreifen. Vor allem, wenn der Wirt wegfällt oder die Population der Zecken nicht eingedämmt wird (betreuter Taubenschlag!). Ich meine mich erinnern zu können, das Taubenzecken nicht so leicht nachzuweisen sind. Ist es nicht so, dass sie sich tagsüber in dunkle Ecken verziehen und nur nachts zum Blutsaugen auf die Taube gehen?

    Ich denke, Du kommst in Deiner Berufspraxis wahrscheinlich auch mit Extremfällen der Krankheitsübertragung in Berührung. Mein Tierarzt, übrigens ein Tauben- und Ziervogelspezialist, hat mir das mal ähnlich wie Dr. Glünder erklärt. Sofern man nicht mit Kot etc. zu sehr in Kontakt kommt und ein einigermaßen stabiles Abwehrsystem hat, kann nichts „Schlimmes“ passieren.
    Bei einer Überpopulation von Tauben auf engem Raum, muss man aber wahrscheinlich tatsächlich keinen besonders nahen Kontakt haben, um sich das ein oder andere einzufangen. Aber ich denke, mit gesundheitlichen „Nebenwirkungen“ muss man bei jedem Kontakt mit irgendeiner überbevölkerten Tierspezies rechnen. (Hunde- und Katzenflöhe sind auch nicht ohne…)
    Nun gut, das ist ein sehr weites Thema.

    Ich hoffe, Du magst mir meine tausend Fragen trotzdem beantworten!?

    Viele Grüße

    Sabine

    PS: Übrigens erwischt… der Ausdruck „Ungeziefer“ ist so gesellschaftlich üblich, dass auch er mir immer wieder rausrutscht. Gelobe Besserung
     
  11. #11 GeorgB. † 2013, 11.03.2005
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    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    Liebe Sabine,

    Zunächst mal bringst Du mich ganz schön ins schwitzen mit Deinen Fragen, aber nicht weil ich sie nicht beantworten kann sondern so viele auf einmal sodaß ich nicht weiß womit ich denn anfangen soll. Zumal mir die Schreiberei überhaupt nicht liegt wie man sicherlich merken kann. Und Kurzfassen ist auch nicht meine Stärke. Sollte ich irgendeine Frage übersehen, ist das keine Absicht,ich weiche ihnen nicht aus, sei sie noch so unangenehm. Stelle dieselbe Frage später einfach nochmal. Du schreibst Tier-und Umweltfreundlich, anders rum ist besser. Von Berufs und auch gesetzesmäßig MUß ich auch Tiere töten (Ratten,Mäuse,Kakerlaken). Ob das Töten von Tieren tierfreundlich zu nennen ist bezweifel sogar ich. Aber das mindeste was ich tun kann ist qual-und schmerzlose Abtöten. Öuälerei verabscheue ich und achte stets darauf das den Tieren keine Leiden entstehen.Oft höre ich in der Kundschaft wie sie eine Rattenbekämpfung durchführen würden: mit Benzin übergießen, anzünden und rennen lassen.Dann steh ich meist kurz vorm explodieren und habe mich auch mit manchem Kunden angelegt auch auf das Risiko des Autragverlustes. Glücklicherweise gelingt es mir in den meisten Fällen die Leute nicht nur von der Unsinnigkeit solcher Aktionen sondern auch ein Umdenken in Sachen Tierquälerei zu überzeugen. Ich will noch mal betonen das meine in Ichform geschriebenen Beiträge auch stellvertretend für meine Kollegen gelten, leider nicht für alle. Die Schädlingsbekämpfung drohte auf das Niveau von Schlüsseldienste abzurutschen, gottseidank gibt es immer mehr Kollegen und Kolleginnen aus der nachfolgenden jungen Generation die ebenso denken wie ich.
    So nun zu den Tauben:
    Jedes tote Tier tut auch mir weh, muß aber zugeben das ich dies dann doch toleranter sehe als viele Tierschützer und Taubenliebhaber.Damit meine ich eben die im anderen Post erwähnten Unfälle die auch bei sachgerechter Anbringung passieren.Ich kann das aber durch Anwendung entsprechender Materialien auf ein Minimum runterschrauben. Also ist Deine kritische Betrachtungweise nicht zu beanstanden. Allerdings sollte man auch solche Vergrämungsmaßnahmen normalerweise im Verbund mit anderen Maßnahmen wie Du sie schon nanntest anwenden. Und schon sind wir wieder bei Geld, mangelnder Einsich, mangelnder Zusammenarbeit und Koordination. Also verlieren sich diese Maßnahmen wieder in Einzelaktionen die das Problem nur von einem Haus auf das andere verschieben ohne die hohe Populationsrate durch Verdrängung auf ein erträgliches Maß zurück zu schrauben.Wenn Du willst kann ich Dir mal Originaltexte einer unserer Forscher zukommen lassen. Wie sie es sehen,beurteilen und was sie Vorschlagen. Nirgendwo ist dort vom Töten die Rede. Hier ein Originalsatz: Eine Populationsregulierung schützt vor erneutem Einflug ebensowenig wie eine Tilgung oder Begasung vor erneutem Schädlingsbefall(in diesem Fall Tauben), wenn es nicht gelingt mit abwehrenden Maßnahmen eine Neuansiedlung weitestgehend einzuschränken.
    böse Zungen würden jetzt behaupten abwehrende Maßnahmen kann auch töten bedeuten. Nein tut er nicht, er gibt später auch noch Beispiele von den vorstellungen die er hat.Übrigens sind von Dir genannte Maßnahmen dabei.
    Was bevorzuge ich zur Vergrämung: Netze,Spanndraht, rostfreie Spikes aus Edelstahl.
    Klingt schlimm was? Keine Sorge. Tauben besitzen einen ausgesprochen sicheren Blick für mögliche Gefahren. Beobachte es mal wenn Du es eh schon nicht wissen solltest: Einem Fußgänger weichen sie mit Distanz aus, einem vorbeifahrenden Auto nur vom Fahrbanrand bis auf den Bordstein, also oft nur wenige Zentimeter.
    Wir verlassen uns auf diesen scharfen Blick, das heißt sie sehen die Netze rechtzeitig und stoppen ihren Anflug. Bei den Drähten benutze ich nur kunstoffummantelte. Sie werden per Zugfedern so gespannt das sie bei Anflug nachgeben ohne jedoch den den Boden oder Dachziegel zu berühren. Dadurch wird die Taube verunsichert sie findet keinen Griff und fliegt so unverletz davon. Das ist höchste Präzisions und Feinarbeit, denn der Draht darf auf keinen Fall den Boden berühren. sonst hätte die Taube ihren Halt, würde eventuell den Draht zereissen und wir hätten den Salat in der Form wie ihn viele Taubenliebhaber hier beschreiben wenn sie Tauben auf Weihnachtsmärkte mit umwickelten Füßen sehen. Aus der Ferne sehen die Drähte natürlich straff gespannt aus, die nachgebenden Federn sind nich zu erkennen und so glauben viele das die Tiere sich die Gliedmaßen zerschneiden würden. Dieses hintergrundwissen fehlt den meisten sogenannten sogenannten Selfmademen und auch viele Dachdecker die in diese Sparte reindrängen, kennen dieses Problem nicht.
    Spikes: Warum benutze ich Edelstahl rostfrei? Natürlich wegen der Haltbarkeit aber auch um eventuelle Infektion im Falle einer Verletzung auf ein Minimun zu reduzieren. Kunststoff Spikes sind meist wirklich angespitzt, die Gefahr der Tötung einer Taube ist wesentlich höher. Außerdem gibt es sie nicht in so vielfältigen Formen die für eine Abwehr nötig sind um Verletzungsrisiken auszuschließen. Bei den meisten professionellen Zulieferern sind sie verschwunden. Oft bestehen sie aus minderwertigem Kunstoff um dem Kunden (Geiz ist geil) das Geld aus der Tasche zu ziehen.Diese Spikes weichen bei Sonnenbestrahlung auf (meist nicht UV-beständig) und verfehlen somit ihren Zweck.
    Die Länge der Spikes sind unterschiedlich, die kürzeren werden in entsprechende Winkel oder Überdachungen angebracht, das sie eine Barriere bilden sodaß die Taube wie vor ein Gitterfenster fliegen würde ohne sich zu verletzen, von oben käme sie nicht ran, könnte sich also im Extremfall nicht aufspießen. Die langen werden z.B. auf Flachdächern am Dachrand angebracht. Sie sind nicht deshalb solang damit das Tier wunderschön am ganzen Leib durchbohrt wird, sondern das sie garnicht erst beim Landeanflug den Boden berühren kann. Versucht sie es trotzdem ( Tauben sind zäh und hartnäckig, eigentlich sehr bewunderungswürdig) gibts nen Pieckser.Die Länge ist also so gehalten das im Extremfall zwar eine Verletzung aber nicht der Tod durch aufspießen eintreten kann. In so einem schlimmen Fall wäre Tier noch rettbar. Bei den kurzen Spießen würde sie wie "auf Zehenspitzen" zwischen den Stäben hinunherwandern.
    Spikes müßen auch so angebracht werden das die Tiere nicht dahinterfliegen können. Die Krönung sah ich mal an einer Boutique, dort hatten Dachdecker eine Maßnahme durchgeführt in dem sie 10 cm dicke Holzplatten nahmen und mit Zimmermannsnägel durchschlugen. Auch benutzten sie senkrecht stehende Zweierreihen deie die Tauben hinterfliegen konnten. und wunderbar geschützt brüten konnten. Das einzig gut daran war das die tiere sich beim Hinterfliegen auf keinen Fall verletzen konnte. Aber Hauptsache billig. Nach Abriß und völlig strategisch neu geordneter Abwehr ist er nun die Tauben los. Sie nisten nun gegenüber bei der Konkurenz.So wurde aus billig teuer.
    Nun ist es wieder sehr lang geworden und ich habe (glaub ich) Deine Fragen nicht mal zur Hälfte beantwortet. Aber ich habe nun keine Lust mehr. Am besten Du stellst sie mir nochmal vereinzelt. Aber diese Diskussion macht Spaß und ich freue mich auf weitern Schriftwechsel. Bis dahin grüß ich mal recht freundlich. :bier: :0-
    Georg
     
  12. #12 Moppelchen, 11.03.2005
    Moppelchen

    Moppelchen Guest

    RÜLPS !! tschuldigung :k
    :D



    das ist ein guter punkt, denn du kannst dir von menschen nur jeden erdenklichen siff holen, es genügt schon ein händedruck. jährlich sterben "bei uns" tausende menschen an der grippe, aber wieviele menschen sterben an von tieren bzw. von tauben übertragenen krankheiten? an der geflügelklinik vet med uni wien ist kein einziger fall bekannt, bei dem eine taube eine krankheit mit bleibenden schäden oder gar einen todesfall verusrsacht hättte.

    nicht nur die tatsache, daß übertragbare krankheiten betreffend der mensch für den menschen die größte "gefahr" ist, wird auch außer acht gelassen, daß hunde und katzen ein paar unschöne dinge übertragen können. in der zoologie lesung hat man uns mal von einer bandwurm-art erzählt, die von hund und katz übertragen wird und ins gehirn wandert, dort eine kapsel ausbildet und zum tod des menschlichen wirten führen kann. ein viertel aller gehirntumor-toten geht in wirklichkeit auf die rechnung dieses bandwurms, nur dringt das nicht an die öffentlichkeit, da man die bevölkerung nicht beunruhigen will. ups, na jetzt wißt ihr es ja doch :S ;).

    ich hantiere jetzt schon jahrelang mit tauben und anderen wildtieren herum, und ich kenne leute die das mindestens so lange wie ich machen oder länger, und noch kein einziger von uns hat sich irgendwas eingefangen, wir hatten aber alle mal zwischendurch die grippe, schnupfen und meinetwegen auch nen fußpilz ... alles von menschen übertragen. ich glaube tauben und andere wildlebende tiere sind da das geringere problem.
     
  13. Sina

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    Hallo Georg,

    da hast Du mir schon jede Menge beantwortet.
    Was mich noch sehr interessiert ist die Sache mit dem Tierheimen. Wie reagieren denn die Tierheime auf Deine "Sammelaktionen"? Nehmen sie immer alle auf? Was passiert mit denen, die nicht aufgenommen werden können? Arbeitet ihr nur mit einem TH zusammen oder mit mehreren? (Darf ich fragen, welche das sind?)

    "Tier- und Umweltfreundlich" schreibe ich vermutlich in dieser Reihenfolge, weil mir die Tiere so sehr am Herzen liegen. Was nicht heißt, dass mich die Umwelt weniger interessiert...

    Du schreibst: "Klingt schlimm was?" Ehrlich gesagt: Ja, klingt schlimm für mich! Für mich ist allein schon der Begriff "Abwehrmaßnahmen" grauslig. Das liegt wohl an meiner Grundeinstellung.

    An dem Originaltext eurer Forscher wäre ich schon interessiert. Führt ihr eigentlich auch neutrale Studien durch?

    Hm, was ich mich gerade frage, wie kann es denn sein, dass so viele Dachdecker und Selfmademen das schnelle Geschäft mit billigen Abwehrmaßnahmen machen, wenn doch im Tiergesetz festgelegt ist, dass solche Maßnahmen verboten sind, sobald Wirbeltiere dadurch geschädigt werden? Kümmert sich da keiner drum? Hm, darüber denke ich jetzt noch ein wenig nach...

    Wollte zwar noch mehr zu Deinem Beitrag schreiben, aber jetzt wird mir die Zeit knapp. Später mehr...

    Viele Grüße

    Sabine
     
  14. #14 GeorgB. † 2013, 12.03.2005
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    Guten Morgen Sabine,
    Zunächst mal soviel: Wie ich bereits schrieb habe ich nur einen klitztekleinen Betrieb und Taubenvergrämungsmaßnahmen sind bei mir recht selten, meine letzte große liegt etwa 2 Jahre zurück somit kommt das einsammeln eher seltener vor. Die Namen von Tierschutzvereinen werde ich nicht nennen, denn es gibt positives und negatives auch von ein und demselben örtlichen Verein zu berichten. Mal geht es problemlos, mal muß ich mich mit "Gewalt" durchsetzen.
    Ich habe das Gefühl das es manchmal auf die Laune desjenigen ankommt mit dem ich es gerade zu tun habe. Beispiel: Ich bekam mal einen Alarm wegen Ratten im Keller die den Leuten über die Füße laufen. Die Ratten entpuppten sich als ein entlaufener Hamster. Das Tier war in einem erbärmlichen und halbverhungerten Zustand und bedurfte meiner Meinung nach einer schnellen Hilfe. Nach erfolgter "erster Hilfe" sprich Futterversorgung bei dem mir die Hausbewohner hilfreich zur Seite standen ging es darum das Tier schnellstmöglich weiter zu versorgen. Nun kenne ich ein Tierheim aus einer Nachbarstadt das ich, egal wo ich mich befinde, am schnellsten erreiche. Also nichts wie ab. Dort angekommen wollte man mir die Aufnahme des Tieres verweigern (es war an diesem Tag auch noch saumäßig warm) weil ich das Tier in einer anderen Stadt aufgelesen habe.So würden es die Vorschriften verlangen. Auch meine Argumentation wie eben genannt sowie der Hinweis das dem Tier ein weiterer Transport bei der Hitze nicht mehr zu zumuten sei wollten sie nicht gelten lassen. Mit einigem Nachdruck, Drohungen und Hinweise auf das Tierschutzgesetz (das sie eigentlich besser kennen müßten als ich) nahmen sie das Tier dann doch auf. In einem anderen, kürzlich zurückliegenden Fall (hier ging es um Tauben) ging das problemlos. Zu diesem Fall: Es handelte sich um einen Mieter der, sagen wir mal, etwas verwirrt war und sooo Vogelfreundlich war das hier echte Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier (sie hatte 20 Wellis und ein Taubenpäärchen auf dem Balkon) bestand. Auf dem Balkon bin ich knöcheltief im Taubenkot gewatet, die Wohnung war ohne Übertreibung auf deutsch geagt zugeschissen. Überall ca 1 cm dick der Vogelmist. Unglaublich aber wahr. Gerufen wurde ich von der Vermieterin um den Tauben den Garaus zu machen. Am Ort befanden sich bereits die Vermieterin und ein Beamter vom Gesundheitsamt. Die Tötung der Taubenjungen habe ich unter Hinweis auf das Tierschutzgesetz verweigert. Einen Wiederbefall durch die Alttiere war durch die Anbringung eines Netzes zu verhindern. Die Tötung der Alttiere wäre also nach dem TSchG sinnlos und unnötig gewesen. Diesen Blick der Vermieterin werde ich so schnell nicht vergessen. Aber es handelt sich sowieso um ne arrogante Ziege. Mit Unterstützung des Beamten ließ Sie sich "überzeugen". Nun, die entwesung der Wohnung,Reinigung,Renovierung,Anbringung des Netzes auf dem Balkon so wie dessen Entwesung (also Ungezieferbekämpfung), Reinigung usw. hat etliche Euros gekostet ohne das die Vermieterin Aussicht gehabt hat das Geld von der Mieterin je zurückzubekommen. Denn die war ja wie gesagt....s.o.. So riefen wir das Tierschutzheim an, übrigens dasselbe aus der Gechichte mit dem Hamster. Sie kamen sofort raus fingen die Wellis ein und nahmen auch das Taubennest mit. -wer diese Wohnung und den Balkon gesehen hätte, dem wäre mit einem Schlag klargeworden warum man, ich betone: verwilderte!!! Haustauben, als Vektoren für Schädlinge und somit Krankheitsüberträger ansieht. Wenn ich damals gewußt hätte daß ich mal in diesem Forum lande, das ich übrigens sehr gut und auch für mich lehrreich finde-deswegen bin ich ja hier geblieben- hätte ich Fotos gemacht und hier reingestellt. Insgesamt muß ich diesem Tierheim aber ein gutes Zeugnis ausstellen. Persönlich hat aber eine andere ortsansässige Tierschutzorganisation meine uneingeschränkte Sympathie, sie besteht aus einfachen Leuten wie Du und ich und nehmen ohne Nachfragen alles auf was man ihnen bringt. Sie haben sogar ein riesiges Freigelände gepachtet wo sie unter Betreuung die Tiere aussetzen. Alles privat und aus Spenden finanziert.Sie sind auf freie Helfer angewiesen. Staatliche oder städtische Unterstützung bekommen sie nicht. Auf freiwillige Helfer angewiesen arbeiten sogar Tierärzte kostenlos für sie. Für mich ist das Problem nur das die Reaktionszeiten dieser Leute (sie arbeiten ja den ganzen Tag) für solche Fälle wie oben genannt, zu lang sind.

    Zur Neutralität: Neutral können diese Forschungen nicht sein, denn sie beziehen sich grundsätzlich auf die Schädlinge und daraus resultierenden möglichen Gefahren für Umwelt, Gesundheit usw. Nur im Gegensatz zu früher forscht man mehr in Richtung Entlastung der Umwelt durch z.B. Pestizide, Populationsregulierung auf ein erträgliches Maß ohne gleich Wirbeltiere (mit einigen Ausnahmen wie Ratten oder bestimmte Mäuse) töten zu müssen. Während früher mehr im Giftbereich geforscht wurde um diese noch wirksamer werden zu lassen oder auf biologische Abbaubarkeit (siehe DDT)zu achten sucht man heute verstärkt nach Alternativen. Das ist verdammt schwer. Und selbst natürliche Mittel die absolut ungiftig sind, bergen gesundheitliche Gefahren für den Mensch und das Tier. In einem Versuch hat man 10000 jagderprobte Katzen gegen 100000 Ratten in einem hermetisch abgeriegelten Gelände,so daß kein Tier entkommen konnte, gestellt. Die Messungen nach einem Jahr ergaben das die Katzen gerade mal 2% der Population geschafft haben. Solche Ergebnisse setz nun mal beim Einsatz von Greifvögel in Städten auf Tauben um. Dreimal darfst Du raten bei welchem Thema wir nun wieder landen. Stichwort: Koordination von ineinandergreifenden Maßnahmen.

    Entscheide Du wie ich Dir Texte zukommen lassen kann und Du bekommst Einblick in unser "Lager" der Dich erstaunen läßt. Es sei bemerkt das es nicht meine Absicht ist Dich oder andere zu bekehren, schließlich ist es auch ein Verdienst von Tierliebhabern die die Forschung veranlaßt haben auch mal in andere Richtungen zu denken. Aber diese Texte sind ausführlich, und nicht zwangsläufig gekürzt und somit in eine (unabsichtlich) falsche Meinungsbildung lenken wie eine mal eben aus dem Internet heruntergeladene Seite. Ich sehe das Problem darin das Medien und esxtreme Menschen egal auf welcher Seite sie stehen Sensationsgier betreiben und somit Streitereien provozieren die nicht nötig sind. Eine Fernsehanstalt wollte uns mal beim ausgraben von Wespennestern im Erdreich filmen. Als sie bemerkten wie unspektakulär das vor sich ging, verlangten sie die Zerstörung des Nestes um die aufgebrachten Tiere filmen zu können und wollten später per Computeranimation Kinder einfügen um zu zeigen wie die Tiere über sie herfallen und wie gefährlich deshalb Wepen sind. So wird manipuliert. Wir haben das abgelehnt und sie davon gejagt. Es besteht kein Grund diese Tiere zu verteufeln, sie sind schließlich in der Hauptsache nützlich. Nun stell Dir die Reaktion von Otto Normalverbraucher oder Müttern vor, der/die solchen Dingen unkritisch gegenüberstehen , wenn sowas gesendet wird. Zumal man den Medien alles zu glauben scheint. Es bleibt nicht aus das ein Nest (aber nur wenn es unzugänglich ist) vernichtet werden muß weil Gefahr für z.B. Allergiker besteht. Das ist der wahrscheinlich der Punkt wo unsere Meinung mit der von (militanten?) Tierschützern auseinander driftet. Kürzlich las ich in einer Zeitung: Amerikansche Forscher haben eine sensationelle neue Methode durch Einsatz von Sexuallockstoffen in Klebefallen zur Bekämpfung von Kakerlaken entdeckt. So ein Quatsch, diese "Methode" ist seit mehr als 20 Jahren selbst normalen Leuten bekannt, nur dient sie anderen Zwecken als der Bekämpfung. Diese Methode gibt es übrigens nicht nur für Kakerlaken. Für Motten gibt es mittlerweile eine natürliche Methode, ungiftig, relativ schnell (8Wochen) und absolut sicher, aber noch ziemlich unbekannt. Es handelt sich hierbei, staune, um eine WESPENART. Diese Wespen sind kleiner als dieser . ! Leider hat auch sie geringfügige Nachteile: teuer, Fehler dürfen keine passieren sonst ist nur das Geld futsch, aber in jedem Fall nicht gesundheitsgefährdend.
    Bei Deiner Frage mit den Dachdeckern muß ich passen und kann nur spekulieren: Es ist nicht grundsätzlich verboten Spieße anzubringen, die Absicht des Tötens liegt auch nicht vor. Der Schaden liegt ja meist in der Wirkungslosigkeit und somit im Geldbeutel des Auftraggebers. Das Risiko einer Tötung oder Verletzung der Tiere bei nicht sachgerechter oder strategisch falscher Anbringung liegt meiner Meinung nach wesentlich höher und Ziel muß sein diese so gering wie nur irgendmöglich zu halten.

    Und wieder hat es Spaß gemacht und freue mich auf Deine Antworten

    Liebe Grüße
    Georg

    Nachtrag: ich bin auch oft in diesem Chat, dort könnte ich Dir einen Link zu meiner (privaten) HP geben wo Du Kontakt mit mir aufnehmen kannst. Es handelt sich um eine Identifikationsseite von Schädlingen. Es gibt dort keine Werbung auch nicht für meine eigene Firma. Sie ist als reine Hilfsseite gedacht. Alles bleibt anonym.
     
  15. #15 GeorgB. † 2013, 12.03.2005
    GeorgB. † 2013

    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    @ Moppelchen

    zunächst mal liebe Grüße von mir.

    Deine und Wagtails Argumente haben Hand und Fuß. Wi ich in den meisten Post rauszulesen glaube meinen viele es geht um die Ausrottung. Das ist falsch. Es geht lediglich um das runtersetzen von Überpopulationen um Gesundheitsgefahren so gering wie möglich zu halten. In unserer Branche nennen wir das negative Popultionsentwicklung einer Tierart in einer künstlichen Umwelt mit den Kriterien eines Schadtieres. Wir unterscheiden nach Verursacher und Überträgerprinzip. Der Verursacher ist ja nicht die Taube, sondern der Schädling der sich in ihrer Nähe aufhält und durch die Taube lediglich übertragen werden kann.Ebenso auch durch andere Tiere wie Du richtig erwähnst. Der Schädling wird also durch das Vorhandensein der Taube angelockt, vermehrt sich noch schlimmer als die Taube und beginnt auszuwandern auf der Suche nach neuen Wirtstieren. Der Tod einer taube trägt übrigens auch zum Auswandern bei. Es wird also der Schädling bekämpft, nicht die Taube. Je mehr Tauben, desto mehr in ihrer Nähe befindlichen Schädlinge die die Gesundheitsgefährdung erhöhen. Also in erster Linie Vorbeugung. Es geht also garnicht um die Ausrottung der Taube sondern lediglich um Bestandsregulierung. Außerdem auch nur bei den Verwilderten Tieren. Gegen Tauben selbst, bei Züchtern, Liebhabern, Taubenschläge usw. hat niemand dtwas einzuwenden und hiervon geht auch keine Gefahr aus. Unter Aufsicht und Pflege stehende verwilderte Haustauben (und nur um die geht es) ist auch nichts einzuwenden. Aber das hat alles seine Grenzen und deshalb ist eine Bestandsreduzierung notwendig. Diese muß aber im Falle der Taube nicht durch Tötung und Ausrottung erfolgen.

    anderes Beispiel: Ratten und Mäuse vernichten ca 25% der Welternte, das würde reichen um ganz Afrika zu ernähren.

    Es gelten die Grundsätze des Gesundheitsschutzes und die Ordnungsbehörden sind nach BGB §§ 1, 10 und 13 verpflichtet Gefahren von der Bevölkerung abzuwenden.Das wird gerne von machen übersehen. Gerade diesem Schutz haben wir es zu verdanken das unser Gesundheitszustand relativ hoch ist. Warum also aufhören bzw schleifen lassen nur weil jahrelang nichts nachzweisen war. Die Pest hat es also nie gegeben? Nagut, ist schon lange her, aber warum wohl? Kein Schutz ist perfekt, aber man kann alles auf ein Minimum reduzieren.
    Ich muß immer wieder lesen: in der Uni sowieso hab ich gehört, Mein Tierarzt hat gesagt, Ein Prof Dr.Dr. meint dazu usw.
    Was glauben einige Leute eigentlich was das für Menschen sind die sich um die Erforschung von Krankheiten durch Schädlinge und deren Übertragung auf Mensch und Tier kümmern. Ein anerkannter Fachman und Kapazität auf diesem Gebiet ist z.B. Professor Mehlhorn an der Uni Düsseldorf. Ein anderer ist Leiter des Hygieneinstituts Hamburg. Alle sind Verfasser hochwertiger Fachbücher. Stets sachlich und auch immer wieder auf den Tierschutz hinweisend. Vor mir liegt ein Fachbuch indem allein 10 Seiten mit mindestens 25 Literaturhinweise pro Seite aufgezählt sind. Sollten das alles Idioten sein?
    Themenbeispiele: Hygiene bei der Backwarenherstellung, Schaben als Vektoren humanpathogener und toxinbildender Pilze,, Pflanzenschutz und Umweltschutz, Angewandte Parasitologie,Die tierischen Parasiten der haus-und Nutztiere sowie des Menschen, G.Hoffmann: Vogelmilben als Lästlinge, Krankheitserzeuger und Vektoren bei Mensch und Nutztier. aus Tierärztliche Wochenzeitschrift.
    I.Iglisch: Regulierung von Ameisenvölkern im Hygienebereich.
    W.Keil.: Müssen wir Tiere gleich töten? Schriftr. des Bundesministeriums f. Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Reihe A: angewandte Wissenschaft, H.4, 1991, 145 S. Landwirtschafts-Verlag, Münster Hiltrup.
    H. Kemper und W. Reichmuth Die Taubenzecke als Parasit des Menschen.
    A.Wudtke,W.Rassmann,Ch Reichmuthund W. Hennlich: Untersuchungen marktgängiger Verpackungen für Lebensmittel auf Widerstandsfähigkeit gegen Insekteninvasionen.

    R.Wohlgemuth,Ch Reichmuth unter Mitarbeit von G. Langenschwadt: Zusammenfassung der Erhebungen über den Befall von Importgütern durch Vorratsschädlinge bei der Einfuhr in die BRD.

    Auf vorhandene Literaturnachweise von ausländischen Kapazitäten habe ich verzichtet.

    Dieser kleine Querschnitt läßt vielleicht erahnen wie komplex doch die Themen sind.

    Sollte dieser Post etwas aggressiv geklungen haben Moppelchen, er ist es nicht. Ich bemühe mich stets um Sachlichkeit, und niemand soll sich angegriffen fühlen. Auch will ich die Kompetenz anderer niemanden absprechen. ich vertrete einfach nur eine andere Denkweise und ein Forum ist ja schließlich auch zum Diskutieren da.

    MfG
    Georg
     
  16. #16 Moppelchen, 12.03.2005
    Moppelchen

    Moppelchen Guest

    "Ich muß immer wieder lesen: in der Uni sowieso hab ich gehört, Mein Tierarzt hat gesagt, Ein Prof Dr.Dr. meint dazu usw."
    gegenfrage; meinst du prof. dr. spechtla auf der uni war ein idiot? die oberärztin der med vet uni geflügelklinik ist eine idiotin?

    hast du vielleicht eine statistik, wieviele menschen jemals an von tauben bzw. ihren parasiten übertragenen krankheiten gestorben sind?

    wie soll man die gefahr der übertragung von Taenia echinococcus durch hund und katze eindämmen, durch die nachweislich mehr menschen sterben, als durch tauben oder deren parasiten (durch die nämlich nachweislich niemand stirbt)? es werden in diesem fall nämlich ÜBERHAUPT keine vorkehrungen getroffen, oder stellt eine kindskopfgroße kapsel mit einem bandwurm darin im hirn eine geringere gefahr dar?

    wie soll man also die gefahr eindämmen, sich von anderen menschen eine tödliche grippe einzufangen? oder das aids-virus? daran sterben jährlich millionen menschen. wäre ein eindämmungsversuch hier nicht angebrachter? wie will man diese gefahren also abwenden, nach BGB §§ 1, 10 und 13? sich stattdessen mit einer bestimmten, von tauben übertragbaren art der salmonellose rumzuspielen und sie aufzuhypen, die dann aber nicht einmal wirklich ansteckend für den menschen ist, wirkt angesichts solcher zahlen ein bißchen eigenartig.

    im straßenverkehr sterben jährlich viele tausende menschen, wenn ich aus dem haus gehe, kann ich erstochen, erschossen oder einfach nur ausgeraubt werden. soll ich mich nach BGB §§ 1, 10 und 13 jetzt als vorbeugeunde maßnahme nie wieder in ein auto setzen bzw. mich am besten gleich für den rest meines lebens in der wohnung einsperren? was ist mit den auto- und industrieabgasen, an denen wieder mehr menschen sterben als an taubenkrankheiten? wieso wird hier nicht nach BGB §§ 1, 10 und 13 gehandelt?

    langer rede kurzer sinn; wieso also pickt man sich tauben und deren parasiten als große krankmacher raus, während es 1000 andere ursachen gibt, zu sterben und bei denen die wahrscheinlichkeit deswegen abzunippeln auch noch um ein vielfaches höher ist?

    das leben ist nun mal lebensgefährlich.
     
  17. #17 webgirl87, 12.03.2005
    webgirl87

    webgirl87 Guest

    ''Was bevorzuge ich zur Vergrämung: Netze,Spanndraht, rostfreie Spikes aus Edelstahl.''

    wenn ich sowas lese könnt ich grad :k

    jedes mal wenn ich in hannover bin sehe ich diese vielen armen stadttauben mit abgebundenen zehen. manchmal laufen einige tiere soagar nur auf stumpfen rum. furchtbar.

    und *komisch* das die die tiere immer ein netzartiges material an den füßen hängen haben.

    das haben die armen tiere solchen leuten zu verdanken die gedankenlos solchen regelrechtren taubenfallen gegen das niederlassen der tiere hinhängen.

    sauerei !! 8(


    hier zum selber schauen!

    http://www.schnauze-in-not.de/Bis_dato_1/body_bis_dato_1.html
     
  18. #18 GeorgB. † 2013, 12.03.2005
    GeorgB. † 2013

    GeorgB. † 2013 verstorben am 5.7.2013

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    Liebes Webgirl und Moppelchen

    Dein Post sagt nichts aus , zumindest nichts über Taubennetze, die sind nämlich so stabil das Tauben sie garnicht zerreissen können, zumindest nicht die aus dem professionellen Bereich. Aber das zu erläutern würde wieder einen ellenlangen Post nach sich ziehen. Und Du gehörst leider zu den Leuten die nicht dem geringsten Argument zugänglich sind wenn es nur der eigenen Ideologie widerspricht, was, wie ich lesen konnte Dir schon viele Leute vorgeworfen haben.....sorry, hätte gerne anders mit Dir diskutiert. Ich versuche nur ein wenig Verständnis auch für andere Meinungen zu erwecken, nicht eure Einstellung zu ändern und bemühe mich das in den Posts rüberzubringen. Moppelchen, ich halte niemanden für einen Idioten, auch das ging aus dem Post hervor.und geh mal weg von den Tauben, sie dienten hier nur mal als Beispiel. Was war denn vor 2 oder 3 Jahren in China oder Indien? Da war kurzzeitig die Pest ausgebrochen, das ging sogar durch die Medien. Dank der modernen Medizin hatte man sie schnell im Griff. Zu Deiner anderen Frage: Ich habe zwar keine Listen, aber Fallbeispiele aus unseren Fachbüchern, aber wahrscheinlich haltet ihr das wieder für ne Ausrede. Beweisen kann ich das nicht, den ich würde das Copyright der Bücher verletzen.
    Nun genug diskutiert, cih halt mich lieber an Leute wie Sabine o.ä dort ist die Chance auf gegenseitige Verständnisbildung und somit ideenaustausch,gegenseitige Ratschläge und einiges mehr, wesentlich größer als bei euch. Eigentlich schade, immer wieder habe ich den Posts mangelnde Zusammenarbeit kritisiert, die letztendlich für jeden eine befriedigende und vor allem humane Lösung nicht nur im Sinne des Menschen bringt. Die Schädlingsbekämpfung geht schon längst diesen Weg und arbeitet fieberhaft an Lösungen auch im Sinne des Wirbeltieres und Umwelt. Aber das glaubt eh kaum einer. Einige werden noch Jahre brauchen bis zur Reife, Leider müssen wir solange eben mit dem besten arbeiten was der Stand der Technik zur Zeit zu bieten hat. und das ist nicht wenig.
    Mit freundlichen Grüßen
     
  19. Elch

    Elch mit vielen Fragen

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    Da ich schon geraume Zeit meines Lebens damit zugebracht habe, verschnürte Taubenfüße zu befreien, kann ich dir mal meine Erfahrung dazu mitteilen:
    Sehr oft Bindebänder des "gelben Sackes", dicht gefolgt von Menschenhaaren. Desweiteren Teile von Gemüse- und Tannenbaumnetzen.
     
  20. #20 wagtail, 12.03.2005
    wagtail

    wagtail Vogel frei!

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    Hallo,

    ich vermute sowieso das diese "Fäden etc. in den meisten Fällen " als "Nistmaterial" eingetragen wird und sich beim Brüten verheddert.


    gruss tobi
     
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