Kreuzungen möglich?

Diskutiere Kreuzungen möglich? im Fasane Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Bevor ich hier schreibe, bitte ich nur um sachliche Antworten von Kennern oder Züchtern, bitte keine Mutmaßungen oder Annahmen von...

  1. #1 MarcusAurelius, 22.01.2009
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Bevor ich hier schreibe, bitte ich nur um sachliche Antworten von Kennern oder Züchtern, bitte keine Mutmaßungen oder Annahmen von Hobby-Professoren, die es hier ja nur zu genüge gibt.

    So, ich habe eine große Voliere mit einem Paar Humefasan und ein Paar Goldis, eigentlich wollte ich das eine Paar abgeben, aber ich finde leider keinen Abnehmer, meine Frage wäre, ob die sich untereinander kreuzen würden oder ob jeder bei seinem Artgenossen bleibt, denn dann würde ich sie notfalls auch zusammen behalten können.

    Die einen gehören ja zu den Langschwanzfasanen, die anderen zu den Kragenfasanen! Dennoch Kreuzung möglich?
     
  2. Sagany

    Sagany Guest

    Das Problem mit den Kreuzungen wird wohl noch das geringste sein. die Fasanenhähne der verschiedenen Arten werden sich zur Balzzeit killen...
     
  3. #3 MarcusAurelius, 22.01.2009
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Hast du Fasane? Hast du diese beiden Arten? Ich habe während der Balz bis auf Königsfasane,Elliot und Mikado noch keine Probleme damit gehabt gehabt.
     
  4. #4 colchicus, 22.01.2009
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    Also ich kenne Kreuzungen aus Jagdfasan und Königsfasan, hab da eine ganze Bilderserie.
    Die weit verbreitete Aussage, dass sich Königsfasan und Jagdfasan bekämpfen konnte ich aus den bulgarischen Revieren wo beide Arten nebeneinander vorkommen nicht bestätigen.
    Ein Bekannter hatte Kreuzungen aus Goldfasan und Jagdfasan, das waren ganz üble Raufer, sie landeten in der Pfanne. Ein weiterer Bekannter hält einen solchen Hahn alleine, geht auch auf alles los.
    Abgesehen davon dass solche Mischlinge vermieden werden sollten (sind dann vermutlich unfruchtbar) würde ich das Risiko nicht eingehen. Zwei Hähne auch unterschiedlicher Arten in einer Voliere das gibt in aller Regel Ärger. Das friedliche Zusammenleben wie Du es beschreibst ist eher die seltene Ausnahme. Ich hielt Goldfasane und Jagdfasane in Freilauf, auch Silberfasane. Da gab es keine Probleme auch nicht zur Balz. Jeder hatte da mit sich zu tun, bzw. seinen Hennen). Und sie hatten Platz genug.

    Ob sich Langschwanzfasane mit Kragenfasanen kreuzen, da habe ich noch nichts davon gehört. Die Kreuzungen treten doch meist auf, wenn passende Partner fehlen.
    Selbst bei den Jagdfasanen habe ich erlebt, dass sich die verschiedenen Typen eher zusammenpaaren. Also ein Hahn mit viel Versicolorblut sucht sich bevorzugt auch eine solche Henne.
     
  5. Hoki

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    Hallo,
    hättest Du nur einen Hahn und Hennen verschiedener Arten würde ich davon ausgehen , dass Du auch Kreuzungen erwarten könntest. Bei verschiedenen Paaren in einer Voliere könnte es daran scheitern , dass sich die Hähne bekämpfen. Da ich dieses Risiko nie eingegangen bin und auch in Zukunft nicht tun werde, käme es auf einen Versuch deinerseits an. Kreuzungen aus Jagdfasan und Haushuhn habe ich schon gesehen. Abartig ,die armen Viecher.
    Da ja auch mal für gewisse Zeit der Königsfasan hier in D. ausgewildert wurde ,
    gab es sicher auch Mischlinge aus Königsf. xJagdf.. Die Königsfasane haben aber die Jagdfasane , um mich mal so auszudrücken wie ein älterer Jäger hier, zur Sau gemacht. Damit war die Angelegenheit Königsfasan schnell gegesssen.
    Gruß Hoki
     
  6. #6 colchicus, 22.01.2009
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    Das mit dem Königsfasan habe ich anders erlebt, in Bulgarien lebten beide Arten fast friedlich nebeneinander.
    Als ich die dortigen Jäger auf die Unverträglichkeit (wir sind nicht in der Voliere) des Königsfasanes ansprach sagten sie zuerst:
    Wir hier auf dem Balkan sind viele sehr unterschiedliche Völker, die müssen sich vertragen, warum sollen das Fasane nicht tun?
    Ich denke es ist folgendermaßen gewesen:
    Die bei uns in der Voliere gehaltenen Königsfasane sind sehr domestiziert und tun sich draußen sehr schwer. Überlebt haben werden wohl nur einige Hähne. Die gehen dann natürlich mangels eigener Hennen auf die Edelfasane los.
    Ich betone ausdrücklich, jetzt begeb ich mich mal ganz schnell auf den Boden der Theorie oder Vermutung.
    Die Bulgaren sagten mir, dass Kämpfe unter den Jagdfasanen im Frühjahr um ein vielfaches öfters vorkommen, als zwischen den zwei Arten.
    Sorry die Bilder sind nicht der Hit, aber man kanns vielleicht erkennen.....
     

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  7. Hoki

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    Hallo Colchicus,
    schöne Fotos,wie gesagt das war die Aussage eines älteren Jägers.
    Unser Königsfasanhahn ist mal aus der Voliere entwischt und weg geflogen.
    Nach Wochen haben wir ihn dann wieder einfangen können, er hat sich solange in Apfelplantagen aufgehalten.
    Gruß Hoki
     
  8. Yogi

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    Hallo,

    also ich halte beide genannten Arten schon seit vielen Jahren und habe beide schon nachgezogen.
    Ich halte jede Art grundsätzlich in verschiedenen Volieren,nur im Winter habe ich manchmal noch verschiedene Nachzuchttiere die dann in einer größeren Voliere zusammen sind.Dabei habe ich die Erfahrung gemacht das bei Wärmeeinbrüchen im Winter die Junghähne anfingen zu balzen,und besonders die Syrmaticusarten (und zwar alle) behaupteten sich als extreme Raufbolde.Nachdem ich einige Verletzte und auch tote hatte habe ich mich dazu entschlossen Reservetiere dieser Arten lieber etwas beengter,dafür aber einzeln (paarweise) zu halten.
    Ich habe aber auch einen Kollegen der in einer 100 M/2 Voliere 4 verschiedene Arten(Königs,-Gold,-Silber,-und Humefasane ) jeweils 1,1 ,seit Jahren hält und keinerlei Verluste hat.Allerdings hat er auch keine Nachzucht.

    Was das Kreutzungsverhalten von Königs,-und Jagdfasan betrifft kann ich sagen das ich aus einer Gegend in Deutschland komme in der beide Arten wild als Standvögel heimisch waren.(Leider ist das Vorkommen des Königsfasans vor ca.15-20 Jahren erloschen).Ich habe über den Zeitraum von etwa 20 Jahren nie einen Mischling gesehen ,wobei ich sagen kann das der Königsfasan eher in den Laubwäldern aufhielt und der Jagdfasan meist in offenen Flächen,Hecken und am Waldrand anzutreffen ist.

    Yogi
     
  9. #9 MarcusAurelius, 23.01.2009
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Das interessiert mich jetzt aber, wo waren denn die Königsfasanen hier in Dt. heimisch?
     
  10. #10 colchicus, 23.01.2009
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    Also mir sind wenige Fälle bekannt, wo es der Königsfasan einige Jahre "gepackt" hat. Die wohl meisten davon sind sehr schnell wieder verschwunden. Kann sein dass in D. irgendwo "im Geheimen" ein paar herumlaufen.
     
  11. Yogi

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    Colchicus und Markus Aurelius

    ich bin in der Oberreihnebene,in der Nähe von Offenburg aufgewachsen. Schon durch meinen Vater habe ich frühzeitig alles an Vögel in unserer Gegend kennengelernt. Wachtel,Jagdfasan und Rebhuhn war damals (60er jahre) keine Seltenheit und als besonderes High-Light waren die Königsfasane in Ottenheim und wilde Truthühner bei Niederschopfheim meine besonderen Lieblinge.Auch in den Folgejahren habe ich viele Stunden mit dem Fernglas im Wald verbracht.Ich selbst habe bis etwa Ende der 80er Jahre Königsfasane in Freiheit beobachtet.
    In dem Buch "Die Vögel Baden -Württembergs" Band 2.2 Nichtsingvögel 2 von Hölzinger /Boschert kann man nachlesen das die Königsfasane in Ottenheim bereits 1910-1912 ausgesetzt wurden und sich dann ca 15-20 km Richtung Norden entlang des Rheins ausbreiteten.Ihre größte Verbreitung erreichten sie zwischen 1950-1960 als es etwa 15.20-(30) Königsfasane in dem Gebiet gab.
    In den 80er jahren erlosch das Vorkommen der Königsfasanen,was ich für mich persönlich mit dem enormem Zuwachs von Beutegreifern in Verbindung bringe.
    Noch in den 70er jahren waren Fuchsspuren eine Seltenheit und Habicht ,Busard und Sperber zwar vorhanden aber längst nicht so häufig wie heute.Bei Krähen oder Elstern kann ich mich an enorme Mengen von Krähen im Herbst und Frühling als Zugvögel erinnern,und die Elster war ein echter Hingucker,weil durchaus kein Allerweltsvogel wie heute.

    Yogi
     
  12. #12 colchicus, 23.01.2009
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    Siehst Du Yogi, da geh ich voll mit. Ach für mich war es als Bub eine Sensation wenn ich eine Fuchsspur irgendwo fand. Die meisten welche hier im Forum klug daherreden wissen, welche Beutegreiferdichten wir früher hatten. Auch bei uns die Krähen im Herbst, aber vielleicht ein Elsternpaar pro Dorf wenn überhaupt, heute auf dieser Fläche vielleicht 10.
    Der Fang eines Steinmarders war im Dorf eine Sensation.
     
  13. #13 1941heinrich, 26.01.2009
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    Hallo,auch ich bin als Junge und auch junger Mann viel in der Natur unterwegs gewesen.Fuchs ,Marder oder Bisamratten waren eine selten zu beobachten.
    Niedersachsen Nähe Dümmersee.
    Wenn ich heute als Vogelzüchter sehe wie im Frühjahr Elstern u.Krähen die Singvogelnester plündern dreht sich mir das Herz um.Wie schon erwähnt waren
    Elsternnester früher höchstens 2-3 im Dorf.Heute habe ich in meiner Nähe
    auf 500qm 4 Elsternnester.Wenn sie ausfliegen sind es bis zu 25 Elstern die auf Jagt gehen.Von den Krähen ganz zu schweigen.Ganze Kolonieen haben sich angesiedelt.Jeder kann sich denken was noch an Singvögeln hoch kommt.
    Wo bleibt der Naturschutz.Benachrichtigte Jäger zucken nur die Schultern und sagen " Uns sind die Hände gebunden " Ob sich das noch einmal ändert? Ob wir wohl noch lange das Lied der Amsel hören können ? Gruß Heinrich
     
  14. #14 colchicus, 26.01.2009
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    Hallo Heinrich, Du siehst und liest ja wie die allgemeine Stimmung hier im Forum ist, schau mal beim Artenschutz und den Greifvögeln rein.
    Ist eine deutsches Problem,wir gehen immer radikal in eine bestimmte Richtung. Dann schwenkt das wieder um. Die Phase eines ziemlich optimalen und ausgeglichenen Zustandes dauert meist nur kurz.

    Uns Jägern wir ja nur jeder erdenkliche Knüppel in den Weg gelegt, den man erfinden kann.
     
  15. #15 chris92, 26.01.2009
    chris92

    chris92 Guest

    ich sag einfach mal das eine gesunde bejagung bei jeder art ein vorteil wäre und zwar für alle beteiligten. Da auch Krähen und Elstern als beispiel jetzt durch ihren enormen anstieg der population ihr futter ja selbst knapp machen uns sich damit auch quasi ins eigene fleisch beißen.

    mfg chris
     
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