Küken schlüpft nicht - schwarzer Dotter

Diskutiere Küken schlüpft nicht - schwarzer Dotter im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich habe leider ein Nymphen-Küken verloren, es hat es nicht aus dem Ei geschafft. Gestern hat es die Schale angebohrt und gepiepst, heute ist es...

  1. Lindi

    Lindi Guest

    Ich habe leider ein Nymphen-Küken verloren, es hat es nicht aus dem Ei geschafft. Gestern hat es die Schale angebohrt und gepiepst, heute ist es tot.

    Da Ei habe ich aufgemacht, der Restdotter oder was immer das ist ist grün-schwarz :?
    Sieht irgendwie komisch aus...

    Ist es möglich, den weiteren drei Küken Schlupfhilfe zu leisten, falls es bei ihnen auch nicht klappt, wenn ja, wie mache ich das?
     
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  3. #2 Spatz1967, 4. Januar 2004
    Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Hallo,
    zunächst zur Schlupfhilfe: wenn sich nach etwa 21 Tagen nix tut-das Ei erstmal durchleuchten.
    Wenn die Eihaut zur Luftkammer durchstoßen ist (Lungenatmung eingesetzt) oder man Piepsen
    aus dem Ei hört oder das Ei schon an einer Stelle angestoßen ist, kannst Du die Schale dort
    vorsichtig weiter entfernen.
    Die Ursache für das Absterben des Jungvogels solltest Du aber schon versuchen, herauszufinden.
    Manchmal kommt es zu Fehlstellungen des Jungvogels;er kann sich dann nicht drehen und die
    Lungenatmung kann nicht einsetzen-das bedeutet meist den Tod des Vogels. Weiterhin solllte man die
    Ernährung der Elternvögel überprüfen (eiweiß-und calciumreich genug gefüttert?); die Temperatur darf
    nicht zu sehr schwanken (gerade in der kalten Jahreszeit);die Luftfeuchtigkeit sollte etwa 40% betragen;
    es können Erreger über die Eischale zum Küken gelangen (bes. Streptokokken,Enterobacter,auch Viren
    wie Leukoseviren oder Parasiten wie Kokzidien und Pilze-Aspergillus)-also muß der Nistkasten sauber zu
    halten sein. Oder haben die Eltern vielleicht Medikamente bekommen (Antibiotika können so etwas auslösen)?
    Wenn wieder ein Jungvogel stirbt, solltest Du ihn mal zur Untersuchung in ein Labor schicken.

    Ines
     
  4. Lindi

    Lindi Guest

    Hallo Ines!

    Vielen Dank für Deine ausführlichen Informationen.

    Ausschließen als Ursache würde ich mal mangelhaftes Futter und Medikamente, haben sie nie bekommen.

    Ich habe das Ei gerade mal ganz aufgemacht, und was mich stutzig macht, ist der grün-schwarze Dotter - falls es der Dotter ist. Es handelt sich hierbei um eine Art Blase auf dem Rücken des Kükens, etwa so groß wie der Kopf. Ich vermute doch mal, daß der Dotter normalerweise gelb ist. Jetzt ist er zum Teil noch dunkelgelb, sonst eben grün-schwarz. Könnte Blut in den Dotter gelangt sein, wie auch immer?

    Habe gerade mal versucht, daß Ei zu fotographieren, muß aber warten, bis mein Mann sie auf den Rechner laden kann. Er ist gerade erst aufgestanden, und das ist ihm zu hart vor dem Frühstück...

    Ich bin mit den biologischen Grundlagen nicht so vertraut, weiß nur, daß der Dotter vor dem Schlupf vom Küken eingezogen wird und als Nahrungsreserve dient. Wann genau vor dem Schlupf weiß ich aber nicht :?

    Kannst Du mir hierzu etwas sagen?

    Fehlstellung kann ich keine ausmachen, dafür bin ich zu sehr Laie, was das angeht.

    Sollte das Problem bei einem der anderen drei Küken auch auftreten, werde ich sie untersuchen lassen.
     
  5. Lindi

    Lindi Guest

    Hier jetzt das Foto, vielleicht nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Die Farben sind dunkler als in der Wirklichkeit, aber man kann wohl genug erkennen.
     

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  6. #5 Spatz1967, 4. Januar 2004
    Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Konnte das Foto nicht sehen (liegt aber an meinem "Equipement" :( ).
    Der Dottersack befindet sich auf der Bauchseite des Embryos und wird erst
    kurz vor dem Schlupf mit Hilfe von Beinbewegungen eingezogen (zeitgleich mit
    dem Anpicken der Schale).-Sollte es sich um den Dottersack handeln, wäre der einzige Erreger
    (der mir bekannt ist), der eine solche Verfärbung auslösen kann, E.coli (durch Hämolyse;Infektion
    über die Eischale).
     
  7. Lindi

    Lindi Guest

    Hm, also wenn es e.coli ist, ist das natürlich nicht so toll...

    Inwieweit muß ich damit rechnen, daß die anderen Eier auch infiziert sind? Wo könnte der Erreger herkommen, von den Eltern? An der Luft ist er ja wohl nicht überlebensfähig, oder? Sollten die Eier auch infiziert sein, kann man wahrscheinlich gar nichts mehr machen, oder? Nächster Schlupftermin ist morgen...

    Und wenn sich der Dottersack normalerweise am Bauch befindet, ist hier aber einiges danebengegangen, er liegt nämlich auf dem Rücken und konnte vermutlich so auch nicht eingezogen werden. Vielleicht ist das schon des Rätsels Lösung, daß das Küken es einfach nicht geschafft hat, sich den Dotter einzuverleiben, weil er an der falschen Stelle lag.
     
  8. Lindi

    Lindi Guest

    Muß mich jetzt berichtigen, ich habe das Ei ganz aufgemacht, und der Dotter liegt doch am Bauch des Kükens, das halb geöffnete Ei gab das nicht richtig her.

    Ansonsten ist das Küken völlig normal entwickelt, einzig die grüne Farbe und die TAtsache, daß der Dotter überhaupt noch da ist, stört :?

    Die Eischale war übrigens im Bereich des Dotters angedrückt und nicht im Bereich des Kopfs oder Eizahns, wie man vermuten würde. Vielleicht haben die Eltern das Ei aus Versehen kaputt gemacht, und dadurch konnten Bakterien eindringen?
     
  9. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Lindi,

    ich habe keine Ahnung, was das ist, das auf Deinem Bild zu sehen ist. Aber es ist keinesfalls normal. :(

    Es könnte sein, dass in dem Ei Zwillinge waren, wovon eines bereits länger abgestorben ist.
     
  10. Lindi

    Lindi Guest

    Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen :?
    Dann wäre eine Vergiftung doch möglich...

    Ist das "Ding" für einen Dotter nicht auch etwas groß? Auf jeden Fall hängt es an einem Strang am Bauch des Küken.
     
  11. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Lindi,

    wie alt war das Ei? Nymphies schlüpfen nach 21 Tagen. Und wenn sie schlüpfen, ist der Nahrungsvorrat im Ei aufgebraucht! Es befindet sich kein Dottersack mehr am Küken.

    Bin jetzt ganz durcheinander... und sehr neugierig, um was für ein Phänomen es sich handelt! Ich habe früher ja gezüchtet, Nymphen, Wellis und Agaporniden. Ich habe meine Küken nie während des Ausschlüpfens beobachten können, sondern nur entweder vorher, während sie einen Kreis ins Ei gezogen haben, oder eben hinterher. Einmal mußte ich einem Welliküken helfen, aus dem Ei zu kommen. Und auch in dem Fall befand sich kein Dottersack in der Größe im Ei. Es ist dann, zum Zeitpunkt des Schlupfes, kaum noch etwas davon übrig. Ein Küken löst sich restlos innerhalb einer bestimmten Zeit von der "Nabelschnur", sie verbleibt meist im unteren Teil des Eies.

    War denn dieses kleine Küken schon 21 Tage im Ei??? :?
     
  12. Lindi

    Lindi Guest

    hallo Petra!

    Der Schlupftermin war genau der von mir ausgerechnete Tag - 3. Januar, das stimmt alles.

    Ich habe mich gerade mal über die Blutgruppenunverträglichkeit informiert. Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, daß die Eltern ja ein Küken auf die Stange gebracht haben (das erste Ei, das sie überhaupt gemacht haben). Das zweite Küken aus dem ersten Gelege ist tot geschlüpft.

    Bei den weiteren Gelegen (2) waren immer alle Eier befruchtet, aber es kamen keine Küken, etweder voll entwickelt, wie jetzt, und nicht geschlüpft, oder nicht voll entwickelt und in der Entwicklung gestopt. Da das aber im sehr heißen letzten Sommer passiert ist, habe ich mir da keine großen Sorgen gemacht, sondern dies alles auf die Hitze und geringe Luftfeuchte geschoben.
    Jetzt ist diesbezüglich aber alles ok.

    Ich habe im Internet nur etwas über Menschen gefunden, nicht über Vögel, daher weiß ich nicht, ob Vögel ihr erstes Küken auf die Stange bringen können, und alle anderen Küken schaffen es dann nicht. Bei Menschen macht sich das Phänomen auch erst in der zweiten Schwangerschaft bemerkbar.

    Das wäre interessant zu wissen. Das hieße auch, daß die anderen Küken es ebenfalls nicht schaffen werden und ich alle weiteren Eier gegen Plastik austauschen muß :(

    Das alles erklärt aber immer noch nicht diese grüne Blase. Wie Du sagst, erscheint mir das Teil zu groß für ein Dotter. Da stimmt was nicht, aber was?!?
    Vielleicht werde ich das Küken doch mal untersuchen lassen. Mal abwarten, was morgen mit dem nächsten Ei passiert.
     
  13. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Linda,

    männo, ich drücke Euch die Daumen!

    Über die Farbschläge und ihre Eigenschaften bei Nymphies kenne ich mich nur wenig aus. Meine Nymphen, mit denen ich gezüchtet habe, waren wildfarben.

    Bei Wellensittichen gibt es aber solche Umstände. Würde man zum Beispiel Haubenwellis mit Haubenwellis oder Violette mit Violetten brüten lassen, würde kaum ein Küken schlüpfen. Das verursacht der sogenannte Letalfaktor.

    Ebensolche Probleme bei der Brut kommen vor, wenn die Vögel mit PBFD infiziert sind.

    Welchen Farbschlag haben die beiden?

    Bitte berichte morgen...*daumendrück*
     
  14. Lindi

    Lindi Guest

    Die Eltern sind beide wildfarben, da gibt es kein Problem.

    Bin gerade über Rhesusfaktoren und Unverträglichkeiten am blättern, falls es das ist, was Ines mit Hämolyse gemeint hat.

    Warten wir mal ab, was morgen passiert :s

    Danke fürs Daumendrücken, ich sage umgehend Bescheid, sobald sich etwas tut...
     
  15. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Hallo Lindi,
    Die Blutgruppenunverträglichkeit von Menschen und ihre Mechanismen lassen sich nicht mit der von Vögeln vergleichen.

    Bei menschlicher Unverträglichkeit entseht diese grob gesagt dadurch , daß während der schwangerschaft- nochmehr aber bei der Geburt- kindliche Blutbestandteile über die Placenta in den mütterlichen Kreislauf gelangen und die Mutter dadurch sozusagen geimpft wird und Antikörper gegen eben diese Blutbestandteile entwickelt.
    Nur folgende Kinder mit dem gleichen Blutmerkmal (das allerdings dominant vererbt wird----deshalb in früheren Zeiten die ersten Kinder gesund , alle späteren verstarben ca mit1 Woche) sind dann von den Antikörpern betroffen.

    Bei Vögeln findet so ein austausch von Blut aber nicht statt (gibt ja keine Geburt und keine Plazenta) So eine Blutgruppenunverträglichkeit wie bei Menschen kann es also nicht sein.....

    Mir sieht das ganze auch eher nach bakterieller Besiedlung aus.....
     
  16. Dresdner

    Dresdner seltener online

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    Hallo allen,

    nach dem lesen des Beitrags stell ich mir als Laien die Frage,: gibt es auch bei Vögeln so etwas wie Inzucht bzw. Überzüchtung, die sich mit so hoher Sterblichkeitsrate äußert?

    Viele Grüße aus Dresden!
     
  17. Lindi

    Lindi Guest

    Hallo Kathrin!

    Das wußte ich so nicht, ich habe nur kurz unter dem Begriff Hämolyse im Internet gesucht und dort einige Sachen über Rhesus etc. gefunden. Aber als medizinischer Laie sagt mir das nicht sooo viel, über Vögel habe ich gar nichts gefunden.

    Tjo, ich denke mittlerweile auch an eine Infektion, und nun hoffe ich, daß die anderen das nicht haben...

    @Dresdner: Ja sicher gibt es bei Nymphen auch Überzüchtung, die zu hoher Kükensterblichkeit führen kann. Da meine beiden aber von völlig unterschiedlichen Züchtern kommen und weder verwandt noch verschwägert sind, halte ich das in diesem Fall für unwahrscheinlich.

    Allerdings habe ich ein Lutino-Paar, die aus genau diesem Grund keine Küken haben sollten, weil der Hahn schon eine extreme Glatze hat (entweder durch Inzucht oder zu vielen Lutino x Lutino-Verpaarungen) und auch die Henne eine "Stummelhaube" aufweist. Bei wildfarbenen ist das Problem eigentlich nicht gegeben, wenn sie nicht aus der Verwandtschaft stammen.
     
  18. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Mir ist noch was eingefallen....... meine beiden ersten bruten sind ja leider auch abgestorben.....da hatte ich die Eier aber mal angfaßt.
    Das habe ich diesmal vermieden , das einzige Mal , daß ich sie doch angefaßt habe , habe ich sterile Handschuhe benutzt. Vielleicht können bei dem Kontakt mit bloßen Händen bakterien übertragen werden (Colis sind die am häufigsten über Hände übertragenen Keime)
     
  19. Lindi

    Lindi Guest

    Wäre möglich, auch wenn ich sie diesmal kaum gestört habe, ein oder zweimal habe ich sie zum Durchleuchten angefaßt.
    Händewaschen vorher reicht wohl dann nicht :?
    Allerdings habe ich das beim allerersten Gelege mit MAlte auch getan, aber man steckt ja nie drin...

    Mannoman, da soll noch einer sagen, Nymphenzucht ist völlig problemlos 8o
     
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  21. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen , daß die restlichen Küken plangemäß schlüpfen..........
     
  22. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Nein-die Hämolyse hat nix mit Blutgruppen zu tun;es bedeutet,daß sich der rote
    Blutfarbstoff quasi in seine Bestandteile auflöst-das sieht dann grün aus.
    Der Dottersack ist beim Schlupf durchaus noch vorhanden;er wird-wie gesagt-erst beim
    Anpicken der Eierschale eingezogen. Dafür ist es aber wichtig,daß die Lungenatmung einsetzt-
    durch einen Kohlendioxid-Reiz wird dieses dafür notwendige "Strampeln" mit den Beinen ausgelöst.
    Die bakteriellen Erreger gelangen über die Poren der Eischale in's Ei-erst recht natürlich über eine
    zerstörte Stelle an der Schale. Du solltest-bevor Du wieder züchtest mit diesen Elterntieren- unbedingt
    mal eine Kotprobe untersuchen lassen.
     
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