Langflügelpapageien mit anderen Arten halten. Erfahrungen ?!

Diskutiere Langflügelpapageien mit anderen Arten halten. Erfahrungen ?! im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo Leute :D , Normalerweise sind ja z.B. die Mohrenkopfpapageien ( Mopas) nicht gerade einfach, was die Vergesellschaftung mit anderen Arten...

  1. #1 Tierfreak, 19. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2006
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    Hallo Leute :D ,

    Normalerweise sind ja z.B. die Mohrenkopfpapageien ( Mopas) nicht gerade einfach, was die Vergesellschaftung mit anderen Arten angeht, aber ich weiß, dass hier auch einige von Euch noch weitere Papageien/Sittiche halten.

    Mich würde mal interessieren, wie Eure Erfahrungen mit den verschiedenen Arten sind :~ .

    Welche Langflügelpapageien haltet Ihr mit welchen anderen Arten zusammen (auch Langflügelarten untereinander) ?

    Leben sie in getrennten Volieren/Käfigen oder in gemeinsamer Voliere ?

    Wenn sie getrennt wohnen, wie klappt der gemeinsame Freiflug ?

    Auch Fälle, wo die Vergesellschaftung überhaupt nicht funktionierte, wären sehr interessant :jaaa:.


    Ich selbst halte z.B. ein Mohrenkopfpapageienpaar mit einem Graupapageipaar zusammen in einem Vogelzimmer.
    Sie verstehen sich wirklich sehr gut, haben allerdings auch recht viel Platz zur Verfügung.

    Die beiden Graupapageien und die Mopahenne sind quasi miteinander groß geworden.
    Der Mopahahn kam als erwachsener Vogel dazu, kannte allerdings andere Mopas und Graupapageien vom Vorbesitzer, wenn dort auch beide Arten getrennt gehalten wurden.


    So Ihr Lieben, nun seid Ihr an der Reihe :zwinker: .
    Ich würde mich freuen, wenn Ihr fleißig Eure Erfahrungen hier niederschreibt :D !
     
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  3. Kuehbi

    Kuehbi Guest

    Hallo Manuela,

    also ich kann von einem gescheiterten Versuch berichten, Mopas auch nur im selben Zimmer wie andere Arten halten zu wollen. Wir haben Mopas und Amas.

    Beide Mopas verwandelten sich beim kleinsten Sichtkontakt in amoklaufende Furien - die sogar einen erfolgreichen Ausbruch gestartet haben, um die verhassten Zimmergenossen zu vertreiben. Es war noch nicht mal ein getrennter Freiflug ohne Probleme möglich, die Mopas wurden extrem aggressiv, flogen ständig an das Gitter, die Füße der Amas wären ziemlich in Gefahr gewesen, hätten die den Fehler begangen, auf dem Mopa-Käfig "notzulanden". Dass die Anwesenheit der Amas auch sonst gestört hat, hat man auch daran gemerkt, dass auch einer der beiden vom anderen gerupft worden ist. Wir haben die beiden Arten dann räumlich getrennt und die Rupferei hörte wieder auf. So ist es bis heute.
     
  4. #3 Tierfreak, 20. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 20. April 2006
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    Hallo Kuehbi :D !

    Da wird mal wieder deutlich, wie durchsetzungsstark Mopas sein können.
    Gerade auch zur Brutzeit ist mit den Wichteln oft nicht zu spaßen.

    Amazonen sind ja nun doch auch einiges größer und trotzdem haben Deine Mopas keinen Respekt gehabt.

    Die Lösung mit der räumlichen Trennung war wohl das Beste, was Ihr in Eurem Fall tun konntet :jaaa: .

    Darf ich mal fragen, wie alt Deine Mopas und Amazonen waren, als sie zusammentrafen ?
     
  5. Kuehbi

    Kuehbi Guest

    Hallo Manuela,

    die Mopas sind schon älter. Das genaue Alter weiß ich aber gar nicht. Ich hab die damals von einem Züchter gekauft, der sie nicht mehr "wollte", weil sie keine offensichtlichen Vermehrungsabsichten gehegt haben. Ich wollte damals einfach nur ein bestehendes Pärchen haben, insofern habe ich die "unwichtigen" Dinge wie Alter entweder gar nicht erst gefragt oder schon wieder vergessen :D

    Die Amas waren zu dem Zeitpunkt 8 Jahre alt. Ich glaube, die waren insofern anderen Papas auch nicht so aggressiv gegenüber eingestellt, weil sie bei dem Vorbesitzer von anderen Amas und Graupapageien umgeben waren. Ich denke daher, dass sie von daher schon etwas "toleranter" waren.

    Wahrscheinlich war ich damals ziemlich naiv, dass ich nicht im entferntesten damit gerechnet habe, dass die Mopas derart austicken würden. Ob sie es auch bei verwandteren Arten wie beispielsweise Graupapageien auch getan hätten, werde ich ja nun nicht mehr erfahren, aber so wie die sich aufgeführt haben, gehe ich einfach mal davon aus, dass die einfach ein generelles Problem mit anderen Vögeln haben.

    Du kannst dir sicher vorstellen, wie ich kurz vor dem Ausbruch aus ihrem Käfig an meinem Verstand gezweifelt habe, weil ich Tage vorher immer mal wieder vor einem nicht ganz verschlossenen Türchen ihres Käfigs gestanden bin und stets darüber nachgegrübelt habe, in welcher geistigen Verfassung ich mich wohl befinde, wenn ich so nachlässig werde. Ich habe dann sogar sämtliche Türen mit Karabinern gesichert, bis auf eine einzige, die sie ja dann erfolgreich für ihre Flucht benutzt haben. Mir sind die Karabiner ausgegangen, das Türchen an sich war schon so schwer aufzukriegen, dass es mich immer die totale Fummelei gekostet hat, sie mal aufzukriegen und last but not least befand sich das Ding in der unteren Hälfte des Käfigs, wo die Geier ja ohnehin "niemals" waren. Na ja, und dann kam ich heim und der Käfig war leer.....
     
  6. Cassy

    Cassy Foren-Guru

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    Ich habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

    ich halte 3 Arten Sperlingspapageien, das kann so aussehen wie unten. Allerdings hängt das stark von den einzelnen Vögeln ab. Es hatte auch schon ein Sperli ein kleines Loch im Schnabel, wo wahrscheinlich ein Goldbug der Übeltäter war.

    Zur Zeit halte ich drei Arten von Langflügeln, Goldbug, Mohren und Rüppells. Alle haben getrennte Volieren und im Allgemeinen gemeinsamen Freiflug bzw. gemeinsame Nutzung der Außenvoliere. Zur Zeit sind die Biesterchen allerdings brutig und verstehen sich nur noch "artintern". Dabei gehen die Agressionen aber nicht nur von den Mohren aus. Ist keine Brutzeit, klappt der gemeinsame Freiflug problemlos - auch siehe Foto :zwinker: .

    Das Zusammenleben mit Zwergaras hat dagegen nur so lange geklappt, bis die Aras sich eingelebt hatten. Dann sind sie auf die Langflügel los.
     

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  7. #6 hamburglilly, 20. April 2006
    hamburglilly

    hamburglilly Guest

    ich kann ja nur mit erfahrung mit jacko(line) mopa henne und meinen wellies vorweisen.
    das ging garnicht gut,, die wellies habe ich in einem anderen zimmer untergebracht, trotzdem kame ndie gerne mal zum mopa ärgern ins wohnzimmer geflogen.
    jacko hat sich dann zu einer furie gewandelt. den wellies hat nur geholfen, das sie wesentlich flinker als sie waren.
    bei berti (jetzige halterin von jacko) sinds die halsis auf die sie wohl erstmal losgegangen ist, weil die ihren käfig inspizieren wollten.
    mehr dazu müßte berti schreiben.
     
  8. #7 Gonzotier, 20. April 2006
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    Grün und Grau...

    Hallo!

    Wir halten 2 Grüne Kongopapageien mit 2 Graupapageien zusammen.

    Während des Freiflugs funktioniert diese Konstellation ganz gut, die beiden Arten gehen sich allerdings mehr oder weniger aus dem Weg!

    In der Zeit, in der die Süßen leider mal nicht raus können, haben aber beide Arten jeweils geräumige Zimmervolieren zur Verfügung, haben einfach Angst, dass die Grauen vielleicht doch Mal einen unserer kleinen Grünen erwischen.
    Beim Freiflug allerdings ist genügend Platz, so dass alle ihren Freiraum haben und Streit so gut wie gar nicht vorkommt!

    Denke aber auch, dass es egal bei was für einer Konstellation immer auf den einzelnen Papagei ankommt.

    Man kann eben Glück haben oder leider auch schon Mal nicht!
    Ein Patentrezept gibt's wohl leider nicht - wobei aber der Platz immer eine große Rolle spielt - so mehr Platz zur Verfügung steht, umso besser steigen die Chancen, dass es klappt!

    Ganz dolle lieben Gruß,
    Kati
     
  9. #8 Tierfreak, 20. April 2006
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    Hui, schon so viele Antworten 8o . Echt toll, das Ihr so fleißig mitmacht :zustimm:.

    So ein Erfahrungsaustausch finde ich immer sehr interessant und der eine oder andere kann vielleicht davon provitieren und evtl. auch Probleme vermeiden.

    Ich denke auch, dass der vorhandene Platz eine ganz große Rolle spielt und dass es auch von Vorteil ist, wenn die Tiere schon von klein auf miteinander aufwachsen.
    Allerding muß man auch sagen, dass zur Brutzeit immer mal Reiberreien auftreten können.
    Ihr habt auch recht, dass es auch vom Charakter der einzelnen Tiere abhängt. Jeder ist halt anders, gell :+knirsch:.

    So, hoffendlich wird hier weiter so fleißig geschrieben, wäre echt toll.
     
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  11. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    Kurze Anmerkung von mir.
    Aus meiner Sicht geht es verhältnism. gut wenn man Vögel von einem Kontinent mit ähnlicher Körpersprache hält, die sich so auch untereinander zumindest verstehen können.
    Ein eigenes Revier, bzw. genügend Platz ist natürlich ebenso wichtig.
    Hier wären es dann die Langflügelarten untereinander, dazu noch Graue und vermutlich auch Vasas, bei letzteren weiß ich aber nichts näher, sie sind einfach zu selten bei Haltern anzutreffen.
    Mit Südamerikaner habe ich bisher nur sehr schlechte Erfahrungen wie z.B. mit Rotschwanzsittichen. Australier auch eher nicht.
    Bei nicht Papageienarten sehe ich es dann noch um einen Tick schwieriger an.
    Toll ist aber wirklich, wenn sich versch. Vögel miteinander im Freiflug beschäftigen wie ich das auch bei meinen verschiedenen Arten erleben kann.
     
  12. #10 georgiepeach, 21. April 2006
    georgiepeach

    georgiepeach Mitglied

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    So, nun werde ich meinen Senf auch noch dazu geben:D .

    Vor ca. 2 Jahren zog der kleine Zyklon aka Onkel Grün (ein 10-jähriger Mopa-Hahn) bei mir ein. Seine Vorbesitzer hielten ihn allein im kleinen Käfig ohne Freiflug und als das Paar sich trennte, wollte keiner der beiden ihn mitnehmen. Also kam der kleine Onkel zu mir. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits 10 Nymphensittiche und es dauerte nicht lang und Onkel Grün gewöhnte sich an die Gesellschaft. Ich muss allerdings erklärenderweise hinzufügen, meine Geier haben 24 Std. Freiflug und ihnen steht das Wohnzimmer, der Gang und die Küche zur Verfügung, d.h. sie können sich alle aus dem Weg gehen. Nichtsdesto trotz, wie nymphen so sind, fingen sie an sich lieber sein Futter einzuverleiben, als das eigene (meine Nymphen mach da vor nichts halt und das Fremde ist sowieso immer besser als das eigene). Gefährlich wurde es jetzt nur aufgrund des Grössenunterschieds, da Mr. Mopa sein Futter verteidigen wollte und nach den Nymphen hackte. Tatsächlich ist da auch eine schlimme Verletzung dabei rausgekommen:( , Madame Nymph musste in die Klinik, wurde aber wieder ganz gesund:~ .
    Als dann Anfang letzten Jahres Madame Mohr aka Tante Grün bei uns Einzug wurde alles besser.
    Jetzt ist es so, die Nymphen haben den Vorteil, dass sie schneller sind und einfach die Wohnung überbevölkern. Sie Mohren sind nur zu 2. Sie sind zwar grössentechnisch überlegen, aber mehr als ein Wegscheuchen vom Futterplatz ist da nicht drin.

    Fazit: Bei mir klappt das Zusammenleben zwischen Nymphen und Mohrenköpfen. Aber das geht glaube ich nur, weil ich den Geiern fast meine ganze Wohnung zur Verfügung stelle und sie sich wirklich aus dem Weg gehen können. (mal schnell auf Holz klopf -> hoffentlich bleibt das auch so).
     
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Langflügelpapageien mit anderen Arten halten. Erfahrungen ?!

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