Legefreudiger Ziegensittich

Diskutiere Legefreudiger Ziegensittich im Laufsittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo! Ich habe ein Ziegensittich-Pärchen und möchte nicht züchten, da sie Geschwister sind. Allerdings legt meine Henne sehr oft und viele Eier....

  1. Kati

    Kati Mitglied

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    3. September 2000
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    Hallo!

    Ich habe ein Ziegensittich-Pärchen und möchte nicht züchten, da sie Geschwister sind. Allerdings legt meine Henne sehr oft und viele Eier. Das höchste waren 17 Eier in einem Gelege. Einen Monat nach der Brutzeit hat sie wieder gelegt. Übrigens nehme ich nicht alle Eier aus dem Nest, sondern lasse die Henne auf bis zu 5 Eiern brüten. Wie ich aus Zeitschriften und Büchern weiß, kann man die Eier auch schütteln, um Nachwuchs zu verhindern.

    Nun aber meine Frage ... Hat jemand auch derartige Erfahrungen mit einer legefreudigen Ziegensittich-Henne gemacht? Und vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, was ich dagegen tun kann? Selbst nachdem ich "Anti-Trieb" (von Vitakraft) verfüttert hatte, ging die Eierflut weiter.

    Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte.

    Kati
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Kati!

    Ziegensittiche gehören zur Gattung der Laufsittiche, deshalb habe ich Dein Posting in dieses Forum verschoben.


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  4. Shine01

    Shine01 Guest

    Hallo Kati,

    ich kenne dieses Problem mit meiner Springsittich-Henne. Sie hat dreimal hintereinanderweg gelegt, jeweils bis zu 10 Eiern. Kaum das die eine Brut mißlang, ging die zweite los. Bei der dritten Brut klappte es endlich und sie zog dann 4 Junge auf. Allerdings sind meine auch keine Geschwister.

    Du kannst wie bisher die Eier unschädlich machen. Ich pieke dann immer mit einer Nadel die Spitze an.

    Anti-Trieb-Mittel sind auch sehr umstritten.
    Rüdiger gab mir den Tip mit einer Futterumstellung. Dazu fragst Du ihn am besten selbst mal, er kann Dir das besser erklären als ich. Leider schlug das bei meinen sehr brutfreudigen Läufern auch nicht an.
    Als sicherstes Mittel habe ich einfach das Männchen eine zeitlang solo gesetzt. Dann kann da theoretisch gar nichts passieren.

    Jetzt sitzen sie alle wieder zusammen und der Bruttrieb ist abgeflaut.



    ------------------
    bis dann

    Daniela


    http://voegel.notrix.de
    Danni´s Wellensittich-Homepage
     
  5. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Kati!

    Tja, leider fruchteten die Tips bei Danielas Springern nicht, dennoch ist es immer einen Versuch wert und meines Erachtens zumindest erfolgsversprechender als ein "Anti-Triebmittel" aus dem Zoohandel. Sollte das Problem für die Henne allerdings lebensbedrohlich werden (und die Produktion von Eiern ist für einen Vogels sehr anstrengend), sind als letzte Maßnahmen zu überlegen, ob man von einem papageienerfahrenen TA eine Hormonbehandlung vornehmen läßt oder aber, ob man nicht mindestens eine Jahresbrut zuläßt.

    Zunächst aber kannst Du versuchen, den Bruttrieb Deines Weibchens über das Nahrungsangebot zu steuern, d.h. vor allem über eine qualitative und quantitative Reduktion des Körnerfutters.
    Zwar ist dies vor allem bei steppenbewohnenden Sittichen, deren Bruttrieb vorrangig über das Nahrungsangebot gesteuert wird, ein erprobtes Mittel, aber es könnte auch bei den waldbewohnenden Laufsittichen Erfolg haben:
    quantitaiv reduzieren heißt, Du findest zunächst den tatsächlichen Tagesbedarf Deiner Ziegensittiche an Körnerfutter durch eine allmähliche Verringerung der Futtermenge heraus und bietest ihnen dann auch nur diese Menge ein- oder besser sogar zweimal täglich an.
    Zusätzlich kannst Du für Beschäftigung sorgen und eine Nahrungs"knappheit" suggerieren, indem Du die Futtersuche erschwerst: je nach den konkreten Haltungsbedingungen Deiner Sittiche kannst Du das Futter in mehrere, eventuell auch schwieriger zu erreichende Futternäpfen (bspw. nur fliegend zu erreichen oder versteckt hinter Zweigen angebracht)anbieten und/oder in Schalen, in denen das Futter unter Sand- oder Buchenholzgranulat gemischt wurde, so das sie es sich heraussuchen müssen. Selbstverständlich sind die Vögel daran auch langsam zu gewöhnen, obwohl ich bei den neugierigen Ziegensittichen keine große Probleme damit erwarte.
    Wichtig ist, das die Tiere nicht hungern, das sie aber auch keinen Überschuss an Nahrung haben, der den Bruttrieb fördern könnte.
    Qualitätive Reduktion heißt vor allem, das Du dem Körnerfutter einen größeren Bestandteil an nährstoffärmeren Gras- und Wildsamen beimischst. Hafer, vor allem aber Hanf wird eine den Geschlechtstrieb fördernde Wierkung nachgesagt, weshalb Du darauf völlig verzichten solltest. Ebenso sind vor allem die Vitamin E enthaltenden Nahrungsbestandteile wie vor allem chlorophyllhaltige Pflanzenteile, Getreidekeime u.a. anders Keimfutter sowie Leinsamen einzuschränken, da Vitamin E eine Wirkung auf die Gonaden hat und so auch den Geschlechtstrieb fördert.
    Aus dem selben Grund sollte auch die Gabe an tierischen Proteinen - bspw. durch Weichfutter für Insektenfressen oder lebende Insekten, gegebenenfalls durch Quark oder Joghurt - eingeschränkt oder vorerst ganz aufgegeben werden, soweit Du es anbietest.
    Wie gesagt: all dies dient dazu, dem Vögeln eine Umwelt zu suggerieren, in denen die Bedingungen für eine Brut aufgrund des Nahrungsangebotes nicht günstig sind. Aber natürlich muß die Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffversorgung dennoch ausreichend bleiben.
    Man muß aber bedenken, das normalerweise Vögel in Menschenhand das ganze Jahr hindurch immer zu ideale Brutbedingungen vorfinden und sich deshalb oft in einer ständige Brutstimmung befinden. Hinzu kommt, das früher bei der Zuchtauswahl oft besonders auf Anzahl der Eier und Häufigkeit der Gelege im Jahr geachtet wurde, so das heute manche Vogelarten und -individuen einen übersteigerten Bruttrieb zeigen.

    Ein zweiter Weg, um den Bruttrieb zu dämpfen, ist die Simulation der heimischen Klimabedingungen:
    Neusseland, die Heimat der Ziegensittiche, liegt in den mittleren Breiten der südlichen Halbkugel und d.h., es gibt dort wie bei uns
    vier Jahreszeiten mit Schwankungen der Tageslänge und der Temperaturen über das Jahr hinweg. Von unseren heimischen Vogelarten weiß man, das der Bruttrieb zumindest auch von der Tageslichtdauer abhängig ist: von daher glaube ich, ist es auch nicht verkehrt, die Tageslicht- oder überhaupt Lichteinstrahlungsdauer durch Kunstlicht (wobei fraglich ist, ob Kunstlicht einen Einfluß auf den Bruttrieb hat)zu verringern und, wenn möglich, ebenfalls die Temperatur.
    Ein zwölf-Stunden-Tag und 17°C dürften für Ziegensittiche ausreichend sein.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    ------------------
    Tschüss Rüdiger

    [Dieser Beitrag wurde von Rüdiger am 07. September 2000 editiert.]
     
  6. Bine

    Bine Guest

    Hallo Kati!!

    Ich möchte Dir kurz schildern, wie es bei meinen Springern mit dem Eierlegen war:
    Die Beiden haben sich bei mir anscheinend so wohl gefühlt, daß sie schon nach kurzer Zeit angefangen haben Eier zu legen (natürlich nur sie [​IMG]
    Zuerts wußte ich nicht so richtig, was ich nun anfangen soll, und habe die Eier immer weggenommen - das war letztendlich falsch, da sie immer wieder versucht hat, das fehlende Gelege zu vervollständigen.
    Als ich das begriffen hatte, habe ich die Eier dringelassen, und ihr gleichzeitig einen Nistkasten angeboten - siehe da, sie legte insgesamt noch acht Eier, und das war`s. Alles in allem waren es auch über 20!!
    Nun hatte ich allerdings, genausowenig wie Du vor, brüten zu lassen - aber ich wußte mir erst mal keinen Rat.
    Die Eier waren aber alle taub, da die Beiden gerade mal ein Jahr alt waren. Meiner Henne ging es wärend der Brut auch nicht sehr gut, vom freigerupften Bauch mal ganz abgesehen.

    Als sie die Brut endlich aufgegeben hatte, habe ich den Nistkasten weggenommen, und nach ein paar Wochen Genesungskur mit AviConcept, sah sie wieder toll aus.

    Jedenfalls dauerte es nicht lange, und sie fing wieder an zu legen. Diesmal wollte ich sie nicht mehr brüten lassen, da ich froh war, daß sie sich so gut erholt hatte.

    Also versuchte ich die Tipps von Rüdiger anzuwenden. Ich habe einen zusätzlichen Futternapf gekauft und an eine zweite Stelle in der Voliere aufgehängt. Das Futter gibt es nun abwechselnd mal in diesen, mal in jenen Napf. Füttern tu ich weiterhin das ganz normale Großsittichfutter aus dem Handel. Morgens gebe ich höchstens drei Esslöffel voll. Über den Tag bekommen sie dann noch Obst oder Gras und Löwenzahn. Manchmal bekommen sie auch früh keine Körner sondern nur Obst. Du mußt sie genau beobachten, um festzustellen, ob die Mengen die Du fütterst nicht zu wenig sind. Da sie sehr viel durch die Gegend tollen, haben sie auch einen großen Stoffwechsel, und leiden schnell an Hunger. Ich habe aber festgestellt, daß drei Esslöffel O.K. sind.

    Wenn sie k.o. in der Gegend rumsitzen, solltest Du mehr füttern - sind am anderen Tag noch ganze Körner im Napf, war es zuviel.

    Das mit der Temperatur war nicht so einfach, ich habe halt immer das Fenster auf - auch jetzt noch. Im Winter werde ich dann etwas weniger im Zimmer heizen - aber so um die 20°C wird es doch sein.

    Um die lange Weile zu töten, lasse ich sie öfter raus, oder gebe ihnen Spielzeug oder Äste aus dem Garten.

    Probiere das alles mal aus. Besonders die Sache mit dem Futter - bei mir hat es jedenfalls geklappt!!

    Sie hat sofort aufgehöhrt Eier zu legen - und bis jetzt auch nicht wieder angefangen - nun schon mindestens über zwei Monate.

    Würde mich freuen, wenn es bei Deinen Ziegen auch funktioniert, denn es ist schon blöd, wenn man nicht züchten will. Außerdem ist die Gesundheitsbelastung, wie Rüdiger richtig sagt, sehr groß. Irgend wann kann so ein kleiner Vogel einfach nicht mehr.

    Ich wünsche Dir viel Glück - und halte uns auf dem Laufenden.

    Tschau Bine
     
  7. Kati

    Kati Mitglied

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    Hallo Ihr,

    vielen Dank für die wertvollen Tips. Ich habe bereits begonnen, die Nahrung bei meinen Ziegen umzustellen. Möglicherweise war das Futter bisher tatsächlich zu reichhaltig, zumal ich nebenher noch Kolben angeboten habe. Auf alle Fälle werde ich Euch dann Bescheid geben, ob die Nahrungsumstellung bei meinen Ziegen angeschlagen hat.

    Also, nochmal danke. Und ciao für heute.

    Kati
     
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