Luftfeuchtigkeit im Zuchtkeller

Diskutiere Luftfeuchtigkeit im Zuchtkeller im Australische und ozeanische Prachtfinken Forum im Bereich Prachtfinken; Hallo! Ich bin umgezogen und konnte mir im einen Zuchtkeller für Gouldamadinen einrichten. Ich züchte und halte Vögel schon seit über 30 Jahren....

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  1. #1 simpson-mania, 18.02.2019
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    Hallo!
    Ich bin umgezogen und konnte mir im einen Zuchtkeller für Gouldamadinen einrichten.
    Ich züchte und halte Vögel schon seit über 30 Jahren. Die Gegebenheiten haben bisher jedoch keine Gouldamadinenhaltung hergegeben, da ich nie so einen warmen Raum zur Verfügung hatten.
    Ich möchte nun auch in Zuchtboxen die Vögel im Keller züchten, da die Aussentemperaturen eine Zucht in der Gartenvolieren nicht zulassen.
    Ich wohne in einem Haus aus dem BJ. 1979, mit Betonkeller.
    Nun habe ich seit Wochen die Luftfeuchtigkeit auf ca. 40%. Ich habe schon Wasserbehälter auf die Heizung gestellt (großflächig) und es tut sich trotzdem nichts. Da ich bald mit der Zucht beginnen möchte, muss ich die Luftfeuchtigkeit ja irgendwie auf 65-70% bekommen. Dazu habe ich ein Hygrometerschalter (oder wie das heisst) der einen Vernebler steuert und die Luftfeuchtigkeit entsprechend anhebt. Macht ihr das auch so, oder wie bekommt ihr die Luftfeuchtigkeit hin? Blöd dabei ist, das der Boden nass wird (auf ca. 1 m2 im Umkreis des Verneblers)
    Bei den rel. niedrigen Temperaturen habe ich auch nicht so oft stoßgelüftet.
    Wie macht ihr das mit der Temperatur und der Heizung?
    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Bisher hatte ich damit keine Probleme, da ich keine Kellerzucht hatte, sondern in einer "normalen" Voliere züchten konnte.
     
  2. #2 Tiffani, 19.02.2019
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    Mach dir keinen Kopf wegen der Luftfeuchtigkeit.
    Züchte einfach. Meine Goulds sind baden gegangen und dann husch husch in Nest.
    Bei mir ist kein Junges stecken geblieben.
    Also immer Badehäuser anbieten, täglich frisch, dann ist alles im Lot.
    Und auch wenn es so kalt ist, bitte zweimal täglich kurz lüften. Vögel die direkt der kalten Luft ausgesetzt sind, abdecken. Pappe davor oder so was in der Art.
    Und denke daran, weiter unten ist die Kälte und Luftfeuchtigkeit immer am höchsten. Thermometer mal auf verschiedenen Höhen anbringen. Weiter oben unter der Zimmerdecke wird es dann trockener und wärmer.
    Ich sage das nur weil es "Züchter" gibt, die jeden Zentimeter ausnutzen wollen, und ihr Handeln nicht bedenken. P.S.
    Bevor du mich nach meiner Raumtemperatur fragst.... so um die 22° Im Sommer natürlich viel Höher. Dachgeschoss :D
    PP.S
    Auch Weichfresser aus tropischen Gebieten mit im Durchschnitt 70% Luftfeuchtigkeit. Keiner bekommt Aspergillose! Lüften! 2* täglich :zustimm:
     
    Elentari und stiedom gefällt das.
  3. #3 simpson-mania, 19.02.2019
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    Hallo Tiffani!
    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Bisher habe ich mir da auch keine Sorgen gemacht, da ich die Vögel halt anders gehalten hatte. Aber gerade das ist mir im neuen Zuchtraum aufgefallen. Ich hatte mal eine Brutmaschine (für Wachteln) und dort musste zum Schluss auch immer eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, damit die Küken überhaupt schlüpfen konnten.
    Ich habe auch oft gelesen, dass die Eltern dass über das Baden regeln, hatte mir nur gedacht, dass das recht "unzuverlässig" ist.
    Aber dann werde ich das so machen.

    Ich lüfte ja auch regelmäßig, nur halt als es so richtig kalt war habe ich das mal gelassen, aber jetzt natürlich nicht.

    Eine Frage habe ich noch.
    Bisher habe ich die immer mal ab und zu baden lassen. Wie machst Du das denn mit Vitamingaben über das Wasser (also wenn die "immer" baden können)? oder gibst Du Vitamine über das Futter?
    Wenn die baden, trinken sie natürlich auch daraus...

    Nochmals vielen Dank.
    Gruß
     
  4. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Es sei einekleine Frage erlaubt....Kellerzucht und Steppenvögel aus lichtdurchfluteten Habitaten. Da sei die Frage erlaubt, wie Du beleuchtest?
    Vor allem, da das eine komplexe Problematik ist und viele unwissentlich vieles ziemlich falsch machen - und leider oft auch an der falschen Stelle versuchen, Geld zu sparen..
    Ich könnte da Hilfe anbieten.
     
  5. #5 simpson-mania, 19.02.2019
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    Hallo Ingo!
    Ich habe dort eine Lichtinstallation mit LED Technik. Zur Zeit halte ich sie in Volieren, in diese Volieren habe ich Leuchtband vom Typ 5050 installiert, und zwar mehrere Meter, eben angepasst an die Volierengröße. Die Volieren erscheinen sehr hell, meiner Meinung nach vielleicht schon zu hell, aber eigentlich geht das ja nicht :-)

    Gesteuert wird die Anlage über eine Dimanlage, die entsprechend den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang simulieren.
    In den Zuchtboxen habe ich ebenfalls Leuchtbänder vom Typ 5630, die also nochmal heller sind. Dort habe ich bei den 1 m Boxen 2 x 50 cm installiert (bin gerade beim Aufbau, daher noch nicht in Betrieb).
    Ich habe mich vor den Installationen sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Außerdem habe ich das Glück, dass in meiner Firma zwei Ingenieure arbeiten, die mir den Aufbau so "bestätigt" haben.
    UV-A, UV-B Lampen habe ich noch nicht installiert, hier informiere ich mich noch, da ja hierüber sehr viele unterschiedliche Meinungen herrschen.

    Die Tiere werden hier auch nur zur Zuchtzeit gehalten, im Sommer halte ich sie in einer Außenvoliere.
    Denke, dass ich hiermit ganz gut fahre.
     
  6. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Aussenvoliere ist gut und hilft auch viele Defizite der Innenhaltung wieder zu kompensieren!
    Aber das Leuchtband ....leider ganz schlecht, auch bei vielen Metern. Der subjektive Eindruck täuscht da. Miss mal mit einem Luxmeter. So etwas kostet nicht viel und sollte Pflichtbesitz jedes Tierhalters, der Leuchmittel verwendet, sein. Das Ergebnis wird dich erschrecken. Dein Leuchtband liefet ca 460 lumen pro Meter (auch SMD 5630 Band bleibt unter 500 l /m) . Zum Vergleich: Eine simple T5 HO liefert über 4000 lumen pro Meter!!!!. Auch ist sowohl ihre lichtausbeute pro Watt (Stromsparpotential!) als auch ihr Spektrum (bei einer Vollspektrumröhre ) erheblich besser. Diese RGB LEDs haben nämlich nicht nur eine wenig überzeugende Lichtausbeute, sondern auch ein fürchterliches Spektrum, dem zudem jeglicher UVA Anteil fehlt...von UVB gar nicht zu reden. UVA ist aber für (die meisten) Vogelaugen eine voll gültige Farbe und zur naturnahen Wahrnehmung der Umgebung, des Futters und der Artgenossen essentiell. Das Licht des LED Streifens wirkt auf Vögel nicht weiss, wie für uns, sondern stark farbig.
    Noch schlimmer ist das Dimmen. Diese LEDs werden über Frequenzmodulation gedimmt. Das heisst, über eine Flackerfrequenzänderung....für uns im nicht wahrnehmbaren Bereich, für Vögel wirkt das ganze wie ein Stroboskop, je dunkler es dimmt, umso stärker flackert es.
    Diese Beleuchtung ist - sorry- so ziemlich das schlimmste, was Du Deinen Vögeln antun kannst. Leider aber ist genau diese Vorgehenswiese weit verbreitet. Aus Unwissenheit und ohne Absicht und oft aufgrund wohlwollender aber schlechter Beratung, aber eine ganz GANZ schlechte Wahl für die Vögel. Ingenieure sind die falschen Konsultants hier, denn die haben normalerweise keine Ahnung von der Sehphysiologie von Vögeln. Die, und zwar besonders deren Abweichungen von unserer Sehphysiologie, ist aber, was hier den wichtigsten Parameter stellt.
    Alles, was ich hier gesagt habe, ist im übrigen keine subjektive Meinung, sondern eine Aufzählung von Fakten. Jeder einzelne lässt sich anhand der technischen Daten der Leuchtmittel leicht und eindeutig nachvollziehen und belegen. Ebenso, wie durch die vielen wissenschaftlichen Publikationen zur Sehphysiologie von Vögeln.
    Es stimmt im übrigen ganz und gar nicht, das zur Verwendung von UVA und UVB Licht für Vogelbehausungen Meinungen herrschen. Das mag bei Laien der Fall sein. Fachleute sind sich hier zu 100% einig.
    Heutige Technik erlaubt eine effiziente naturnahe Beleuchtung, die der Sehphysiolgie der Vögel angepasst ist.
    Davon bist du in Deiner Innehaltung extrem weit entfernt und solltest da im Sinne der Vögel schleunigst aktiv werden.
    Ich berate gerne.
    Bitte nicht als schimpfen werten. Das ganze ist wie gesagt alles objektiv belegbar und im Sinne der Vögel wichtig!
    Es gibt ja durchaus Leute, die sich sowohl mit Lichttechnik als auch mit Sehphysiologie von Vögel auskennen. Wenn Du an meinen Aussagen zweifelst, rate ich Dir, solche Leute zu Rate zu ziehen (aber nur, wenn sie auch wirklich über diese beiden (!!) Expertisen verfügen.
     
  7. #7 simpson-mania, 19.02.2019
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    Hallo nochmal!
    Puh, das sind ja viele Infos, danke für Deine Mühe.
    Ich werde das auf alle Fälle dann nochmal überdenken, ich kann das ja schnell ändern.

    Ich habe mir gebrauchte Graf Boxen gekauft. Dabei waren je Käfig (1x0,5x0,5 m ) eine 8 W Leuchtstoffröhre. Denkst Du, das diese für die Zuchtboxen ausreichen (und auch besser sind als die LED Teile)? Ich habe die mal (optisch) verglichen, und da waren die LED wesentlich heller.

    Was hälst Du denn (generell, wäre für mich jetzt eher uninteressant) von den LED Röhren, ist vermutlich das Gleiche.

    Vielen Dank
    Gruß
    Maik
     
  8. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Auf 1 x 0,5 x 0,5 M gehört mindestens eine, besser zwei T5 HO von je 39 W. 8 W ist nix.
    Die Röhren sollten Vollspektrum mit UVA Anteil (momentan sind NArva Biovital wieder erhältlich) - oder mindestens aus einer 9XXer Nummern Reihe, bevorzugt 958 oder 965, stammen. Zur effizienten Lichtnutzung sollte jeweils ein Doppel Ellipsoid Reflektor ("W" Profil) verwendet werden.
    Das Problem bei den Boxen ist der Sonnenspot. der eigentlich auch dazu gehört. Röhren sorgen für eine Grundhelligkeit, entsprechen aber Schlechtwettercharakteristik und bieten keine Sonnenbademöglichkeit. Bei der genannten Größe wäre als Spot eine HID mit EVG von 50 W mit UVB Anteil sinnvoll (zB Bright sun Bird).
    In der Praxis ist bei Boxen die Anbringung meist ein Problem, vor allem, wenn die Boxen gestapelt sind. Die Vogelköpfe sollten einen Mindestabstand von 25 cm einhalten und das ganze möglichst senkrecht angebracht sein. Das ist in den Boxen oft nicht gut vewirklichbar.
    So ein Spot kann, muss aber nicht ganztägig brennen. 3-4 Stunden über Mittag reichen.
    Wenn das sterisch gar nicht geht, kann man als Notlösung - im Sommer dürfen deine ja auch immerhin raus- eine der Vollspektrumröhren durch eine Terrarienröhre mit mindestens 8% UVB ersetzen. Die haben aber eine unnatürliche Lichtfarbe und natürlich eine andere Abstrahlcharakteristik als ein Spot. Regen zB kein Sonnenbadeverhalten an.
    Was LED angeht: Als Zusatzbeleuchtung, ungedimmt, mit Gleichstrom betrieben und Farbe neutralweiss ganz OK. Aber KEINE LED im Endverbraucher-Handel hat UVA und reines LED Licht ist daher für die Vögel IMMER farbig. Egal, ob Röhre, Band oder Spot.

    Und nochmal zum Nachdenken: In den Habitaten Deiner Vögel misst man Helligkeitswerte von rund 100 000 Lux. Selbst mit zwei 39 W Röhren wirst Du in der Mitte der Box vielleicht auf 5000 Lux kommen. Also ein zwanzigstel davon. Momentan hast Du sicher weniger als 1000 Lux dort.
    Mit einer HID als Spot erzeugst Du zumindest am Sonnenbadeplatz tatsächlich 100 000 Lux- und das bei sonnennahme Spektrum, mit UVB und sonnenähnlicher Wärmeabstrahlung.

    Und last not least: Unsere Sonne hat am Boden selbst bei uns noch ca 1000W pro Quadratmeter reine Lichtleistung.
    Eine 8W Röhre setzt die 8 W in Wärme, Licht und "Umwandlungsverluste" um. Sie bringt ca 4 W reine Lichtleistung. Man setze das mal ins Verhältnis.
    Physik ist nicht überlistbar. Lichtleistung kommt nicht von nichts, sondern kostet Inputenergie= Strom. Effiziente Leuchtmittel setzen mehr davon in Licht um, aber auch von denen braucht man hohe Wattleistungen, um halbwegs helle Umgebungen zu erzielen. Begrenzend ist letztlich - wenn man nicht ans Geld denkt- die Heizwirkung der Leuchtmittel: Lange bevor es naturnah hell ist, ist es viel zu heiss!

    Das fatale: Unser Auge /Hirn System hat etliche evolutivre Spezialanpassungen und taugt NICHT, nichtmal ansatzweise zur Bewertung von Helligkeiten.....auch, wenn man intuitiv anders denkt.
    Schau Dir mal Deine helle LED im keller an und dann dieselbe Lampe draussen in greller Sonne. Erscheint sei Dir gleich hell?----das zur Veranschauung
     
  9. #9 Tiffani, 19.02.2019
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  10. #10 Tiffani, 19.02.2019
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    Meine Vögel sind alle daran gewöhnt aus Spendern zu trinken, und komischer Weise haben sie das immer bevorzugt, weil ich die Badehäuser nicht rund um die Uhr rumstehen lasse. Also Abends ab und morgens ran (Vormitags). Die Goulds sind also auch an die Spender gegangen wenn das Badehaus zur Verfügung stand. Das aus dem Badehaus trinken sehr ich nur bei neuen Vögeln, wo der Halter wohl an den Wasserspendern spart. Und natürlich, bevor sie reinspringen, ich denke aber dass das dann auch so eine Art Test ist, ob das Badewasser denn auch angenehm ist :D
    Ich gab also bei den PF immer in den Trinkwasserspender das flüssige Vit., habe aber habe auch die Körner mit einem Pulvergemisch etwas bestäubt.
    Zusätzlich haben mein PF immer Chicorée bekommen. Meine Gouls liebten es knackig. Also nicht die großen labberigen Blätter, die mochten wiederum meine WF. Die Gould haben das wie Goldstaub an ihre Jungen verfüttert, und keines hatte Durchfall. Chicorée hat viele gute Inhaltsstoffe. mal googeln.
    Viel Glück.
     
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  11. #11 stiedom, 20.02.2019
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    Kann ich machen was ich will zu hause gehen die Gould's an kein Grünzeug egal in welcher Form, nur wenn sie im Sommer draußen neben den Kanarien sind. MFG
     
  12. Ingo

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    Vielleicht gehen sie im Innenraum auch auch nur deshalb nicht dran, weils für sie beim derzeitigen Setup ohne UVA Lixcht gruselig ausssieht und unnatürlich gefärbt ist, so dass sie es nicht als Futterpflanzen erkennen.
    Dafür spricht, dass sie es im freiland annehmen.
     
  13. #13 simpson-mania, 20.02.2019
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    Danke Ingo für Deine Ausführungen....
    Hast Du eine Beleuchtung in Deinen Volieren? Die kannst Du ja vermutlich nur mit Sonnenbrille betreten :-)
    Ne, mal im Ernst, natürlich ist die Beleuchtung, egal wie viel Licht man hineinbringt immer ein Kompromiss zu deren Heimatverhältnissen.
    Ich denke aber, das man auch ein gesundes Maß als Maßstab nehmen kann.
    Ich bin sicherlich bereit, das (aus meiner Sicht, und meinen Erfahrungen) Beste für meine Vögel rauszuholen, aber es muss noch verhältnismäßig sein.
    Kennst Du wirklich irgendeinen Züchter, der in seine Zuchtboxen (also in eine Box) eine rd. 80 W Neonröhre installiert hat? Ich glaube, dass geht an der Realität vorbei.
    Ich werde da sicherlich was ändern in der Beleuchtung.

    Danke auch an Dich Tiffani. Das werde ich dann mal so versuchen. Bisher haben die Vögel ja in einer Voliere eine "normale" Tränke, mal sehen, wie sie sich in den Boxen verhalten.

    Dann noch weiterhin viel Spaß mit der Vogelhaltung.
     
  14. #14 Tiffani, 20.02.2019
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    :D:hammer::hammer::roll::heul::+screams::+klugsche:D
     
  15. #15 Tiffani, 20.02.2019
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    Zum Thema LED wurde ich heute durch einen Beitrag im RBB wiedereinmal an die evtl. "Gefährlichkeit" wegen dem hohen Blauanteil erinnert. Ich habe mich damals mal dazu belesen, warum es für Menschen zur frühzeitigen Makulardegeneration führen kann. Ich frage mich seit dem immer, inwieweit dies auch auf Reptilien :~, Fische UND vor allem Vögel auswirkt, die permanent auf so ein Licht angewiesen sind. Also ohne ergänzendes Tageslicht. Weist du was dazu Ingo?
    Und weiterhin, irgendwo habe ich mal eine Ausführung zu den Haltebedingungen für Ch. Nachtigall gefunden, da sprach man von 200 LUX. Amtlich!
     
  16. #16 Ingo, 21.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2019
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ganz ehrlich...die Blaudiskussion halte ich aus physiologischer Sicht für überzogen. Die Warnhinwiese stammen aus Studien (eigentlich aus nur EINER ) nachtaktiver Albinos (Ratten), die gezwungen wirdem, direkt in Lichtquellen zu sehen. Ich will es nicht komplett verharmlosen, glaube aber, dass es unter üblichen Bedingungen nicht sehr relevant ist.
    Um es genau zu sagen: Die Blauwerte der LEDs können kritische Grenzwerte überschreiten - und tun das sogar schon bei schwächeren LEDs. Relevant ist das aber nur bei langfristiger Exposition der Retina und die kommt vor allem bei falscher Anbringung (seitlich, Blendung). Anschaulich gesagt: Unter denselben Bedingungen, unter denen eine - sehr empfehlenswerte und wertvolle- UVB Lampe bei unseren Pfleglingen schlimme Bindehautentzündungen hervorruft, schaden auch starke weisse LEDs potentiell.
    Wie gesagt: Das passiert bei falscher Anbringung (Blendung) und eigentlich nie bei senkrechter Einstrahlung.
    Das ist nicht unerwartet, denn unsere Sonnen überschreitet die Grenzwerte für Makuladegeneration auslösendes Blaulicht um ein vielfaches mehr als jede LED und dennoch ist in die Sonne gehen nicht nur harmlos, sondern gesund. Weil man eben nicht lange direkt reinschaut. Darum sind auch - korrekt angebrachte- sehr helle LEDs diesbezüglich harmloser, als LED Funzeln: Schlicht, weil dei Helligkeit verhindert, dass man länger direkt hineinschaut. ...wie bei der Sonne.
    Von falsch angebrachten schwache LEDs fühlt man sich u.U nicht geblendet genug, um wegzusehen. Und dann wird es in der Tat gefährlich.

    Eine brandneue Studie, die 2019 im renommierten International Journal of Occupational Safety and Ergonomics erscheinen wird, fasst das wie folgt zusammen:

    [...] New light sources including light-emitting diodes (LEDs) have elicited questions about retinal damage, including the blue-light hazard. Some organizations have recommended avoiding using LEDs with correlated color temperatures exceeding 3000 K, since they tend to produce greater short-wavelength energy. This article provides quantitative comparisons among lightsources and use cases as they affect the blue-light hazard. Methods. The spectral radiant power characteristics of incandescent, fluorescent, LED and daylight sources were evaluated in terms of blue-light hazard using standard procedures for phakic, aphakic and pseudophakic eyes. Results. Under most use cases, LEDs do not exhibit greater risk for the blue-light hazard than other sources (e.g., incandescent). Because they generally produce little to no ultraviolet energy, LEDs often present less risk to aphakic eyes. Conclusions. LEDs present no special concerns for the blue-light hazard over some other common sources in typical use cases because photophobic responses limit exposure to bright sources. Where photophobic responses might not occur (e.g., eye surgery patients or premature infants) or where individuals suppress these responses (e.g., stage actors), caution is necessary. Evidence remains inconsistent regarding the risk of human retinal damage from long-term exposures to light insufficient to reach acute blue-light hazard thresholds[...]

    Quelle:
    Bullough JD, Bierman A, Rea MS. Evaluating the blue-light hazard from solid
    state lighting. Int J Occup Saf Ergon. 2019 Jun;25(2):311-320.

    Die genannten 200 Lux kommen übrigens aus Erkenntnissen der Geflügelhaltung. Da geht es um Geld sparen und man hat lange probiert, was die Tiere aushalten. Nicht, was gut für sie ist.
    Unsere Haltungsphilosophie ist hoffentlich eine andere.
    Nebenbei sind Hühner wie Chin. Nachtigallen eher deckungssuchende Schattentiere....Gouldamadinen aber sonnenexponierte Steppenvögel.
    Doch Angesichts der von den natürlichen Bedingungen abweichenden Größenordnungen dieser Werte hat das wenig zu sagen.
    Um das einzuordnen: 200 Lux sind ziemlich genau ein Prozent, also ein Hundertstel der Helligkeit bei bedecktem Himmel und 2 Promille, also zwei Tausendstel der Helligkeit im Habitat der Goulds..

    P.S.: Meine Vögel haben Zugang zu Sonnenplätzen mit UVB Anteil und 100 000 Lux. An meinem Stromzähler kann man Messer schleifen...aber das gehört nunmal dazu.
     
  17. #17 Ingo, 21.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2019
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    Das zu lesen finde ich schade. Und ich finde es erschreckend, dass diese Denke in der Vogelhaltung leider sehr weit verbreitet ist.
    Klar muss man Kompromisse eingehen, naturidentische Helligkeiten schafft man nie großflächig. Aber Du verschiebst den Kompromiss hier schon wieder viel, VIEL zu weit in Richtung negativen Einflusses auf das Tierwohl. Warum nur? Ist die Angst vor den Stromkosten so hoch?

    Klar, nahe einem großen Südfenster stehend, reicht für auch für eine größere eine Voliere schon ein einzelner Sonnenspot und eine WInterzusatzbeleuchtung. Aber in dunklen Räumen MUSS man entsprechen mehr tun...und erreicht dennoch nicht die Situation der Südfensterlage.

    Es ist seltsam: Terrarianer - und auch Aquarianer- haben das längst kapiert und sorgen dafür, dass ihre Pfleglinge auch in Innenräumen akzeptable Grundhelligkeiten, sonnennahe Spektren und Sonnenplätze mit UVB Anteil und Lichtintensitäten um 100 000 Lux erfahren (OK, letzteres gilt logischerweise nicht für Aquarianer).
    Und sie tun das auch, wenn sie zB Dutzende Terrarien haben und auch, wenn sie Terrarien von 2, 5 oder 10 Kubikmeter Volumen haben.
    Beide Fälle sind übrigens alles andere als selten - und treffen zB auch auf mich zu.
    Klar kostet das was...aber diese Kosten gehören zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung dazu.
    Ich kenne auch jemanden, der über 100 mittelgroße bis große Terrarien für tagaktive Tiere hat und ALLE adäquat beleuchtet.
    d
    Die Zahl der Vogelhalter, die meinen, eine Meterbox , in die ein Terrarianer ganz selbstverständlich mindestens 100 Watt oder - je nach Pflegling- auch deutlich mehr an Licht aus effizienten und adäquaten Leuchtmitteln verbaut, mit einem 8 W LED Streifen oder einer 24 W Röhre beliebigen Spektrums zu beleuchten ist erschreckend hoch. Und dass diese Halter 80 W dann schon unrealistisch finden ist an sich noch erschreckender, zeigt es doch, welche Denke - und welcher Informiertheitsgrad- hier offenbar noch vorherrscht.

    Lieber mehr Vögel halten, aber pro Vogelbehausung weniger Licht einzusetzen, nur damit die Stromkosten angenehm bleiben - und das lese ich da heraus- , ist für mich bereits animal hoarding.
    Wenn die Haltung zu teuer wird, sollte man die Zahl der Tiere reduzieren und nicht an den Haltungsbdingungen sparen, um mehr Tiere besitzen zu können. Das ist eine ganz schlechte Philosophie.
    Und noch schlimmer finde ich diese Vorgehensweise bei Haltern, die ihre Vögel in Innenräumen ohne großflächiger Südfenster rein bei völlig inadäquatem Kunstlicht halten.
    Die verfolgen die selbe Philosophie, wie die Massengeflügelhalter: Ausloten, was die Tiere aushalten. Nicht darum kümmern, was gut für sie wäre.

    Und ganz erschreckend, so erschreckend, dass ich es nochmal wiederholen muss, finde ich die Einschätzung, das bereits 80 W an Röhrenlicht für eine Meterbox unrealistisch viel sei.
    Ein Terrarianer, der tagaktive Tiere so halten würde, würde von der Community gesteinigt.
    Ein Vogelhalter mit Vögeln aus dem selben Lebensraum wie die betreffenden Reptilien wird dagegen der unnötig hohen Lichtintensitäten "beschuldigt"?
    Da läuft etwas verkehrt, aber ordentlich!

    Sorry, aber mich regt das auf. Wir haben 2019, mit all den neuen technischen Möglichkeiten. Und Vogelhalter meinen, es macht Sinn, bezüglich der abiotischen Haltungsbedingungen so wie 1960 weiter zu machen.
     
  18. Quak

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    Hallo Ingo,

    das liegt aber auch daran, dass hochprofessionelle Ziervogelzüchter beeindruckende Zucht- und Haltungsergebnisse selbst bei schwer zu züchtenden Arten bei Boxenhaltung (bzw. -zucht) in Kellerräumen unter lediglich indirekter Beleuchtung über die Raumbeleuchtung vorweisen können. Offenbar scheint der Faktor Lichtintensität -im Gegensatz zur Beleuchtungslänge- so gut wie überhaupt keine Auswirkung auf Haltungs- und Zuchterfolge zu haben.

    Ich kenne jedenfalls keinen erfolgreichen Vogelzüchter, der die von dir vorgeschlagenen Beleuchtungswerte auch nur annähernd erreicht - dagegen einige Zuchten, darunter auch unter wissenschaftlicher Leitung stehende, wo eben in besagten unbeleuchteten Kistenkäfigen -oft auch im Keller- sehr erfolgreich gezüchtet wird.

    Weil du von Aquarianern sprichst, bei sehr vielen Fischzüchtern sieht es übrigens genau so aus. Da ist häufig kein einziges Becken direkt beleuchtet. Nur wenn anspruchsvollere Wasserpflanzen oder Korallen o.ä. ins Spiel kommen, dann wird in teure Beleuchtung investiert - aus dem einfachen Grund, weil diese ansonsten nach 4-6 Wochen tot wären.

    Und auch was die Terrarianerszene angeht, halte ich deine Einschätzung für nicht sehr realistisch. Also mal ganz abgesehen von der Schubladenhaltung diverser Schlangen- und Geckozüchter (zugegeben größtenteils dämmerungs- oder nachtaktiver Arten) war ich z.B. auch schon in Chamäleonzuchtanlagen, die mit minimalstem Lichtaufwand -im Keller- offensichtlich erfolgreich betrieben wurden. Die meisten Terrarien für tagaktive Reptilien, die ich kenne, und zwar inklusive der öffentlicher Schauanlagen, halte ich für ziemlich mies beleuchtet.

    Bei vielen sonnenhungrigen Reptilien lässt sich dabei eine ausreichende Beleuchtung anhand einer Vielzahl von Kriterien (z.B. Farbintensität, Vitalität, Aktivität, Verhalten usw.) direkt feststellen. Diese Kriterien kommen mir bei der Argumentation im Falle der Vögel bislang zu kurz. Die Lichtintensität im Lebensraum und die Optima der Lichtsinneszellen der Vögel sind sicher gute Argumente, aber wenn Vögel in dunklen Kistenkäfigen erfolgreich brüten, jahrelang gesund und munter bleiben und dazu noch deutlich länger reproduzieren und leben, als in der Natur, dann greifen diese beiden Argumente alleine einfach zu kurz.

    Dieser Beitrag soll aber nicht als Plädoyer für eine Dunkelhaltung missverstanden werden. Meine Australischen Wassergamen sitzen unter Bright Sun. Und ich hab selber jahrzehntelang auf die Haltung diverser sonnenhungriger Reptilien verzichtet, weil mir die zur Verfügung stehende Beleuchtungsarten als deprimierend erschienen. Ich finde nur, das Thema ist nicht so klar wie dargestellt und daher auch noch nicht ausdiskutiert.

    Viele Grüße
     
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  19. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ja, es stimmt, dass es auch in der Terraristik viele Schwarze Schafe gibt...Unwissende, Rackhalter, "Sparfüchse" etc pp. Und ja, Halter nachtaktiver oder dämmerungsaktiver Arten haben sich um Licht nicht viel zu kümmern. ist bei Vogelhaltern aber ja auch nicht anders. Für Eulen braucht man nicht so viel Licht. Aber ich widerspreche der poauschalierung: Es gibt auch absolut viele, ja sehr viele Terrarianer, die so vorgehen, wie ich es geschildert habe.
    Und so manche bisher als unhaltbare oder unzüchtbar geltende Art stellte sich auch plötzlich als einfach heraus, wenn man sie nur hell genug hält.
    Auch bei Vogelhaltern gibt es ja bis heute Arten, die angeblich nur in Freivólieren nachzuziehen sind und sich in den üblichen Innenzuchtanlagen beharrlich verweigern. Es wäre interessant zu sehen, was da passiert, wenn man anders beleuchtet.

    Und ja, es geht vieles...ich sagte ja schon: Auch in den sechsziger Jahren war man in der Vogelzucht erfolgreich.
    Aber ist das ein Grund, nichts an den Bedingungen zu ändern?
    Vor allem an denen, die durch damalige Technik bedingt zwangsweise weit mehr von den Habitatsituationen abwichen, als man es mit heutiger Technik erreichen kann. Damals ging man so vor, weil man es nicht besser wusste und konnte. Heiute weiss und kann man es besser. Warum will man trotzdem nichts ändern?
    Ich sehe in der Vogelhaltung seit jeher sehr viele Bemühungen herauszufinden, unter welchen Minimalbedingungen man "erfolgreich" sein kann und sehr wenige Bemühungen sich den Optimalbedingungen anzunähern.
    Ist es nicht eine zwingende Logik, dass man versuchen sollte, sich den Bedingungen, denen die Vögel im natürlichen Habitat ausgesetzt sind, in der Haltung so weit wie möglich zu nähern ? Bei der Territoriumsgröße ist das nicht realistisch machbar, bei vielen anderen Faktoren schon. Bei Licht zwar letztlich auch nicht wirklich, aber ist das kein Grund, sich beu der Haltung von optisch orietiewrten Tieren nicht zumindest zu bemühen, sich der Habitatsituation anzunähern?
    Und Niemand kann mir weismachen, dass Lichtparameter für Tiere wie Vögel, deren wichtigster Wahrnehmungssinn der optische ist und bei denen dieser Sinn einige hochentwickelte Anpassungen entwickelt hat, kein wichtiger Bestandteil einer optimalen Unterbringung sind.
    Jeder würde zu Recht schimpfen, wenn jemand seine Kaninchen ausschließlich unter blaugefärbtem Licht hält. Dabei ginge das. Die Tiere würden fressen und sich fortpflanzen. Wie die Vögel mit LED Streifen als Lichtquelle. Reine LED Beleuchtung in der Vogelhaltung wird aber weitgehend unkritisch praktiziert. Dabei ist das LED Licht für die Vögel genauso farbig, wie das Blaue für die Kaninchen. Nur, weil deren Licht für unsere Sinnesorgane weiss und farbecht wirkt, akzeptieren wir es. Doch es ist zweifelsfrei nachweisbar, dass dieses Licht auf Vogelaugen farbig und auf ihre Umgebung für sie somit farbverfälschend wirkt.
    Das Beispiel mit dem Verweigern von Grünfutter unter LED Licht hatten wir ja schon. Ein Grund mag sein, dass das Grünfutter für Vögel unter solchem Licht eben gar nicht so grün aussieht.
    Alles wurscht, die Viecher brüten ja trotzdem?
    ...na ja..manche brüten auch nicht, sondern eben angeblich nur in Freivolieren. Warum wohl?
    Arten aus lichtdurchfluteten Habitaten sollen dauerhaft bei 0,2 % der Helligkeit leben, die sie im Freiland erleben, nur weil das dem Halter hell genug erscheint...und brüten tun sie ja auch? 99,8% Lichtentzug im Vergleich zum Freiland ist für "Augentiere" artgerecht und kein Problem?
    Ich tue mich mit dieser Tierhaltereinstellung schwer, sehr schwer.
    Man hält die Tiere doch, weil sie einen faszinieren und weil man an ihrem Wohlergehen interessiert ist, oder?
    Wie passt es dazu, ihnen in wichtigen Sinnesparametern nur das absolut nötige Minimum zu bieten, obwohl man sich technische einfach dem Optimum erheblich weiter annähern könnte.

    Schlimm dabei ist ja auch, dass die Boxenhalter jetzt Ihre unzureichenden funzeligen 20 W Röhren, die immerhin ein artgemäßes Spektrum haben konnten, gegen 8 W LEDs tauschen, die den Vögeln farbig sind und zudem insgesamt um bis zu 80% weniger Licht als dei Röhre bieten ...und sich dabei gut fühlen.

    Nein, ich höre nicht auf, hier aufzuklären.
    Wer seinen Vögel weiter unter ungeeigneten Spektren und bei zu wenig Licht halgten will, soll das dann wenigstens in vollem Wissen dessen tun, was er da macht.
    Und vielleicht regt sich ja dann doch auch mal das Gewissen. .
     
    Rudolf46 und Else gefällt das.
  20. #20 Gast 20000, 21.02.2019
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    Nur mal diese Punkte herausgefischt...
    Sie brüten dann in Freivolieren.... dabei kann es auch eine Innenvoliere sein!!!! Denn hier die Größe der Unterbringung der Faktor und nicht das Licht!!
    Und ob ich nun 5% des natürlichen Sonnenlichts zur Verfügung stelle, ( als künstliche Beleuchtung) so kann das ja auch nur einen Notbehelf darstellen, wie auch die angeblichen 0,2%.
    Und tatsächlich werden auch heute noch 98% aller Vögel in Innenräumen gezüchtet und nicht in Freivolieren.
    Und zum Hauptthema Luftfeuchtigkeit... Darüber würde ich mir keine Gedanken machen, denn alle Eier die befruchtet sind, werden im Normalfall auch bei einer Luftfeuchtigkeit von 45-50% alle schlüpfen, selbst wenn die Vögel 2 Wochen nicht baden konnten. (in etwa die Brutzeit bei Kleinvögeln).
    Gruß
    PS Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird...
     
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Luftfeuchtigkeit im Zuchtkeller

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