Luftsackmilben: Wann merkt man eine Besserung

Diskutiere Luftsackmilben: Wann merkt man eine Besserung im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Ihr Lieben, mein Tierarzt hat bei meinem Kanarienvogel Luftsackmilben diagnostiziert und auch mit diesem Gift drei Mal behandelt. Vorher...

  1. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    mein Tierarzt hat bei meinem Kanarienvogel Luftsackmilben diagnostiziert und auch mit diesem Gift drei Mal behandelt. Vorher hat sich mein Vogel ganz arg gerupft, das scheint er jetzt nicht mehr zu machen. Doch obwohl die Behandlung schon seit zwei Wochen abgeschlossen ist, atmet er immer noch mit offenem Schnabel und er krächzt dabei.

    Wie lange dauert es denn, bis ein Vogel sich von diesen Luftsackmilben erholt hat? Oder kann es sein, dass mein Schätzerle eine andere Krankheit hat.

    Wisst ihr vielleicht weiter?

    Edi
     
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  3. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Hallo Edi,
    ansich müssten die LSM "erledigt" sein, bei 3x iger Behandlung (mit Ivomec? im Abstand von 1 Woche). Eine deutliche Besserung müsste auch eingetreten sein bzw. dürfte der Vogel keine Symptome mehr haben. Häufig kommt es aber bei stärkeren LSM-Infektionen zu Begleiterkrankungen, da das Gewebe geschädigt ist, d.h. es setzen sich z.B. Bakterien drauf. Dann kann u.U. eine Behandlung mit einem Antibiotikum nötig sein.
    Ein anderes Problem ist, das häufig auf LSM behandelt wird, es aber keine LSM sind. Hat der TA einen Kropfabstrich (-spülung) gemacht um z.B. Trichomonaden auszuschließen? Offener Schabel, Krächzen könnte nämlich u.a. auch ein Trichobefall sein. Wie das Rupfen allerdings dazu passt, weiß ich auch nicht. Evtl. Juckreiz durch eine zusätzliche Erkrankung...
     
  4. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Hallo Andrea,
    vielen Dank für Deinen Rat. Ich habe vom Tierarzt ein homöopathisches Mittel gegen Entzündungen bekommen - das gibt man ins Trinkwasser oder über die Körner. Aber einen Kropfabstrich hat er nicht gemacht. Vielleicht sollte ich am Samstag nochmals zu ihm gehen und das machen lassen.

    Nochmals Danke für Deine Hilfe.
    Edi
     
  5. #4 Alfred Klein, 13. Februar 2008
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Edi

    Das Thema Luftsackmilben an sich dürfte erledigt sein.
    Allerdings liegen die toten Milben immer noch in den Atemwegen.
    Somit könnte dies eine Ursache für die andauernden Beschwerden sein.
    Natürlich sind weitere Komplikationen nicht auszuschließen, ich sehe jedoch die Milbenleichen als Hauptgrund an.
     
  6. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Das könnte auch sein, denn mein Vogel "hustet" manchmal, so als wollte er die Milben aus der Lunge bringen. Aber dauert das zwei Wochen, bis diese Viecher endlich aus den Luftsäcken sind?
     
  7. Maria

    Maria Guest

    Ich würde eher noch auf eine andere Erkrankung tippen. LSM führen im Allgemeinen nicht dazu, dass Kanarien sich rupfen.
    Wie sieht der Kot des Vogels aus? Hat er sonst noch Symptome? Ist der Arzt vogelkundig?
     
  8. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Der Kot ist nicht weiter auffällig, vielleicht ist er ein klein bisschen flüssiger. Ansonsten hat mein Kleiner keine Auffälligkeiten. Er hat besten Appetit und ist putzmunter.
    Der Tierarzt ist allerdings kein Vogel-Spezialist. Meinst Du, dass es etwas bringt, wenn ich in die Vogelklinik bei München fahre?
     
  9. Saskia137

    Saskia137 Foren-Guru

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    JA!

    Nicht vogelspezialisierte Tierärzte können, wenn sie aus Unwissenheit falsch behandeln bei so kleinen Organismen sehr großen Schaden anrichten.

    Ich weiß nicht mehr von wem ich die Info mal bekommen hatte, aber ein "normaler" Tierarzt soll während seiner Ausbildung grad mal eine Vorlesung über Vogelheilkunde belegen müssen und das sehe ich gerade bei den Vögeln als sehr wenig an.
     
  10. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Das ist auf jeden Fall die bessere Variante. Kotprobe, gesammelt über 2-3 Tage würde ich vorsichtshalber mal mitnehmen und auf jeden Fall einen Kropfabstrich verlangen, aber das müssten die dort ja wissen.
    Berichte dann mal, was herausgekommen ist.
     
  11. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Vor allem das rupfen finde ich in dem Zusammenhang etwas merkwürdig. Oder handelt es sich um eine brutlustige Henne? In der Regel rupfen Kanaris sich nicht selbst.
     
  12. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Danke für eure Ratschläge. Ich werde auf jeden Fall berichten, was rausgekommen ist.

    Mein Vogel hat sich über mehrere Monate gerupft, anfangs meinte der Tierarzt, dass das eine Verhaltensstörung ist und hat mir Vitamine gegeben. Mein Vogel hat sich aber weiter gerupft, bis zu dieser Luftsackmilbenbehandlung. Jetzt habe ich das Gefühl, dass er das nicht mehr macht. Aber ob das stimmt, kann ich erst sagen, wenn sein Federkleid wieder ganz nachgewachsen ist.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Vogel eine brutlustige Henne ist, weil die Henne, die ich habe, gerade eifrigst Wolle und Fäden sammelt. Mein kranker Vogel macht das nicht, sitzt sich nur ab und zu gemütlich ins Nest und schaut raus.
     
  13. Moni

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    Komischer Tierarzt. War der jetzt wirklich vogelkundig? Kommt mir nicht so vor. Ich habe noch nie von einer Verhaltensstörung bei Kanaris gehört aufgrund derer sie sich selbst rupfen.
     
  14. Edi

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    Meine Freundin hat Papageien und da hatte sie auch mal ein Weibchen, die sich alle Federn ausgerupft hat. Sie war bei zig Tierärzten, aber man konnte nichts nichts machen. Deshalb hab ich diese Antwort vom Tierarzt ja auch erst mal geglaubt.
     
  15. Luzy

    Luzy Foren-Guru

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    da kann ich mich nur anschliessen ..
    ich auch nicht:?:?:?

    gruß Luzy
     
  16. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Am Samstag, an dem Tag, an dem ich mit meinem Vogel Lanzelot in die Vogelklinik nach München fahren wollte, ist er gestorben. Ihr könnt euch meine Trauer sicher vorstellen, dazu mache ich mir noch die Vorwürfe.

    Die Nacht, bevor Lanzelot gestorben ist, hat er sich mit meiner Kanarienhenne Barbarella in ein Körbchen gesetzt und gekuschelt. Das war sehr ungewöhnlich, denn normalerweise wollte immer jeder allein da drin sitzen.

    Vielen Dank für eure Hilfe.
     
  17. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Das ist ja traurig :(. Aber wenn der TA nicht richtig behandelt... Wenn die TÄ doch nur zugeben würden, dass sie keine Erfahrung in der Vogelbehandlung haben und gleich auf einen kompetenteren Kollegen verweisen würden, wäre vieles einfacher, aber das ist leider selten.
    Pass gut auf die Henne auf, falls es doch Trichomonaden waren, die sind ansteckend. LSM übrigens auch. Bei gleichen/ähnlichen Anzeichen gleich zu einem TA gehen, der Ahnung von der Materie hat.
     
  18. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Ich bin auch sehr, sehr traurig. Dazu war ich ja nicht nur bei einem Tierarzt, sondern habe mich auch noch mit einer Online-Tierberatung in Verbindung gesetzt. Und die hatten auch auf Luftsackmilben getippt. Ich habe jetzt natürlich Angst um meine Kleine - aber wie ich recherchiert habe, soll man die Vögel wirklich nur behandeln, wenn sie die Symptome zeigen, weil dieses Mittel hochgiftig ist, wenigstens gilt das für Luftsackmilben.
     
  19. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Weißt Du den Namen des Mittels? Meist wird Ivomec (Wirkstoff Ivermectin) gegeben. Ivomec ist an sich für Rinder und Schweine gedacht und wird für Vögel entsprechend verdünnt. Es ist zwar ein Gift, sonst würde es die Milben nicht töten, aber trotzdem bei richtiger Anwendung ganz gut verträglich. Und gerade bei LSM (aber wir wissen ja gar nicht, ob es wirklich welche waren) sollten alle Käfiginsassen behandelt werden, weil sie sich über Anniesen, gegenseitiges Füttern und über die Futtergefäße untereinander anstecken. Sie müssen deshalb aber nicht gleich Symptome zeigen.
    Mach Dir keine Vorwürde mehr und lass den übriggebliebenen Vogel mehrere Wochen in Quarantäne (ich würde sagen mindestens 8 Wochen), bevor Du einen Neuen dazusetzt, falls das geplant ist. Neuzugänge sollten übrigens auch immer erst in Quarantäne gesetzt werden.
    Du kannst natürlich auch einen TA-Check (Kropfabstrich, Kotprobe) machen lassen, von Deinem Vogel sowie von evtl. Neuzugängen, das ginge schneller. Dabei könnte man u.a. auch auf Trichomonaden testen. LSM sind nicht einfach so nachweisbar (meist nur am toten Vogel) und werden häufig auf Verdacht behandelt.
     
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  21. Edi

    Edi Neues Mitglied

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    Es war Ivomec, denke ich, weil mein Tierarzt gesagt hat, dass es eigentlich für Rinder und Schweine gedacht ist. Der Tierarzt meinte allerdings, dass es allergische Schocks auslösen könnte - deshalb würde er den zweiten Vogel nicht damit behandeln, sondern erst abwarten.
    Am sichersten wäre es ja dann, wenn ich von meiner Kleinen einen Kropfabstrich machen lasse?
     
  22. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Es ist jetzt Deine Entscheidung ;). Entweder Du wartest eben eine ganze Weile ab, ob Deine Henne gesund bleibt oder Du lässt den Kropfabstrich machen um u.a. Trichomonaden auszuschließen. Kropfspülung wäre noch besser, weil mehr Bereiche "erwischt" werden. Eventuelle LSM findet man durch die Probe aber nicht.
    Soweit ich weiß, sollen Finken tw. empfindlich reagieren.
     
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