Mal eine frage zur Schwarmhaltung?

Diskutiere Mal eine frage zur Schwarmhaltung? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo Ich habe die letzten jahre des öfteren erlebt das Vögel aus Einzelhaltung auch nach langer Eingewöhnungsphase nicht immer in einen ganzen...

  1. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    Hallo
    Ich habe die letzten jahre des öfteren erlebt das Vögel aus Einzelhaltung auch nach langer Eingewöhnungsphase nicht immer in einen ganzen Schwarm zu Integrieren sind.
    Habe bemerkt das viele sich einfach aufgeben und nicht zurechtkommen.
    Dann hatte ich vor kurzer Zeit einen Timneh beobachtet der schon 1 jahr in der Voliere saß und dann anfing sich zu rupfen und nicht mehr frass obwohl er das ganze jahr unauffällig war .Nachdem er dann in einen Käfig gesetzt wurde total aufblühte.
    Wiederum ein 35 jahre alter sehr Dominanter Grauer sich nur beim Blickkontakt der anderen auf den Boden flüchtete und sich sogar auf den Rücken warf.

    Tut man wirklich jedem Grauen einen Gefallen mit Gruppenhaltung?
    Das ist einfach eine Frage die mich immer wieder beschäftigt .
    Ich rede von Schwarm bzw. Gruppenhaltung nicht von Paarhaltung,obwohl ich denke das es auch bei der Paarhaltung einige ausnahmen gibt,....ODER?

    Wie sind eure Meinungen oder Erfahrungen???

    Grüsse Elke
     
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  3. Nicole--38

    Nicole--38 Stammmitglied

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    Hallo Elke ,
    ich denke das man auf deine Frage nicht so pauschal antworten kann .....ich jedenfalls habe nur positive Erfahrungen gemacht ......einzige Ausnahme waren bei mir aufgenommene Handaufzuchten .....da diese teileise angst vor anderen Graupapageien haben ( weil sie meiner Meinung nach denken das sie Menschen sind .......weswegen ich gegen geziehlte Handaufzuchten bin)
    Liebe Grüsse
    Nicole
     
  4. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Elke,

    denke auch, dass man es nicht pauschalisieren kann, eben wie in der Paarhaltung auch. Mal kommt ein Paar supertoll miteinander aus und dann wiederum überhaupt nicht oder aber sie tolerieren sich, aber werden niemals ein Paar - dto. in der Gruppenhaltung.

    Ich selbst habe in meiner Schwarmhaltung nur positive Erfahrungen gemacht. Und das, obwohl ich auch 1 HZ, 1 NB und 2 THZ habe. Und hier kann ich auch berichten, dass es gerade für die HZ wirklich nur von Vorteil war, dass sie sich den beiden THZ angenommen hat - wohl aber auch, weil ihr Partner, welcher eine NB ist, eben flugunfähig ist.

    Anfangs war ich für sie das Nonplusultra, dauernd war sie bei mir, aber dann änderte sich alles und für sie sind nun die Papageien weitaus wichtiger als meine Person. Kalle kommt zwar immer noch zu mir, vor allem am frühen Morgen oder am Abend, aber sonst lebt sie mit den Papageien.

    Für mein Dafürhalten lernt jeder Papagei von dem anderen und entwickelt dadurch auch ein soziales Verhalten - egal welche Aufzuchtsart es ist.

    Und wenn ich so alles revue passieren lassen, kann ich wirklich sagen, dass es für jeden meiner Papageien das beste war, dass ich ein weiteres Paar aufgenommen habe. Pauli, der fünf Jahre als Einzelvogel gehalten wurde und dazu eben auch ein richtiger "Wanderpokal" war, dennoch absolut liebenswert und selbstständig, nicht anhänglich, zeigte vom ersten Moment an ein soziales Verhalten und wusste, was er mit Coco zu tun hat.

    Dann kamen genau drei Monate danach Kalle und Bibo hier an und auch die zwei wurden von Coco sofort herzlich empfangen, Pauli zog sich damals noch ein wenig zurück, aber auch nicht lange und heute, heute sehe ich sie meistens gemeinsam am Balkonkäfig sitzen, um zu speisen.

    Das soziale Verhalten wird durch eine Schwarmhaltung definitiv gefestigt.

    Elke, evtl. wurde der Timneh total von den anderen unterdrückt, dass er Angst vor ihnen hatte und sich daher auch zurückgezogen hat und vor lauter Kummer, sich die Federn rupfte. Evtl. wäre hier eine reine Paarhaltung besser gewesen, aber da steckt man einfach nicht drin. Weisst du, ob er zuvor schlechte Erfahrungen mit Papageien gemacht hat, auch daran könnte es liegen, dass er kein Vertrauen fasste.
     
  5. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    Hallo

    Monika dieser Timneh ist eine NB und hatte Jahrelang einen Partner kam jedoch aus Wohnungshaltung und ist sehr zahm.

    Der Kongo hat lange in einem Käfig gesessen und wurde wegen seiner Agression gegen Menschen abgegeben,hat sich nach den ersten Rangkämpfen total aufgegeben.Seit einer Woche sitzt er in einem Krankenkäfig weil die anderen ihn übel zugerichtet haben und auch er ist so entspannt.
    Ich habe hier bei mir zuhause auch von WF bis NB und HZ alle zusammen und nun musste ich den alten Jacko rausnehmen weil er auch nach so langem zusammenleben in der Gruppe immer wieder unterdrückt wurde .
    Rudi und Kucki dagegen haben null Probleme in der Gruppe beides WF`

    Ich bin absolut für die Paar und Gruppenhaltung aber was wenn es garnicht klappt?
    Gruss Elke
     
  6. Nicole--38

    Nicole--38 Stammmitglied

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    Hallo Elke ,
    ich kann dir nur zustimmem .....und bin deshalb auch gegen geziehlte Handaufzuchten

    Liebe Grüsse
    Nicole
     
  7. CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Elke,

    du weisst ja, dass ich gegen Einzelhaltung bin, aber auch mit Einschränkungen, wenn es halt garnicht anders geht. Man kann nicht auf Teufel komm raus, zwei Papageien oder mehrere einander gewöhnen, wenn einer der beiden dann nur leidet und sogar verletzt wird.

    Daher denke ich, dass es daher absolut richtig gewesen ist, Jacko aus der Gruppe zu entnehmen bevor es zu weitaus schlimmeren Verletzungen kommt.

    Rede dir bitte kein schlechtes Gewissen ein, wenn er nun bei dir daheim alleine sitzt. Ganz alleine ist er ja nicht, ihr seit ja auch noch da. und wer weiss, evtl. fasst er zur Mara Vertrauen. Auch denke ich, dass er all die anderen Papageien hören kann und du kannst ihn ja auch in seinem Käfig neben die stellen, sodass zumindest Blickkontakte da sind. Von daher nicht einmal alleine wie es oftmals der Fall ist. :trost:
     
  8. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    Hallo
    Ja Monika er ist wirklich nicht alleine.
    Aber er wehrt sich noch nicht mal gegen Mara:nene:
    Ich werde es sooft es geht versuchen die beiden zusammen rauszulassen;)
    Gruss Elke
     

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  9. slymom

    slymom Foren-Guru

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    Hallo Elke,

    ich mache gerade die Erfahrung mit, dass Gruppenhaltung auch schwer sein kann.
    Mein WF bis letztes Jahr, saß er nur rum, nahm kein Obst einfach nur
    :nene: kann ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht :traurig:
    Hat sich durch die Kleine sehr verändert, er macht jetzt alles, inklusive Unfug, was ein Grauer so alles anstellen kann.
    Dann mein Wunsch, ein kleine Gruppe. Ok zuerst der Hahn passend zu Lea´s Alter und dann noch die Henne im Alter zu Rambo. Aber nö der alte Schlawiner gibt seine junge Henne nicht mehr her. Ok, soll er sie behalten und für Kiko kommt dann eben noch mal was jüngeres. Über 6 Wochen war alles ok, dann fing das Theater an. Zwischendurch nahm ich noch einen anderen Grauen aus nicht optimaler Haltung auf, dass gab vielleicht Theater. Obwohl da auch der Neue viel Schuld daran hatte.

    Mein Fazit, entweder es geht garnicht mehr und ich kann nur zwei halten.
    Oder es wird alles gut wenn Kiko seine eigene Henne hat. Ich möchte dazu sagen, dass Kiko von Lea eigentlich nichts will, er möchte einfach nur in der kleinen Gruppe sein.
     
  10. #9 selinamulle, 27. Oktober 2008
    selinamulle

    selinamulle Selinamulle

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    Hallo Elke,

    also das mit der Gruppen/Paarhaltung kann ich so nicht ganz unterschreiben...

    Unser harmonierendes Zuchtpaar, vorher Wohnungshaltung die nicht mehr ging, da sehr aggressiv... (wollten halt Brüten) der Hahn ist auch um den Hals rum, am Hinterkopf und eine kleine Straße auf dem Bauch nur mit Flaumfedern besetzt... Das obwohl Partner und nur Paarhaltung... Gespräch auch mit dem Tierarzt noch am Freitag... Bloß so lassen wie es ist... (Henne muss übrigens auch den Hahn mitrupfen, denn so am Hinterkopf kommt er nicht selbst hin) Gerade am Freitag waren die Flaumfedern am Hals wieder ganz feucht als ich runterkam, die zwei müssen wohl gerade etwas gekuschelt haben.

    Anderes Beispiel unsere kleine Gruppe. Die Lisa (HZ) kam nach dem Tod ihres Gesellschaftsvogels zu uns damit sie nicht alleine ist. Diese blöde Ziege fing im Frühjahr trotz Gesellschaft von Tweety und Fridolin an sich die Federn zu kauen... Dann war sie bei Annette dort kaute sie auch weiter. Kam in der Gruppe gut zurecht, aber interessierte sich ausschließlich nur für die Menschen die an der Voliere vorbei gingen... (Sie saß aber vorher auch mit den Gesellschaftsvogel, weil ein Paar waren die zwei auch nicht da sie als zwei HZ nichts mit sich anfangen konnten, in der Außenvoliere ohne groß Menschenkontakt, so dass das eigentlich nicht der Grund sein konnte). Dann kam als ich sie wieder bei Annette abholte der Coco dazu. Lisa ist weiterhin die Zicke in der Truppe aber kaut keine Federn mehr. Warum weiß ich bis heut nicht... (obs die Vitamin/Mineralstoffkur oder der Coco als Ausgleich in der Gruppe war?) Wobei sie alle anzickt einschließlich Coco...

    Vielleicht waren ja für den Timneh nicht der Richtige Partnervogel in der Voliere das sie deshalb unglücklich war?

    Annette schreibt ja bestimmt auch noch hier zu, mit ihr hatte ich auch das Gespräch mal, dass ja ein Vogel der 35 Jahre lang alleine war bestimmt nicht mehr zu vergesellschaften sei... Aber sie erzählte mir von Ihren Sorgenkindern die wohl so ziemlich alle nachhher (es dauerte seine Zeit) Gruppenfähig waren...

    Gruß
    Sabine
     
  11. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    Hallo Sabine

    Ich denke da schon genauso.
    Aber was wenn einer in dem Schwarm so einem Stress ausgesetzt ist weil er ständig attackiert wird ,das er aufhört zu fressen sich zu putzen und nur noch in hab acht stellung ist?
    Ich habe hier auch alles alte Vögel und bisher gab es bis auf das normale rumgezicke auch keine Probleme.

    Aber Ausnahmen bestätigen die Regel ,weshalb ich es bei meinem alten Jacko nicht auf Biegen und Brechen drauf ankommen lassen möchte.
    Ich werde es im Frühjahr wieder versuchen und dann mal schauen.

    Liebe Grüsse Elke
     
  12. namah08

    namah08 Guest

    Kreuz-und-Quer-Gedanken

    Hallo Adelheid,

    ich finde deine Frage sehr interessant.
    Ich kann dir keine Antworten geben, auch habe ich keine persönlichen Erfahrungen wie andere hier. Ich werde wohl nur noch mehr Fragen hinzufügen:zwinker:.

    Auch ich hab mir wie du schon häufiger Gedanken zu deiner „Schwarm“frage gemacht (Partner/“Kleingruppe“?/das war auch eine wichtige Frage für mich, bevor ich meinen „Einzel-Papagei“ Quackie dann doch reisen ließ).

    Könnte es sein, dass wir mit unserem „Menschendenken“ manchmal eine recht einseitige Vorstellung von “Schwarm“ haben? Nämlich in der Richtung: Papageien sind Schwarmtiere, also muss doch ein Schwarm für sie die „beste“ Lebensform sein (die Aufzuchtsform und ggf. damit verbundene Defizite lasse ich hier jetzt mal bewusst beiseite!!)!

    Ganz sicher ist der Schwarm das naturnaheste.
    Aber was passiert täglich in einem Schwarm – außer dem (z.B.) Synchronputzen, gegenseitiger Gefiederpflege, die gemeinsame Nahrungsquelle aufzusuchen, sich gegenseitig schützen, paaren etc., also "Harmonisches"?
    Ziemlich viel "Theater"
    Da wird auch (z.T. täglich neu) die „Hackordnung“ festgelegt, um das begehrteste Futter „gekämpft“, ein ungewünschter Mitvogel vertrieben, „unlustige“ gegengeschlechtliche Partner werden bedrängt und wehren sich, Tiere werden ausgegrenzt….und wie in jeder „Herde“ gibt es auch im Schwarm schwache Papageien, die ganz am Ende einer Hierarchie stehen. Oder ältere oder „gehandicapte“ Vögel, die sich nicht wehren oder wohl besser auf ein „Kämpfchen“ gar nicht (mehr) erst einlassen.

    Es passiert dort also ständig all das, was ihr, Adelheid, Monika, Sabine u.a. beschreibt!

    Adelheid…“aufgeben, sich nicht wehren…“….ist das Gegenteil vielleicht für uns Menschen etwas Erstrebenswertes bzw. etwas, was wir auf der anderen Seite an unserem Vogel nicht so gerne sehen (oder ertragen?), vielleicht siehts im „Vogelinneren“ aber ganz anders aus ("aufblühen", wie du beschreibst)? Vielleicht wollten sich deine beiden Papageien einfach wirklich „Stress“ entziehen…und würden in freier Natur einfach „ganz außen auf nem Ast sitzen“ und als letzte zum begehrten Futter fliegen??

    Nur und also: Die sozialen Ordnungsstrukturen im Freiland sind halt äußerst vielfältig. Freilebende Papageienschwärme umfassen nicht selten 30 – über 40 Tiere (Paare/je nach Art). Da bleibt natürlich eine ganz andere Wahl der „Freunde oder Gegner“. Und die Individualdistanz und auch die Fluchtmöglichkeiten bei Aggression sind räumlich klar ganz anders gegeben als in einem Vogelzimmer oder einer Voliere.

    Vielleicht, Adelheid, machen deine Vögel ja „instinktiv“ das Passende…Abstand bekommen wollen, soweit es „Schwarmhaltung zu Hause“ ermöglicht??...

    Lieber Gruss,
    Namah
     
  13. #12 a.dau, 28. Oktober 2008
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2008
    a.dau

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    Hallo Elke,

    mit einem Grauen, der gemobbt wird, einen Schritt zurück.

    Ich kann nur sagen, wie ich es mit mehreren Grauen geschafft habe, das sie wenigstens Gruppenfähig geworden sind. Es sind aber immer Versuche, die sich auf das Verhalten, Herkunft u.a., des jeweiligen Vogels abgestimmt haben.

    Cookie, HZ, Kindersatz, immer mit ihren Menschen überall hin mitgenommen, verpaart mit dem Mann, abgegeben weil sie Frau und Baby angriff:
    wurde in der Wohnung mit den drei vorhandenen Vögeln zusammen gebracht.
    Insgesamt 1,1Kongo, 1,1 Timneh. Die Jungs sind heute noch schwul.
    Cookie, nun verpaart mit meinem Mann. Dann Volierenbau:::221.html"]Volierenbau[/URL] außerhalb der Wohnung und die ersten 4 zogen ein. Das TimnehMädel Momo
    (in 8 nachverfolgbaren Jahren 9 versch. Halter)
    war ehr mit jedem Menschen vergesellschaftet, als mit ihren Artgenossen.
    Außerhalb der Wohnung hörten die stetigen Angriffe des TimnehMädels gegen die Artgenossen auf.
    Das TimnehMädel ist nun verpaart.
    Cookie schnäbelt nach Jahren mit anderen Grauen, ohne sich zu binden.
    Das Ganze hat 3-4 Jahre gedauert.

    Baby kam vor ca 2 Jahren. HZ mit Schnabelschiefstand, schwerer Aspergillose. Total menschenbezogen, fraß auch nicht in der Gruppe und zeigte große Angst vor anderen Grauen. Wir haben lange daran gearbeitet, dass Baby bei den Anderen gefressen hat und die Angst verlor. Indem die Angst weg war, wurde er nicht mehr gemobbt.

    Eumel, Fundvogel, schwer Nierenkrank und Jacko A. mit entferntem Tumor, wurden so ungefähr zur gleichen Zeit gesundgepflegt.
    Beide waren eifersüchtig aufeinander, weil beide vom Menschen mehr wollten als üblich, sie gingen sich heftig an.
    Mit den Beiden, immer nacheinander ging es nach der Genesung nun immer zu den Anderen zum Fressen, blieben immer ein Weilchen länger in der Voliere. Das war eine langwierige Arbeit, bei allen Vögeln. Sie, JackoA. und Eumel leben nun schon länger in der Gruppe und sind oft beieinander, hassen sich nicht mehr. Das hat ca ein halbes Jahr gedauert. Eumel und der ca 40 jährige Jacko A. lassen sich nicht aus den Augen. Es ist aber zu früh zu sagen, das sie verpaart währen.

    Es gibt keine feste Regel, wie versch. Graue wenigstens Gruppenfähig werden.
    Aber egal ob 40jähriger WF oder "verwöhnte" HZ. Mit guter Beobachtungsgabe und viel Zeit und vielen Möglichkeiten kann viel geschafft werden.
     
  14. a.dau

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    Zitat: Namah
    Da wird auch (z.T. täglich neu) die „Hackordnung“ festgelegt, um das begehrteste Futter „gekämpft“, ein ungewünschter Mitvogel vertrieben, „unlustige“ gegengeschlechtliche Partner werden bedrängt und wehren sich, Tiere werden ausgegrenzt….und wie in jeder „Herde“ gibt es auch im Schwarm schwache Papageien, die ganz am Ende einer Hierarchie stehen. Oder ältere oder „gehandicapte“ Vögel, die sich nicht wehren oder wohl besser auf ein „Kämpfchen“ gar nicht (mehr) erst einlassen


    So erlebe ich die Gruppenhaltung nicht!
     
  15. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    Hallo
    Also ich hatte Mara die ja nun eine grössere Behinderung hat auch mit in der Gruppe sitzen und kann mich nicht entsinnen das sie von den Ranghöheren jemals attakiert wurde ,ganz im gegenteil sie wurde meistens von einem anderen Beschützt und war immer ganz entspannt.

    Kuki WF hatte garkeine Probleme und Rocky sehr Schüchtern ist in der Voliere garnicht aufgefallen weil sie sich immer irgendwo versteckt und jedem Stänkern aus dem Weg geht.

    Jacko ist von beginn an derjenige zu dem alle Kontakt suchen da er keinerlei Agressionen zeigt aber sich auch in keiner weise zur wehr setzt wenn er angegriffen wird ,er quatscht die angreifer solange voll bis sie von ihm ablassen:nene:
    So ist jeder Geier anders und man muss wirklich viel Beobachten .
    Das habe ich gemacht und deshalb Jacko erstmal rausgenommen.
    Ob das die richtige Lösung war ??Ich denke JA!
    Da er nachts auf dem Boden schlief und sich nicht hochtraute ,wäre es auch einfach zu kalt.

    Liebe Grüsse Elke
     
  16. a.dau

    a.dau geierüberallesstellerin

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    Hallo Elke,

    dein Jacko wird sich wo möglich einen anderen Vogel suchen, der genauso quatschen kann?
    Meine Momo suchte sich auch einen Vogel, der viel reden konnte. Ich denke, es hat sie getröstet?
    Hab Geduld, das wird schon;-)

    Nachts auf dem Boden ist wirklich nix!

    Bei vielen anderen Grauen hat das "beobachten können" der Gruppe und gemeinsamer Freiflug gereicht um "aufgenommen" zu werden.

    Das ein behinderter Grauer von Anderen beschützt wird, habe ich auch oft gesehen.
     
  17. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    hallo Anette
    Ich habe jetzt auf der Arbeit einen neuankömmlin ca.35 beobachtet der hat das gleiche Verhalten wie mein alter Jacko der Quatscht die anderen auch weg.
    Kommt aber im Schwarm garnicht klar.

    Gruss Elke
     
  18. a.dau

    a.dau geierüberallesstellerin

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    ... aber evtl. mit deinem Jacko?
     
  19. Adelheid

    Adelheid Foren-Guru

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    mmmmmhhhhhhh:idee:
    Mal schauen:zwinker:
    Gruss Elke
     
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  21. a.dau

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    Viel Glück.

    Weißt du das Geschlecht der Beiden?

    :prima:
     
  22. JanD

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    Hallo, Namah! Woher nimmst du denn diese These? Ist nicht genau das wieder eine sehr einseitige Sichtweise des Schwarmlebens basierend auf "Menschendenken"?

    Was du da beschreibst, ist eben nichts "alltägliches" in einem Schwarm mit einem entspr. Sozialgefüge. Klar gibt es Strukturen, die mal festgelegt werden, aber das wird doch nicht täglich neu ausgekämpft! Du beschreibst hier ein soziales Horrorszenario, was genausowenig mit der Schwarm-Realität zu tun hat wie die von manchen vorausgesetzte Dauer-Harmonie.
    Die Schwärme, die ich erleben durfte, haben äußerst wenig von dem "Theater" gezeigt, das du den Tieren unterstellst.
    Und auch bei Berichten über freilebende Schwärme liest man nichts über das "Terrorregime" der stärkeren Tiere...

    Wenn man keine Fakten kennt, sollte man nicht anfangen, sich diese auszudenken oder einfach mal ins Blaue zu mutmaßen. Das verunsichert hier nämlich nur noch mehr, wenn man Probleme mit seinem Tier hat und hilft keinem.
     
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