Mandarinenten freilaufend?

Diskutiere Mandarinenten freilaufend? im Wasserziergeflügel Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Okay ich glaube ich sollte nicht sinnlos weiterdiskutieren... So ist es. Besser die Beiträge von Quak nochmal durchlesen und Dich danach...

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  1. Sietha

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    So ist es.
    Besser die Beiträge von Quak nochmal durchlesen und Dich danach richten.:zustimm:
     
  2. #22 Jürgen Schubert, 29.07.2020
    Jürgen Schubert

    Jürgen Schubert Neues Mitglied

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    Hallo,
    mich würde ja zuerst einmal interessieren, wie es zu dieser Idee gekommen ist. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann man Zierenten natürlich auch freilaufend im Garten halten. Einige davon wurden bereits genannt: Du brauchst einen kleinen Teich an dem sich die Tier aufhalten können und ein kleines Schutzhaus zur Überwinterung und in dem auch das Futter angeboten werden kann. Weiterhin brauchst Du eine wirksame Abwehr gegen Raubsäuger, z.B. eine Weidezaunanlage am oberen Zaunende. Der Zaun muss natürlich dicht sein und einen Untergrabungsschutz haben. Bleibt noch die Flugfähigkeit der Tiere. Verschneiden ist eine Möglichkeit, bei einem Paar ist das auch relativ einfach zu überwachen. Das Kupieren ist zwar gemäß Tierschutzgesetz verboten, wird aber von Verantwortungsvollen Züchtern immer noch praktiziert. Aus der Haltung von flugfähigen Tieren ergibt sich nämlich zunehmend das Problem der Abwanderung, weil es immer wieder durch Schneelast oder Astbruch zu Beschädigungen der Netze kommt und eine größere Zahl Tiere entweichen kann. Gemäß Bundesnaturschutzgesetzt ist aber die Ansiedlung, bzw. das Aussetzen nichtheimischer Arten verboten. An dieser Stelle hat der Gesetzgeber „geschlampt“ und nur dem Mitleidsgefühl einiger Akteure aus dem Tierschutz entsprochen. Eine Anpassung der Gesetzlichen Grundlagen, wie es von einigen Zoos gefordert wird, wäre dringend notwendig um die weitere Ausbreitung von nichtheimischen Arten zu unterbinden. Jürgen Schubert
     
  3. #23 Karin G., 29.07.2020
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    das wird wohl kaum noch gelesen werden, denn
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  4. #24 toxamus, 29.07.2020
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    Unter "verantwortungsvoll" verstehe ich etwas anderes. Wenn man Tiere nur unter der Voraussetzung halten kann sie zu verstümmeln, dann wäre es verantwortungsvoll die Haltung zu unterlassen.
    Es gibt schliesslich genug andere Arten, die standorttreu sind und auf die man problemlos ausweichen kann.
    Mitleid mit diesen verstümmelten Tieren halte ich dagegen durchaus für angebracht. Ich hatte lange Zeit ein Paar kupierte Graugänse, es war immer wieder ein Trauerspiel ihnen bei ihren hilflosen Flugversuchen zuzusehen. Schlussendlich fielen sie dem Fuchs zum Opfer, wie sollten sie sich auch flugunfähig in Sicherheit bringen?
     
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  5. #25 Jürgen Schubert, 03.08.2020
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    Hallo,

    mit der Haltung von Wildtieren übernehmen wir nicht nur die Verantwortung für artgerechtes Futter oder einen entsprechend gestalteten Lebensraum, sondern auch für die Sicherheit vor dem Entweichen oder der Prädation durch Raubsäuger. Freiwillig bleiben die Tiere nicht bei uns. Für Graugänse und auch für kleinere Arten sind da schon größere Netzanlagen nötig. Wären Deine Gänse verschnitten und nicht kupiert gewesen, hätte sie ja auch der Fuchs geschlagen und flugfähige Gänse folgen irgendwann ihrem Zugtrieb und fliegen weg. Geschützt hätte Deine Tiere nur ein entsprechend hoher Zaun oder ein größerer Teich, auf dem sie nachts Schutz suchen können. Das Tierleid entflogener Tiere, die draußen möglicherweise kein entsprechendes Futter finden, verhungern und im Schilfgürtel verenden, nimmt niemand mehr war. Jürgen Schubert
     
  6. #26 toxamus, 03.08.2020
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    Sorry, jahrzehntelang habe ich einiges an Wassergeflügel gehalten. Auch Arten, die angeblich nicht standorttreu sind, gutes Beispiel Graugänse, habe ich jahrelang ohne Abwanderung und ohne Verluste gehalten - auch ohne Umzäunung des Areals. Nur nachts waren alle zuverlässig im Stall untergebracht, den sie gewohnt waren und freiwillig aufgesucht haben. Alle unkupiert und ohne geschnittene Federn.

    Bei den Eulen, die ich derzeit halte, wäre das nicht möglich, weshalb sie bei mir in grosszügig bemessenen Volieren untergebracht sind, ausserdem abgetragen sind und gelegentlich frei fliegen dürfen.

    Von Verantwortung und Tierleid zu reden in Verbindung mit Verstümmelung von Vögeln halte ich für abwegig. Zumal die von Züchtern meist praktizierte Methode, nämlich das Abknipsen der Flügelspitze (unter Schonung des Daumen) mittels Seitenschneider und natürlich ohne Betäubung nach dem Tierschutzgesetz ganz eindeutig und völlig zu Recht verboten ist.

    Zusätzlich geschieht kupieren ja hauptsächlich aus Bequemlichkeit - man kupiert einmal, Federn schneiden (was schmerzfrei und reversibel ist) müsste man regelmässig.

    Und wie ich schon sagte - niemand wird gezwungen nicht standorttreue Arten (oder solche, mit denen er überfordert ist) zu halten.
     
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  7. #27 Jürgen Schubert, 20.08.2020
    Jürgen Schubert

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    Hallo,

    die Haltung von Wildtieren ist immer mit „Freiheitsentzug“ verbunden. Jede Maßnahme, die die Tiere an der Flucht hindern soll, hat Vor- und Nachteile. Für mich ist es gleich, ob sich der kupierte Pfeiferpel bei einem Schreck mal kurz überschlägt oder ob der Uhu in einer ähnliche Situation am Geschüh hängt.

    Ich hab vor 40zig Jahren zehn Jahre lang eine gemischte Anlage mit Wasserziergeflügel gepflegt. Die Alttiere waren alle kupiert und ich selbst habe in der Zeit auch etwa 150 Jungtiere kupiert (allerdings nicht mit dem Seitenschneider).

    Mit flugunfähigen Tieren lässt sich eine Teichanlage viel großzügiger und naturnaher gestalten. Das jährliche Verschneiden ist dort aber nicht praktikabel, weil alle Tiere unterschiedliche Mauserverläufe haben und ständig gefangen werden muss. Drahtbespannte und kleinere Volieren bergen für flugfähige Enten ein hohes Verletzungsrisiko. Senkrechtstarter, wie Krickenten prallen beim Auffliege erst mal an die Decke und klatschen dann zurück auf den Boden. Entenartige sind 6 Wochen im Jahr flugunfähig, sie kommen mit dem fußläufigen Leben sehr gut zurecht.

    Die Haltung von Wasserziergeflügel ist auch ein Beitrag zum Artenschutz und ich hoffe sehr, dass dieses bloße Argument „die armen Tiere“ wieder in den Hintergrund tritt. Das funktional Kupieren von Wasservögeln mit dem ästhetischen Kupieren von Hundeschwänzen gleichzusetzen, ist für mich falsch. Tierschutz ist ein hohes Gut, aber nur wenn es dem Gesamtwohl der Tiere gilt. Damit beende ich an dieser Stelle meinen Anteil am Meinungsaustausch. Jürgen Schubert
     
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