Marmorierter Kranich mit weißen Flügeldecken?

Diskutiere Marmorierter Kranich mit weißen Flügeldecken? im Forum Vogelbestimmung im Bereich Allgemeine Foren - Es ging alles sehr schnell: 15m entfernt sah ich einen Vogel, von der Statur eines Stelzenläufer, mir erschien er aber etwas größer als dieser...
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GrünkohlmitBiss

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Es ging alles sehr schnell: 15m entfernt sah ich einen Vogel, von der Statur eines Stelzenläufer, mir erschien er aber etwas größer als dieser, ausgesprochen grazil. Ich sah ihn nur etwa drei Sekunden, aber in dieser Zeit breitete er die Flügel aus und schritt schnell ein paar Schritte vom Zug weg. Der ganzen Körper erschien mir grau-braun-marmoriert, ziemlich dunkel, eher wie diese niedlichen Hunde mit Musterung, als wie ein Vogel, die ja meist regelmäßig gemustert sind. Sehr deutlich waren die reinweißen angelegten Flügel (siehe Bild 1). Da er weglief, sah ich die Oberseite der Flügel, hier war äußerst markant, dass der halbe Flügel den marmorierten graubraunen Ton hatte. Dies war der äußere Teil des Flügels, innere aber, ab dem Gelenk war er reinweiß (siehe Bild 2). Beide Flügel waren symmetrisch.

Ich sah schon helle Farbvarianten bei Krähe, Mäusebussard, Seeadler, Amsel, Kormoran, aber noch nie eine dunkle. Wenn, er weiß oder schwarz-weiß gewesen wäre, wäre ich mir sicher, einen Stelzengänger gesehen zu haben.

Über weitere Farben von Schnabel, Augen, Beinen kann ich leider nichts sagen.

Ihr scheint ja eine sehr luste Truppe zu sein, mal sehen, ob ihr irgendwelche Ideen habt. Ich bin ganz frisch, in meinem ersten vogelkundlichen Forum.
 

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Juvenile Stelzenläufer kennst Du?
Wenn er Stelzenläufergroß war, kann es schonmal kein Kranich gewesen sein. Also irgendeien Limikole oder ein enflogener Ibis.
Wichtig für eine Bestimmung ist auch immer das wann und wo?
 
Ja, es war eine Limikole und er war verhältnismäßig groß und zart.
Die Farben passen aber überhaupt nicht zum juvenilen Stelzenläufer. Die Farbgebung, die ich gesehen habe, ist ja unverwechselbar.
Ich bin mit meinen Vogelbüchern bis nach Nordafrika und nach Sibirien. Ich kenne aber eben auch nicht alle Jugendkleider und finde die auch nicht in meiner Literatur.
 
Stimmt, das wann und wo hatte ich im Text, ist dann aber verloren gegangen.
Wann: heute Vormittag
Wo: an der Bahn von Potsdam nach Hennigsdorf auf Höhe der Döberitzer Heide. Dort auf einer kleineren, ungenutzten Pferdekoppel, im Hintergrund war Wald.
 
Hallo zusammen,
von der Beschreibung her kommt mir ein Säbelschnäbler in den Sinn, das Habitat passt aber ganz und gar nicht dazu! Bin gespannt, was rauskommt .

Lg Kalle
 
Vielen Dank für die Antwort, aber der Vogel war wirklich dunkel und hatte nur weiße zusammen bzw die oben beschriebene Färbung der ausgebreiteten Flügel.
Vom Säbelschnäbler sehe ich immer nur Darstellungen Kopf, Hals und Teile des Rumpfes in weiß.
 
Leute man sollte auch mal schauen in welcher Jahreszeit wir uns gerade befinden , Stelzenläufer sind recht selten in Deutschland, noch dazu sind sie um diese Jahrezeit nicht mehr hier, selbst Juvenile Vögel nicht.
Diesjährige Säbelschnäbler haben um diese Jahrezeit auch kein so ausgeprägtes Jugendkleid mehr und so weit im Binnenland ist es auch eher unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich) Dafür bräuchte es allerdings flache Wasserflächen.

In 3 Sekunden kann man leider auch mal schnell was falsch interpretieren.

Vielleicht ist es ja auch eine Möwe im 2. Winter, ein Leuzistischer Austernfischer oder Leuz. Kiebitz. Eine Nebelkrähe oder ein dreckiger Seidenreiher (ja es gibt Ausnahmen das welche da sind, aber auch eher selten. Momentan gibt es z.b. einen im Leipziger Umland) allein von der Färbung her kann es auch ein rastender diesjähriger Schwan sein, wenn man die grazile gestalt weglassen würde.

Es könnte auch ein Gefangenschafftsflüchtling sein, in Thüringen flog einige Tage ein Abdimstorch rum, nur mal so als Beispiel.

Ohne nähere Details wird das leider eher ein unzufriedenes Rätselraten ohne Ergebnis.
 
Auch wenn ich in dem Forum neu bin, so bin ich doch routiniert bei der Vogelbeobachtung.
Es war ein langbeiniger Vogel, wie eine Limikole, Kranich, Reiher Storch. Für die letzten 3 zu grazil und etwas kleiner.
Die Flügel wirklich so, wie sie auf den Skizzen zu sehen waren. In solchen kurzen Beobachtungsfällen versuche ich mir markante Merkmale einzuprägen. Die weißen Absetzungen waren sehr markant.
 
Also die Flügel hatten definitv auf der Oberseite ein weisses Feld und nicht nur auf der Unterseite?
Schnabel und Beine waren lang, offenbar vergleichbar einem Stelzenläufer?
Wie groß war er denn nun...etwas größer als ein Stelzenläufer? Aber wie kommst du dann auf Kranich?
Mir fällt weltweit kein passender Vogel ein und ein seltener Irrgast dort wäre bei Birdern doch längst bekannt, ebenso, wie ein Gefangenschaftsflüchtling

Auch die Artenliste der Gegend hilft nicht weiter....

Oder erkennst Du was wieder?

 
Kranich war blöd von mir, das geht in die falsche Richtung. Ich kenne mich bei juvenilen Kleidern nicht aus, finde die auch nicht alle in meinen Büchern. Die Arten in Europa, Nordafrika und Westsibirien hab ich schon aufmerksam durchgeblättert.
Aber ich werde diese Woche mal bei der Döberitzer Heide anfragen, die haben dort ja wahrscheinlich die Besten.

Erst sah ich ihn von der Seite, dort war der gesamte Vogel dunkel, bis auf die Seite, an der war wirklich, wie auf der Skizze zu sehen, ein weißer Flügel sichtbar. Als der Vogel weglief, sah ich die ausgebreiteten Flügel von oben und da war sehr markant dieses Muster aus Skizze 2 zu sehen.
Wie gesagt
Von der Statur her sah er für mich anfangs, wie ein Stelzenläufer aus, beim Weglaufen mit breiten Flügeln doch etwas mehr, als max 82cm, die mein Buch mir für den Stelzenläufern angibt.
Zudem, das markanteste ist die Farbgebung, die war definitiv nicht die, eines Stelzenläufers. Den Schnabel konnte ich nicht gut erkennen, erahnte aber einen längeren Schnabel, vielleicht aber auch nur, weil er zum Körperbau passen würde.

Je länger ich davon schreibe, desto eigenartiger erscheint mir die Beobachtung. Ich war weder müde, noch berauscht. Es war spannendes Wetter und ich habe zur Naturbeobachtung intensiv aus dem Fenster gesehen.

In 2 Wochen fahre ich dort wieder vorbei. Vielleicht hält dort jemand einen Vögel in der kleineren Pferdekoppel. Eigentlich sah es aber überhaupt nicht nach einem geeigneten Ort für Vogelhaltung aus. Ein Fuchs oder Wolf würde den Vogel nehmen, die Flügel schienen zum Fliegen geeignet und es war mMn ein ganz normaler Pferdezaun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das beschriebene Verhalten passt jedenfalls sehr gut zu Nilgans. Aber die kann man eigentlich nicht verwechseln, oder?
 
Von der Farbe her käme mir noch Zweigdommel in den Sinn. Vielleicht nachts mit Oberleitungen/Zug kollidiert, nicht flugfähig und lief daher nur mit offenen Flügeln weg, als der Zug kam, und das in untypischem Habitat. Allerdings wäre die echt klein.
Nilgans könnte ich mir auch vorstellen. Oder Graureiher in ganz komischem Licht...

Dass einem so eine "unverwechselbare" Art mal ganz komisch und anders vorkommt, passiert auch Profis. Und gerade Beobachtungen aus dem Zug sind da manchmal ganz schlimm, das kenne ich selbst...
 
Die Zwergdommel macht mir Mut.

Die Zeichnung bei der fliegenden Zwergdommel hat auch eine weiße Absetzung am Flügel im Bereich des "Oberarmes". Bei meiner Beobachtung war der "Oberarmflügel" komplett weiß und die Trennung ging als gerade Linie nach unten (siehe meine angehangenen Skizzen), ebenso ist bei der einen dunkleren Variante der Zwergdommel der Flügel hell abgesetzt, (wie ich es ja auch in den Skizze aufzeichnete).
Allerdings war meine Beobachtung keine Zwergdommel, sondern eben ein Stelzvogel mit zartem Körperbau, sich windendem Hals, aber der Körper war wohl etwas größer als ein Stelzenläufer und die Farbgebung passt nicht zum Stelzenläufer.
 

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Vor zwei Tagen hab ich auch an das Team der Döberitzer Heide geschrieben, aber da kam noch nichts an mich zurück.
 
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