Medikation (pfanzlich oder chemisch) vor Diagnosestellung?!

Diskutiere Medikation (pfanzlich oder chemisch) vor Diagnosestellung?! im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, immer wieder liest man: "mein Vogel hat dieses - mein Vogel hat jenes". Manchmal da ruft man Bekannte an und "Freunde" oder man postet...

  1. lori4ever

    lori4ever Guest

    Hallo, immer wieder liest man: "mein Vogel hat dieses - mein Vogel hat jenes".

    Manchmal da ruft man Bekannte an und "Freunde" oder man postet in einem Forum wie hier ... ...

    Da leidlich bekannt ist, dass nicht ein und dasselbe Symthom auch gleich eine bestimmte Krankheit sein kann oder muss (sonst hätten wir alle schon unseren Veterinärmediziner gemacht) kann man wohl nicht unbedingt eine Ferndiagnose verlangen; und doch gibt es Fälle wo einem geraten wird das eine oder andere "Hausmittelchen" zu versuchen auf einen bloßen Verdachtsfall hin.

    Meist verlässt man sich darauf, weil man noch nie in die Lage kam zum Tierarzt zu müssen.

    Wäre es da nicht ratsam dem so Betroffenen einen TA-Besuch anzuraten und was man im Falle einer Krankheit (je nach Symthome) für Untersuchungen machen lassen sollte und vor allem immer Abstriche des Kots und ggf. des Rachens / Kropf??

    Anstelle diese mit Hausmittelchen zu vertrösten bevor eine Diagnose vom Tierarzt gestellt wird.

    Ich denke doch mal, dass eine entsprechende Diskussion über sogenannten "Erstfälle" mit entsprechenden Erfahrungen bei Tierärzten (Fehlern genauso wie auch postiven Beispielen) beigebracht werden können und auch vor Augen gehalten wird, was zum Teil für Kosten damit verbunden sind und ob dann der Halter diese Kosten übernimmt oder auch nicht (was allein im Ermessen des Halters liegt und keiner anderen Person).
     
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  3. #2 dunnawetta, 31. Januar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2007
    dunnawetta

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    Hi Lori,
    weil ich relativ viel in diesem Forum poste und dem einen oder anderen auch schon zum Einsatz dieser "Hausmittelchen" geraten habe, möchte ich hier mal Stellung beziehen (wobei mir allerdings nicht ganz hundertprozentig klar ist, worauf Du mit Deinem Posting rauswillst).

    Ich persönlich halte es für wichtig, als Tierhalter Wissen darüber zu haben, wie ich mit verschiedenen Krankheitssituationen zum Wohl meines Tieres umgehen kann, auch wenn aktuell kein qualifizierter Tierarzt zur Verfügung steht. Wobei mir wichtig wäre, die Worte "aktuell kein qualifizierter Tierarzt zur Verfügung" besonders zu betonen, denn das kann aus mancherlei Gründen der Fall sein. Man denke an Feiertage und Wochenenden, daran, daß beileibe nicht jeder Tierarzt etwas von Vögeln versteht (leider glauben das aber viele, sowohl Tierärzte als auch Patientenbesitzer), daran, daß manche Vögel sich schlicht in einem nicht transportfähigen Zustand befinden und ähnliche Dinge, wie z.B. auch die Terminvergabe in manchen Praxen und daß manche Krankheit einfach nicht so lange warten kann.
    Dieses Wissen um Krankheiten fällt nicht vom Himmel herunter, sondern ist für gewöhnlich durch eigene Erfahrungen "erkauft" worden. Es ist nicht weniger wert, als das Wissen von studierten Tiermedizinern (insbesondere wenn die wenig praktische Erfahrung mit Vögeln haben), es kann das Fachwissen auch von ausgebildeten Leuten, die sich mit der Materie befaßt haben, durchaus sinnvoll ergänzen. Ob ein solcher Rat oder ein empfohlenes "Hausmittel" ausreicht, um mit einer bestimmten Krankheitssituation fertig zu werden, muß vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles beurteilt werden. Wenn Zweifel an der korrekten Diagnose bestehen, wird hier für gewöhnlich immer daraufhingewiesen, daß eine schnellstmögliche Abklärung durch einen vogelkundigen Tierarzt erforderlich ist.Mit Sicherheit werden einige der hier gegebenen Tipps und Ratschläge schon dazu geführt haben, daß ein Vogel die Zeit bis zu einer korrekten Diagnosestellung hat überleben können.
    Ob zu einer korrekten Diagnose in jedem Fall Abstriche des Kots/ Rachens/ Kropfs erstellt werden müssen, wage ich ich erstmal zu bezweifeln. Dies ist sicherlich abhängig davon, um welches Krankheitsgeschehen es sich handeln könnte, manche Krankheiten können in der Tat von einem geschulten Auge auf einen Blick erkannt werden, bei anderen ist eine weitergehende Diagnostik notwendig.
    Mit dem letzten Abschnitt Deines Postings komme ich, offen gesagt, nicht so ganz klar. Wer soll da bitte was mit entprechenden "Erstfällen" etc. beibringen und wie meinst Du das mit den Kosten? Ich blicke da nicht so ganz durch.
    LG
    Anne
     
  4. lori4ever

    lori4ever Guest

    im Grunde hast Du ja Recht, doch Ferndiagnostik wie ich es ansprach kann kein geschultes Auge ersetzten und kann persönlich erst durch entsprechende Erfahrungen gemacht werden. Doch wenn diese Erfahrung nicht da ist --- was dann?? Kann man dann auch einfach so Hausmittelchen verordnen ohne zum Tierarzt zu gehen?!

    Schlichtweg würde mich noch interessieren was für Erfahrungen man TA gemacht hat und ob dieser die Leute über die Kosten aufgeklärt hat wo manche Untersuchung kostet, falsche Medikation (wie beispielsweise Antibiotika in Verbindung mit BeneBac), wurden Abstriche bei Kropfentzündungen / Spucken oder Durchfall etc. gemacht.

    So etwas in der Art ... ...



    *** *** ***

    Meine erste Erfahrung bei einem sehr ernsten Krankheitsfall war mehr als "gespalten" und daher würden mich eben anderer Leute Erlebnisse schon interessieren damit anderen ggf. nicht dasselbe geschieht und sich etwas orientieren wenn etwas sein sollte in dieser oder anderer Hinsicht.
     
  5. Semesh

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    Es kommt drauf an, um was es sich handelt. Wenn die Symptome gravierend sind und der Vogel ersichtlich nicht im guten Zustand ist und wenn man selbst keine Erfahrung hat, sollte man die Finger von sogenannten Hausmittelchen ohne genaue Diagnose lassen. Auch Hausmittelchen sollten gezielt eingesetzt werden. Aber dazu haben wir diesen Forenpart hier gegründet...so dass erfahrenere User anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hier gibt es einige User, die schon Erfahrungen mit verschiedenen Krankheiten bei Vögel gemacht haben und schnell erste-Hilfemaßnahmen empfehlen können. Wir weisen aber ständig daraufhin, dass ein schnellstmöglicher Tierarztbesuch von nöten ist. Wir können keinen Tierarzt ersetzen.

    Wenn ich ich jetzt richtig erstanden habe, möchtest du wissen, was wir für Erfahrungen mit Tierärzten gemacht habe, und ob wir im Vorraus über Kosten aufgeklärt wurden...
    Ich z.B. habe den unterschied zwischen einem normalen Katz und Hundetierarzt und einem auf Vögel spezialisierten Tierarzt festgestellt. die ersteren trauen sich oft nicht zu einen Kropfabstrich bei einem kleineren Vogel durchzuführen. Das kann Fatal bei kropfentzündungen sein, da meist nur ein Antibiotikum auf Verdacht gegeben wird. Wenn jedoch Trichomonaden oder Pilze der Grund für die Infektion sind, wirkt das AB nicht da man mit soetwas nur Bakterien bekämpfen kann.
    Nur ein vogelkundiger Tierarzt kann auch die wichtigsten Untersuchungen oder evtl. auch Operationen durchführen.
    Zu den Kosten...Jeder Tierarzt berechnet anders bei einigen kostet eine Untersuchung 10 Euro, bei anderen 20 Euro. Auch Laboruntersuchungen können von Region zu Region variieren. Im vorraus wird man meist nicht aufgeklärt. Aber die meisten User, die Ihre Vögel lieben, sind auch bereit einen Höheren Betrag zu zahlen...Die Hauptsache ist, einem hilflosen Lebewesen wird geholfen.

    Da verstehe ich jetzt nicht, worauf du hinaus willst.
     
  6. lori4ever

    lori4ever Guest

    Naja, ohne Abstriche vom beispielsweise Kropf oder Kloake kann man beispielsweise nicht immer festgestellt werden was das Tier hat bei solchen Symthomen (war bei meinem Vögelchen der Fall). Beim ersten Besuch machte sie keinen Abstrich - dachte ehrlich gesagt auch selbst nicht daran -. Beim zweiten Besuch - Sonntagvormittags . war der Zustand der Wellidame so schlimm, dass dieser als ich in der Praxis war schon Bauch oben lag *schnief* in seiner Transportbox.
    Da habe ich dann trotzdem einen Abstrich verlangt - könnte ja sein, dass die übrigen Wellis auch was abbekommen und sich bei einer ansteckenden Krankheit (gibt es ja genügend) mit infiziert hätten als ich noch nix merkte und diese zusammen hielt-.

    Man liest viel und denkt: einen selbst trifft es nie ... und beim ersten schweren Krankheitsfall in der Welligemeinde denkt man "etwas kopflos".

    Gut der TA meinte dann auch: so ein großer Wattebausch im kleinen Schnabel - und obwohl im Wartezimmer Kanarien sind dachte ich dann irgendwo: so oft hat se noch nicht Kropfabstrich gemacht ... ...

    Bekannte rieten zu einem Hausmittelchen bis zum nächsten Arzttermin, da beim ersten Besuch nur ein Antibiotikum gespritzt wurde ... ... doch ohne genauen Befund kann man ja - wie sagtest - nicht ohne weiteres geben.

    BeneBec ist ja nicht Antibiotiaresistent ... da der TA Antibiotika spritzte und BeneBac mitgab.

    Dagegen ist PT-12 (eigentlich für Geflügel gedacht) in Verbindung mit Antibiotika trotzdem wirksam, wie man mir aus dem Bekanntenkreis sehr überzeugend mitteilte.

    - soviel zu meiner Ersterfahrung -
     
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