Megabakterien, schon wieder... Übertragung und Überlebenszeit

Diskutiere Megabakterien, schon wieder... Übertragung und Überlebenszeit im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Nach dem ich mir letztes Jahr Megabakterien eingeschleppt hatte und dachte, dass mein Bestand frei von den lästigen Biestern ist, hat es jetzt...

  1. #1 Aurelia, 01.03.2018
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    Nach dem ich mir letztes Jahr Megabakterien eingeschleppt hatte und dachte, dass mein Bestand frei von den lästigen Biestern ist, hat es jetzt scheinbar meine japanischen Legewachteln erwischt. :heul:
    Ich kümmere mich natürlich sofort darum die Bande zum Tierarzt zu bringen und durchchecken zu lassen.
    Sie machen im Moment wirklich keinen guten Eindruck, lassen Federn und vegetieren nur vor sich hin.
    Meine damals infizierten Ziegensittiche habe ich ausschließlich in Quarantäne (in ihrer Voliere) gehalten.
    Die Wachteln haben einen Stall im selbigen Zimmer, aber ohne Körperkontakt oder die Möglichkeit die Hinterlassenschaften des anderen zu vernaschen. Meine Hände, die Näpfe, Türklinken, Lichtschalter, Wasserhahn usw. habe ich auch nach jedem Kontakt desinfiziert damit ich eine Kreuzkontamination vermeiden kann.
    Sind Megabakterien auch über die Luft und den Gefiederstaub übertragbar? 8o
    Ich hatte gelesen, dass es nur bei direktem Kontakt wie Schnäbeln, Füttern oder Aufnahme durch
    ausgeschiedene Erreger zur Ansteckung kommen kann, oder bin ich völlig falsch informiert?
    Leider habe ich auch über die Überlebenszeit von Megas außerhalb ihres Wirts gefunden.
    Vielleicht könnt ihr mir da ein wenig helfen, da ich erst morgen einen Termin bekommen habe.
    Es soll ja tatsächlich Bakterien und Viren geben die einige Jahre draußen überleben können...
    Würde mich sehr über ein paar Antworten und Links freuen.
     
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  3. Ingo

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    Megabakterien (den Namen sollte man nicht verwenden, da irreführend. Der Erreger ist ein Pilz, Macrorhabdus ornithogaster und kein Bakterium) sind ein relativ häufiger Bestandteil der Darmflora auch gesunder Vögel. Allerdings in so geringen Mengen, dass er oft nicht ausgeschieden wird (auch bei starkem Befall geschieht das nicht bei jeder Kotabgabe) und daher oft übersehen wird. Da Macrorhabdus nicht zur Sporenbildung fähig ist, ist eine Übertragung über die Luft eher unwahrscheinlich. Auch glaube ich nicht, dass er ausserhalb des Vogels lange überleben kann. Freilebende Macrorhabdus sind meines Wissens nach auch nicht bekannt. Alles, was mit Körperausscheidungen aus Schnabel, Nase oder Kloake im Berührung kommt, kann aber zu Übertragungen führen.
    Ich halte es allerdings für wahrscheinlich, dass viele Ausbrüche keine Neuinfektionen sind, sondern auf Stämme zurückzuführen,d ie die Vögel bereits in sich tragen.
    Zwei Dinge können meiner Meinung nach zu akuten Ausbrüchen führen: Zum einen natürlich die Neuinfektion mit so hohen Pilzmengen, dass sie direkt pathogen wirken. Zum anderen eine generelle Schwächung des Darmimmunsystems (das ist nicht unerheblich vom Gesamtimmunsystem unterschiedlich), dass eine starke Vermehrung bereits vorhandener und bis jetzt harmloser und übersehener Pilze führen kann.
    Eine Optimierung der Haltung ist daher in meinen Augen die beste Vor- und Nachsorge.
     
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  4. #3 Aurelia, 01.03.2018
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    Meine Wachteln habe ich vor ca. 3 Monaten übernommen, da sie zu 5. in einem kleinen Hasenkäfig ohne Freilauf abgestellt wurden.
    Sie hatten durch ihre Unterkunft richtig harte, und verkrustete Klumpen von Kot an den Füßen und Krallen, teilweise sind diese darunter schon abgestorben gewesen. Obst und Gemüse haben sie sofort akzeptiert und ich dachte, dass auch die Futterumstellung ( davor Pallets ) auf Wachtelfutter, das mit Eifutter, Sämereien und Grünzeug aufgewertet wird problemlos über die Bühne gehen wird. Ich hatte eigentlich gehofft den Kleinen ein schönes Restleben zu ermöglichen und sie in den Freilauf zu den anderen umziehen zu lassen.
    Das muss jetzt wohl erstmal warten, bis ich morgen Gewissheit habe.
    Gibt es abgesehen von verdünntem Thymiantee noch ein anderes Hausmittel das man bis dahin anbieten kann?
    Habe auch etwas von ansäuern des Trinkwassers gelesen, aber da sind die Meinungen zu zweigeteilt, als dass ich es auf eigene Faust an meinen Lieblingen probieren würde.
     
  5. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ansäuern des Trinkwassers bringt gar nichts, da siech die Viecher ausserhalb des Körpers eh nicht vermehren und andererseits den viel saureren Magensaft problemlos überleben.
    Dafür mögen viele Vögel das saure Wasser nicht und trinken dann zu wenig. Ich rate also stark davon ab.
    Eine Ansäuerung das Darmmilieus dagegen könnte helfen, die Vermehrung zu hemmen, insofern könnte man Milchsäurebakterien , wie zB Bird Bene Bac versuchsweise geben.
    Aber ich kann nicht garantieren, dass das wirklich etwas bringt.
     
  6. #5 finchNoa@Barbie, 01.03.2018
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    Darf ich fragen wie Du darauf kommst, das die Wachteln Megabakterien haben? Wurden die schon im Kot nachgewiesen? Es gab mal eine große Studie zu dem Thema, bei Hühnervögeln oder Prachtfinken brechen die eigentlich nur sekundär aus, das heißt wenn noch andere Ursachen das Immunsystem schwächen. Der TA wo Du hingehst, wird die Wachteln sicher gründlich untersuchen ob noch andere Keime in Frage kommen. Die besten Voraussetzungen um die Megas in den Griff zu bekommen ist alle Störfaktoren zu beseitigen. Bei Wachteln würde ich auch an Darmparasiten denken.

    Mit dem Tymiantee bist Du schon gut beraten ich konnte damit die Dinger bei einem Prachtfinken gut in Schach halten, wenn Du willst kannst Du einen kleine Briese Anis (das Kraut, nicht die Sternfrucht) beim Aufbrühen mit dazu geben, der verhindert das sich die Megas im Schleim festsetzen können. Essig würde ich auch nicht empfehlen.
     
  7. #6 Svanhvit, 01.03.2018
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.2018
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    Im Prinzip brauchst Du einen Behandlungsplan mit diversen Mitteln - vom TA. Dann einen Desinfektionsplan, alles regelmäßig spülen, mit heiß Wasser übergießen z. B. und bestelle Dir F10 (Fa. Graf), das Einzige was wirklich hilft als Desinfektionsmittel! Und wie Ingo schon schrieb, ansäuern soll nach neuesten Erfahrungen eher das Gegenteil bewirken. Habe die Tage gerade etwas über K1 und die Behandlung bei Nestlingen gelesen, aber Informationen sind eher dürftig, und neueste Erkenntnisse gibt es irgend wie nicht - wie auch wenig Neues bei der Behandlung.
    Und ja es ist auch durch die Luft übertragbar und hoch ansteckend....lese Dich schlau indem Du danach googelst.
    Thymiantee hilft nicht wirklich, dafür ist diese Krankheit einfach zu schlimm.
     
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  9. #7 finchNoa@Barbie, 08.03.2018
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    Was hat denn der TA gesagt ?
     
  10. #8 Aurelia, 13.04.2018
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    Vielen dank für die wertvollen Tipps!
    Megabakterien im Kot konnten nicht nachgewiesen werden, bei keinem.
    Ich habe die Wachteln im Herbst auf anderes Futter umgestellt, da ich nicht wollte dass sie permanent am Legen sind.
    Jetzt mit dem alten Futter zum Frühling ging es ihnen gleich deutlich besser. Andere Krankheitserreger oder Viren wurden übrigens auch nicht gefunden, zum Glück.

    Ich werde mir deine Infos notieren, damit ich im Notfall jederzeit so einen Plan erstellen kann.
    Was ist der Unterschied zwischen dem F10 Desinfektionsmittel und den starken aus dem Krankenhaus?
    Das Megabakterien sich durch die Luft übertragbar sein sollen, habe ich vorher noch nie gehört, trotz grober Recherche auf anderen Seiten.
    Sicherheitshalber habe ich alle Mitbewohner zum meinem Tierarzt geschleppt... Das war vielleicht ein teurer Spaß.
    Ich bin froh jetzt wenigstens etwas mehr Gewissheit zu haben.
    Danke für die Denkanstöße.
     
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