Mein Kanari mag sein neues Weibchen nicht ...

Diskutiere Mein Kanari mag sein neues Weibchen nicht ... im Kanarienvögel allgemein Forum im Bereich Kanarienvögel; Hallo Zusammen, mein Weibchen ist leider letzte Woche verstorben und ich war bei einem Züchter und habe mir eine neue Henne geholt. Nach seiner...

  1. Jearu

    Jearu Vogelmami

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    Hallo Zusammen,

    mein Weibchen ist leider letzte Woche verstorben und ich war bei einem Züchter und habe mir eine neue Henne geholt. Nach seiner Aussage auch 100% eine Henne.

    Nun hab ich die beiden seit zwei Tagen zusammen fliegen und mein Hahn jagt nun den neuen Kanari. Immer wenn sie zusammentreffen oder der Hahn zur Henne fliegt, werden die Flügel und Schnabel gespreizt. Und dann jagt der Hahn die Henne durch die Luft.

    Nun meine Frage: ist das nicht eher ein Verhalten, wenn zwei Hähne aufeinander treffen und der Züchter mir doch keine Henne mitgegeben hat? Oder wie lange sollte ich warten, um zu sagen, dass die Vergesellschaftung gescheitert ist? Was meint Ihr?

    Danke Euch schon mal vorab für Antworten.

    LG Jearu
     
  2. Hilli

    Hilli Foren-Guru

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    Hallo

    Ich hatte auch ein richtig zoffendes Weibchen.. also was normal ist, kann ich dir nicht sagen. Bei meinen Hähnen sehe ich es in der Brutzeit. Ansonsten sind es kleinere Reibereien, die auch mit Weibchen vorkommen.
    Denke du mußt warten ob sie singen... und selbst da ist es dann nicht entscheidend, wie im Forum zu lesen "die singende Nicki"
    Also, es bleibt das Eier legen:zwinker:
    Aber wieso so ein Revierverhalten, wenn es 2 Männchen sind... wie hast du die Tageslänge.
    Vielleicht ist es auch nur eine agressive Henne... oder eben beide sind es.
    Warum hast du die beiden so früh zusammengesetzt?
     
  3. Jearu

    Jearu Vogelmami

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    Bis zum Eierlegen mag ich leider nicht warten, da ich denke, dass es auch für die Kanaris ein gr. Stressfaktor ist, wenn Uneinigkeit und Streitlust herrscht.

    Der neue Kanari (angeblich weiblich) ist nicht aggressiv, sondern der Hahn, der aber nun das erste Mal diese Verhaltenweisen aufzeigt. Davor hat er sich mit der Henne sehr harmonisch verstanden.

    Jetzt verstehe ich allerdins nicht deine beiden Fragen: was meinst du mit "...wie hast du die Tageslänge" und warum hätte ich mit dem Zusammensetzen warten sollen?
     
  4. #4 Paulaner, 08.12.2010
    Paulaner

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    Wir haben hier im Forum ganz viele interessante Informationen und das Tollste (meiner Meinung!) ist, dass man von den Erfahrungen anderer profitieren kann, wenn man in den schon vorhandenen Threads liest oder die Forensuche benutzt.

    Beim Lesen deines Beitrages stellen sich mir folgende Fragen:
    Woran ist die Henne gestorben?
    Wie wurden ansteckende Erkrankungen ausgeschlossen?
    Wie jung ist der neue Vogel? Hat der Vogel einen geschlossenen Ring mit Züchternummer?
    Aus welchen Gründen hast du auf eine Quarantänezeit verzichtet?
    Wie hast du das langsame Aneinandergewöhnen gestaltet?

    Momentan: Vögel erst einmal in getrennten Käfigen halten, nebeneinander stehend. Gemeinsamer Freiflug (unter Aufsicht) und abwarten! Nach den wenigen Tagen kann man nicht sagen, dass die Vergesellschaftung "gescheitert" ist. Dazu ist meines Erachtens mal bis zum nächsten Frühjahr abzuwarten.
     
  5. #5 Paulaner, 08.12.2010
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    Das ist schade.


    Die Tageslichtlänge/Beleuchtung ist ein wesentlicher Faktor, der den Fortpflanzungstrieb der Tiere beeinflusst. Im Moment ist Winter/Ruhezeit, die Tiere sollten (wenn die Bedingungen optimal sind) nicht triebig sein. Oft sind in dieser Zeit auch Hähne miteinander verträglich. Ein triebiger Hahn wird jedoch sein Revier besonders verteidigen.

    In der Regel hält man eine Quarantänezeit ein (Vogel in seperaten Käfigen in seperaten Räumen), um eine Übertragung ansteckender Erkrankungen auszuschließen. Dies scheint besonders wichtig, wenn kurz vorher erst ein Vogel gestorben ist und die Ursache dafür nicht bekannt ist.

    Auch Kanarien wollen langsam an einen neuen Mitbewohner gewöhnt werden. Auch wenn ich strikt gegen Vermenschlichung bin, kann man doch nicht davon ausgehen, dass ich eine Henne einfach gegen eine andere austauschen kann und alles ist gut und harmonisch.
     
  6. Jearu

    Jearu Vogelmami

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    [Beim Lesen deines Beitrages stellen sich mir folgende Fragen:
    Woran ist die Henne gestorben?
    Wie wurden ansteckende Erkrankungen ausgeschlossen?
    Wie jung ist der neue Vogel? Hat der Vogel einen geschlossenen Ring mit Züchternummer?
    Aus welchen Gründen hast du auf eine Quarantänezeit verzichtet?
    Wie hast du das langsame Aneinandergewöhnen gestaltet?

    Momentan: Vögel erst einmal in getrennten Käfigen halten, nebeneinander stehend. Gemeinsamer Freiflug (unter Aufsicht) und abwarten! Nach den wenigen Tagen kann man nicht sagen, dass die Vergesellschaftung "gescheitert" ist. Dazu ist meines Erachtens mal bis zum nächsten Frühjahr abzuwarten.[/QUOTE]

    Hallo Paulaner,
    meine Henne ist an einer Lebererkrankung verstorben und somit konnte eine ansteckende Erkrankung ausgeschlossen werden.

    Der neue Kanari ist aus 2009 und hat einen geschlossenen Ring, der Hahn ist aus 2008. Nach einen negativen Befund eines Abstriches habe ich auf weitere Quarantänezeiten verzichtet, da der Hahn sehr unruhig war und immer noch ständig seine Henne suchte. Der neue Kanari stand mit eigenem Käfig in dem Raum, wo der andere Kanari zu hause ist und auch Freiflug hatte. Ich war der Meinung, dass zwei Tage "Beschnuppern" reichen würden. Zumindest waren das meine Erfahrung zuvor gewesen. Freiflug passierte selbstverständlich auch unter Aufsicht und so stellte ich ja die Aggression ggü dem neuen Kanari fest.

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass die Vergesellschaftung gescheitert ist, sondern dies war ja meine Frage und mein Anliegen des Threads. Wie lange sollte man warten, wann sollte man einschreiten? Gibt es einfach Kriterien, wo ihr entscheiden würdet, dass es mit diesem neuen Partner keinen Sinn macht? Das sind meine Frage, da ich mir bei dieser Beantwortung einfach unsicher bin. Auch weil ich es bereits 2x komplett anders erlebt hatte, wo sich das Pärchen super schnell verstanden hatten.
     
  7. Jearu

    Jearu Vogelmami

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    Die Tageslichtlänge ist die natürliche - ich habe keine zusätzliche Beleuchtung, außer ein kleines Licht abends. Daher sollte kein ausgeprägter Trieb und somit ein Revierverhalten vorliegen. Ich könnte allerdings hier den Versuch starten, den Käfig umzugestalten und ggf. den aggressiven Hahn mal für 1-2 Tage auszulagern, damit das Revierverhalten geringer wird.

    Es geht mir hier auch um gotteswillen nicht um Vermenschlichung, sondern cih bin um das Wohlergehen der Kanaris besorgt und möchte natürlich nicht, dass es zum Äußeren kommt - daher all meine Frage.
     
  8. #8 Paulaner, 08.12.2010
    Paulaner

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    Schön wäre es, wenn alles immer ganz harmonisch abliefe.... manchmal dauert es eben etwas länger, auch bei Kanarienvögeln. Wenn du zwei Käfige hast, dann lass die Vögel vielleicht auch erst mal getrennt frei fliegen, dann können sie einzeln die Umgebung erkunden und den anderen Vogel. Es ist aus der Entfernung schwer abzuschätzen, wie das Verhalten der Tiere nun wirklich ist. Zoff kommt in den besten Verpaarungen vor und aller Anfang ist bekanntlich schwer (und Ausnahmen bestätigen die Regel). Einige Wochen wirst du schon abwarten müssen, um vollkommen Klarheit zu haben. So einen Zeitraum würde ich den Vögeln schon gewähren.
    Wenn der Vogel von 2009 ist: ruf den Züchter an und frag, ob der Vogel in diesem Jahr schon gebrütet hat. Dies wäre ein eindeutiges Zeichen, dass du tatsächlich eine Henne hast. Wenn du schon anrufst, frag gleich, ob dir der Vogel getauscht wird. Manchmal muss man auch auf das "Bauchgefühl" hören und den Vogel tauschen. Dann kommt ein erneuter Gesundheitscheck und eine Quarantäne auf dich bzw. den neuen Kanari zu.
     
  9. Jearu

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    Dann hatte ich wohl bislang mit der Verpaarung einfach nur unglaublich viel Glück. Mit dem Züchter hatte ich eine Umtauschmöglichkeit bereits ausgehandelt, aber es ist eine gute Idee, ihn noch mal anzurufen. Er hatte halt unglaublich viele Kanaris - hoffentlich hat er ordnungsgemäß Buch geführt oder kann sich daran erinnern.

    Gut, ich werde das ganze noch etwas länger beobachten und am WE mir Umgestaltungsmöglichkeiten Im Käfig und Zimmer überlegen - vielleicht hilf das ja auch. Die Henne ist ja auch eigentlich eine ganz Süsse und ich wäre sehr traurig, wenn ich sie wirklich umtauschen müsste, auch wenn es dann nur zum Wohl der Beiden wäre.
     
  10. #10 alona.09, 08.12.2010
    alona.09

    alona.09 Stammmitglied

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    Aus meiner Erfahrung mit unterdessen vier Kanaries (2.2) kann es nur die Praxis und nach einiger, verstrichener Zeit zeigen. Ich habe leider auch ein Weibchen (der "dienstälteste" Kanarie bei mir), die mit den anderen drei je länger je weniger "kann". Alle Varianten, das Problem zu lösen, scheiterten. Währenddessen die Hähne dicke Freunde sind und das zweite Weibchen (die "dienstjüngste") sich sehr gut einfügt.

    Ich habe nun die schwierige Henne einzelgesetzt. Mit dem Züchter der beiden Hähne habe ich darüber gesprochen und er hatte auch solche Fälle. Er ist mit mir der Ansicht, dass ich möglicherweise die Henne langfristig separat halten muss, allenfalls mit Versuchen, sie wieder zu integrieren. Eine Weggabe kann ich mir im Moment nicht vorstellen.

    Uebrigens: nach seiner Erfahrung handelt es sich vielfach um die Weibchen.

    Jearu:
    gib den Tieren Zeit. Zwei Tage Angewöhnung ist meiner Meinung nach viel zu kurz. Und im späteren, gemeinsamen Käfig kann man auch Einiges mit der Einrichtung herausholen (alles doppelt in gleicher Qualität, 2 Futternäpfe so weit wie möglich voneinander entfernt).

    Gruss
    Rolf
     
  11. Hilli

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    Hallo Jearu

    Sorry , dass ich nicht sofort geantwortet habe... habe meine Finger angeknackst und dann ist manchmal das Schreiben zu schmerzhaft und dauert echt lange und dann fange ich an zu jammern ;) Aber Maria hat es dir erklärt... danke Maria.
     
  12. Jearu

    Jearu Vogelmami

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    @Hilli, dann wünsch ich Dir mal gute Besserung - hört sich nicht so gut an.

    Da ich gestern bei dem Schneechaos auch zu hause geblieben bin, hatte ich noch mal einen Tag lang ausgiebig Zeit die Beiden zu beobachten. Leider ist mir aufgefallen, dass die "Machtkämpfe" zunehmen und sie sich fast ununterbrochen jagen, anfauchen und Luftkämpfe vom Feinsten hingelegt haben.

    Ich konnte dann nach längerem Warten den neuen Kanari im Käfig einsperren und ihn zur Beruhigung erstmal in ein anderes Zimmer stellen. Dort fing er nach einer Weile an in vollen Zügen laut zu trällern. Ich denke, dass es nun recht sicher ist, dass es sich wirklich eher um ein Männchen handelt. Den Züchter selbst hatte ich gestern nicht erreichen können.

    Aber ich werde den neuen Kanari jetzt am Wochenende zurückbringen. Die Angst und Gefahr, dass sich die Beiden dann noch irgendwie bei den Kämpfen verletzten ist mir einfach zu hoch. Ich hoffe nur, dass der Züchter beim nächsten Kanari ein besseres Händchen hat ... :traurig:
     
  13. #13 Paulaner, 10.12.2010
    Paulaner

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    Jep, das seh ich auch so. Züchter anrufen und Vogel tauschen.
     
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