Mein Kanarienvogel ist krank und kein Tierarzt hilft

Diskutiere Mein Kanarienvogel ist krank und kein Tierarzt hilft im Forum Vogelkrankheiten im Bereich Allgemeine Foren - Hallo liebe Community, ich lese schon eine Weile im Forum mit, habe jetzt jedoch selbst ein Problem mit meinem Kanarienvogel. Seit ein paar...
Die Medikamente kenne ich nicht, da meldet sich bestimmt noch jemand dazu. Bei all dem Stress, den Tierarztbesuchen und den verschiedenen Mitteln (diese Tropfen in den Nacken sind auch nicht ohne, sollen ja immerhin die LSM abtöten) ist es kein Wunder, dass der kleine Vogelkörper strapaziert ist.
Ich finde es bemerkenswert, was Du alles für den Kleinen tust und drücke Euch alle Daumen, dass er bald gesund wird :zustimm:
 
Enroxal läuft hier bei uns unter dem Namen Enrofloxacin (Baytril) ....Antibiotika
Pseudomonaden, Klebsiellen, E. coli,
10%ig 100-200mgr. auf den Liter 7-10Tg.
Ornithosen...
Psittakose 14-21Tg.

Planta Hepar
: Leber und Verdauungshilfe
Zusammensetzung:
Milch- und Molkereierzeugnisse, Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Hefen, Saaten, Schafgarbenkraut, Weich-und Krebstiere.
Inhaltstoffe:
Rohprotein 26,2%, Rohfett 1,9%, Rohfaser 0,95%, Rohasche 16,2%
Zusatzstoffe je kg:
2.000mg Kieselsäure, gefällt 2.000mg Kieselgur, Mischung aus Aroma-und appetitanregenden Stoffen (Mariendistel, Artischocke, Enzian)

Metronidazol

Gegen Hexamiten, Parasiten wie Trichomonaden.
10mgr (1ml) auf 100Ml Trinkwasser 7Tg.

Spot on
wie Ivermectin
Luftsackmilben, Nematoden..siehe auch
Bei rechtzeitiger Behandlung Verbesserung innerhalb von 8Std.
Bei unbehandelten langem Befall Dauerschäden der Schleimhäute und Atemwege.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
@Gast 20000 und wie ist deine Einschätzung dazu, dass Blue all die Medikamente nehmen soll?
Sind es zu viele? Sollte ich sie absetzen, wenn es bis heute keine Besserung gab?

Ich weiß, eigentlich wären das Fragen für den Tierarzt, aber es gibt eben keinen dem ich da wirklich vertraue.
 
Warscheinlich warst du sehr energisch, so das er sofort "breit gestreut" hat!
Behandlungsdauer habe ich bei Baytril und Metronidazol angegeben. In dem Zeitraum dürfte es nicht zu Schädigungen kommen. Allerdings hat er immer noch keinen Plan, so das er zur Zeit gegen "alles Mögliche" gleichzeitig behandelt. Das kann man allerdings nicht zu lange fortsetzen.
Gruß
 
Ich weiß, eigentlich wären das Fragen für den Tierarzt, aber es gibt eben keinen dem ich da wirklich vertraue.
Daß man dem Tierarzt sagen muß was er zu tun hat ist leider nicht selten, mir auch schon passiert. Sogar letztes mal bei meinem obwohl der eigentlich ein guter Tierarzt ist.
Es ist halt so daß man sich in derartigen Dingen selbst, soweit möglich, einlesen muß. Ich hatte mir schon vor etlichen Jahren das Fachbuch "Kompendium der Ziervogelkrankheiten" von Kaleta zugelegt. Weiß nicht ob es das noch gibt bzw. noch auf dem aktuellen Stand ist. Jedoch muß ich sagen daß es mir in vieler Hinsicht oftmals geholfen hat. Sicher, zu Anfang tut man sich etwas schwer mit derartigem, es kann jedoch recht hilfreich sein.
 
@finchNoa@Barbie Da hast du wohl Recht. Die Frage, die ich mir nun aber schon den ganzen Morgen stelle ist, ob ich ihm weiterhin noch die Antibiotika geben soll.
Mein Tierarzt ist erst nachmittags erreichbar, also komme ich erstmal alleine nicht weiter.
Einerseits denke ich, wenn es bis heute keine Besserung gibt, sollte ich besser absetzen, habe aber im gleichen Zug die Sorge, dass sich Resistenzen bilden wenn ich zu früh abbreche.
 
Wichtig ist, das man eine angefangene Verabreichung nicht zu früh abbricht.
Weiterhin auch ein Antibiogramm zu fordern, denn dann werden schon mal im Vorfeld Medikamente die wirkungslos sind, aussortiert. Gegen die bestehen dann schon Resistenzen. Die letzte Studie die ich zu E-Coli las, war mit dem Ergebnis verknüpft, das z. B. Baytril zu 40% wirkungslos ist und Baytril wird ja auf Verdacht bei deinem Vogel eingesetzt... der Bericht war von 2014...ergo darf angenommen, dass der Wert nun wesentlich höher ist.
Gruß
 
Mein Tierarzt ist erst nachmittags erreichbar, also komme ich erstmal alleine nicht weiter.
Einerseits denke ich, wenn es bis heute keine Besserung gibt, sollte ich besser absetzen, habe aber im gleichen Zug die Sorge, dass sich Resistenzen bilden wenn ich zu früh abbreche.
@Blue12
Wie geht es deinem kleinen Sorgenkind?
 
Endlich gibt es Neuigkeiten zu Blue. :)
Die Testergebnisse sind heute angekommen :zustimm:
Trichomonaden: negativ
Mykologische Untersuchung (kulturell): negativ
Bakteriologische Untersuchung (kulturell): Geringer Gehalt Staphylococcus gallinarum (1), nach Anreicherung: ß-hämolysierende Streptokokken (2)

Erstmal bin ich froh, dass endlich mal etwas nachgewiesen wurde und er bekommt jetzt erstmal 5 Tage lang Baytril direkt in den Schnabel.

Laut dem Antibiogramm liegt seine Empfindlichkeit bei Enrofloxacin (Baytril) bei <=0.5. Somit ist die Medikation doch gut, oder?

Da mir auch öfter zu Thymiantee geraten wurde, bekommt er diesen jeden Tag zu trinken (mit etwas Honig) und 2x täglich eine Inhalation damit, was ihm wohl auch gefällt.

Auch wenn die Atemgeräusche immer noch da sind, hoffe ich, dass durch die orale Verabreichung von Baytril alles wieder gut wird. Sollten es ihm ja vorher ins Wasser geben, aber ich denke, dass da viel zu wenig vom Medikament wirklich in seinen Körper gekommen ist.

Vielen Dank an alle, die mir zu dem Rachenabstrich mit anlegen einer Kultur geraten haben, bisher hat noch kein Tierarzt bei dem wir waren sowas vorgeschlagen.
Sobald es etwas neues gibt schreibe ich nochmal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn die Atemgeräusche immer noch da sind, hoffe ich, dass durch die orale Verabreichung von Baytril alles wieder gut wird. Sollten es ihm ja vorher ins Wasser geben, aber ich denke, dass da viel zu wenig vom Medikament wirklich in seinen Körper gekommen ist.
Da denkst Du völlig richtig.
Medikamente über das Trinkwasser zu verabreichen ist höchst unprofessionell, auch wenn vom Tierarzt so vorgeschlagen. Denn jeder Vogel, insbesondere bei den verschiedenen Arten, hat andere Trinkgewohnheiten. Ist wie bei unsereinem auch. Ich selbst trinke relativ wenig, andere recht viel. Deshalb ist eine exakte Dosierung von Medikamenten über das Trinkwasser beim Vogel nicht möglich. Mein Tierarzt ist deshalb der Ansicht daß man orale Medikamente halt per Spritze usw. über den Schnabel verabreichen muß.
 
Bevor man nun von pauschal von Vögeln spricht, sollte man sich zuerst mal vergewissern, wie viel Flüssigkeit z. B. ein Kanarienvogel bei 20 Gramm Gewicht an Wasser zu sich nimmt, und im Vergleich dazu meinetwegen einen Sittich von 100Gr, oder noch besser noch ein Graupapagei von 400 Gramm Gewicht.
Sagen wir mal ein Kanarienvogel nimmt am Tag 4 ml zu sich, wie viel nimmt dann ein WS von sagen wir mal 50 Gramm zu sich? Oder noch besser der Papagei mit einem 20fach höheren Gewicht? Schafft der die 80Ml?
Also zuerst mal überlegen,....ergo sind Dosierungen für Krummschnäbel an sich schon höher.
Dazu ist ja der wichtigste Punkt... Menge von Wirkstoff umgerechnet auf das Körpergewicht!
Berücksichtigt auch die natürliche Menge der Wasseraufnahme je nach Art!
Wenn wir dann noch dazu bedenken, dass der Geschmack der Medikamente an sich schon ekelhaft ist, oder hat jemand schon mal Tylan oder Spyramicin probiert? Ich schon!
Aber da kann man sich leicht helfen.

Tatsächlich ist daher die Verabreichung über das Trinkwasser die beste Art und Weise, wenn man sich ein paar zusätzliche Gedanken dazu macht.
Bei Dosierungen wird übrigens differenziert zwischen Kanarienvogel, Wellensittich, Großpapagei oder Huhn.
Gruß
 
Ich wollte euch mal ein Update zu Blue geben :)
Schon nach der ersten Portion Baytril ging es ihm viel besser, die Atemgeräusche waren vollkommen weg und er fing an, zu piepsen.
Heute waren wir nochmal beim Tierarzt, da er noch zum 2. mal Ivomec bekommen sollte, um LSM endgültig auszuschließen. Das Problem heute Abend ist jedoch, dass die Atemgeräusche wieder eingesetzt haben. Leiser als vorher und auch nicht so oft, aber sie sind da und das macht mich ziemlich fertig.
Kann das einfach nur daran liegen, dass die Tropfen den Körper belasten? Oder ist ein 'Rückfall' möglich, sodass der ganze Fortschritt nun dahin ist?

Ich mache mir einfach solche Sorgen :traurig: Hoffentlich geht es ihm morgen wieder gut.
 
Abwarten. Tierarzt Besuch bedeutet viel Stress. Medikamente auch.
Warte, nach 2-4 Tagen soll sich erst Zeigen ob die Therapie angeschlagen hat!
Dein Blue braucht jetzt viel Ruhe...
 
Hallo liebe Community,
ich lese schon eine Weile im Forum mit, habe jetzt jedoch selbst ein Problem mit meinem Kanarienvogel.
Seit ein paar Monaten wohnt er bei mir und hat seitdem Atemprobleme, die äußern sich wie folgt:
-Beim Atmen bewegt sich sein ganzer Körper und er ist oft aufgeplustert
-Oft kann man ein Atemgeräusch hören, (würde es als quietschig/knarzend bezeichnen), dann öffnet und schließt er seinen Schnabel beim Atmen.
-Manchmal, wenn er längere Zeit schlecht atmet, hustet(?) er und es kommt auch Schleim raus, danach geht es ihm besser.
Heute habe ich zum ersten mal Bläschen (wie Schnupfen) auf seinem Schnabel gesehen.

Ich habe auf meiner Suche schon viele Foren und Blogs und Videos angeguckt und alles deutete auf Luftsackmilben hin, also sind wir zum Tierarzt.
Der erste Tierarzt bei dem wir waren, hatte absolut keine Ahnung von Vögeln und meinte, das sei normales Verhalten. Kurz darauf sind wir zum zweiten Tierarzt gefahren, der zwar nicht offiziell vogelkundig ist, jedoch auch für die Tiere in unserem städtischen Zoo zuständig ist, dachte also er kennt sich u.a. auch mit Vögeln aus.
Er meinte auch, es seien Luftsackmilben, also bekam mein Kleiner entsprechende Tropfen in den Nacken und wir sollten erstmal abwarten. Da es nach ein paar Tagen nicht besser wurde, sollten wir noch einmal kommen für eine Untersuchung vom Kot, doch da war auch nichts auffälliges. Das anschließende Röntgenbild zeigte auch nichts. Also haben wir eine Weile lang gar nichts gemacht.

Vorgestern sind wir also zum dritten, diesmal speziell vogelkundigen Tierarzt gefahren, dieser meinte schon auf den ersten Blick, dass seine Atmung nicht normal ist. Er hat eine Rachenschleim- sowie Kotprobe untersucht, doch da gab es wieder nichts auffälliges. Nach einem zweidimensionalen Röntgenbild hieß es seinerseits, dass der Luftraum, der eigentlich im Torso sein müsste, nicht vorhanden ist. Leider habe ich es versäumt, das Bild abzufotografieren. Nachträglich weiß ich nämlich nicht, ob er die Flügel dafür überhaupt angehoben hat. Seine Diagnose war plötzlich Borna-Virus. Er hat also erstmal eine 'Aufpäpplungskur' vorgeschlagen, eine Woche lang Vitamine in Trinken und Fressen und zusätzlich ein entzündungshämmendes Mittel in den Schnabel.
Habe die ganzen Informationen erstmal auf mich wirken lassen und zuhause erstmal recherchiert. Mein Kanarienvogel weist keinerlei Anzeichen für das Bornavirus auf, da frage ich mich natürlich, wie der Tierarzt auf diese Diagnose kommt.

Alles in einem zerbreche ich mir nur wieder den Kopf, was mit meinem Kanari ist, denn kein Tierarzt scheint uns helfen zu können.
Er hat von früh bis spät Freiflug und es geht ihm soweit super, er fliegt viel, hat Appetit und ist neugierig.
Doch sobald er zur Ruhe kommt, hat er Atemprobleme. Habe ihm auch 'Megabakterien' von der Körnerbude angeboten, da diese schleimlösend wirken sollen, leider hat das auch nichts gebracht.

Könnte er Asthma haben oder ist es ein Schnupfen, der nicht behandelt wurde?
Ich habe keine Ahnung, was ich noch tun kann und hoffe, dass uns jemand helfen kann.

Auf dem ersten Bild sieht man das Bläschen auf der Nase, auf den restlichen die aktuell Medikation.
Beim Video hört man ganz gut, wie er atmet, es ist bloß ziemlich leise.

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Ich weiß der Post ist alt, aber dennoch antworte Ich! Luftsackmilben wären eine Möglichkeit, die sollte auch allein schon nur auf Verdacht hin behandelt werden, das wurde bei uns auch immer so Gemacht! Des Weiteren könnte es eine chronisch bakteriell bedingte Atemwegsinfektion sein z.b mit Pseudomonaden,

was auch -für Kanarien typisch- mit etwas untypisch Symptomen (=nämlich Atemwegssymptome!) in Frage käme, wäre ein Befall mit Trichomonaden (Parasiten, Einzeller)...

...Und was bei Kanarien- mit scheinbar unerklärlicher Symptomatik aus allen möglichen Richtungen, in Frage kommt ist Atoxoplasmose!!!!!!!!!! Die kann v.a. Megabakterien-ähnliche Symptome, Enteritis-bedingte symptome Leberprobleme und aber in einigen Fällen auch immer wieder Atemwegsprobleme verursachen! ... Deswegen schreibe ich hier auch nochmal, obwohl der Post schon so alt ist, denn Atoxoplasmose ist häufig unter Kanarienvögel und wird praktisch nie richtig Erkannt! Die aller-allerwenigsten Vogeltierärtzte kennen sich damit aus, das ist leider die kanarische Realität!
Die Beschreibung des Röntgenbilds erinnerte mich dran, hat der TA eine Leberschwellung hiermit erwähnt? (= bei Kanarien mit Atoxoplasmose typischer Röntgenbefund!)

Dein Kanarie, ich hoffe es geht ihm/ihr nach den fast 2 Jahren wieder gut, sieht wirklich genauso aus wie meine heisgeliebte "Tschmolly" - ein Kanarienvogel mit Atoxoplasmose - auch wie er/ sie auf dem Photo guckt und die spezielle Farbe!

Meine Tschmolly ist der erste Kanarie bei mir der relativ rechtzeitig mit einem speziellen Baycox Schema gezielt - regelmässigmit Phasenprophylaxe auf Atoxoplasmose behandelt wird, heilbar ist diese Kanarienerkrankung nicht, aber frühzeitige Behandlung kann einem Vogel das meiste abfangen und ein gutes Leben mit nur wenig Symptomen schenken, ab und an kommt trotzdem mal ein kleiner Schub durch, aber der is schnell wieder weg! Die betroffenen Kanarien können mit Glück relativ alt werden bis 6-7 Jahre ca... Manche schaffen dass sogar ohne Behandlung, denen geht es aber nie gut, die Krankheit verläuft über Jahre bei Adulten Kanaries chronisch!

Die Atoxoplasmose wird deshalb fast nie erkannt weil der Erreger so extrem, extrem selten mit dem Kot ausgeschieden wird!!!! Das im Kot zu finden ist quasi fast schon wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen!

Dein kleiner Kanarie würde auch, bei seinem produktivem Schleimproblem auch sehr von Inhalation profitieren, da müsste man mit dem TA drüber sprechen und gegebenenfalls einen Abstrich nehmen
 
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