Meint ihr ich sollte mir neue Nymphies zulegen?

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  1. akivasha

    akivasha Sittich-Sultana

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    Ich fühle mich immer noch ganz benommen durch den Tod meines Engelchens. Da er ja ein "Pflegefall" war und wir es damals nicht besser wußten, als wir ihn bekamen (der Zoohändler hatte uns auch viel Mist erzählt wie ich heute weiß), waren wir mehr als nur Tier und Herrchen. Ich weiß nicht, ob ich solche Trauer noch öfter mitmachen soll. Mein Kaninchen, Macho und jetzt Peter waren schon ziemlich hart und die Wellis Mops, Maya, Eddie und Rollo werden ja auch eines Tages mal nicht mehr da sein. Mein Glaube lehrt mich, daß Tiere als Menschen wiederkommen dürfen, wenn sie glücklich waren, um in eine höhere Ebene des Daseins zu kommen, damit man irgendwann Nirvana erreicht. Aber das tröstet mich im Moment auch nicht.

    Es ist so leer in seiner Ecke, ich habe sogar sein Häuschen noch stehen, so als wenn er noch nicht weg wäre. Ich frühstücke noch nicht mal mehr zu Hause, weil ich es nicht ertragen kann, wenn keiner neben mir sitzt, schnatzt und immer länger wird, weil er ein Brotkrümelchen erhaschen will. Und nach Hause kommen habe ich es auch nicht eilig---Es begrüßt mich ja keiner mehr so stürmisch, so daß, kaum daß mein Auto hörbar war, mein Engelchen bis auf die Straße zu hören war. Ich weiß, ich klinge egoistisch, aber ich habe eingesehen, daß man Tiere nie allein halten soll, keine Panik. Nur damals wußte ich es nicht besser und diese enge Bindung, die jetzt getrennt habe tut so weh!!!

    Wissen Züchter/Händler eigentlich, welchen Schmerz sie auch so einem sensiblen Menschen wie mir antun, wenn sie diese Handaufzuchten ohne Elternkontakt verkaufen, die nichts anderes als "ihren" Menschen kennen und mit ihm schon symbiotisch leben? Ich weine spätestens jeden Abend mich in den Schlaf, weil die Erinnerungen dieser Bindung hochkommen, wenn ich die Augen schließe.

    Vielleicht bin ich auch noch in der Trauerarbeit und es wird sich legen---aber meint ihr, ich sollte mir wieder Vögel holen? Wird ein Pärchen denn ein bißchen vertraut mit mir (auf die Hand kommen und vielleicht auch kraulen), meine Wellis sind es nicht, sie haben sich untereinander, akzeptieren mich aber nur als Körnerspender und Sandschuberreiniger.
     
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  3. Federmaus

    Federmaus Nympherlsklavin

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    Hallo Akivasha :0-


    Als vor 3 1/2 Jahren mein Mucki nach nur 2 Jahren ganz schnell gestorben ist habe ich mir sofort wieder einen gekauft.
    Ich habe ihn aber nie vergessen und wenn ich über Todesfälle lese oder wie jetzt dann muß ich an ihn denken und es laufen mir die Tränen runter.
    Ich wollte damals seine Partnerin nicht alleine lassen, aber auch ich wollte wieder einen neuen. Um mir über den Schmerz hinweg zu helfen.

    Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, aber ich würde es wieder machen, denn ohne meine Süßen könnte ich es mir nicht vorstellen.




    Wegen den Zahm oder Zutraulich sein kann niemand Vorraussagen. Der Mucki war eine Naturbrut und ab dem 3. Tag ließ er sich rumtragen und kraulen. Sein Nachfolger wieder Mucki ist scheu, ich bin schon glücklich wenn er Kolbenhirse von der Hand frißt Die beiden Muckis sind vom selben Züchter und sogar von den selben Nymphieeltern.



    PS: Darf ich mal neugierig fragen welchen Glauben Du angehöhrst? :~
     
  4. bendosi

    bendosi Nymphenheimdiener

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    Neuen Piep

    Das mußt Du am besten wissen. Aber Du darfst nicht enttäuscht sein wenn der Neue nicht so wie dein kleiner ist. Das ist unglaublich schwer, wenn man so ein vertrautes Tier verliert . Auch ich kenne diesen Schmerz. Gerade bei so einem zutraulichen Vogel ist es besonders schwer.
    Früher hatten wir Katzen die auch von uns geliebt und gehätschelt wurden . Aber wenn so eine Katze starb, war das zwar auch schlimm aber so schlimm wie bei unserem Jacky, wo wir tagelang mit verquollenen Augen rum liefen, war es nie.

    Jeder Vogel hat seine eigene Persönlichkeit, keiner ist so wie der andere. Da kann kein Mensch vorhersagen ob so ein Piep lieber Distanz hält vom Menschen oder ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Tasche kriecht.

    Was ich an Deiner Stelle auf jedenfall verhindern würde ist, daß er mit Dir in einem Bett pennt . Das ist nicht nur für den Vogel gefährlich sondern auch für Dich.
    Warum? Nun Dein Körper nimmt ja dann auch Nachts Feder- und Kotstaub auf. Dadurch kann sich eine Allergie entwickeln und Du müßtest dann deine Vögel abgeben. Das wär nun wieder für die Vögel genau so schlimm wie für Dich. Also lieber kein Tier im Schlafzimmer.
     
  5. akivasha

    akivasha Sittich-Sultana

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    @ Federmaus: Ich bin buddhistin

    Seit dem Tod meiner Mutter. Es hat mir bei ihr geholfen, darüber hinwegzukommen. Aber bei meinen Tieren, besonders, wo ich Peter seit meiner Kindheit hatte, war es was besonderes. Ich habe quasi meine Kindheit begraben.
     
  6. akivasha

    akivasha Sittich-Sultana

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    @bendosi

    Danke für den Rat. Mein Peter hat nur mit mir Mittagsschläfchen gehalten (er saß auf dem Rand vom Futonbett und ich lag drin). Das war´s aber auch schon. Du hast recht, jeder Vogel ist eine kleine Persönlichkeit.

    Deswegen habe ich beschlossen, alle Erinnerungen an meine Haustiere aufzuschreiben. In eine dicke Kladde, mit Bildern dabei, die ich schön einbinde. Ich will´s nicht am Computer machen---soll richtig persönlich gestaltet sein. Ich möchte diese Erinnerungen nicht verlieren-wer weiß, ob ich morgen nicht gegen einen Laternenpfahl laufe und mein Gedächtnis verliere? Dann will ich dokumentiert haben, wie sehr ich meine Tiere geliebt habe.
     
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  8. Antje

    Antje Guest

    Unseren Egon mußten wir ja vor gut 10 Tagen einschläfern lassen und ich kann mir im Moment NICHT vorstellen, seinen Platz neu zu besetzen. Da er keine feste Partnerin hatte, ist das ja auch nicht schlimm. Im Moment sind es eben 4 Hennen und 3 Hähne.

    Ich an Deiner STelle würde auch noch etwas warten, bis Du seinen Tod besser überwunden und verarbeitet hast. Irgendwann wirst Du selber merken, wenn Du soweit bist und dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen.

    Aber ein neuer Vogel ist natürlich NIE ein Ersatz für einen Verstorbenen. Jeder Vogel hat einen ganz eigenen Charakter und benimmt sich auch ganz anders. Manche Nymphen sind sehr scheu, andere total neugierig und völlig angstfrei. Das habe ich jetzt auch wieder festgestellt bei unseren beiden Neuzugängen. Die kleine Lisa ist nach 2 Wochen schon auf den Kopf und auf die Schulter gekommen und ein Hahn den wir schon über 3 Jahre haben macht das bis heute nicht.

    Du mußt Dir schon darüber im Klaren sein, daß Du Deinen geliebten Vogel nicht einfach gegen einen anderen austauschen kannst und er sich dann genauso benimmt. Vielleicht wird er (oder besser gesagt werden sie) nie richtig zahm.

    WEnn Du das so akzeptieren kannst, dann hol Dir 2 neue Nymphen, warum nicht.
     
  9. shamra

    shamra Guest

    hallo aktivasha,
    ich denke du brauchst deine zeit zum trauern. und verstecke deine trauer nicht, leb sie aus. das ist ganz normal, und deinen peter kann auch kein neuer nymph ersetzen. jedes lebewesen ist nunmal einmalig. dein peter war schon etwas ganz besonderes. es wird dir auch helfen, die erlebnisse mit ihm aufzuschreiben. im herzen wird er sowieso immer bei dir sein.
    nach einer weile würde ich dir raten, doch ein pärchen nymphen anzuschaffen. sie werden anders sein, als dein peter. aber du wirst andere schöne erlebnisse mit ihnen haben. leider ist es so, daß wir unsere tiere meistens überleben, aber das leben ist ein ewiger kreisluaf, von geboren werden und sterbe. für jedes lebewesen das stirbt, kommt ein anderes auf die welt. und peter wird auch irgendwo wiedergeboren weren, vielleicht nicht als nymph.
    ich nehm dich einmal ganz doll in die arme
    bettina
     
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