Mittel gegen Federnrupfen?

Diskutiere Mittel gegen Federnrupfen? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo! Ich habe vor längerer Zeit mal irgendwo gelesen, daß es ein Mittel gegen das Rupfen geben soll, das auf die Federn aufgetragen wird. Es...

  1. bella

    bella Guest

    Hallo!

    Ich habe vor längerer Zeit mal irgendwo gelesen, daß es ein Mittel gegen das Rupfen geben soll, das auf die Federn aufgetragen wird. Es hat so einen unliebsamen Geschmack, daß es angeblich die Tiere vom Rupfen abhalten soll. Weiß jemand dazu näheres?
     
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  3. Coko

    Coko Stammmitglied

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    Vergiß solche Mittel, denn die bringen nichts, verstärken sogar das Rupfen, denn der Vogel versucht natürlich sein Federkleid davon zu säubern. Meist ist das Rupfen ja auch Auslöser einer psychischen Störung und das "heilt" man 100% ig nicht mit irgendwelchen Sprays. Als erstes solltest du die Ursache für das Rupfen herausfinden, was auch bedeutet, dass ein vogelkundiger Tierarzt zu Rate gezogen wird, um eine mögliche innere Erkrankung auszuschließen.
     
  4. bella

    bella Guest

    Vielen Dank Coco, für Deine Antwort, doch was Du da schreibst weiß ich selbst und beantwortet nicht meine Frage.
    Ich würde gerne wissen, WAS es für Mittel gibt. ;)
     
  5. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Liebe Bella,
    Coco hat schon Deine Frage beantwortet. Du hattest nach Mitteln gefragt, die schlecht schmecken und auf die Federn aufgetragen werden und dadurch das Rupfen verhindern sollen, und Coco hatte Dir gesagt, daß und aus welchen Gründen diese Mittel abzulehnen sind. Das kann ich nur unterstützen. Und wenn das so ist, kommt es natürlich nicht mehr auf die Einzelheiten an (z.B. welche Markennamen oder ob Myrrhen- oder Aloeextrakt).
    Das Rupfen ist ein komplexes und schwer zu behandelndes Phänomen, es kann, wie Coco schon sagte, körperliche Ursachen haben (Leberprobleme, Parasiten, Mangelerscheinungen, Diabetes), auch wenn dies eher selten der Grund ist. Der häufigste Grund ist psychisch-mental, und da gibt es 1001 Ursachen, die man in mühseliger Kleinarbeit herausfinden muß, um sie abstellen zu können. Besonders wichtig ist, daß man schnell etwas unternimmt, weil die Heilungschancen umso geringer sind, je länger das Problem schon andauert und je mehr es sich von seinem Anlaß verselbständigt hat und als eingeschliffene Angewohnheit fortdauert. Es gibt Beispiele von Vögeln, bei denen die ursprüngliche Ursache (z.B. Einzelhaltung) abgestellt wurde, und der Vogel hört nach der Verpaarung, obwohl er sich mit dem Partner gut verträgt, nicht mit dem Rupfen auf, sondern rupft auch noch den Partner. Das ist natürlich kein Argument gegen die Verpaarung, im Gegenteil, es soll nur zeigen, wie schwer das Problem oft in den Griff zu bekommen und wie wichtig rechtzeitiges Handeln ist. Wenn das Abstellen der Ursache allein nicht ausreícht, werden die besten Erfolge mit Homöopathie, oft ergänzend mit Farbtherapie, erzielt, obwohl auch das keine Heilungsgarantie gibt. Aber bittere Sprays, Tinkturen und dergleichen, die nur an den Symptomen herumdoktern und die psychische Störung des Vogels noch vertiefen, sind nicht vertretbar (außer Kragen/Halskrause als vorübergehende Maßnahme, wenn es nicht beim Rupfen/Federfressen bleibt, sondern Selbstverletzungen wie Aufbeißen der Haut hinzukommen).
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  6. Coko

    Coko Stammmitglied

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    Bella,

    wie die Mittel im Einzelnen heißen weiß ich auch nicht, aber du kannst mir glauben, dass du weder dir noch deinem Tier damit hilfst. Thomas hat es dir ja noch einmal ausführlich erklärt. Glaub mir, ich hatte einen Rupfer, habe ihn aus schlechter Haltung übernommen, ich weiß wovon ich rede. In der TIHO Hannover stellte man fest, dass es sich um eine Aspergillose handelt, die Leber war auch ziemlich im Eimer.
    Maltretiere deinen Vogel bitte nicht mit solchen Sprays, ich würde ohne tierärztlichen Rat überhaupt keine freiverkäuflichen Mittel ausprobieren ohne die eigentliche Ursache zu kennen. Gewinner ist in dem Fall der Handel, aber nicht dein Tier. Denk noch mal darüber nach.
     
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  8. Rappy

    Rappy Guest

    ..ich habe die Mittel an meinem damaligem Rupfer auch in meiner Verzweiflung probiert - vergiss es! Das Auftragen war eine Quälerei, der Gestank unerträglich und das Rupfen hat es nicht verhindert..

    Symptombehandlung nützt nix, du musst versuchen die Ursache für dass Rupfen herauszufinden! Sie können organisch, psychisch o.ä. sein! Je eher du sie findest, umso größer sind die Heilungschancen! Mein Rocco ist heute geheilt - nur so als Anreiz, hilf deinem Vogel.. ;)
     
  9. Coko

    Coko Stammmitglied

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    Danke Rappy,

    ich schäme mich heute dafür, dass ich so ein Mittel probiert habe. Ich war jedoch vorher bei einem vogelk. Tierarzt. Ich habe so ein stinkendes Zeug aufgetragen, mein Grauer saß nur mit abgespreizten Flügeln da und rupfte weiter. Nach kurzer Zeit setzte ich ihn in die Dusche um den Dreck wieder runter zu nehmen. Ich warf den Dreck sofort in den Müll. Danach bin ich dann zur TIHO, dort wurde zum Glück die eigentliche Ursache herausgefunden. Nach einer Behandlung der eigentlichen Ursache hörte mein Grauer auch auf zu rupfen und lernte endlich wieder fliegen.

    Es wird einfach zuviel Müll im Handel angeboten, es müßte verboten werden!!!
     
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