Mohrenkopfpapagei wieder ängstlich

Diskutiere Mohrenkopfpapagei wieder ängstlich im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo, Hab mir bei meine 2 Mohrenkopfpapageien extreme Mühen gegeben, das weibliche ist immer noch etwas zahm, obwohl etwas blödes passiert ist....

  1. Weconia

    Weconia Neues Mitglied

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    Hallo,
    Hab mir bei meine 2 Mohrenkopfpapageien extreme Mühen gegeben, das weibliche ist immer noch etwas zahm, obwohl etwas blödes passiert ist.
    Bei den Männchen habe ich ja nur geschafft, dass er aus der hand fraß, und dass mit sehr viel Mühe und Geduld. Sie sind jetzt seit einem Monat bei mir.
    Allerdings war es eine eher sehr sehr schlechte Zeit, um Papageien zu kaufen, weil bei mir gerade die Wohnungen renoviert werden und wie man es von der statt kennt, dauert es bis 2019, bis die Renovierungen fertig ist, da ich in eine Gemeinde wohne.
    Vorgestern wurden bei mir in der Wohnung die Fenstern ausgetauscht, das Männchen ist sowieso ängstlich und bekommt von allem Angst. Sogar, wenn ich das Wasser täglich wächsle, schaut er mich so ängstlich an.
    Während der Bauarbeiten kamen paar Herrschaften immer wieder rein und neben der Voliere ist mir auch die hand ausgerutscht als ich versuchte, auf ein Sessel zu klettern um die Voliere mit einem Plastik zu bedecken, damit kein Staub da rein geht, dann rutschte meine Hand aus und der Männchen glatten herum und stößt sogar das näpfchen und landest bis auf dem Boden, als ich versuchte, von Sessel runter zu kommen, flatterte er wieder von eine Ende bis andere, und als ich versuchte, das Plastik zu Ende zu kleben und mein Hand über Voliere war, flatterte er wieder...
    Nachdem Bauarbeiten, als ich das Plastik wieder unternahm, kletterte er nur auf die Seite, aber auch ängstlich, ich machte das aber ich schnell und vorsichtig, und reiste einfach den Kleber statt wieder auf Sessel zu steigen.

    Seitdem hat er so ein menga Angst vor mein hand, dass er auch nichts mehr aus der hand frisst, der geht Schon auf die Seite, wenn ich das weibchen füttere...

    Kann es sein, dass er jetzt für immer so ängstlich bleibt? Geduld habe ich ja genug, obwohl er in letzter Zeit stundenlang herumschreit.

    Also irgendwelche Tipps von Leuten die Erfahrung haben? Soll ich ihn paar Tage in Ruhe lassen und garnicht mehr in der Nähe von Voliere kommen, außer bei fütter stellen und Wasser wächseln? Oder eher weiter versuchen, die beiden zu zähmen?

    Also falls er immer so ängstlich bleibt, ist das ziemlich beschissen...
    Und wie lange dauert es bei so ein Papagei, bis die sich an Menschen gewöhnen und nicht jedes Mal auf die Seite laufen, wenn ich aufstehe?
    Die Vögel sind ungefähr ein und halb Jahre alt.


    lg
     
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  3. Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo,
    Das ist jetzt eine wirklich unangenehme Konstellation. Aber Du schreibst ja Du hättest Geduld. Diese wirst Du wirklich brauchen, sogar sehr viel davon. Du brauchst nun keine Angst zu haben daß Du das kleine Männchen nicht wieder in einen Normalzustand bringen könntest. Aber das wird lange dauern, vielleicht sehr lange. Rechne dabei nicht in wenigen Monaten, es gibt Leute die brauchten, wenn auch selten, Jahre.
    Ich habe vier Geier, zum Teil schon Jahrzehnte. Nur einer davon benutzt mich als Kletterbaum, die anderen kommen so nicht zu mir, haben aber auch keinerlei Angst vor mir, im Gegenteil. Leckerbissen werden aus der Hand genommen, so weit geht es. Einer bringt es auch fertig mir bei der Suche nach was Leckerem quer über den Teller mit meinem Essen zu latschen. Oder mir die Zuckerdose streitig zu machen. Aber das reicht mir völlig, wir sind eine Gemeinschaft wo jeder, die Geier so wie ich, sein Leben ausleben kann. Wir verstehen uns mittlerweile so gut daß die Vögel schon von alleine wissen was ich möchte, z.B. beim Schlafengehen. Drei gehen auf Wink in die Schlafkäfige und einer, mein Mister, weiß schon im Vorhinein was Sache ist und verschwindet als Erster.
    Natürlich hat das Alles lange gebraucht bis es so war. Das ist es was ich mit Geduld gemeint habe. Und Du schaffst das auch, keine Angst.
     
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  4. papugi

    papugi Foren-Guru

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    hallo
    erstaunlicherweise, weisst du intuitiv was du machen sollst..
    lass ihn mal zuerst in ruhe damit er sich erholt von dem stress...eilt ja nicht...du sagst du hast geduld. Jetzt ist zeit die zu benutzen.
    Solange bei dir die renovation vorgeht, wurde ich nicht versuchen den Vogel zu zahmen...
    einfach etwas leckeres in den napf mit deiner hand und lacheln mit guten beruhigenden worten...
    der Vogel hat ja viel zu verkraften...die erdbeben, den krach, die veranderungen usw..lass ihm vorlaufig noch mehr stress erspart...
    wie Alfred schrieb, das kommt von alleine.
    LG
    Celine
     
  5. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo Weconia,
    als erstes würde ich mal überlegen, was man tun kann, um die Voliere so zu gestalten, dass sie nicht zustaubt und die Vögel einen Sichtschutz haben. Sichtschutz würde ich sowohl außerhalb als auch innerhalb der Voliere anbringen. Das kann z.B. eine große Topfpflanze außerhalb der Voliere sein und Spielzeug oder Futterpflanzen innerhalb der Voliere. Oder auch ein Paravent, der einen Teil der Voliere abschirmt.
    Wenn es geht, sollte die Voliere nicht dort stehen, wo jeder vorbei muss.
    Bzgl. ängstlicher Vogel habe ich mit Clickern sehr gute Erfahrungen gemacht, da das systematisch ist und für Halter wie Vogel vorhersehbar sowie für den Halter planbar. Außerdem kann man mit dem Vogel auf Abstand kommunizieren. Andere Möglichkeiten, vor allem intuitive, können auf beiden Seiten zu Missverständnissen führen. Mein ängstlicher Vogel, der 2 Jahre trotz aller Bemühungen immer noch Angst vor Routineaufgaben hatte, brauchte mit Clickertraining ein halbes Jahr bis zum tiefergehenden Vertrauen und 2 Wochen, bis er sich überhaupt aus dem Käfig traute. Vorteil vom Clickern ist, dass der Vogel die beim Training belohnten Übungen auch in seiner "Freizeit" macht, man ihm also Sachen beibringen kann, die sein Leben bereichern oder ihm Sicherheit geben. Z.B. beim Wasserwechsel an einem bestimmten Ort, weit weg vom Wassernapf, zu sein.
    Wenn du weißt, dass es laut oder ungemütlich wird (Bauarbeiten), gib den Vögeln vorher und/ oder hinterher eine Belohnung/ Beschäftigung, die sie besonders lieben. Belohnung hier nicht im Sinne von "großer Futterhaufen", sondern etwas, mit dem sie sich auch länger befassen können, meinetwegen Futtersuchspiele, Bademöglichkeiten, Lieblingsspielzeuge, Astbündel mit Blättern zum Nagen etc. Sie verbinden dann nach und nach den Lärm mit dem Schönen, Spannenden und werden selbst entspannter.
    Wenn es geht (kommt drauf an, was du für eine Voliere hast...), stelle die Vögel möglichst schnell in den Raum, der schon fertig ist, und sei es ein wenig benutztes Zimmer (außer Bad und Küche mMn), da haben sie dann ihre Ruhe und könnten auch frei fliegen.

    Bzgl. Vertrauen: Erstelle dir einen kleinen Plan, was du angehen möchtest und wie (bleibe erst mal bei einer Sache, z.B. Vogel wird belohnt, wenn er entspannt ist, oder Targettraining, oder Vogel sitzt an einem bestimmten Ort, wo er entspannt Stress-Situationen abwarten kann oder Vogel interessiert sich für/ beschäftigt sich mit etwas, das ihn auslastet und ihm Spaß macht) und übe täglich eine Mini-Sequenz davon. Und seien es nur 1 Click/ Belohnung für ein gezeigtes Verhalten. Nach und nach wird sich Vertrauen aufbauen:
    Vertrauen = die Erfahrung, dass du zuverlässig/ berechenbar bist und viel öfter freundlich als erschreckend. Je öfter er dich positiv erlebt hat, desto schnell wird er auch negative Erlebnisse verarbeiten (können). Zum Positiv-Erleben gehört die immer gleiche Ankündigung "erschreckender Erfahrungen" wie Baulärm, Napfwechsel, Näherkommen etc.

    Wenn die Arbeiten wirklich so lange dauern und in deiner Wohnung kein anderer Platz ist, würde ich überlegen, die Vögel so lange bei Freunden mit Platz und Interesse unterzubringen und oft zu besuchen. Besonders, wenn durch die Renovierung der Freiflug wegfällt. So eine Entscheidung muss ja nicht übers Knie gebrochen werden, aber wenn die Wohnung langfristig für die Vögel zu stressig/ gefährlich (Staub) ist, würde ich mal Ausschau nach Freunden halten, die schon mal Vögel hielten oder mal welche halten wollen oder einfach viel Platz haben und in deiner Nähe wohnen, so dass du die Vögel größtenteils selbst versorgen kannst. Ideal wäre z.B. ein Ferienzimmer etc., das von außen separat erreichbar ist, so dass du auch zu den Vögeln kannst, wenn die Gastgeber nicht zu Hause sind.
     
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  6. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Weder noch.
    Also nicht komplett wegbleiben, denn dadurch wird die erlebte Angst ja evtl. verfestigt. Aber auch nicht Zähmen im Sinne von "zwangsweise zu nahe beim Vogel sein".
    Bleibe immer mal wieder in einiger Entfernung, rede mit den Vögeln oder singe, wenn du das gerne machst. Rede gezielt mit ihnen, aber gehe auch - langsam, ohne sie zu erschrecken - deinen normalen (Haushalts-) Arbeiten nach.
    Vertrauen wird durch regelmäßige, positive, vorhersehbare Erfahrungen mit dir aufgebaut, nicht durch längeres Wegbleiben, aber auch nicht durch Näherkommen trotz Angst der Vögel.
    Baue Routinen ein: Sage immer vorher mit den gleichen Worten und/ oder Gesten, was du machen willst und mache das immer ungefähr zur gleichen Tageszeit, so dass sie sich darauf einstellen können (z.B. morgens und abends wird Wasser und Futter gewechselt, dazwischen nicht. Wenn die Voliere gereinigt wird, sagst du vorher einen bestimmten Satz und wartest später etwas ab, damit sie entsprechende Vorkehrungen (weit entfernt sitzen etc.) treffen können. Du hast den Vogel oft belohnt, wenn er weit vom Wassernapf entfernt saß und dazu "Wasser" gesagt, und fängst jetzt an, das Wasser immer zu wechseln, wenn er dort sitzt, und/ oder ihn zu belohnen, wenn er vor dem Wasserwechsel weg geht - so lernt er, dass er sich in Sicherheit bringen kann und dass Wasserwechsel keine Bedrohung für ihn ist, aber auch, dass du berechenbar bist und nicht plötzlich in seine Nähe greifst). Etc.
     
  7. #6 papugi, 21. Juni 2017 um 15:00 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2017 um 15:06 Uhr
    papugi

    papugi Foren-Guru

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    sorry furs verpfuschte zitat Stéphanie...
    aber das ist ein gute idee fur den anfang und leicht ausfuhrbar...
    "Wenn du weißt, dass es laut oder ungemütlich wird (Bauarbeiten), gib den Vögeln vorher und/ oder hinterher eine Belohnung/ Beschäftigung, die sie besonders lieben"
    Der rest ist Auch voll gute ratschlage:blume:
    Celine

    Mit dem sichtschutz bin ich nicht ganz uberzeugt ob sie das beruhigt...weil wenn plotzlicher krach ist ohne das sie wissen voher er kommt, kann beangstigend sein...
    meine schwester, die die Vogel nicht storen wollte, ist gaaanz leise die treppe zu den vogeln runtergegangen... sie ist wirklcih leise wie eine katze...
    dei Vogel konnten sie nicht sehen...was meinst du was fur eine panik das ausgelost hat...
    ware sie die treppe runtergegangen einfach mit singen oder sprechen und normalen krach (welche die Vogel kennen)hatten sie voraussehen konnen ... ware keine panik geschehen ...
    deswegen Weiss ich nicht was besser ist...
    Celine
     
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Mohrenkopfpapagei wieder ängstlich

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