Mutationszucht - wie weit soll es gehen ?

Diskutiere Mutationszucht - wie weit soll es gehen ? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Dann müsste man konsequenterweise auch den Weg gehen und die Zucht der noch "reinen" Arten irgendwie restrektiv begrenzen auf einen bestimmten...

  1. Vanellus

    Vanellus Banned

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    Ein wichtiger Schritt in die Richtung wäre eine Gründung einer entsprechenden Interssengemeinschaft, die sich auf bestimmte Kriterien einigt, immer das Hauptaugenmerkt auf den Vogel in der Natur und seiner natürlichen Umgebung gerichtet. Wichtig wäre eine genaue Bestanderfassung aller noch reinen Vögel und eine gute Zuchtbuchführung. Nachzuchten werden ausschließlich an Gleichgesinnte mit der Verpflichtung zur Zuchtbuchführung weitergegeben, so daß sich der Personenkreis stetig vergrößern kann.
     
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  3. Moni

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    Ich sage ja nicht dass die einzelnen Züchter Geld verdienen, aber die Verbände benötigen dieses Geld ja beispielsweise zur Herausgabe der Zeitschriften, Durchführung der Schauen etc. pp.

    Ich würde nur befürchten, dass Eure Vorschläge bzw. die Durchsetzung derselben hinsichtlich der "naturnahen Vögel" und auch der konsequenten Zuchtbuchführung es mit sich bringen würden, dass die Zahl der Vogelzüchter und -halter nicht unbedingt steigt. Ich beispielsweise züchte Kanarienvögel. Wo bzw. in welcher Art wären die angesiedelt?

    Die Arten wie Wellensittich etc. sind wohl wirklich schon in den Brunnen gefallen. Ich muss wieder dieses Forum hier heranziehen, gerade die vielen verschiedenen Farben machen ja für viele Hobbyhalter, und solche Leute braucht das Hobby der Vogelzucht, den Reiz aus.
     
  4. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Das hieße dann, die Haltung bzw. Zucht mancher Vogelarten bliebe den "privilegierten" vorbehalten? ;)

    Das hätte natürlich den unbestreitbaren Vorteil, dass vielleicht auch Arten die in Menschenhand recht selten geworden sind ausschließlich zu Zuchtzwecken gehalten würden.
     
  5. rebell

    rebell Guest

    Hallo Moni,
    nochmals - ich bin nicht dagegen z.B. WS in verschiedenen Farben zu züchten oder Kanarien in diversen Farbschlägen - vielleicht kann man auch noch die Gloster u.ä. akzeptieren aber nicht die gebogenen und frisierten Arten und wir sollten auch nicht noch zusätzlich nach neuen Formen und Farben streben sondern uns auf das beschränken was es jetzt gibt. Dann hat man immer noch den Reiz der Farbenzucht sofern die Farben keine weiteren genetischen Schäden verursachen.

    Die Begrenzung der Zucht von verschiedenen Arten auf einen bestimmten Personenkreis halte ich nciht für sinnvoll aber man könnte z.B. auch die Sachkundenachweise ausweiten (vielleicht nicht gerade für dom. Arten) ich denke da an noch artenreine und etwas schwieriger zu züchtende Afrikaner und Asiaten, an Weichfresser oder Cardeluiden.

    gruß
    rebell
     
  6. Vanellus

    Vanellus Banned

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    Der Kanarienvogel, aber auch das Japanische Mövchen und die Lachtaube, sind seit Jahrhunderten durchgezüchtete Vogelarten, sogar unter Verwendung anderer Arten, und daher fallen diese meiner Meinung nach nicht in das Raster, da diese Vögel so nicht in der Natur vorkommen.
    Man sollte sich auf die Arten beschränken, die man zu diesem Zeitpunkt noch retten kann. Dazu zähle ich auch die Gouldamadine, wenn sich die Züchter reinerbig wildfarbener Vögel zusammenfinden würden.

    Nun, ein privilegierter Kreis muß ja nichts nachteiliges bedeuten, wenn man sich für Nachwuchs offen hält. Stets im Vordergrund des Interesses stehen sollten doch die Vögel.
    Wobei ich davon ausgehe, daß man seine Vögel auch zu Zuchtzwecken hält, gehört es doch zum natürlichen Verhaltensmuster der Tiere sich zu vermehren. Ihnen das zu ermöglichen gehört meiner Meinung nach zu einer naturgemäßen Haltung.
     
  7. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Hi Rebell,

    das Thema kommt regelmäßig auf und erreicht leider nicht die, die es betrifft. Ich selbst habe es bereits mehrmals auf unterschiedliche weise angesprochen. Genau die selbe Empfindung, wie Du hast, schrieb ich am 19. Februar:

    Verharmlosungen kamen danach auch:


    Und übertreibung:




    In der daraus entstehenden Diskussion sagte ich auch:

    weiterhin:

    Angefügt merkte jemand anderes an:



    Interessant ist auch dieser Beitrag:

    Die Diskussion ging noch um einiges weiter, auch in andere Richtungen. Was mir aber noch etwas in den Knochen sitzt, ist,


    was bedeutet, dass man die Erkenntnisse dieser Wissenschaft gezielt einsetzt, um neue Mutationen (Modifikationen) hervorzurufen. Es werden dem Futter Stoffe beigemengt, die Veränderungen bewirken (abgesehen von Farbverstärkern).

    Etwas humorig auf die Spitze getrieben habe ich das Thema hiermit:

    Dieses Thema wurde zwischen "unwichtig" und "belanglos" in die Quasselecke verschoben.

    Lohnt sich da noch eine Diskussion?

    Grüße, Al
     
  8. Moni

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    Wenn man dieses Zitat nimmt, dann lohnt sie sich nicht! Sowas kann sich der Otto Normalzüchter nämlich nicht leisten... Modifikationen sind übrigens nicht vererblich. Ich denke auch, das Thema geht nicht ganz in die selbe Richtung wie die damalige Diskussion.
     
  9. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Nee, weil zu viel Anderes darin war. Hier ist es ja auch nur ein Auszug daraus zu diesem Thema.
     
  10. rebell

    rebell Guest


    Hallo Al,

    eine Diskussion lohnt sich allemal. Denn ich glaube es gibt inzwischen immer mehr Züchter und Vogelhalter die ähnlich denken. Innerhalb den Verbänden wird doch dieses Thema tabuisiert. Mitglieder die diese Einstellung hier vertreten werden angemacht und aus Foren ausgeschlossen.

    Vielleicht sollte man wirklich den Mut finden und den Diskussionen auch Taten folgen lassen in dem man z.B. eine neue Interessengruppe / Verband / Verein oder wie auch immer gründet, in welchem sich Vogelzüchter wieder finden können, die zwar nicht gänzlich gegen Mutationszuchten sind, jedoch inzwischen bemerkt haben, dass das Treiben einiger (mächtiger) in den Verbänden in die falsche Richtung geht.

    Es wäre mal schön zu sehen, was ind en Verbänden geschieht, wenn sich ein solcher Verein oder Verband mal etabliert hat. Ich glaube z.B. daran, dass verantwortungsvolle Anfänger der Vogelzucht schon unterscheiden würden wo man den Vögeln gerechter wird und wo es immer nur darum geht Pokale und Annerkung einzuheimsen.

    rebell
     
  11. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Und genau das ist imho der Antrieb bei der ganzen Diskussion ;) Dieser neue Verein gibt dann sicherlich auch bessere Ringe aus :D Veränderungen innerhalb bestehender Verbände zu bewirken ist wahrscheinlich aus den genannten Gründen nicht so einfach?
     
  12. alfriedro

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    Was die Prachtfinken anbelangt, gibt es einen solchen Verein schon. In den Sechzigern hat sich mehr oder weniger aus Protest die "ESTRILDA" gegründet, die die obigen Ziele sehr konsequent verfolgt. Sie war eine eigene Gruppe innerhalb der AZ und wollte innerhalb des Vereins für Erhaltung und gesunde Zuchtziele werben. Der Widerstand der Kanarien- und Wellensittichzüchter war groß, der Verein hat schließlich denen nachgegeben.
     
  13. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Und, gibt es die noch?
     
  14. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    http://www.estrilda.de/
     
  15. rebell

    rebell Guest

    Hallo Moni,

    Ringe sind hier eigentlich nicht das Thema aber dazu ganz kurz. Es gibt bereits einen Verband die VZE in welchem die Züchter eine Auswahl haben von welchem Hersteller sie bestimmte Ringe haben wollen. Das wäre doch eine praktikable Lösung auch für einen neuen Verein. Jeder Züchter soll seine Ringe von dem Hersteller beziehen der ihm zusagt. Man müsste nur erreichen, dass dieser "alternative Verein" eine behördliche Genehmigung bekommt auch amtl. Ringe herstellen zu lassen die de Züchter dann beziehen können - von wem auch immer
    Soviel zu den Ringen.

    Veränderungen innerhalb bestehender Verbände zu bewirken - ich gehe davon aus, dass du das AZ-Forum verfolgst - bevor du in diesem Verband etwas bewirken kannst werden Kühe Klavier spielen lernen - so was ist doch nicht gewollt, dort werden anders denkende mundtot gemacht - also warum sollte man sich das antun. Die Lobby der großen WS-, GS - EX und Kanarienzüchter ist dort viel zu groß und wer für seinen WS mal so 100 Euro oder mehr "ernten" kann weil der Vogel noch massiger ist und bei der Bewertung noch besser abgeschnitten hat als im letzten Jahr wird einen Teufel tun und sich das nehmen lassen.

    rebell
     
  16. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Da hast Du natürlich recht.
     
  17. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    In das AZ-Forum komme ich nicht rein, weil ich mein Passwort vergessen habe. :+pfeif: Lesen kann ich aber. Aber die Veröffentlichungen in den AZ-Nachrichten sind schon genug Anlass, sich zu grausen. Es wird dort viel ausführlicher über Mutationen und deren Bewertung geschrieben, als über Sachthemen von normalen Vögeln.
     
  18. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Naja, die AZ-Nachrichten sind darauf angewiesen, dass jemand Artikel einschickt.
     
  19. rebell

    rebell Guest

    Hallo Al,
    ich glaube es reicht wenn man die Diskussionen dort nachlesen kann, es ist ein bleibender Eindruck von dem wie dort mit manchen Meinungen umgegangen wird. Und selbst dort schreiben birgt ständig die Gefahr dass deine Beiträge gelöscht werden wenn sie zu kritisch sind oder du dür eine gewisse Zeit gesperrt wirst.

    Vielleicht lassen sich hier noch Gleichgesinnte finden um das Thema weiter zu verbeiten z.B. in die Ortsvereine tragen und die Dikussion nicht einschlafen zu lassen. Möglicherweise gibt es dann doch irgendwann eine Chance etwas zu bewirken ob in den bestehenden Verbänden / Vereine oder in einer neuen Interessegruppe bliebe abzuwarten.

    gruß
    rebell
     
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  21. Melody

    Melody Stammmitglied

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    Wobei ich glaube, in den etablierten Zuchtverbänden wird man mit diesem Anliegen eher auf Unverständnis stoßen, freundlich ausgedrückt.

    Ich würde gern mal wieder Wellensittiche halten, die nicht mit spätestens 5 Jahren an Tumoren erkranken, die vielleicht sogar, wie früher mal, 10 Jahre und älter werden, und die einfach hellgrün, zierlich und agil sind.

    Und nein, bei mir liegt es nicht an falschen Haltungsbedingungen, nicht an falschem, zu fetthaltigem Futter, nicht an irgendwelchen künstlichen Zusatzstoffen, die die Vögel bekommen. Ich möchte behaupten, wirklich gute Haltungsbedingungen zu bieten, und dennoch habe ich selten mal einen Wellensittich, der älter als 5 oder 6 Jahre wird, im letzten Jahr sind 3 an Tumoren gestorben bzw. mussten eingeschläfert werden.

    Sind die Wellis, wie hier jemand schrieb, wirklich in den Brunnen gefallen ? :nene: Und nehmen die Züchter das einfach so in Kauf ?
     
  22. Sigrid79

    Sigrid79 Foren-Guru

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    Ein Züchter, den ich kenne, hat solche kleinen, grünen Wellis, die der Wildform sehr nahe kommen. Sie sind wirklich schön. Soetwas sieht man sonst nirgendwo.
     
Thema: Mutationszucht - wie weit soll es gehen ?
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