Nach Reitunfall wieder auf´s Pferd?!

Diskutiere Nach Reitunfall wieder auf´s Pferd?! im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Wie manche von Euch wissen habe ich einen schweren Reitunfall gehabt und eigentlich stand es fest, dass ich die nächsten 2 Jahre nicht auf´s Pferd...

  1. #1 Poldilino, 28.12.2006
    Poldilino

    Poldilino Guest

    Wie manche von Euch wissen habe ich einen schweren Reitunfall gehabt und eigentlich stand es fest, dass ich die nächsten 2 Jahre nicht auf´s Pferd darf.
    Ich bin beim Aufsteigen, wegen einer nicht sitzenden Decke und eines unpassenden Sattels, (der eigentlich vom Sattler angepasst war!) mit dem Sattel beim Bocken meines Pferdes zur Seite gerutscht und abgestürzt und hab mir den Arm kompliziert gebrochen und ausgekugelt.
    Ich lag lange im Krankenhaus und habe einen 26 cm langen Nagel und 3 Schrauben verpasst bekommen und die Prognose war schlecht...
    Nun war ich vor 3 Wochen in der Unfallchirurgie in Duisburg und mein Arm ist trotz schlechter Vorhersehung doch zusammengewachsen!
    Nun meinte der Chefarzt, dass ich wieder aufs Pferd dürfte, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich nochmal auf den Arm falle ist so groß wie vorher, dann aber gefählicher, weil der Nagel dann durch den Knochen schlage und mich schlimmer verletzen könnte...
    Das Blöde ist, seit dem Sturz ist unser Pferd traumatisiert und selbst die Pferdeflüsterin Linda Weritz konnte nichts dran ändern und Cheyenne steht nicht mehr still beim Aufsteigen.
    Ich habe immer groß getan, von wegen, ich habe keine Angst!
    Aber nun, wo es plötzlich aktuell ist, traue ich mich nicht mehr auf unser Pferd...
    Wenn jemand an unserem Stall auf sein Pferd steigt und es losläuft, muss ich wegsehen, weil ich Angst bekomme!
    Ich will es ungerne zugeben, aber es ist so...
    Ich habe keine Angst vorm Reiten, nur vorm Aufsteigen!
    Die Kraft im Arm fehlt mir einfach, um mich dann fest zu halten, wenn sie loslaufen sollte.
    Ich habe mit ihr schon Bodenarbeit gemacht, mit Erfolg.
    Ich habe mich schon fast damit abgefunden sie nur am Boden zu Arbeiten und sie zu putzen und zu misten...
    Hat einer von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht???
    Ich freue mich über jeden Rat!!!
     
  2. Liesl

    Liesl ...die in den Wald zog

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    Hallo, Susanne.

    Ich hatte als Jugendliche mal einen schlimmen Reitunfall (an der Nordsee) gehabt.
    Lag mit einer äußerst komplizierten Sprunggelenkfraktur erst mal ein paar Wochen im Krankenhaus.
    Mein Fuß sah aus, wie ein Schaschlik-Spieß (die ganzen Drähte und Stangen, innen- und außen), und war fast 4 Monate bis zum Oberschenkel (falsch) eingegipst.
    Ich durfte fast ein halbes Jahr lang GAR NICHT laufen; nicht zur Schule usw., nur liegen.

    Mein Unfall passierte damals allerdings nicht DIRKET beim Aufsteigen auf’s Pferd.
    (Ich hatte das Pferd damals ohne Sattel und Zaumzeug versucht zu reiten, in einer großen Koppel...)

    3,5 Jahre später stand ich (erstmals wieder) vor der Situation:
    ... im Urlaub..,. mit Freunden..., Geländeritt... .
    Die Pferde am Urlaubsort (Spessart) kannte ich schon einige Zeit, nen bisschen Schiss hatte ich schon, ...aber nicht wirklich,... auch weil ich dem Pferd, welches ich reiten sollte, vertraute (!!!)

    Bei mir war der „traumatische Punkt“ nicht der „Akt des Aufsitzens“, sondern die ersten 2-3 Schritte des Pferdes (damals an der Nordsee sprang „Sonntagskind“ SOFORT mit wilden Bocksprüngen (ungezäumt) los.).
    „Lord“ blieb entspannt stehen, ...zottelte entspannt los, und Liesl entspannte sich auch wider Erwarten, recht schnell.

    Meine Freunde, die mit ritten, kannten meine Geschichte vom Unfall von damals, und waren sich meiner „Premiere“ bewusst, und ritten dementsprechend ruhig.

    Und dann ist es doch wieder passiert.
    Lord hatte vor irgendwas gescheut, und ging voll durch!

    Mein ganzer Körper wurde stocksteif (vor Angst), ich befahl mir noch selbst, die Füße aus den Steigbügeln zu nehmen, und ließ mich zur Seite vom rasenden Pferd fallen.

    Oh Wunder, dieses mal kein Knochenbruch,... aber mit dem Gesicht in ein (anfangs;) ) weiches Brennessel-Feld.

    Soweit die Geschichte zu meinem (schlimmen) Reitunfall, und dem ersten, ernsthaften Reitversuch -danach.

    Susanne:
    Wenn Du kein Vertrauen zu Cheyenne haben kannst (selbst die Pferdeflüsterin hat nix ändern können), steht m.E. Deine „Premiere“ von Anfang an auf „wackeligen Beinen“ bei einem eh traumatisierten Pferd (und Reiterin).

    Du schreibst... hast eigentlich keine Angst vorm Reiten, sondern nur vorm Aufsteigen...
    Ich konnte das auch nicht richtig aus deinem Text herauslesen, ob Du seit Deinem Unfall schon wieder auf anderen Pferden geritten bist.

    Ich würde es auf jeden Fall erst einmal an ruhigen, „normalen“ Pferden versuchen, mit dem Aufsteigen,... und so.

    Wenn ich dem „Lord“ damals nicht so vertraut hätte, wäre ich im Leben nie auf ihn aufgestiegen und mit ihm ins Gelände gegangen.
    Beim Aufsteigen war mir ganz schön schwindelig, und ich hatte mich kaum getraut, zu atmen.
    Da er aber so schön stehen blieb, und brav loszottelte, war DAS schon nach wenigen Sekunden vorbei.
    Die gleichen Schwindelattacken bekam ich nochmals, als er dann im Gelände durchging.
    Obwohl ich (anfangs) noch oben saß, kamen mir SOFORT die Bilder von der Nordsee "hoch", von meinem ersten schlimmen Reitunfall.

    :trost: Drücke die Daumen,
    daß Du und Cheyenne wieder "zueinander finden".

    LG,
    Liesl
     
  3. Gabi.B

    Gabi.B Stammmitglied

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    Hallo
    Ich stimme Liesl zu,das Du es erst mal auf ruhigen Pferden versuchst.
    Ich steige immer von einer kleinen stabielen Leiter(2 Stufen Tritt) auf.
    Versuch doch dein Pferd daran zu gewöhnen erst einmal in ruhr neben dem Tritt stehen zu bleiben.
    Und dann wenn das klappt,versuche Dich auf die Stufen zu stellen und in kleinen schritten immer langsam mehr und mehr.

    Ich drücke Dir die Daumen und glaube,das Du das schaffst.:zustimm:
     
  4. Brego

    Brego Frodo-Fan

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    Nachdem ich mir bei einem Reitunfall einen Rückenwirbel gebrochen hab, hatte ich auch fürchterlichen Schiß vorm reiten.
    Aber dank eines ganz braven und ruhigen Pferdes hab ich mich dann doch wieder aufs Pferd getraut.
    Vor zwei Jahren hab ich das Reiten zwar komplett aufgegeben, bzw wollte es aufgeben :~ denn seit kurzem reite ich aber nun doch wieder und zwar das WB meiner Freundin.
    Das Pferd ist zum Glück beim aufteigen super brav, denn auch mich stört es total, wenn das Tier nicht stehen bleibt und man halb im Steigbügel ist, der Hintern hängt noch auf der Seite und es marschiert schon los.
    Ich bin zudem noch recht klein, kann über das Pferd nicht mal drüber gucken und deswegen laß ich mich halt einfach meißtens raufheben. Hast Du im Stall denn keine Mitreiter, die Dir da helfen?
    Laß Dir beim aufsteigen halt von jemanden das Pferd halten oder laß das Halfter noch solang über dem Pferdehals hängen, bist du oben bist.
    Also so hab ich's früher immer gemacht, daß ich nicht immer wenn zum "raufheben" hatte und bevor mein Wallach schon zum marschieren anfängt, hab ich halt da immer das Halfter über seinem Hals gelassen, bis ich oben war und es dann erst abgeschnallt. War keine große Sache und so konnte er nur ein paar Schritte hin oder her gehen und ich kam trotzdem rauf.
    Zudem stellte ich ihn immer in das letzte Eck vom Putzplatz, wo er neben sich die Mauer hatte, also konnte er zu dieser Seite hin schon mal nicht ausweichen.
    Na, ich denke, es gibt schon ettliche Tricks, damit die flott auf's Pferd kommst und ich wünsche Dir viel Erfolg! Sicher wird Dein Pferd irgentwann (wenn Du nicht mehr nervös neben ihm stehst und Dir schon vorher Sorgen machst, wie Du wohl raufkommst) merken, daß 'Aufsteigen' nicht ganz scho schlimm ist.
     
  5. #5 bummelkatrin, 01.01.2007
    bummelkatrin

    bummelkatrin Guest

    Wenn der Willen stärker ist wie die Angst, wird das schon wieder.
    Ich hatte meinen schlimmsten Unfall im Okt. 2004. Ich wurde von einem versetzt vor mir laufendem Pferd von meinem Pferd runter getreten, volle Kanne in den Bauch. Das hat gesessen, bin mit samt Sattel davongeflogen. Das Resultat waren innere Verletzungen, Operation, 4 Wochen u. 2 Tage Krankenhausaufenthalt. Mein Pferd hat den anderen Huf abbekommen - eiternde Wunde, gelahmt, leicht aphatisch. Alles ist wieder geheilt u. meine Angst auch. Bin im März des Folgejahres das 1. Mal wieder aufs Pferd gestiegen, hab am ganzen Körper geschlottert, aber mein Willen war stark. Nach dem 3. Mal war wieder alles beim Alten. Auch sonst habe ich schon einige Stürze hinter mir, mit Steißprellungen usw..
    Also Kopf hoch und dran bleiben, mein Pferd ist es mir wert, außerdem ist es ein tolles Hobby.

    Liebe Grüße Bummelkatrin
     
  6. Mary

    Mary Guest

    Hallo Susanne,
    habe zwar keine solchen Erfahrungen wie viele andere,aber ich kann mir trotzdem vorstellen,das es schwierig ist da den inneren Schweinehund zu überwinden.
    Aber ich würde auch sagen,wenn es irgendwie geht,versuch es erst einmal mit einem anderen,ruhigen Pferd.
    Würde auch das Pferd von Jemand halten lassen,bis Du soweit bist.Vielleicht auch erst mal anführen lassen,oder zu Anfang an der Longe.
    Lass Dir einfach Zeit und überstürz nichts.
    Dabei kannst Du auch den Arm wieder langsam trainieren,so das Du wieder mehr kraft bekommst.
    Drück Dir die Daumen.
     
  7. #7 purzelflatterer, 02.01.2007
    purzelflatterer

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    Welcher Reiter stand nicht schonmal vor diesem Problem. Ich habe auch einen schweren Sturz hinter mir, habe auch ein halbes Jahr nur gelegen und durfte ein weiteres halbes Jahr nur mit Krücken laufen.

    Dann fiel es mir auch sehr schwer wieder aufzusteigen. Ich habe mir auch ein anderes Pferd gesucht, ein viel kleineres und habe da geübt. Habe mir auch jemanden gesucht, der mein Pferd festgehalten hat, so dass es sich maximal drehen konnte, aber nicht loslaufen.

    Falls dein Pferd ein Trauma dadurch hat, lass jemanden ohne Angst das mit dem Pferd üben, bis ihr zwei wieder zusammen Vertrauen gefasst habt.

    Viel Glück und denk dran: das Glück der Erde liegt wirklich auf dem Rücken der Pferde!
     
  8. #8 Bömmel, 06.01.2007
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    Bömmel Foren-Guru

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    Hallo Poldilino,

    mein Pferd hatte ein halbes Jahr lang beim Aufsteigen so übel gebuckelt, daß ich bis zu 3 Versuche brauchte bis ich sitzen konnte. Als er dann jedoch mal bei so einer Aktion stieg und auf mich fiel, hatte ich panische Angst vor diesem Pferd. Die Tatsache daß er "nix dafür konnte" weil ein unpassender Sattel und zusätzlich Gurtzwang dazu kam, half mir dabei auch nicht. Wir haben das leider erst nochmal ein halbes Jahr später, als ich ja bereits Monate nicht mehr ritt, festgestellt. Alle sagten damals zu mir, der ist jung, der testet Dich.... Das war absolut falsch, er hatte schlichtweg Schmerzen und Panik. Ich steige jetzt mit Aufstiegshilfe auf - es geht prima, er macht nichts!!! Es findet sich immer irgend etwas wo man drauf steigen kann, und wenn es der Anbindebalken ist. Anfangs bin ich so aufgestiegen daß ich gar nicht in den Steigbügel mußte, also direkt in den Stattel gleiten konnte. Mittlerweile kennt er das schon, egal so ich ihn "hin parke", er steht und wartet bis ich sitze. Und das funktioniert sogar mit jedem Baumstumpf im Gelände. Er weiß inzwischen auch daß es nicht mehr "schlimm" ist wenn ich aufsitze, Augen und Ohren bleiben ganz gelassen.
    Versuche doch einfach mal so auf Dein Pferd aufzusteigen. Wenn Du nur Angst vorm Aufsteigen hast, vielleicht ist das eine Möglicheit für Dich. Ich wurde anfangs immer belächelt weil ich so aufsteige, mittlerweile hat sich aber jeder daran gewöhnt und es ist für alle normal.

    Gruß, Petra
     
  9. #9 Columbo, 10.01.2007
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    Hallo,
    ich habe gerade auch diese Erfahrung gemacht, denn ich bin am 16.09.2006 von meinem gerade erst neu gekauften (2 Monate) Wallach gestürzt. bzw. wir beide sind gestürzt. Ich habe mir dann den Schienbeinkopf gebrochen, welcher dann mit einer Schraube wieder repariert worden ist. Ich war 2 Tage im Krankenhaus und seit dem laboriere ich damit herum.
    Ich kann seit ca. 3 Wochen auch ohne Stützen gehen - schön ist es noch nicht, daber immerhin. Aber ans Reiten ist noch nicht zu denken.

    Dieses Phänomen habe ich erst gerade letzten Sonntag erlebt, denn ich longiere mein Pferd seit ca. 3 Wochen wieder eigenständig und dachte ich könnte schon mal aufsteigen. Also auf ein Kavaletti geklettert - man gut, das es meine Krankengymnastin nicht gesehen hat - und den Fuß in den Steigbügel, aber was passiert???? Nix, ich stehe wie einbetoniert da und kann mich nicht abdrücken. Mein ganzer Körper rebelliert, Schweißausbrüche und mein Kreislauf sinkt. 2. Versuch von rechts, denn ich habe mir ja das linke Knie gebrochen - gleicher Effekt. Nix zu machen.
    Also was sagt es mir??? Reiter sind eigentlich schon ganz schön bescheuert, das sie nach auch so einem schlimmen Sturz wieder aufs Pferd wollen, aber wenn man dann auf den Körper hört ist es schon richtig.

    Ich kann nur so viel sagen, dass ich auch überlegt habe und auch manchmal noch überlege ob ich wieder reiten soll. Wenn man ein liebes Pferd hat, was still steht beim Aufsteigen und auch sonst keine Macken hat, dann kann man es einfach mal versuchenl. Aber nie zu viel verlangen, einfach ein paar Runden im Schritt durch die Halle oder so.

    Ich wünsche allen "Gefallenen" wieder den Mut und die Kraft sich auf ihr Pferd oder ein anderes liebes Pferdchen einzustellen. Denn wer einmal dem Pferdevirus verfallen ist kommt davon ziemlich schlecht wieder los.
     
  10. #10 Columbo, 10.01.2007
    Columbo

    Columbo Mitglied

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    Kleine Anmerkung noch an Poldilino:

    Gibt es nicht die Möglichkeit, dass jemand aus dem Bekanntenkreis dein Pferd in der Zwischenzeit reitet und versucht sich diesem Problem anzunehmen?
    Ich bin sehr sehr froh darüber, dass ich als ich meinen neuen Riesen gekauft habe die Reitbeteiligung gleich mit übernommen habe, denn wenn sie nicht wäre, dann würde ich ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. :prima:
     
  11. #11 littlefisher, 25.01.2007
    littlefisher

    littlefisher Guest

    Hallo !

    Genau das kenne ich .... Ich hatte einen Island Wallach der super lieb war . Ich konnte alles mit ihm machen ein absolutes Verlasspferd habe ihn mit sechs Jahren bekommen . Und eines Tages sind wir im Wald ausgeritten . Und es waren Jäger unterwegs und auf einmal kreuzte uns eine Rehherde und sprangen vor und hinter uns aus dem Dickicht . Mein Pferd ist völlig nervös geworden und wild losgerannt. Ich konnte ihn auch nicht irgendwie an der Trense rumziehen , weil viel zu viele Bäume im Weg standen und anhalten wollte er nicht. Wir sind dann zu einem alten verdorrten Asphaltweg gekommen der dick mit Moos bewachsen war und mein Pferd ist mit den Hufeisen auf diesem Weg weggerutscht und wir haben uns überschlagen. Mein Pferd hatte leider so schwere Verletzungen dass es vor Ort einen gnaden Schuss bekam ich bin mit den Hubschrauber in eine Unfallklinik in Duisburg geflogen worden. Ich habe davon aber nichts mehr mitbekommen , da sie mich wohl bewusstlos unter dem Pferd hergezogen hatten . ich hatte etliche innerliche Verletzungen und Knochenbrüche. Ich war damals 18 Jahre alt . Ich habe 9 Jahre kein Pferd mehr angeschaut . Erstens habe ich sehr doll getrauert und zweitens hatte ich einfach Panik . Ich hatte keine Angst sondern wirklich Panikattacken . Aber da ich quasi mit Pferden groß geworden war , merkte ich das mir etwas fehlte . Vor zwei Jahren traute ich mich das erste mal wieder in einen Stall . Und ich suchte mir ein sehr liebes Pferd aus , zu dem ich wirlich vertrauen fassen konnte . Ich habe alles sehr langsam getan Schritt für Schritt und vorallem es war immer Jemand bei mir der zur Not eingreifen konnte . ich habe jetzt wieder ein Pferd aber die Angst sitzt mir immer noch im Nacken ... Ich reite auch schon wieder ins Gelände und habe absolut kein Problem mit den Pferden umzugehen . Aber wenn ich Rehe sehe oder ich merke das mein Pferd nervös wird steige ich sofort ab und gehe zu fuss weiter zum Glück habe ich ein sehr liebes Pferd der mir daraus kein Strick dreht . Ich muss sagen der Unfall ist jetzt über 10 Jahre her aber ich habe immer noch Angst . Ich kann Dir nur den Tip geben es langsam anzugehen und Dir nur so viel zu zutrauen wie du es innerlich für möglich hälst . Suche Dir eine Person des Vertrauens die dein Tier unter Kontrolle hat und übe das Auf- und absteigen Immer ein bischen mehr bis du wirklich die grpße Anfangsangst überwunden hast . Lass Dich zur Not an die Longe nehmen nur um dir ein Gefühl der Sicherheit zu geben aber schau dass Du dran bleibst ... und vorallem nicht aufgeben .
     
  12. #12 Hellehavoc, 25.01.2007
    Hellehavoc

    Hellehavoc Das Höllengeierchen

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    Du meine Güte, wenn man Euch so zuhört, bin ich richtig froh, dass ich keine Spur von Angst oder Panik oder sonstwas hatte damals.

    Beim Zureiten hat mein Pferdi sich durhc irgendwas so erschreckt und dann so gebuckelt, dass der Sattelgurt geplatzt ist und ich samt Sattel einen unfreiwilligen und unschönen Abgang gemacht hat.
    Mein Schulterblatt wurde von einem spitzen Stein aufgehalten - knack und durch.
    8 Wochen Korsett waren die Folge - 8 Wochen im Sitzen schlafen, kaum Luft und viel essen war auch nicht. Gnaw.
    Naja am 4. Tag nach dem Bruch sass ich wieder aufm Pferd (wen das mein Doc gewusst hätte, hätte er mich damals gelyncht) - und zwar auf dem selben, was mich durch seine Buckelei abserviert und meine Schulter zerknackt hatte.
    Scheinbar hatte er das Pferdependant zu einem schlechten Gewissen - er hat die ganze Zeit, als ich krank war, nicht gebuckelt und gemuckt.

    Ansonsten hab ich auch so schon unzählige Stürze hinter mir - beim Trainieren von Rennpferden passiert das nunmal häufiger, dass man den Abgang macht.

    Mein eigenes Hoppa hat mich beim 2. Testritt auch mal elegant abserviert. auf nem Waldweg aus vollem Speed die Bremse reingehauen und die Hinterhand in die Luft geworfen. Meine Begleitung meinte nachher, mein Salto Mortale sei filmreif gewesen. Naja so filmreif fühlte ich mich nicht, als ich da verdattert aufm Waldboden sass und hinter mir ein grinsendes Pferd stand - jaa, mein Racker hat echt und wahrhaftig bis über beide Ohren gegrinst.
    Ansonsten war er ein Durchgeher, Steiger und Treter - also ein schwieriger Fall, wie man so schön sagt. Naja als er mal kapiert hatte, dass ich sein Freund und 2. Chef unserer kleinen Zweierherde bin, liess er sich wiederstandslos trainieren, dass er nur noch auf Kommando getreten hat und gestiegen ist.
    Das Durchgehen hab ich ihm auch noch abgewöhnt. Allerdings bis er in der Fuhr war, hat er mich auch öfters ordentlich abserviert - ging aber immer glimpflich aus, weil ich mittlerweile gelernt hatte, richtig zu fallen. nur das Grinsen, wenn er mich mal wieder 'an die Luft gesetzt hatte' konnte ich ihm zeitlebens nicht abgewöhnen. :idee:
     
  13. Liesl

    Liesl ...die in den Wald zog

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    8o Yvonne,...was nen Alptraum !!!

    :trost: Bei solch einem (traumatischen) Erlebnis ist es kein Wunder, daß es bei Dir ein bisschen länger dauert, bis die Panik-/Angstattacken mal einigermaßen in den Griff zubekommen sind.


    :~ Wer sich mal ein bisschen mit Phobien (Angsterkrankungen, geläufige Beispiele: Höhenangst, Spinnenangst, Platzangst... u.a.) beschäftigt, erfährt auch, daß letztendlich nur die stete und direkte "Konfrontation" mit dem Angst-/Panik-auslösenden Faktor zur "Heilung" führen wird.


    @ Ich wünsche Euch allen vom ganzen Herzen, daß Ihr "es" eines Tages wieder schaffen werdet...


    LG,
    Liesl
     
  14. Iman

    Iman Guest

    Hallo zusammen,


    ich musste nach einem schweren Geländeunfall mit 16 Jahren aufhören mit dem Reiten :(
    Ich hatte beide Oberschenkel und 3 Lendenwirbel gebrochen!
    Vor 3 Jahren habe ich wieder angefangen! Habe mich einfach draufgesetzt *gg*
    Dann kam mein eigenes Pferd und alles lief super. Bis auf eines: Ich habe panische Angst im Gelände!
    Werde es auch wohl nicht mehr weg bekommen. Macht mir aber auch nix, verzichte ich gerne drauf!
    Habe mir eine RB gesucht, die 2x die Woche mit ihm ins Gelände geht! :)

    LG Jay
     
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