Nachbars stallose Hühner

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  1. #1 ostinata, 10.03.2011
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    Meine Nachbarn haben einen riesen Garten mit einigen Hühnern und einem Hahn. Manchmal sorge ich für die Hühner (Futter, Wasser), wenn sie übers Wochenende weg sind, ansonsten kenne ich mich damit gar nicht aus. Nun sind zwei Hühner getötet worden (von Wildtieren?) und die Nachbarin möchte direkt neue Hühner nachkaufen. Sie fragte mich, ob ich sie beim Kauf begleiten mag. Nein, ich mag nicht, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Hühner dort grundsätzlich in Gefahr leben. Sie haben zwar viel Freilauf und genug Futter, aber es gibt keinen Stall, nur ein paar alte Hundehütten zum Brüten oder Zurückziehen, geschlafen wird auf Baumästen (bei Wind und Wetter, ganzjährig). Als es sehr kalt war, waren einige Hühner nachts in einer der Hundehütten, die dann nachts zugemacht wurden. Bei starkem Regen können sich die Tiere unter einem ehemaligen Meerschweinchenstall unterstellen. Die Wassernäpfe werden sehr selten gesäubert. Das ist doch nicht o.k. so, was meint ihr? Da neue Hühner nachzukaufen, macht doch wenig Sinn?! Ich kann sie ja nicht zum Bauen eines Stalls und zum Säubern der Näpfe zwingen, aber irgendwie tun mir die Tiere schon leid, auch wenn sie viel (ungeschützte) Freiheit haben. Bitte ob meiner Unwissenheit nicht aufregen, ich suche einfach Rat und würde gerne ein paar Argumente haben, wenn ich mit ihr rede.
     
  2. #2 Penelope67, 11.03.2011
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    Hallo

    wie ich sehe hat dir keiner geantwortet.

    Ich weiß von den Nachbarshühnern dass wenn das Wetter ganz eklig ist, dass die am liebsten im Stall bleiben.

    Und auch wenn Hühner früher auf Bäumen gelebt haben, sind die gezüchteten von heute meiner Meinung doch etwas sensibler. Wie sehen denn die Hühner aus? gesund? dreckig? der Popo sauber?

    Schüsseln müssten aber immer wieder gereinigt werden, auch tiere mögen lieber sauberes Wasser und wegen der Infektionsgefahr.

    Dazu ein Gegenbeispiel: meine alte Nachbarin hat im winter den Stall GAR NICHT aufgemacht...ich bin immer wieder hin und hab die tiere rausgelassen, vor Allem es leben auch 2 arme Laufis mit den ganzen Hühnern, die dreckig vor Allem am Popo sind, was ein Zeichen für eine Haltung die nicht passt ist...und es sterben immer wieder Hennen die die dann einfach so respektlos auf den Misthaufen wirft...ich mag die alte eigentlich, sie glaubt den Tieren gerecht zu sein und lässt sich nicht umstimmen...

    Ich kann Dir nicht sagen was besser ist...vor allem, meine Nachbarin holt sich jeden sommer 50 männliche Kücken die sonst lebendig geschreddert werden bei einer eierfarm...so ca. 5000 pro Sommer...

    Die armen leben dann ihr kurzes Leben nur in der Box...
    bis sie geschlachtet werden...
    Ich könnte nur weinen, ich mach was ich kann, ...aber so lange wir so eine Einstellung gegenüber den Tieren haben wird es immer wieder diese Missstände geben...ich denke dass die Hühner deiner Nachbarin von allen Übeln das Kleinste haben...

    Liebe Grüße

    Penelope
     
  3. Pezi

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    Wichtig ist mal, dass sie immer genug zum Fressen und immer Wasser zum Trinken zur Verfügung haben. Das Wasser sollte schon täglich gewechselt werden.

    Zum Schlafen auf dem Baum: Ich hatte auch mal ein Huhn von einem Nachbarn, der so ähnlich drauf war, wie deine Nachbarn übernommen.... es ging partout nicht mit meinen anderen Hühnern in den Stall, sondern schlief immer in einem Baum, bis dann der Marder kam.... ansonsten Schnee, Regen, waren dem Huhn egal...
    Meine anderen Hühner bleiben bei Schnee lieber im Stall, bei Regen stellen sie sich unter einem dichten Busch unter...
     
  4. #4 Kanadagans, 11.03.2011
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    Hy!

    Was ist denn daran so schlimm, wenn die Hühner völlig frei leben? In herkömmlicher Haltung mit Stall, behaupte ich mal, kommen weit mehr Hennen durch Raubwild zu Tode, weil sie da drin gefangen sind und keinerlei Fluchtmöglichkeit haben, im Gegensatz zu denen draußen, die wegfliegen oder wegrennen können...
     
  5. #5 Andre@s, 11.03.2011
    Andre@s

    Andre@s Guest

    Sorry...Namensvetter, auch wenn ich meist (wenn auch im Stillen) mit Deinen Antworten und der Arrumentation die Du zum Ausdruck bringst, konform gehe, aber in diesen Fall defintiv nicht!

    Haus- wie auch Ziergeflügel, gehört meiner Meinung nach des Nächtens, defintiv in einem gesichterten, soliden Stall verwahrt! Was auch meine Erfahrungen gezeigt haben.

    Und wer das nicht gewährleisten kann oder will, sollte sich zum Wohl der Tiere, besser keine anschaffen!
     
  6. #6 Kanadagans, 12.03.2011
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    Hallo!

    Kein Problem, aber was meinst Du wohl, wie es damit in Südeuropa oder gar noch südlicheren Ländern aussieht? Sicher ist es da wärmer und regnet seltener, aber die allerwenigsten bäuerlichen Hühner werden da feste Ställe haben, und es gab in Deutschland bereits auch mehrfach verwilderte Hühnerkolonien (zB in Nordrhein- Westfalen, Stichwort "Buschhühner"), die einzig aus dem Grunde nicht dauerhaft waren, weil die Bodenprädatoren kaum Bruten gelingen liessen...

    Ich finde es nicht verwerflich, wenn sich jemand an völlig freilebenden Hühnern erfreuen möchte, da ich auch meine, dass nächtliche Sicherheitsverwahrung mehr den Bedürfnissen des Menschen entspricht, als dem der Vögel... Was verbessert werden könnte, wäre klar die Hygiene der Wasserbehälter, und auch die Unterstände müssten dringend huhngerecht angepasst werden (und wenn es ein offener Schuppen gegen mieses Wetter ist), ansonsten aber finde ich: Wenn das keine Faulheit von den Leuten ist, dann ist es doch ok, sie frei zu halten...

    Hühner sind als Beutevögel immer besonderer Gefahr ausgesetzt, ganz egal nun, ob sie gänzlich frei leben oder wie herkömmlich mit tags Auslauf und nachts Sicherheitsverwahrung.

    Wieviele Haus- und Höckergänse zB leben im Rheinland völlig frei an Parkgewässern? Und haben da sowohl Bruterfolg als auch nur sehr wenig Verluste durch Prädatoren, wenn die "Infrastruktur" des Revieres passt? Ist genauso ein Beispiel...

    Grüße, Andreas
     
  7. #7 ostinata, 13.03.2011
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    Vielen Dank für eure Antworten, scheinbar gibt es zu "stalllosen Hühnern" tatsächlich unterschiedliche Auffassungen, nur in Bezug auf die Hygiene des Wassernapfes besteht wohl Einigkeit. Ich schließe mich dann insgeheim den Stallbefürwortern (für nächtliche Sicherheit) an, werde die Nachbarn vermutlich aber kaum überzeugen können. Trotzdem kann ich meine Meinung ja mal höflich kundtun.
    Beste Grüße, ostinata
     
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