Nacktaugen oder Molukkenkakadu

Diskutiere Nacktaugen oder Molukkenkakadu im Kakadus Forum im Bereich Papageien; Ja danke! :beifall: Wie gesagt, ich werde wohl lieber keinen Papageien erwerben! Diesen Blödsinn habt ihr mir Gott sei Dank aus dem Hirn...

  1. Sky17881

    Sky17881 Guest

    Ja danke! :beifall:

    Wie gesagt, ich werde wohl lieber keinen Papageien erwerben! Diesen Blödsinn habt ihr mir Gott sei Dank aus dem Hirn gerissen!
    Meine Frage nur jetzt, was ich mir stattdessen für einen Vogel kaufen könnte?!
    Wellis sind süß aber ich möchte etwas größer werden, damit ich mir vielleicht später einen Papageien oder Kakadu zutrauen kann.


    :zustimm:
     
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  3. jayleane

    jayleane Sklave der Hutzis

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    immer Minimum ZWEI !!! Es gibt soweit ich weiß nicht eine einzige Vogelart, die Einzelgänger ist. Vögel sind Schwarmtiere, am wohlsten fühlen sie sich ab 4 aufwärts.
     
  4. Monsun

    Monsun Foren-Guru

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    Danke, Alfred! :)

    Der Thread ist wirklich sehr interessant :prima: , außerdem hat er jemanden gut belehrt! :trost:
     
  5. Gitti

    Gitti Mitglied

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    Hallo, Sky,

    diesen Satz solltest Du Dir gänzlich aus dem Kopf streichen:
    Das ist einfach die falsche Vorstellung bei der Papageienhaltung! Weil kein Mensch immer dann da sein kann, wenn der Papagei eben mal gekrault, entkielt werden oder mal spielen oder angekuschelt schlafen will. Und gerade große Papageien benötigen auch viel Abwechslung, die ihnen nur Artgenossen auf Dauer bieten können. Daher raten viele immer wieder zu mindestens paarweisen Haltung, wenn nicht gar zur Gruppenhaltung.

    Ich habe mittlerweile nur Paar- und Gruppenhaltung und bin echt froh darüber, denn ich hätte gar nicht die Zeit, nur einen halbwegs zufriedenzustellen. Wenn ich beobachte, wie diese sich selbst mit sich beschäftigen, welchen Unsinn und Unfug sie gemeinsam treiben, dann weiß jeder, daß man als Mensch niemals Gesellschaft für ein Tier sein kann!
    Gerade eben sah ich, wie meine Molukken gemeinsam eine Baumscheibe zerfleddern, der, der den größten Teil eben abgebissen hat, wird von den anderen verfolgt, jeder will das größte tragbare Teil haben - wie soll ich eine solche Freude mit einem einzelnen Papagei erreichen können? Da wird auch mal spielerisch gefetzt, aber die dicken Federn schützen ja vor Verletzungen, wenn ich dagegen spielerisch von einem Papagei gefetzt werde, tut das im Normalfall schon gut weh!

    Ich habe auch Tiere übernommen, die angefangen haben, sich zu rupfen und die Vorbesitzer plötzlich merkten, daß sie dem Vogel nicht mehr DIE Aufmerksamkeit bieten konnten, die er im zunehmendem Alter wirklich braucht - nach kurzer Eingewöhnungsphase leben sie in der Gruppe regelrecht auf und sind von den Vorbesitzern fast nicht mehr zu erkennen. Sie gehen freiwillig auf den Menschen zu, lassen sich auch mal kurz kraulen, aber dann zieht es sie doch wieder zu den anderen aus der Gruppe oder zum Partner!

    Und gerade Kakadus sind m.E. dafür alle das beste Beispiel! Und ich habe hier auch ein sehr schönes Beispiel von Alleinhaltung über mehrere Jahre sitzen: nach 27 Jahren Alleinhaltung und Angst davor, diesen nicht mehr mit Artgenossen vergesellschaften zu können, ist es nun soweit, daß ich mit diesen Schmusevogel heute kaum noch Kontakt habe und wehe, es sieht so aus, als würde ich die Partnerin anfassen wollen - dann krieg' ich mit entsprechender Körperhaltung gleich mal die Leviten gelesen! Dieser jahrelang allein gehaltene Einzelvogel will keinen Menschenkontakt mehr, er will niemals mehr alleine leben müssen und das zeigt er mir sehr deutlich! ER weiß ja nicht, daß ich das auch weiß und sogar froh darüber bin, daß er so glücklich ist!

    Ein Papagei, den man (=Mensch) nur mal knuddeln kann, ist kein glücklicher Papagei!
     
  6. DanielT

    DanielT Vorsicht, bissig!

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    Tatsächlich? Wissen das auch revierbildende, aggressive Arten? ;)
     
  7. Gitti

    Gitti Mitglied

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    Welche Arten sind das denn genau? Welche Papageien sind oder sind nicht revierbildend, welche sind denn von vornherein als aggressiv oder eben als nicht aggressiv einzustufen?
     
  8. Motte

    Motte Guest


    Ich bin nicht Daniel, möchte aber auch gern was dazu sagen. Gerade bei Kakadus wurde und wird ein hohes Agressionspotential festgestellt. Tritt dieses Verhalten bei erreichen der Geschlechtsreife und oder Brutstimmung ein, liegt die Erklärung "auf der Hand"

    Von dieser Seite aus betrachtet, kann eine Gruppenhaltung, zu einer Tragödie werden. Wo in der Natur Konkurrenten gejagt werden können, bis sie, für den Vertreibenden, eine befriedigende Distanz eingenommen haben, stossen die Tiere in Gefangenschaft sehr schnell an ihre Grenzen. Aus dem Weg gehen, wie in der Natur, gibt es da nicht. Das enge Zusammenleben könnte zusätzliche Agressionen aufstauen, die sich dann irgendwann explosionsartig entladen. Die kakas sind nur ein Beispiel. Soweit ich weiß, können Amas zeitweise auch mächtig Feuer unterm Hintern entwickeln
     
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  10. Gitti

    Gitti Mitglied

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    Ja, Motte,

    so gesehen hast Du sicher recht, das Problem liegt nicht daran, daß es revierbildende und nicht revierbildende Papageien gibt (obwohl mir da jetzt recht wenige zu einfallen??) oder gar aggressive Arten und weniger aggresive Arten gibt - diese Probleme sind "menschgemacht", sie liegen schlicht und einfach an den Haltungsbedingungen!

    Klar, man kann leichter einen Schwarm Wellensittiche halten, die benötigen weitaus weniger Platz als eben z.B. große Aras und Kakadus. Ich möchte nicht wissen, was passieren würde, wenn man 10 Wellis in einen handelsüblichen Mini-Wellensittichkäfig setzen würde und die darin wie die Ölsardinen leben müssten?? Ja, uns wenn man nun 4 Aras oder gr. Kakadus in denselben Verhältnissen einsperrt, da können durchaus Aggressionen (wie sicher bei den Wellis dann auch) entstehen, vor allem in der Brutzeit. Diese Problematik stellt sich aber bei allen Papageien, wenn man sie zu eng, zu menschbezogen und eben als "Schmusetiere" noch dazu halten möchte.

    Probleme mit "Aggressionen" sind m.M. nach allesamt "hausgemacht". Ich wehre mich irgendwie dagegen, daß es grundsätzlich "aggressive" Arten geben soll.
    Ein interessanter Beitrag Aggressivität bei Papageien ist hier nachzulesen.Vor allem dieser Satz "In der Natur handelt es sich bei aggressiven Verhaltensmustern fast immer um normale, durchaus sinnvolle Strategien. In Gefangenschaft ist aggressives Verhalten oft die Folge falscher Haltungs- und Zuchtbedingungen oder die direkte Antwort auf menschliches Fehlverhalten."
     
  11. Motte

    Motte Guest

    Hi Gitti

    >>Ich wehre mich irgendwie dagegen, daß es grundsätzlich "aggressive" Arten geben soll.<<


    Was meinst Du mit grundsätzlich agressiv? In der Natur findet man ganz unterschiedliche "Strategien", die es einer Art ermöglichen sich zu vermehren und zu überleben. Agression, so wie wir es nennen, ist oft ein nicht unerheblicher Teil dieser Strategien. Grundsätzlich agressive Tiere, wird man eher unter Einzelgängern finden, die sich lediglich ein raues Stelldichein, zur weitergabe der Gene zusammenfindet.
    Hormongesteuerte Agressionen können durchaus sehr nützlich sein. Das erkennt man an Tierarten, die eigentlich in einer Opferrolle leben, aber während der Jungenaufzucht z.B. derart agressiv sind, das es ihnen nicht selten gelingt sich sogar gegen Prädatoren durchzusetzen um die Nachkommenschaft zu schützen. Oder aber Agressionen gegen Artgenossen, die dem Individuum sein revier sichern müssen. In der Natur ist Nahrung nur mühsam zu beschaffen und es ist ein grosses Revier nötig um satt zu werden.

    Aber Du hast natürlich recht. Gerade diese natürlichen Mechanismen werden in der Gefangenschaft zu einem Problem, also sind sie hausgemacht.

    Es gibt Vogelarten, bei denen das Agressionspotential in Gefangenschaft deutlich sinkt. Das mag damit zusammen hängen, das Futter im Überangebot besteht und agressives Verhalten dem Artgenossen gegenüber garnicht nötig ist. Aber bei Krummschnäbeln reden wir von Tieren, die in einer mehr oder minder komplexen sozialen Struktur leben, in der das Zusammenleben fester Bestandteil des Lebens ist. Auf der anderen Seite gibt es in Gefangenschaft Faktoren, die es in der Natur nicht gibt.

    Wenn man also von einer agressiven Art spricht, ist dem vernunftbegabten Menschen klar das es sich bei der Art nicht um eine mordlüsterne Bestie handelt. Es muss dann aber auch klar sein, das man bestimmte Artennicht unbedingt ununterbrochen zusammen pflegen kann, ohne das mit Problemen zu rechnen ist. Das wird es sein, was Daniel sagen wollte.

    Daher schrillen bei erfahrenen haltern oder Züchtern auch sofort die Alarmglocken, wenn ein unerfahrener Mensch die Absicht hegt, Paüageien "mal eben" im Schwarm zu pflegen. Eine Minischwarm ist sicher für die Tiere eine wunderbare Lösung, allerdings nur wenn der Halter entsprechnde Möglichkeiten hat und er was auf was es zu achten gilt.

    Ich möchte mich Dir anschliessen was die Auslöser von Problemen in der papageinhaltung angeht. Da liegt das Problem eindeutig immer am Menschen: Missgedeutete Gebärden des Vogels, vermenschlichung, Haltung auf engstem raum, Schmusetiere usw. Die Latte ist endlos. Papageien werden oft als grosses Mysterium dargestellt. Wenn man einen total verkorksten Vogel aufnimmt (z.B.) hat man sicherlich ein kleines Mysterium Daheim hocken. Aber der Papagei an sich, hat klar umrissene Bedürfnisse, die seinen natürlichen Verhaltensweisen angepasst sind.

    Ein extremes, verinafachtes Beispiel: Wenn sich in der Natur zwei Grizzlis (gleichgeschlechtlich und ausserhalb der Paarungszeit)treffen, geht die Post ab. Also weiß man das es nicht wirklich klug wäre solche Tiere auf engstem raum gemeinsam zu pflegen. Weiß man das nicht, macht man Fehler und fragt sich was da schief gelaufen ist. Rein theoretisch könnte man dann auch hingehen und diese Tiere als agressiv und schwer pflegbar einstufen. Zack, da hat man sein Mysterium, obwohl das Verhalten der >Tiere in der Natur durchaus nützlich und vollkommen logisch ist
     
Thema: Nacktaugen oder Molukkenkakadu
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