Naturbrut - Handaufzucht - Teilhandaufzucht

Diskutiere Naturbrut - Handaufzucht - Teilhandaufzucht im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Wird ein Graupapagei, der keine Handaufzucht war genau so zutraulich, wie eine Handaufzucht, wenn man sich viel mit ihm beschäftigt?

  1. #1 Sarah-Kolleg, 29. August 2010
    Sarah-Kolleg

    Sarah-Kolleg Neues Mitglied

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    Wird ein Graupapagei, der keine Handaufzucht war genau so zutraulich, wie eine Handaufzucht, wenn man sich viel mit ihm beschäftigt?
     
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  3. PaulNesso

    PaulNesso Mitglied

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    Ich habe ein Zuchtpaar Graue und ein ZP hellrote Aras. Nur ein Ara ist eine Handaufzucht alle anderen sind Naturbruten. Meine Grauen wohnen bei mir im Wohnzimmer und haben sehr oft Freiflug. Aras haben eine grosse AV. Aber ich kann sagen, dass auch meine Grauen sehr zutraulich sind und ich sie überall streicheln kann. Die werden schnell zahm, zusagen ist das meine Grauen über 10 Jahre alt waren und vorher noch nie von nahe eine Menschenhand gesehen haben. Das geht sehr schnell. Uebrigends: Junge gibt es trotzdem. Bei den Aras ist es ein bisschen anders. Die NB kommt nur zu mir um eine Nuss zu holen, jedoch noch nicht auf den Arm, aber ich denke, dass wird er auch bald machen. Von HZ hört man immer wieder, dass sie schlecht sozialisiert sind (nur Mann oder nur Frau bezogen) und sich evtl. später beginnen zu rupfen. Ich würde nur eine NB kaufen
     
  4. Tierfreak

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    Ja, wenn man sich entsprechend mit ihnen beschäftigt und beim Zähmen behutsam vorgeht.

    Früher gab es kaum Handaufzuchten, sondern nur natürliche Nachzuchten, die man nach dem Flüggewerden selbst zähmen musste (Naturbruten) oder Wildfänge, die ebenfalls erst mal sehr scheu waren. Mit der nötigen Geduld und behutsamen Umgang mit den Tieren funktioniert das Zähmen auch bei diesen, was wie schon gesagt früher selbstverständlich.
    Durch die kommerzielle Handaufzucht wird das leider oft vergessen und manche behaupten, dass nur Handaufzuchten absolut zahm sind und bleiben, was jedoch Unsinn ist.

    Handaufzuchten neigen im Allgemeinen sogar schneller dazu, auch mal zuzuzwicken, wenn ihnen etwas nicht passt, da ihnen bedingt durch die Aufzucht per Hand die Hemmschwelle zum Menschen fehlt.
    Sie neigen auch schneller zu Verhaltensstörungen wie Schreien, da sie halt besonders leicht beim Menschen kletten.

    Ich würde raten, direkt zwei gegengeschlechtliche, blutsfremde Tiere zu nehmen, erst recht, falls die Wahl auf Teilhandaufzuchten oder komplette Handaufzuchten fallen sollte, wobei ich von letzteren wirklich abraten würde, da diese Tiere oft schon zu sehr auf den Menschen fehlgeprägt sind, woraus sich doch oft mit der Zeit Probleme einstellen, da das natürliche Sozialverhalten meist ungenügend ausgebildet werden konnte.
    Je länger sogenannte Handaufzuchten oder Teilhandaufzuchten solo unter Menschen leben, um so mehr wächst halt auch die Fehlprägung, die eh schon durch die Aufzuchtsforum begünstigt wird und um so schwieriger wird eine spätere Verpaarung mit einem Artgenossen, daher wirklich am besten gleich zwei nehmen.
    Naturbruten sind besonders empfehlenswert, da sie allgemein am besten sozialisiert sind und auf Dauer weniger Probleme bei der Haltung machen.
    Junge Tiere dieser Aufzuchtsform lassen sich mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl auch recht gut zähmen, sodass man sie gut händeln kann.

    Alternativ hat sich auch die Kombi Teilhandaufzucht/Naturbrut bewährt, wo beide voneinander profitieren können. Die Naturbrut (NB) bekommt so z.B. von der schon zutraulichen Teilhandaufzucht (THZ) gezeigt, dass der Mensch nicht wirklich gefährlich ist, was das Zähmen meist um einiges vereinfacht und schnelleres Vertrauen zum Menschen fördert und die Naturbrut erteilt der THZ wiederrum wertvollen Nachhilfeunterricht in Sachen arteigenes Sozialverhalten, was für ein glückliches Papageienleben mit der wichtigste Baustein ist.

    Wichtig ist auch, dass man sich als Halter auch nicht zu sehr ins Paargeschehen der Tiere einmischt und sie viel unter sich belässt, damit ihr arteigenes Sozialverhalten erhalten bleibt. Wir Menschen sollten mehr nur zusätzliche Schwarmmitglieder sein und sie nicht zu sehr betüddeln, sprich es mit Streicheeinheiten unserseits nicht zu sehr übertreiben und diesen Part größtenteils dem Vogelpartner überlassen.

    Wenn man dies beachtet, ergeben sich oft viele Probleme erst garnicht, auch unabhängig davon, ob man sich nun für Naturbruten oder Handaufzuchten entscheidet :zwinker:.
     
  5. fisch

    fisch Guest

    Eindeutig ja, selbst wenn man sich mit 2 NB beschäftigt, werden diese sehr zutraulich.
    Die meisten Fehler werden vom Halter gemacht, indem er in zu kurzer Zeit zu viel verlangt.
    Und wie schon angedeutet, EIN Papagei gehört immer zu einem Artgenossen und niemals in Einzelhaltung.

    __________________

    LG
    Sven und [​IMG]
    sowie ihre 1.1 Nachwuchsgeier
     
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