Naturbrut oder Handaufzucht was ist besser?

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  1. Maria Wach

    Maria Wach Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich will mir ein paar Grünwangenrotschwanzsittiche kaufen,nun würde mich interessieren was besser ist,Hand- oder Naturbrut?
    Ich habe schon des öfteren hier gelesen das die Naturbrut genauso zahm werden kann.
    Würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen kann, da ich eigentlich schon mehr zur Naturbrut dentiere.
    Gruß Maria
     
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  3. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi Maria,

    erstmal willkommen bei den Südami-Fans.

    Tue Dir und den Vögeln einen Gefallen und nimm Naturbruten.

    Mit einem bißchen Geduld werden Naturbruten auch zahm. Wenn Du allerdings Vögel haben möchtest, die man auf den Rücken legen und am Bauch kraulen kann, dann nimm Handaufzuchten. Aber sei Dir bewußt, dass Handaufzuchten sich meistens zu Problemvögeln entwickeln, sprich Verhaltensstörungen entwickeln, sich selber Rupfen, Eifersucht auf Partnervogel und Menschen entwickeln, zu Beissern und/oder Schreiern werden. Wie toll ist wohl Vogelhaltung, wenn man das Zimmer nicht verlassen kann, ohne dass einem die Geier die Bude zusammenschreien?

    Wenn Du Dich näher mit dem Thema Handaufzuchten beschäftigen möchtest, lies die Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.. Daraus sollte deutlich werden, dass ich nicht übertreibe.
     
  4. Maria Wach

    Maria Wach Neues Mitglied

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    Hi Chris,
    vielen dank das Du mir die letzten bedenken genommen hast, werde nun die Naturbrut nehmen.
    Hast du vielleicht auch ne Idee wie ich sie überhaupt zähmen kann.

    Gruß
    Maria
     
  5. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Hi again!

    Mit Geduld ;)

    Mir sagte mal ein Züchter: Liebe geht durch den Magen.

    Er hatte recht. Ich füttere meinen Aymaras neben Grünkost Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne. Letztere gibt's, weil sie zufettreich sind, nur abgezählt als Leckerchen. Ich habe sie zum Frühstück immer mit zwei Fingern ans Gitter gehalten. Irgendwann wurden sie dann durch's Gitter genommen. Später dann auch beim Freiflug.

    Ein Hahn war ein absoluter Schisser ... hatte totale Angst vor der Hand. Ich habe mich dann immer mit dem Zeigefinger ihm langsam genähert und dann die Hand weggezogen, als hätte ich Angst vor ihm. Dadurch bekam er binnen weniger Tage total Oberwasser und hechtete irgendwann hinter meinem Finger her :D Dies nur mal als Beispiel, daß die Geier durchaus unterschiedliche Charaktere haben und man sich darauf einstellen muß.

    Ansonsten ... wenn man genug Geduld hat, geht es eigentlich wie von selbst ... Südamis sind halt super neugierig.

    Übrigens ... wieviel weißt Du denn schon über Grünwangen?
     
  6. Maria Wach

    Maria Wach Neues Mitglied

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    Hi,
    ich hatte bis vor kurzem einen einzelnen,leider.
    Der war eine Handaufzucht,hatte Probleme mit den anderen (die haben ihm die krallen abgefressen) daher konnte er nur noch allein gehalten werden.War auch schon paar Tage alt.

    Aber er war mein Liebling, konnte nix mehr machen ohne das er auf meiner Schulter saß.
    Denn der gute durfte den ganzen Tag in der Wohnung rum sausen,was manchmal für uns gefährlich wurde, da er immer recht schnell auf einen zuflog.Ausweichen war dann pflicht den er tat es nicht.

    Was bei ihm allerdings komisch war, das er am Gitter hängend oder auf der Tür sitzend geschlafen hat.

    Das wäre meine nächste Frage, wie schlafen die den jetzt eigentlich? Hab hier gelesen im liegen. Was würdest du mir in dem Fall raten zu machen.

    Gruß
    Maria
     
  7. Hobbit

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    Hallo,

    ich habe eine Nymphensittichhandaufzucht (weia was für ein Wort!) hier (die lässt sich allerdings nicht auf den Rücken drehen- auf sowas wäre ich auch nicht gekommen).
    Wenn man Handaufzuchten nicht einzeln aufzieht und ihnen den Kontakt zu Artgenossen nie verwehrt können auch Handaufzuchten ein vogelgerechtes Leben unter Artgenossen führen....allerdings kann es ebensogut passieren dass sie sich einen Meschen zum Partner wählen und den Artgenossen links liegen lassen.
    Der Nachteil ist dass die Vögel dann nach dem Meschen rufen wenn sie alleine sind, weil sie nicht - wie zum Beispiel ein Hund- lernen können mit dem Alleinsein umzugehen. Als Schwarmtier sind sie eben nie alleine und die Partner trennen sich nicht täglich für mehrere Stunden!

    Naturbruten können auch wunderbar zahm werden, bleiben aber eigenständiger.
    Sprich wenn du heim kommst kann es passieren dass zwei (oder vier oder sechs....) zahme Vögel dich als prima Landeplatz betrachten, aber sie leben trotzdem mehr unter sich und bekommen keine Schreikrise, wenn du den Raum verlässt.

    Hinzu kommt dass Handaufzuchten ja durch die künstliche Fütterung nicht genau das gleiche an Nährstoffen abekommen wie Küken die von den Eltern gefüttert werden.
    Man veruscht zwar alle wichtigen Nährstoffe in diese Aufzuchtbreis reinzubekommen, aber ob man das wirklich sooo genau hinbekommt wie das Muttertier ist eben fraglich.
    Hinzu kommt dass nicht jeder Züchter der Handaufzucht betreibt die Vögel angemessen füttert- oft werden sie nicht alle 1,5 Stunden gefüttert sondern nur ein paar Mal am Tag und dafür mit einer größeren Protion. Dass das für so kleine Küken nicht gesund sein kann versteht sich von selbst.
    Außerdem kann es auch selbst guten Züchtern passieren dass der Brei noch zu heiß ist wenn er verfüttert wird. So können sogar Brandlöcher im Kropf entstehen aus denen der Brei dann rausläuft!

    Außerdem gibt es Züchter die den Elternvögeln das ganze Gelege respektive alle Küken auf einmal wegnehmen. Die Elterntiere legen dann wieder nach, aber wenn dies auf Dauer geschieht ist das natürlich für die Elterntiere nicht gesund!

    Alles in allem bist du mit einer Naturbrut besser beraten, da sie meist robuster und eigenständiger sind.
    Mit viel Geduld kannst du sie fast genauso zahm und unerschrocken "hinbekommen" wie Handaufzuchten.

    Sowohl bei Handaufzuchten als auch bei Naturbruten sollte drauf geachtet werden dass die Jungvögel nach dem Ausfliegen noch einige Tage bis Wochen Kontakt zu einer gemischten Gruppe mit auch älteren Tieren haben. So können sie die Feinheiten des arttypischen Verhaltens besser lernen als wenn sie sehr früh verkauft werden und nur unter sich Jungvögeln sind.

    Wenn du dir die Jungvögel beim Kauf lange genug vorher anguckst, bekommst du bestimmt auch ein Gespür dafür wer eher frech und vorlaut und wer eher schüchtern ist. Wenn du zahme Vögel willst würde ich also eher welche nehmen die nicht gaaanz so schissig wirken.

    Und dann eben immer mal wieder versuchen ob sie sich für Leckerbissen auf die Hand oder in deren Nähe trauen.....

    Viele arbeiten auch mit Klickertraining, vielleicht ist das ja was für dich?
     
  8. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Südamis schlafen meist im Liegen. Daher werden ja auch immer Schlafkästen empfohlen. Fehlt ein Kasten, hängen sie meist nachts im Gitter. Und mittags wird meist im Sitzen gedöst, wie man das auch von Australiern kennt.


    Wir haben übrigens am Kopfende ins Kastendach ein 2-Euro-Stück großes Loch gebohrt und siehe da, unsere Aymaras brüten nicht, da sich keine optimale Bruttemperatur im Kasten aufbaut. Dass das immer klappt, kann ich natürlich nicht versprechen.

    Bevor man damit anfängt, sollte man sich aber gründlich über das Thema informieren. Ansonsten läuft man Gefahr unerwünschtes Verhalten zu fördern.
     
  9. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Hier gibt es ja aber wahre Experten in Sachen Klickern......es gibt auch gute Einsteigervideos.

    @Christian, hälst du deine Aymaras zusammen mit den Wellensittichen oder sieht das nur auf dem Foto so aus?

    Ich hatte auch mal überlegt mir Aymaras zu kaufen und hab mich dann nicht getraut weil ich Bedenken hatte dass die Wellensittiche die Schlafkästen als Bruthöhle ansehen und dann immer dort hin wollen und es nur Zoff gibt.
     
  10. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Nee, das sieht nicht nur so aus. Das Wellensittich-Pärchen lebt aber inzwischen nicht mehr. Er verstarb vor ein paar Jahren überraschend an einem unentdeckten Leberschaden und sie mußte ein Jahr später wegen Hüftgelenksschäden erlöst werden ... sie war schon sehr alt.

    Hier mal noch ein paar Erinnerungen:

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Ja, meine Wellie-Henne kam auf solche Ideen, wurde aber sofort rausgejagd ... Aymaras haben ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten.

    Ausserhalb der Brutzeit klappte die Vergesellschaftung aber super. Während der Brutzeit mußte man für 2-4 Wochen getrennten Freiflug geben.

    Was die Vergesellschaftung mit Wellensittichen angeht, gebe ich aber zu bedenken, dass ca. 90% der dt. Wellensittichbestände latent mit PBFD infiziert sind und die Aymaras unweigerlich anstecken würden. Die Wellis müssen also zuvor unbedingt getestet werden.

    Eine Vergesellschaftung von Aymaras mit Nymphen ist aber keine gute Idee, da Nymphen zu brav sind und den forschen Aymaras keinerlei Paroli bieten können. Wellensittiche sind ja merklich frecher.
     
  11. Hobbit

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    Wow, danke, jetzt weiß ich mehr:)

    Im Moment steht der Gedanke sowieso nicht mehr an. Wenn überhaupt dann irgendwann mal wenn wir in einer größeren Wohnung (oder vielleicht auch in einem Haus?) wohnen und mehr Platz haben.
    Ich habe mir dann ja stattdessen die Nymphen gekauft.....das bleibt auch erstmal so.

    Ja Nymphen und Wellis ist auch nicht immer so leicht wie man gerne sagt....die Wellis sind ja auch recht frech...bei mri klappt das auch nur so reibungslos weil die Wellensittiche eher unter sich bleiben und ich nicht ganz so freche Individuen habe.

    So jetzt hab ich aber genug dazrischen gefunkt *sorry*
     
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  13. Stephanie

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    Hllo Christian,
    wie äußert sich das denn beim Wellensittich?
    Welche Anzeichen gibt es da?
    (Kenne die Problematik nur von Hunden....)

    PS
    Süße Bilder!:beifall:

    Auf Bild 2 hatten sie das Badewasser wohl schon verbraucht, wie?:D

    (Versuche gerade, meine beiden zum Baden im "großen Pool" (auch so eine Tonschale, eine Nummer größer) zu überreden. Bis jetzt halten sie den aber für eine Bar und trinken nur mal draus.)
     
  14. Christian

    Christian Foren-Guru
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    Dass sie immer weniger flog, hatte ich anfangs auf ihr Alter geschoben. Dass sie dann beim Klettern aber immer unbeweglicher wurde, schien mir zunächst für eine 15 jährige Henne nicht sooo ungewöhnlich. Sie lag auch mehr auf dem Ast, als dass sie gerade saß. Dies führte ich auf einen Haltungsschaden zurück, den sie sich durch einen schweren Sturz in jungen Jahren beim Vorbesitzer zuzog. Als sie dann aber immer weniger Kraft in den Füßen hatte und nachts vom Schlafast stürzte, ging's ab zum Tierarzt, der sie röntgte und uns erklärte, dass sie schwere Arthrose in diversen Gelenken hatte, was sehr schmerzhaft sei. Daraufhin folgten wir seinem Rat, sie zu erlösen, insbesondere auch in Anbetracht ihres hohen Alters.

    Jau, da wurde so rumgespritzt, daß sie die Schale förmlich trocken gelegt hatten :D

    Das ist bei meiner Bande nicht anders ... aber ab und an wird dann doch geplanscht.
     
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