Neuer Aga hat PBFD-und was ist jetzt mit meinen anderen Vögeln?

Diskutiere Neuer Aga hat PBFD-und was ist jetzt mit meinen anderen Vögeln? im Für Vögel mit Krankheiten wie PBFD und Polyoma Forum im Bereich Vogelkrankheiten; Hallo, seit 2 Wochen habe ich einen neuen Aga für meine Elza. Da ich nicht wusste ob es 100%ig ein Männchen ist, habe ich eine...

  1. Traudl

    Traudl Stammmitglied

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    Hallo, seit 2 Wochen habe ich einen neuen Aga für meine Elza. Da ich nicht wusste ob es 100%ig ein Männchen ist, habe ich eine Geschlechtsbestimmung machen lassen. Das Labor macht dort zur Zeit eine kostenlose Untersuchung, ob der Vogel an Polyoma od. PBFD erkrankt ist. Sie wollen genauer wissen , ob wirklich 90% der Agas an diesen Viren erkrankt sind. Dadurch wurde diese Untersuchung durchgeführt. Bis vor 3 Stunden wusste ich noch gar nichts über diese Krankheit. Nun bin ich natürlich geschockt über die Diagnose PBFD positiv.

    Mein Emil ist ein Männchen, das ist klar und freut mich. Aber seine Erkrankung macht mir natürlich zu schaffen. Was soll ich denn jetzt tun? Hat er Elza und Jane (Wellensittich) auch schon angesteckt? Ich kann ihn doch nicht einfach wieder zurückbringen, was würde denn der Züchter mit ihm machen? Vor allem kann ich dann auch keinen neuen Vogel mitnehmen, weil die vermutlich auch diesen Virus haben?
    Angenommen ich bringe ihn zurück, dann muß ich ja meine andern Vögel auch noch testen bevor ich mir einen anderen hole. Auf der anderen Seite frage ich mich, wenn sowieso 90% der Vögel betroffen sind, dann haben so viele Agas diese Krankheit von der die Besitzer vermutlich nichts wissen. Hätte das Labor diesen Test nicht einfach gemacht, wüsste ich es heute auch nicht.
    Ich bin sehr verunsichert, hänge auch schon an Emil und möchte ihn nicht einfach "abgeben" weil er vielleicht krank wird. Mir ist aufgefallen, dass er von Anfang an am Köpfchen etwas weniger Federn hatte, das sah so aus, als sei er gerupft worden. Da habe ich mir nichts dabei gedacht. Jetzt sehe ich das schon anders, vor allem da nach 2 Wochen die Stellen immer noch nicht ganz mit Federn bedeckt sind.
    Warum muß so was wieder mir passieren, reicht der Tod von Emma vor fast 4 Wochen nicht schon aus? Ich will nicht schon wieder einen kranken Vogel haben, das verkrafte ich nicht.
     
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  3. Berti

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    hallo traudl,

    diese pbfd tests sollen sehr unzuverlässig sein.
    wenn emil tatsächlich virusträger ist, dann hat er die anderen sehr wahrscheinlich schon angesteckt.
    das heisst aber nicht, dass die krankheit ausbrechen muss.
    tue möglichst viel zur stärkung des immunsystems deiner vögel.

    liebe grüsse
    ina
     
  4. -Speedy-

    -Speedy- Stammmitglied

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    Hallo,

    ich habe auch PBFD im Schwarm und erstmal tut es mir sehr leid:trost:

    Zurückbringen kannst du ihn nicht mehr (würde ich auch nicht, wer weiß was mit ihm gemacht wird), man kann leider nicht sagen, ob die Anderen schon angesteckt sind oder nicht. Ich würde dem Züchter bescheid geben, dass sein Bestand PBFD hat, wahrscheinlich interessiert es ihn nicht, aber mitteilen würde ich ihm das.

    Du kannst abwechselnde Kuren mit Prime (Gefiederbildung) und Alvimun (Stärkung des Immunsystems) machen.

    Die Anderen testen zu lassen bringt nichts, der Test kann einmal negativ und einmal positiv sein und trotzden kann der Vogel PBFD haben.

    Ich habe schon 8 Jahre PBFD im Schwarm und es sind "nur" 3 Wellis bis jetzt daran gestorben, bei 2 weiteren ist es schon sichtbar ausgebrochen.

    Aber um dir Hoffnung zu machen, sie können auch alle uralt werden und an Altersschwäche sterben. PBFD ist noch lange kein Todesurteil und bei mir ist es bei dem einen Welli erst nach 6 Jahren ausgebrochen und bei dem anderen nach 5 Jahren, das hört sich doch schon sehr gut an.

    Wenn du Fragen dazu hast, kannst du ruhig fragen.
     
  5. Traudl

    Traudl Stammmitglied

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    Pbfd

    Hallo,

    mittlerweile habe ich den ersten Schock überwunden. Ich wusste bis Samstag absolut nicht von dieser Krankheit und mir wäre es lieber, es auch heute noch nicht zu wissen. Hätten die im Labor diesen Test nicht "einfach" mitgemacht, wüsste ich es auch nicht und alles wäre paletti.
    Ich werde meinen Emil behalten, den Züchter habe ich schon informiert.
    Er meinte, er hätte noch nie kranke Bestände gehabt und auch vermittelte Vögel wurden nie krank. Sein Vogel könnte es sozusagen auch von meinem Aga-Weibchen haben.
    Also alles so wie gehabt in der Hoffnung, dass der Virus schläft.
    Nachdem ich gelesen habe, wieviele Agas diesen Virus haben ist es sowieso unwahrscheinlich , einen zu bekommen der es nicht hat.
    Ich weiß nicht wieviele hier im Forum ihre Agas getestet haben, aber ich denke die Dunkelziffer an positiven Fällen ist sicherlich groß. Und dieses Problem in den Griff zu bekommen, erscheint mir nahezu unmöglich. Mir ist z.B. Elza vor gut 3 Jahren zugeflogen, hätte ich es damals schon gewusst, hätte ich sie erst testen müssen, bevor ich sie ins Haus hole. Aber wer macht das schon?
    Oder ich war einige Male beim Tierarzt. Was ist , wenn dort ein Vogel im Wartezimmer ist, der PBFD hat? Dann müsste ich nach jedem Kontakt mit anderen Vögeln einen Test machen? Oder meine verstorbene Emma war in einer Vogelklinik mit vielen anderen Vögeln. Da hätte sie sich auch anstecken können. Getestet wurde nicht. Aber die Ansteckung der anderen Vögel bei mir wäre dann so gut wie sicher. Also ist es eigentlich ein Teufelskreis.
    Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein Mittel dagegen od. eine Impfung, das wäre wünschenswert.
    Traudl
     
  6. -Speedy-

    -Speedy- Stammmitglied

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    Hallo,

    bei Agas ist das wirklich sehr schwer, wer weiß, vielleicht gibt es tatsächlich keinen Gesunden mehr. Ich habe damals auch ein Welli gefunden und der hatte PBFD, natürlich hat das niemand rausgefunden und dann war es schon zu spät. Jetzt nehme ich halt nur noch infizierte Wellis auf, da gibt ja mittlerweile (leider) auch genügend :traurig:
     
  7. Maja3

    Maja3 Stammmitglied

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    Tja, und weil sehr viele Vogelbesitzer und -züchter auf dem Standpunkt stehen: "ist ja egal, es haben doch die meisten PBFD" wird der Virus immer weiter verbreitet. Auf Ausstellungen, Börsen, aber auch beim Tierarzt im Wartezimmer oder bei einer Abgabe zur Urlaubsbetreuung.

    Viele Grüße
    Sabine
     
  8. -Speedy-

    -Speedy- Stammmitglied

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    Leider und einige züchten ja auch wissentlich damit weiter und bald gibt es gar keine gesunden Vögel mehr, schon eine tolle Sache, wie weit wir damit gekommen sind :traurig:

    Aber wenn man wahrscheinlich auch noch nicht miterlebt hat, wie ein Vogel innerhalb eines Jahres immer kränker wird, Federn blutig ausfallen, sämtliche Krankheiten bis zu Fußlähmungen ausbrechen und man mind. 1 mal im Monat beim vk Tierarzt sitzt und ihn versucht zu retten weil der Vogel noch Lebensmut und Lebenswille hat und man dann trotz dem Kampf 3mal verloren hat; dann kann man sich das wahrscheinlich auch kaum vorstellen.
     
  9. Traudl

    Traudl Stammmitglied

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    Impfung

    Hallo, warum wird dann nicht geforscht, wie man gegen diesen Virus ankämpfen kann? Wenn doch so viele Vögel diesen Virus haben, dann muss es doch mal etwas geben, um die Prozentrate von 90% wieder abzusenken.
    So wie es momentan ist denke ich zumindest, wird sich da nichts tun. Ich wusste bis Samstag nichts von diesem Virus und habe jetzt viel drüber gelesen.
    Mir kommt es vor wie eine Spirale od. ein Teufelskreis. Und um da irgendwo anzusetzen wäre ein Medikament od. eine Impfung enorm wichtig. Dann könnte man die negativen Bestände wieder vermehren bzw. alles dafür tun, damit die zahl der negativen Vögel wieder nach oben steigt.
    Oder sehe ich das falsch?
    Eine Bekannte von mir hat 2 Nymphensittiche. Der eine ist ihr in Ungarn zugeflogen. Da könnte dieser Vogel z.B. PBFD haben, meine waren in Urlaubsbetrueung bei ihr. Also werden sie angesteckt usw. .....
    Das meine ich mit Spirale und Endlosspiel
     
  10. -Speedy-

    -Speedy- Stammmitglied

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    Es sind halt "nur" Vögel und da lohnt es sich wahrscheinlich nicht groß zu forschen. Einen Impfstoff gibt es ja schon, aber dieser ist nicht der Öffentlichkeit zu gänglich und wahrscheinlich auch immenz teuer. Und zum forschen wird wahrscheinlich viel Geld benötigt und das investiert niemand. Aber PBFD gibt es ja auch schon in der freien Natur.
     
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  12. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Traudl,
    Eine Impfung gibt es bislang nicht - es wird durchaus daran geforscht (in USA und in Australien), und in Australien ist man offenbar kurz davor, aber das Nutzen-Risiko-Profil ist, wie bei so vielen Impfungen, höchst zweifelhaft. Ich empfehle eine homöopathische Konstitutionstherpie zur Stärkung des Immunsystems und eine antivirale isopathische Therapie mit Sanum-Arzneimitteln nach Prof. Enderlein. Das Immunsystem ist sehr oft durchaus in der Lage, das Virus sebst erfolgreich zu bekämpfen bzw. in Schach zu halten, wenn man es mit der richtigen Therapie stützt, statt es (z.B.mit der "vorbeugenden" Gabe von Antibiotika gegen Superinfektionen) noch zusätzlich zu schwächen.
    PBFD ist kein Todesurteil! Schon gar nicht bei Agporniden (die schlimmsten und aggressivsten Verlaufsformen erlebt man bei Kakadus).
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  13. Nymphie

    Nymphie Guest

    Hallo,
    erstmal ich verstehe deine Angst und Unsicherheit. Ich habe Polioma im Bestand und es hat eine ganze Weile gedauert bis der Schrecken genommen war.

    Aber eins verstehe ich nicht du schreibst die ganze Zeit hätten die diesen Test nicht gemacht dann wüßte ich es nicht, sei doch froh daß du es weißt. Ich wäre dankbar gewesen wenn ich es früher erfahren hätte.

    Du kannst jetzt wie schon geschrieben das Immunsystem deiner Vögel stärken, da kannste so Kurinterwalle machen, den dauernd zu geben ist auch nicht so sinnvoll, den der Organismus passt sich ja an. Also immer schön in Abständen von ein paar Monaten eine Kur machen.

    Polioma und PBFD sind beide Viruse und ich bezweifle ob es dann später mal einen Impfstoff gibt wo wirklich 100 %tig dann hilft, den Viren sind im Gegensatz zu Bakterien in der Lage sich sehr schnell umzuwandeln, deshalb macht es ja auch wenig Sinn bei einer Viruserkrankung (auch beim Menschen) Antibiotika zu geben, den die Antibiotika helfen wirklich nur bei Bakterien und selbst dort gibt es schon genug Resistenzen.

    Warum meinst du muß jedes Jahr ein neuer Grippeimpfstoff auf dem Markt kommen ? Weil es zig neue Viren gibt die gegen den alten Wirkstoff immun sind. Und selbst wenn man den Impfstoff bekommt bedeutet es keinen 100 % tigen Schutz.

    Das der Züchter sagt bei ihm wäre noch kein Krankheitsfall vorgekommen ist doch logisch, der würde sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

    Ich glaube der einzigste Schutz wäre wirklich nur noch mit gesunden Tieren zu züchten und das hieße alle Tiere testen, aber das hätte man mal viel früher machen sollen, jetzt ist es fast zu spät, leider.

    Liebe Grüße

    Petra

    :) :)

    Kopf hoch, so schlimm die Diagnose jetzt erscheint du lernst damit zu leben, glaube mir, ich spreche da aus Erfahrung.
     
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