Neuling bei den Grauen Freunden =)

Diskutiere Neuling bei den Grauen Freunden =) im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo!! Ich würde mir gerne zwei Graupapageien anschaffen. Bevor ich das tu würde ich gerne wissen ob ich überhaupt dafür geeignet bin, denn...

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  1. #1 WC-Master1992, 23. Oktober 2011
    WC-Master1992

    WC-Master1992 Neues Mitglied

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    Hallo!!

    Ich würde mir gerne zwei Graupapageien anschaffen. Bevor ich das tu würde ich gerne wissen ob ich überhaupt dafür geeignet bin, denn wenn es den Vögeln bei mir schlecht geht, hat es ja keinen sinn sie jetzt in (mein) Haus zu holen.

    Kurz über mich: Ich mache im Moment mein Abitur im naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Die Hauptsache liegt dabei auf Physik und Mathe, da mich die Astrobomie und Robotik schon immer sehr interessiert hat will ich dies auch zu meinem späteren Beruf wählen.

    Aber gut, nun zum Thema Vogel: Ich liebe diese Tiere seit dem ich klein bin, meine mutter hatte einen Beo, der aus Sicherheitsgründen abgegeben werden musste, und vor einiger Zeit habe ich mich in Graupapageien verguckt und möchte zwei von denen haben.

    Graupapageien können auch 60 Jahre oder mehr werden. Es ist also eine Anschaffungs fürs Leben. Aus diesem Grund schreibe ich auch auch meine gewünschte Zukunft in diesen Beitrag.

    Ich hoffe darauf in naher Zukunft an einer Universität zu arbeiten, was auch einiges an Zeit kosten wird. Der Hauptbereich dieser Arbeit wird darauf liegen die ingenieurskunst eines Physikers zu verwirklichen, was vieles an Arbeitsstunden kosten wird. Einen sehr großen Teil dieser Arbeiten werde ich zuhause erledigen können. Und damit komme ich zur ersten meiner Fragen über Graupapageien, wie lange können diese Tiere ohne Freiflug aushalten?

    Meine zweite Frage richtet sich an die Gegenwart: Ich bin von Morgen 8:00 Uhr bis 16:00 in der Schule, natürlich habe ich Freistunden und ich wohne direkt an der Schule, aber es gibt auch Tage an denen bin ich erst gegen 13:30 zuhause und muss um 14:10 wieder los zur Schule. Ab 16:00 bin ich dann wieder zuhause und hätte Zeit für meine Vögel. Mein Hobby ist Kung Fu und ich habe auch einen Holz-Dummy bei mir im Zimmer stehen. Wenn die Vögel ihn kaputt machen ... was sollst. Aber durch diesen Dummy wird der Platz geringer. Ich hoffe daher jemand kann mir bei der Auswahl eines geeignetem Käfigs helfen, vorallem sind die Maße für mich sehr wichtig.

    Mittlerweiler habe ich einen Züchter in meiner Nähe gefunden, der handzahme und gezüchtete Vögel hat. Worauf muss ich bei einem Züchter achten?

    Damit wäre ich vorerst fertig. Ich hoffe auf Fragen und Antworten von allen Experten der Graupapageien, bis dahin alles Gute und vielen Dank für die Hilfe :)
     
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  3. #2 Tierfreak, 23. Oktober 2011
    Zuletzt bearbeitet: 23. Oktober 2011
    Tierfreak

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    Hallo WC-Master,
    herzlich Willkommen hier bei den Graupapageifans :bier:.

    Erst mal finde ich es toll, dass du dir vor der Anschaffung Infos reinholst und dir Gedanken machst, ob es wirklich passt :zustimm:.
    Graupapageien sind halt recht anspruchsvolle und langlebige Vögel , deren Anschaffung wirklich gut überlegt sein sollte ;).

    Wenn man gleich zwei Graue nimmt, ist es an sich nicht so schlimm, wenn man auch berufstätig ist und auch mal länger aus dem Haus ist.

    Die Vögel haben sich ja untereinander und können sich miteinander beschäftigen. Normal sollte die Voliere bei täglich zusätzlichen Freiflug laut den Vorgaben des Gesetzgebers mind. 2 x 1 m Grundfläche haben (gilt für Deutschland, Österreich fordert z.B. noch größere Volieren).
    Wenn es oft Tage gibt, an denen man keinen Freiflug gewähren kann, sollte die Voliere natürlich möglichst noch größer geplant werden, damit die Grauen auch ohne Freiflug die Möglichkeit haben, von ihren Flügeln Gebrauch zu machen. Vögel ja nunmal Kinder der Lüfte :zwinker:.

    Volieren dieser Größenordnung kann man auch schön abwechslungsreich einrichten, was gegen Langeweile vorbeugt, die bei den intelligenten Grauen in zu kleinen Käfigen sonst schnell aufkommen kann. Alternativ kann man auch ein ganzes Vogelzimmer anbieten, wenn man einen Raum entbehren kann. Dort können sich die Tiere noch besser austoben, wenn man nicht daheim ist. Wenn ein Garten vorhanden ist, wäre eine große Außenvoliere mit beheizbaren Schutzraum ebenfalls eine tolle Möglichkeit.

    Reine Handaufzuchten ab Ei würde ich nicht kaufen, da sie zur sehr auf den Menschen fehlgeprägt sind, was besonders leicht zu Verhaltenssörungen führen kann.
    Empfehlenswert sind zum einen Naturbruten, die komplett von den Papageieneltern aufgezogen wurden und welche man in der Regel selbst zähmen muss, was bei jungen Tieren aber mit der nötigen Geduld und entsprechendem Umgang recht schnell geht.
    Dann wären noch Teilhandaufzuchten zu nennen, die zumindest die ersten Lebenswochen bei den Eltern im Nistkasten bleiben durften und welche möglichst im Geschwisterverband aufgezogen wurden und somit wenigstens teilweise von den Eltern und Geschwistern das natürliche Sozialverhalten miterleben und erlernen konnten.
    Auch eine Kombi aus Naturbrut und Teilhandaufzucht ist ein guter Deal, da beide voneinander profitieren können. Sprich: die Teilhandaufzucht zeigt der Naturbrut durch ihre Zahmheit, dass der Mensch nicht wirklich gefährlich ist, was ein Zähmen noch mehr beschleunigt und die Teilhandaufzucht bekommt noch weitere Nachhilfe von der Naturbrut, was das wichtige arteigene Sozialverhalten angeht.
    Die Tiere sollten gegengeschlechtlich sein, etwas ähnlich alt und möglichst auch blutsfremd, also keine Geschwister.
    Der Züchter sollte gern auf alle Fragen antworten (auch nach der Anschaffung), die Volieren sollten sauber sein. Die Jungtiere sollten ordnungsgemäß geschlossen beringt sein und die dazugehörigen Papiere (Herkuftsnachweis) sollten beim Kauf mit ausgehändigt werden, da Graupapageien in Deutschland meldepflichtig sind und man damit die legale Herkunft nachweisen können muss.
    Er sollte auch zur Paarhaltung raten und Handaufzuchten bzw. Teilhandaufzuchten nur absolut futterfest abgeben, sodass man selbst keinerlei Breimahlzeiten geben muss und der Vogel völlig selbststänig frisst.
    Auch eine Geschlechtsbestimmung per DNA-Test wäre wünschenswert, damit man auch wirklich Hahn und Henne zusammenstellt und nicht doch gleichgeschlechtliche Tiere erwischt.
    Am besten wäre es auch, wenn bei dem DNA-Test auch gleich auf Viruserkrankungen wie z.B. PBFD und Polyoma mit getestet würde, damit man auch sicher gehen kann, dass man gesunde Tiere erwirbt ;).

    Hier hatte ich mal beschrieben, wie der Alltag mit Graupapageien wirklich ausschaut. Auch hier findest du ein interessantes Video dazu sowie viele Tipps und interessante Themen zur Haltung von Graupapageien. Gerade wenn man zur Miete wohnt, kann es durchaus auch Ärger wegen der Lautstärke der Grauen geben, was man auch unbedingt bedenken sollte. Vielleicht helfen dir die Links bei der Entscheidung, ob Graue wirklich die richtigen Haustiere für dich persönlich und deine jetzige Wohnsituation sind.

    Solltest du trotzdem noch Fragen haben, einfach immer her damit :).
     
  4. Heike1971

    Heike1971 Neues Mitglied

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    Hallo WC-Master,
    ich kann dem Beitrag von Tierfreak nur zustimmen. Sehr ausführlich und gut beschrieben.
    Ich habe auch ein Pärchen Graupapageien. Es sind Teilhandaufzuchten.
    Das Video finde ich sehr interessant aber doch etwas übertrieben. Es wirkt eher abschreckend, sich Papageien zu holen.
    Wie gesagt, habe ich auch ein Pärchen und ich nehme sie überall mit hin, trotzdem haben sie Grenzen und dürfen meine Möbel nicht beschädigen. Ist zwar ganz schön anstrengend immer hinterher zu laufen und sie zu ermahnen wenn sie mal wieder Dummheiten machen. Auch hat man viel Arbeit mit den Rackern aber ich liebe sie über alles und würde sie nie mehr hergeben. :)
    LG Heike
     
  5. Marion L.

    Marion L. Foren-Guru

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    Hallo, WC-Master.
    Du hast ja schon viele gute Ratschläge bekommen. Ich möchte noch etwas ergänzen. Wenn du nur dieses eine Zimmer bewohnst (meine Söhne studieren auch und bewohnen in unserem Haus jeder ein großes Zimmer), dann solltest du nicht mit den Grauen zusammen wohnen. Die Gefiederstaubbelastung ist recht hoch, der Schmutzfaktor nicht unerheblich. Außerdem benötigen sie ihre 10 - 12 Stunden Nachtruhe, was in einem gemeinsam bewohnten Raum eigentlich nicht machbar ist.
    Wenn du die Möglichkeit hast, gönne ihnen ein eigenes kleines Zimmer. Meine beiden Grauen haben ihr eigenes Reich. So kannst du ihnen viel Freiheit und ständige Abwechslung in der Gestaltung ermöglichen. Sie können in der Zeit alleine daheim so gut versorgt sein. Mit entsprechender Lichtanlage und Schaltzeituhren ist das alles gut zu bewerkstelligen.
    Bei uns steht die Gittertür des Zimmers immer offen (außer, es ist keiner daheim) und sie entscheiden alleine, ob sie durchs Haus toben wollen, uns begleiten bei alltäglichen Verrichtungen im Hause oder zum Abhängen und Ausruhen in ihr Zimmer gehen (um da ungestört herumzuschaukeln und zu dösen). Nach kurzer Zeit tauchen sie dann wieder auf und machen ihre Faxen.
    Wir haben auch eine Außenvoliere aus Alu an unserem Wintergarten. Wenn du ihnen in der wärmeren Zeit so etwas an euer Haus heranbauen kannst oder sogar mit einem Zugang zu ihrem Zimmer, das wäre super. Sie benötigen das Sonnenlicht und sie lieben es draußen zu sein und ihre komplizierten Atmungsorgane benötigen Sauerstoff und Bewegung an der Luft um gesund zu bleiben.
    Außerdem solltest du dir Gedanken machen, wie du mit ihnen leben möchtest. Sollten sie eher draußen sein, in einer eigenen Schutzhütte mit Voliere und ihr eigenes Leben führen? Oder willst du sie bei dir im Haus haben und mit ihnen gemeinsam leben?
    Alles sehr viel Gerede von mir!!! Aber, du wolltest ja unsere Ratschläge?!
    Immer her mit deinen Fragen, wir texten dich schon zu.
    LG von
    Marion L.
    P.S.: toll, dass du dich vorher gut informierst und dir Gedanken machst bevor du dir die Vögel anschaffst. Das ist der richtige Weg!!!!
     
  6. Pippilotta

    Pippilotta Stammmitglied

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    Guten Abend WC-Master,
    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Mir ging es vor 1 1/2 Jahren genauso wie dir, ich wollte unbedingt einen Graupapagei, habe mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt.
    Natürlich habe ich mich vorher auch informiert was mein Vogel so alles braucht, was ich tun kann das er sich wohlfühlt bei mir, über die Ernährung, die Haltung, einfach über alles...

    am allerwichtigsten ist ein gegengeschlechtlicher Partner für deinen Vogel, das habe ich nach ein paar Wochen selbst bemerkt.
    Mein Vogel hat regelrecht geweint wann immer ich das VZ verlassen hatte,
    das ist mir so sehr an die Nieren gegangen das ich mir sagte, ein zweiter Vogel muß her...

    jetzt habe ich zwei prachtvolle Vögel, eine Aussenvoliere, ein Vogelzimmer, in der AV und im VZ Spielzeug, Zweige Äste, und sehr viel Zeit, die ich mit meinen Vögeln verbringe...:zwinker:

    ich könnte mir mein Leben ohne diese beiden Vögel absolut nich mehr vorstellen, sie sind einfach bezaubernd...:)

    @ Manuela, meine beiden Vögel sind Geschwister, Anton ist 10 Monate jünger als meine Pippilotta, ich möchte sie ja nicht Verpaaren, nur Vergesellschaften, geht das?
    Es dauert ja noch ein paar Jahre bis sie geschlechtsreif werden...
     
  7. #6 WC-Master1992, 23. Oktober 2011
    WC-Master1992

    WC-Master1992 Neues Mitglied

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    vielen Dank!

    Schon mal vielen Dank für die ganzen Antworten!!

    Ein eigenes Zimmer kann ich den Vögeln leider nicht bieten, es ist leider keins mehr frei und es kann auch leider keins geräumt werden. Eine AV wäre theoretisch möglich, allerdings wäre ein direkter Zugang zum Haus dann nicht möglich und es bräuchte einiges an Arbeit bevor die zwei bei uns einziehen könnten.

    Deshalb würde ich sie gerne direkt in mein Zimmer setzen und ihnen dafür mehr "Freiflug" bieten. Ich würde den Käfig dann zu jeder möglichen Zeit offen halten und es wäre ihre Entscheidung ob sie nun aus dem Käfig möchten oder ob sie in ihrem Käfig bleiben. In meinem Zimmer dürfen Sie eigentlich alles erkunden was sie möchten, wenn etwas kaputt geht ist es ja halb so schlimm, solange sie sich nicht verletzen.

    Wir haben bei uns drei Hunde, allerdings alle sehr sehr lieb und würden niemals etwas böses tun. Einer von ihnen hat sogar mal Ersatzmutter für Katzenbabys gespielt und sich so lange zu den Babys ins Körbchen gelegt bis die Mutter wieder da war :).

    Der große Schäferhund wäre sogar zu faul die Papageien zu jagen, es stört sie nicht einmal wenn unsere anderen zwei über sie rennen, sie möchte lieber den ganzen Tag schlafen (egal wie).

    Und unser dritter und letzter Hund ist zwar ein ziemlicher Giftzwerg aber auch er ist sehr lieb. Wenn ich nach der Schule nach Hause komme dann seh ich manchmal wie er mit unseren anderen Hunden zusammen kuschelt, obwohl er sie sonst immer angiftet bei Körperkontakt :D.

    Allerdings weiß ich nicht wie zwei Papageien auf die neugierigen Hunde reagieren und wüsste daher gerne ob ich sie von Anfang an trennen sollte oder ob sie sich auch vom ersten Tag an anfreunden könnten.

    Vielen Dank noch mal an alle User die sich so viel Mühe geben, mir meine Fragen zu beantworten :)
     
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