Niederwild

Diskutiere Niederwild im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Welcher Waidgenosse hat Probleme mit seinem Niederwildrevier ? Kaum Fasane/Rebhühner? Ich kann helfen, habe ein Jahr lang mit einem Berufsjäger...

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  1. #1 MarcusAurelius, 29. Dezember 2008
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Welcher Waidgenosse hat Probleme mit seinem Niederwildrevier ? Kaum Fasane/Rebhühner?
    Ich kann helfen, habe ein Jahr lang mit einem Berufsjäger zusammen ein Revier aufgebaut.
     
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  3. #2 Paloma negra, 30. Dezember 2008
    Paloma negra

    Paloma negra Foren-Guru

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    Muss man das hier aushalten, dass Jäger sich breit machen?
    NULLKOMMAVIER PROZENT der Bevölkerung?
    Geh doch ins WUH-Forum oder sonstwohin!
    Dies ist ein ARTENSCHUTZ- und kein Wie-züchte-ich-Fasane-zum-Abknallen-
    Forum!
    :+kotz:
     
  4. Yogi

    Yogi Stammmitglied

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    Paloma Negra

    ich hoffe sehr das man das aushalten "muß "hier!!!!
    Die meißten der hier so oft beschimpften Jägern bringen für den aktiven Tierschutz mehr Nutzen als alle allzulaut schreienden (oder schreibenden )Möchtegerntierschützern.Viele hier sollten sich einmal das Sprichwort zu Herzen nehmen :
    Es gibt nichts Gutes ausser man tut es !
    Es ist leicht gegen etwas zu sein solange man nicht beweisen muß das man es besser kann!!!

    Yogi
     
  5. #4 MarcusAurelius, 30. Dezember 2008
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Breit machen? pass auf deine Wortwahl auf, brauchst dich nicht hinter einem anonymen Synom verstecken, wenn du was zu melden hat und sei es noch so vom Kleingeist befallen, mach es mit deinem Namen. Bei uns hier vor Ort, wird nicht ein Fasan/Rebhuhn oder Hase geschossen, dennoch wird sich bemüht Lebnsraum zu verbessern,wo es nur geht und das ganz uneigennützig, stell dir das mal vor. Und was machst du so für Tiere? Oder kannst anhand deines eigenen Bsp. nix aufzeigen? :nene:

    Ja aber du hast sicher Glück, viel Glück, denn die unwissenden und ignoranten Leute machen mittlererweile einen höheren Prozentsatz aus. Ist doch schön nicht allein zu sein oder?
     
  6. #5 MarcusAurelius, 30. Dezember 2008
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Achso, ich praktiziere den Artenschutz lieber, als nur davon zu reden oder rum zu jammern "alles ist so schlecht". Ich geh Weidenstecklinge stecken, stutze Hecken/einzelne Bäume damit dadurch ein größerer Austrieb erfolgt, um die Brutmöglichkeiten für Vögel zu verbessern und um Deckung für andere Tiere zu schaffen, ich füttere Rebhühner im Winter, wo die meißten Körner von anderen Singvögeln gefressen werden, auch Rabenvögel holen sich dabei ihren Teil(sind ja auch Singvögel), hänge Niskästen und!!! ich muß mir von so einem dahergelaufenden Unwissenden nichts von Artenschutz erzählen lassen, der diesen warscheinlich nur von Wikipedia her kennt. :prima:

    Ich nehme nur mich als Bsp. und nehme nicht Stellung für "schwarze Schafe" die es in jeder Hinsicht gibt. Leute, ich will Fakten, keine klugen Reden!
     
  7. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Nun, ganz uneigennützig dann wohl doch nicht. Nimm das Rebhuhn aus dem Jagdrecht raus und es wird mittelfristig aussterben. Warum stellen sich die Jäger denn dauernd als uneigennützig dar? Es ist nicht so, und dazu darf man auch stehen.

    Und genau deshalb bin ich dafür, das Rebhuhn im Jagdrecht zu belassen. Ob eigennützig oder nicht ist am Ende egal. Wenn es den Rebhühnern nutzt - auch wenn gelegentlich das eine oder andere als "Lohn" genutzt wird - soll es recht sein!

    So lange alles legal läuft (sprich Habicht & Co. keine Federn gekrümmt werden und die Fuchs- und Wieselbejagung keine Vernichtungsfeldzugartigen Ausmaße annimmt), ist doch alles prima! :zustimm:

    VG
    Pere ;)
     
  8. #7 MarcusAurelius, 30. Dezember 2008
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Von meinen aufgeführten "Aktivitäten", nützt es nicht nicht mir, nur den Tieren (uneigennützig). Ob es nun (das Rebhuhn) im Jagdrecht wäre oder nicht, ich würde es dennoch tun. Andere Vogelarten, die nicht dem Jagdrecht unterliegen, hilft es ja auch. Also denke ich nicht, das es aus diesem Grund aussterben würde, nur weil wir Jäger dann keins mehr als Lohn im Kochtopf habe würden?... sollte ich es lieber aussterben lassen? Eine Bejagung lässt es nicht zu, wird es auch nicht so schnell.(bei uns vor Ort).
     
  9. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Nun, der Kiebitz ist vielerorten verschwunden. Ebenso Wachtelkönig, Raubwürger, Braunkehlchen, Steinschmätzer und Zwergdommel. Mir ist bisher noch nie zu Ohren gekommen, daß sich Jäger speziell für eine der genannten Arten eingesetzt hätten.

    Daß Biotopverbesserungsmaßnahmen für Rebhühner auch anderen Arten zugute kommen, steht außer Frage. Aber das Augenmerk gilt den Hühnern, nicht dem Wachtelkönig.

    Ich begrüße Deine Rebhuhn-Maßnahmen, doch plädiere ich dafür, daß die Jägerschaft endlich mal ihr Feigenblatt fallen läßt und nicht ständig den barmherzigen Samariter für nicht-jagdbare Arten spielt. Es ist nicht verwerflich, Biotopgestaltungsmaßnahmen zum Zwecke des Eigennutzes durchzuführen.

    VG
    Pere ;)
     
  10. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Hallo Pere,

    ich bezeichne mich doch schon als "Artenschützer aus purem Eigennutz" -
    deutlicher gehts wohl nimmer, oder?

    Der Eigennutz hat sich als Motivator bestens bewährt- seit die Hominiden diesen Planeten bevölkern. Genau dieser Eigennutz fällt aber weg, wenn gefährdete Tierarten vom Jagdrecht in den Naturschutz überführt werden, wie die von Dir genannten Arten. Für diese Arten sind wir nicht mehr zuständig, da kümmern sich andere darum- mit welchem Erfolg, sieht man ja jedes Jahr an den Roten Listen.

    Ansonsten wird ja gerne empfohlen, Artenschutzprogramme, die vielen Tierarten dienen, mit einer "Leit-Tierart" zu schmücken, um höhere Aufmerksamkeit, bessere Öffentlichkeitsarbeit usw. usf. zu ermöglichen. Beispiel: die Hecke zwischen Naturschutzgebiet Hainich und Thüringer Wald, 1200 Meter lang, 50 Meter breit. So was pflanze ich mit einem Jungjägerkurs zwischen Schieß- und praktischer Prüfung, der B.U.N.D macht daraus einen "Wildkatzenkorridor" (und kassiert von der EU und von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt noch 600.000 € Zuschuß dafür).

    Das mit dem Eigennutz muß man nicht unbedingt wörtlich nehmen; ich selber werde sicher in meinem Revier keine Rebhühner mehr jagen, meine Söhne wahrscheinlich auch nicht- aber meine Enkel vielleicht wieder.

    idS Daniel
     
  11. olivastrild

    olivastrild Foren-Guru

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    ....und warum sollten Rebhühner überhaupt wieder gejagt werden?
    Ich denke ihr Jäger reguliert nur die Bestände von Tieren,welche keine Feinde mehr haben und somit zuviel werden? Rebhuhn auch!?
    Ihr pflanzt doch nur Hecken etc. um eine reine Weste vorzutäuschen und somit Schiessgeilheit und andere Sachen vor den Gegnern der Jagd ins gute Licht zu rücken! Ich habe beruflich genug damit zu tun!
    MfG
     
  12. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Genau! :zustimm: Und deshalb heiße ich MarcusAurelius' Biotopverbesserungsmaßnahmen - aber nur die, und nicht die Prädatorenbejagung!! - für gut und plädiere für ein Verbleiben des Rebhuhns im Jagdrecht.

    Jagd beinhaltet zwei Komponenten: Ersatz weggefallener Prädatoren - was im Endeffekt auf Schalenwildbejagung hinausläuft - und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Warum sollte man sich denn bei entsprechenden Beständen kein Hühnchen schmecken lassen, weshalb nicht aus dem Balg des Winterfuchses eine warme Mütze machen lassen? Das haben schon unsere Vorvorfahren in der Steinzeit gemacht, weshalb sollten wir heute dieses Recht nicht mehr haben? Hühnchen schmecken immer noch und Fuchsfell gibt auch heutzutage noch warm.

    Na da bin ich mal gespannt auf die Beschreibung Deiner beruflichen Tätigkeit. Bitteschön, Du bist an der Reihe, umfassend zu berichten. :wewantyou

    VG
    Pere ;)
     
  13. olivastrild

    olivastrild Foren-Guru

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    Nein Pere,ich will hier nicht eine heisse Diskussion über Jagd und Jagdgegner entfachen! Das Thema ist viel zu sensibel.Ich habe meine Meinung,vielleicht etwas krass,gesagt! Damit will ich es belassen.
    MfG Jens-Uwe
     
  14. Yogi

    Yogi Stammmitglied

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    Was machen denn die Jagdgegner die hier so laut trompeten an praktischer Tierschutzarbeit?Wieviel Südwind oder Olivastrild sieht man bei Aktionen die nicht puplizistisch ausgeschlachtet werden?
    Wie wäre es wenn sich die Jagdgegner mal Gedanken um die gesammte Umwelt machen würden und nicht nur um ihr persönliches Phantasien.
    Wohin ein Abschaffen der Jagd führt sieht man derzeit sehr gut in den Niederlanden und deren vorgehen gegen die Wildganspopulation.Oder wie in Berlin mit den enormen Wildschäden im Stadtbezirk ,verursacht durch Wildschweine!
    Natürlich hat Jagd viel mit Eigennutz und Egoismus zu tun ,wer das aber mit Schießgeilheit und Mordlust gleichsetzt hat hat von der Aufgabenstellung zum erreichen einer nachhaltigen und Dauerhaften Beschäftigung im Revier absolut keine Ahnung.
    Wer "herrumballern und mit große Strecken angeben "will der hat auch noch heute die Möglichkeit in Asien,Osteuropa,Südafrika oder Nordamerika.und das auch noch für viel weniger Geld ,Arbeit und Anstrengung.

    Yogi
     
  15. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Wer A sagt, muß auch B sagen!!

    Daß es Ballermänner unter den Jägern gibt, steht außer Frage. Aber deshalb diejenigen in Verruf zu bringen, die sich tatsächlich darum bemühen, durch Biotopverbesserungsmaßnahmen autochthone Rebhuhnbestände zu erhalten, halte ich doch für etwas zu pauschal.

    Sei also so fair und laß uns wissen, was Deine recht heftige Reaktion hervorgerufen hat.

    VG
    Pere ;)
     
  16. olivastrild

    olivastrild Foren-Guru

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    Folgendes: Ich habe 1981 die Jagdeignungsprüfung absolviert.So hiess in der DDr das Grüne Abitur!Bin viele Jahre mitgegangen und richte heute noch "Gesellschaftsjagden" mit aus!In Gesprächen mit vielen Jungjägern und Vollprofis hat sich meine Meinung gebildet!
    Sollte es wirklich Jäger geben,bei denen die Hege und Pflege des jagdbaren und nicht jagdbaren Wildes auf der Fahne steht,bitte ich um Entschuldigung!
    Mein Frust ist aber sehr gross und es sind sicherlich nicht viel!
    Also,in diesem Sinne!
     
  17. Pinay

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    Ich habe im prinzip nichts gegen die Jagd als solches, nur mag ich nicht, wenn das gesundeste und schönste Tier wegen den Hörnern oder besten Zähne abgeschossen wird, auch möchte ich nicht, das auf Adler und Bussarde geschossen wird, nur weil der Jäger Angst hat, die fressen seine Hasen alle auf.
    Auch finde ich es Blödsinn wie hier in meiner Umgebung, da werden hin und wieder Fasane freigelassen und zwei Wochen später zwischen in den Weinberge von vielen Opis einfach abgeknallt.
    Dann lieber so wie meine Großeltern und Verwandte, wenn die Hunger haben dann gehen sie in den Wald und jagen ein Wildschwein oder Waran und das ist dann auch noch lecker.


    Gruß Pinay
     
  18. rook

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    Jagd, Wildpflege und -hege haben nur bedingt mit Artenschutz, Erhaltung der Artenvielfalt oder gar Umweltschutz zu tun. Niemand will zurueck in die Steinzeit, aber im Grunde genommen werden mit der "kommerzialisierten" Jagd nur die Fehler der menschlichen Einflussnahme der Vergangenheit kaschiert und "korregiert". Massnahmen die dem Artenschutz und der Erhaltung der Artenvielfalt dienlich sein sollen muessen viel weiter und tiefer gehen als es Heckenneuanpflanzungen oder Bestandserhaltung per Abschuss tun (sind in meinen Augen nur der erste Schritt oder eher temporaere Massnahmen). Erhaltung von menschlichen Traditionen gehoeren nur sehr, sehr bedingt dazu! Oder wollen wir vielleicht doch nur die Dinge aus der Vergangenheit heraussuchen und bewahren, die uns am besten gefallen? Traditionen sind keine Rechtfertigung fuer die Taten die wir heute begehen!


    Viele Gruesse,

    rook.
     
  19. Pinay

    Pinay Mitglied

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    ist das wirklich gut, ganz auf die Jagd zu verzichten ?
    Keine Ahnung, aber ich kann mir vorstellen das Wildschweine und Füchse dann soviel werden, das es zur Plage werden kann.

    Pinay
     
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  21. buteo

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    ebenso schauts aus.
     
  22. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Prima, geht doch! :zustimm:

    Nun stell ich mir natürlich die Frage, was für Jäger Du kennst. Das können - je nach Beruf oder sonstigen Umständen - völlig unterschiedliche Gruppen sein. Vielleicht kennst Du nur die reinen Niederwildjäger? Vielleicht nur LJV'ler, vielleicht nur ÖJV'ler, vielleicht nur Förster?

    Was für Gesellschaftsjagden richtest Du aus? Schalenwilddrückjagden? Klassische Niederwild-Treibjagden? Bist Du in Wäldern, Feldern oder vor allem an Gewässern aktiv?

    Weißt, jeder hält seine eigene Meinung für die richtige und schaut alle, die anderer Meinung sind, mit Argwohn an. Das ist völlig normal, so geht es jedem.

    Und daß es viele, ja, sehr viele Jäger gibt, die die Jagd nachwievor als Schießvergnügen sehen und sich geistig noch in einer Zeit vor 50 Jahren oder mehr befinden, steht außer Frage. Aber es findet ein Umdenkungsprozeß statt. Extrem langsam und eigentlich nur durch den Druck der Öffentlichkeit oder diverser Lobbyisten, aber er findet statt.

    Und die Zeiten, in denen sechs Wochen vor der Jagd (früher ist nicht gestattet) Fasanen ausgesetzt werden, um sie zur Jagdzeit unter Anbleien dreier weiterer Fasane wieder "waidgerecht" zu erlegen, in denen man Fuchs, Wiesel, Krähe und Habicht bis aufs Messer bekämpft, um auch noch die flügellahmsten unter den Fasanen und laufkranksten unter den Hasen bis zum Aufgang der Jagd am Leben erhalten zu können, diese Zeiten werden irgendwann mal vorbei sein - hoffentlich früher als später!

    Und dennoch, jeden Jäger pauschal als egoistischen Unmenschen anzusehen, halte ich für unangebracht.

    Nun, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Eben diese "schönsten Tiere" mit den größten "Hörnern" sind auch in der freien Natur einer erhöhten Mortalität ausgesetzt, weil ER zum einen im Liebestaumel unvorsichtiger ist (wobei dann die Damen für ihn aufpassen), er sich zum anderen stark verausgabt und somit leichtere Beute für den Wolf wird. Auch enden heftige Rivalenkämpfe oftmals tödlich.

    Und der Jäger soll doch im Optimalfall die natürliche Mortalität kompensieren. Es spricht somit eigentlich nichts dagegen, auch das eine oder andere "schöne Tier mit den großen Hörnern" zu erlegen. Wolf und winterliche Notzeit haben nie danach gefragt, ob ein Tier nun große oder kleine "Hörner" oder besonders schöne Zähne trägt ...

    VG
    Pere ;)
     
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