offizielle Stellungnahme der TVT zu den Vorgängen in der Türkei

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  1. #1 Vogelfreund, 25. Januar 2006
    Vogelfreund

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    Liebe Besucher,

    wir möchten hiermit die offizielle Stellungnahme der TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) zu den Vorgängen in der Türkei der großen Leserschaft (im Dezember 2005 über 500.000 Besucher) des Vogelnetzwerkes zur Verfügung stellen.


    ***


    Januar 2006

    Dr. habil. Bodo Busch, Pflaumenallee 45, 15234 Frankfurt (Oder)

    Ab die
    Botschaft der Republik Türkei
    Herrn Mustafa Kemal Basa
    1. Botschaftsrat
    Rungestr. 9
    10179 Berlin

    Sehr geehrte Exellenz,

    mit Entsetzen haben wir im Fernsehen ansehen müssen, wie in Ihrem Land im Rahmen von Bekämpfungs- und Vorbeugemaßnahmen gegen die Vogelgrippe gesunde Hühner und Enten eingefangen, in Säcke gestopft und in Autos geworfen und dass diese Säcke in Erdgruben mit Branntkalk bestreut und verschüttet wurden. Diese Art der Tötung durch Ersticken steht in krassem Widerspruch zu Europäischen Wertevorstellungen, die einen humanen Umgang mit Nutztieren fordern.

    Die Tötung von Tieren zur Gewinnung von Lebensmitteln wie auch im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung ist in den Ländern der EU entsprechend den bestehenden gesetzlichen Regelungen nur nach vorheriger Betäubung bzw. mit Methoden zulässig, die den sofortigen Todeseintritt zur Folge haben.

    Die Türkei ist Mitglied der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE, www.oie.int). Im Rahmen der Tierschutzkonferenz der OIE, die am 23-25. Februar 2004 in Paris stattfand, haben sich alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, auch im Seuchenfall den Schutz der Tiere vor unnötigen Qualen zu gewährleisten.

    Eine tierschutzgerechte Tötung von Hühnern, Enten, Gänsen und Puten ist auch mit einfachen Mitteln möglich. Mit einem 30 cm langen Stück eines Besenstiels mit einem Durchmesser von 30 mm kann man die Tiere per Kopfschlag betäuben und durch Strecken und Drehen der Halswirbelsäule sicher töten. Diese Methode ist effektiv und leicht zu erlernen.

    Wir protestieren daher entschieden gegen die in der Türkei praktizierte Verfahrensweise und fordern umgehend einen Stopp der grausamen Vorgehensweise und die Anwendung tierschutzgerechter Tötungsmethoden

    Dr. med. vet. habil . Bodo Busch Frankfurt (Oder) 11. 01. 06


    ***


    Wir als Betreiber des Vogelnetzwerkes möchten uns dieser Meinung uneingeschränkt anschließen und hoffen inständig, das die bestialischen Tötungsmethoden in der Türkei sofort gestoppt werden.
     
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