Ohne Worte - Wolf

Diskutiere Ohne Worte - Wolf im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Aber man kann doch nicht erwarten, dass man ihm wohlschmeckende Schafe mit vermindertem Fluchtreflex vorsetzen kann und er sich abwenden und Rehe...

  1. eric

    eric Guest

    Aber man kann doch nicht erwarten, dass man ihm wohlschmeckende Schafe mit vermindertem Fluchtreflex vorsetzen kann und er sich abwenden und Rehe nehmen soll.

    Das Ganze bezieht sich ja nicht nur auf deine Schafe, sondern generell.

    Naturnahe Haltung kann aber auch nicht heissen, dass alles was in der Natur gefährlich werden könnte zu eliminieren ist.

    2011 Schweiz: Untersuchungsgebiet mit 209 000 Gesömmerten Schafen. 4221 Abgänge, Davon 294 durch Grossraubtiere. Die anderen fast 4000 Abgänge, werden ohne weiteres in Kauf genommen. ( Steinschlag, Blitzschlag, Abstürze etc.). Die nicht ganz 7 % durch Grossraubtiere sind aber das grosse Drama. Die anderen 93% der Abgänge, na mit dem kann man offenbar gut leben.
     
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  3. Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Aber man kann auch von mir nicht erwarten, dass ich mit viel Liebe und Geldeinsatz Schafe artgerecht halte und versorge und mir die dann vom "neuen Lieblingsplüschtier" einiger Ökotrullas wegnaschen lasse ohne Gegenmaßnahmen zu ergreifen. :nonono:
     
  4. eric

    eric Guest

    Doch. Es sei denn die Gegenmassnahmen beschränken sich auf Vergrämung und Aufsicht etc.
    Genauso wie auch ich es einfach hinnehmen muss, dass meine Meerschweinchen nachts vom Uhu geholt wurden. Auch die hatten wunderbaren Grossauslauf, möglichst artgerechte Haltung, waren keine Stalltiere und schwups, waren 7 weg.
    Hätte ich sie anders gehalten, wärs nicht passiert. So bin ich, bzw die Meerschweinchen das Risiko eingegangen.
    D.h. wenn ich meine Tiere nicht entsprechend abgesichert halte, muss ich damit leben, dass auch was fortkommt.

    Uebrigens, egal wie viel Liebe und Geldeinsatz, Das Leben ist tödlich..... garantiert.

    Zweites Uebrigens: Wesshalb Leute, die Wölfe nicht abgrundschlecht finden gleich als Oekotrullas betiteln? Du hast ja auch " Lieblingsplüschtiere".
     
  5. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Wir sollten froh sein, dass es in D noch ein paar wenige Gebiete gibt, die menschenscheue Raubtiere für geeignet erachten, sich dort anzusiedeln. Dass es in den Grenzregionen zu den von Menschen genutzten Flächen zu Interessenskonflikten kommen kann, ist dabei sicherlich nicht ganz zu vermeiden und der eine ist dadurch stärker betroffen als der andere. Als Mensch hat man auf jeden Fall mehr Möglichkeiten, sein Dasein an die Gegebenheiten anzupassen als als Wolf und sollte etwas zurückstecken. Schafe kann man bewachen, ggf. auch durch Herdenschutzhunde und man kann sie nachts in einen gesicherten Pferch verbringen, sofern man denn gewillt ist.

    Wie deine Gegenmaßnahmen aussehen, hast du ja deutlich zum Ausdruck gebracht. Du hast andere "Lieblingsplüschtiere", alle mit Namen, die, wenn ich es richtig sehe, noch nicht einmal einheimische Schafe sind.
    Diejenigen, die sich für den Wolf einsetzen, sind Ökotrullas? Was bist du denn dann?
     
  6. Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Azrael, wozu hältst Du diese Schafe? Es sind Haarschafe die nicht mal Wolle liefern, ein ökonomischer Grund scheidet also aus. Du hältst die wie ich meine Vögel ausschließlich aus Jux und Dollerei, einfach weils Dir Spaß macht. Du bist verpflichtet ebenso wie Eric mit seinen Greifen oder ich mit meinen Papageien dafür zu sorgen daß durch die Haltung keine schädlichen Umwelteinflüsse entstehen. So wie z.B. das Geschrei meiner Papageien welchen einen Nachbarn stören könnte. Ebenso Eric der dafür sorgen muß daß seine Greife keine Hühner oder sonstige Tiere in Menschenhand angreifen. Ich halte es jedoch für einen schädlichen Umwelteinfluß wenn Du Deine Schafe quasi als Beutetiere für Raubwild anbietest. Denn damit greifst Du in natürliche Vorgänge ein, wenn ein Wolf das mal kapiert hat geht er nicht mehr auf die schwierige Jagd nach Wildtieren, dann bedient er sich bei Dir. Eventuell ist es ein schwacher Wolf welcher in natürlicher Umgebung gar nicht in der Lage ist länger zu überleben. So jedoch überlebt er und gibt seine schwachen Gene weiter was für das Überleben der Population schädlich ist. Damit hast Du negativ in die Natur eingegriffen. Du kannst es drehen wie Du willst, auch Deine Schafhaltung ist ein Eingriff wie eben auch die meisten Dinge die der Mensch macht.
     
  7. Silke

    Silke Foren-Guru

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    Es sind immer wieder die Gleichen, die meinen ihre angeblich heiß geliebten Schafe nicht ausreichend zu sichern um dann beim entstanden Schaden laut zu plärren und nach Abschüssen zu verlangen. Der ein oder andere lässt sich ja zu einer solchen Straftat auch hinreißen. Komisch nur, das es hier, mitten im Wolfsgebiet auch Schäfer gibt, alt ein gesessene, die ihre Herden ausreichend absichern und Ruhe haben. Komisch immer nur, das die Berufsschäfer, mit Ihren großen Herden, dazu in der Lage sind. Aber die kleinen Spaßhalter sich mit Händen und Füßen und vermutlich aus Bequemlichkeit dagegen wehren. Bis es dann passiert.............irgend wann. Naja zumindest hat man dann einen Grund zum motzen und zum jammern.


    LG Silke
     
  8. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Ich wusste sehr genau, dass diese Antwort kommt.

    Taubenzüchter, Koiteich-Besitzer, Freiland-Nutztierhalter... Es bleibt dabei. Wo ernsthafte wirtschaftliche Schäden entstehen, da wird sicher eine Regelung zur Raubwilddezimierung gefunden, aber solange es Hobbyhaltung bleibt: Für euren Spass korrigiert niemand Raubtierbestände - gefährdete dazu ganz sicher nicht!
     
  9. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Um mal die Terminioliogie aufzugreifen: Wegen der Lieblingsplüschtiere einiger Haustierkuschler, denen adäquate Sicherheitsmaßnahmen zu unbequem oder teuer sind, heimische Beutegreifer zu dezimieren ist in meinen Augen ein äusserst verquerer Gedanke.
    Ich schiesse ja auch nicht auf Autofahrer damit meine Kinder ungefährdet zur Schule gehen können.
     
  10. #29 Holger Günther, 17. September 2014
    Holger Günther

    Holger Günther Foren-Guru

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    Bei uns gehen die Kinder nicht in die Schule,sondern werden überwiegend gefahren.
    Es ist ein äußerst verquerer Gedanke,ein Rauptier gegen die Interessen der Betroffenen(Tierhalter,Jäger-von mir auch Rehe und Hasen)wieder anzusiedeln.Niemand braucht den Wolf,weder Schafe noch Rehe,er ist vollkommen überflüssig und die Natur kommt auch bestens ohne Wolf zurecht.
    Es ist nur eine Idee(Grüne Religion),die dahinter steckt.Wenn sich die Lupinen(Wolfsschützerinnern) einen hinter die Binde gießen würden zur Steigerung ihres Wohlbefindens wäre der Natur mit Sicherheit besser gedient.Holger
     
  11. eric

    eric Guest

    Dann kannst du mir sicher auch verraten wozu es dich braucht. Vollkommen überflüssig dich irgendwo anzusiedeln.
     
  12. Mephitis

    Mephitis Guest

    Obwohl ich dir da zustimme, muss ich darauf hinweisen, dass ich kürzlich wegen einer vergleichbaren Aussage gegen eine Moderatorin hier eine auf den Deckel bekommen habe. Bitte nicht mit zweierlei Maß messen.
    M!
     
  13. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Der hat sich hier selbst angesiedelt, genau wie die Wölfe. Er sollte unter dem Aspekt nochmal über seine Äußerungen nachdenken.
     
  14. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Leute, wir sollten vielleicht die Emotionen wieder etwas runter fahren, die gegenseitigen Beleidungen sein lassen und auf die Ebene der Sachlichkeit zurückführen.

    Auch hilft es wenig, abenteuerliche Vergleich mit Kindern anzuführen. Auch die Mehrschweinchen sind doch ein etwas anders gearteter Fall. Die kann ich in ein entsprechendes Gatter packen, was ja auch die allermeisten Leute tun, weil es problemlos möglich ist.

    Ungleich schwerer ist dagegen der Schutz einer Schafherde gegen ein Wolfsrudel. Immerhin werden Schafe auch nicht aus rein persönlichen Motiven gehalten, vielmehr ist die Wanderschäferei gesellschaftlich und auch ausdrücklich naturschutzpolitisch gewollt und wird gefordert und gefördert. Viele Naturschutzgebietskonzepte planen ausdrücklich mit der Wanderschäferei. Hier in Baden-Württemberg werden die vielen Wacholderheiden ganz gezielt mit Schafen und teils Ziegen bewirtschaftet, sprich, diese Kulturlandschaft wird genau so gepflegt und erhalten, wie sie ursprünglich entstanden ist (was ja Sinn macht).

    Der Wolf wurde wohl nicht ganz grundlos ausgerottet. Seither (und das sind mehrere hundert Jahre) hat sich der Mensch ohne ihn entwickelt. Nun kehrt er zurück in einer andere Welt und offenbar sieht nur die potentiell betroffene Landbevölkerung gewisse Probleme auf sich zu kommen, der Stadtmensch, der nie einem Wolf begegnen wird, findet es toll.

    Herdenschutzhunde sind übrigens äußerst problematisch. Es gibt zahlreiche Vorfälle mit diesen Hunden im Alpenraum. Und wer einmal zwei solcher Hunde aggressiv bellend auf sich zustürmen sah und dem Himmel dankte, dass zwei kleine aber feine unter Strom stehende Litzen sie von einem trennte, der versteht, was ich damit meine.

    VG
    Pere ;)
     
  15. #34 Azrael, 17. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
    Azrael

    Azrael Foren-Guru

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    Soso, wie halte ich aus Bequemlichkeit meine Schafe denn? Ingo und Du scheinen ja meine Weide inkl. Einzäunung und Stall genau zu kennen - erzählt mal!

    Ich halte meine Schafe u.a. weil sie eine Magerwiese und eine Solaranlage pflegen. Darüber freut sich der Naturschutzbund sehr, weil er nämlich sonst 1€-Jobber mit Sense losschicken müßte! Und nein, ich tue das unentgeltlich.

    Um zu sehen wes Geistes Kind hier die "Wolfskuschler" in DE sind, muß man sich nur mit ihnen beschäftigen. Die wenigsten leben auf dem Land, noch weniger haben relevante Haus-/Nutztiere und sobald denen der Wolf mal den Chihuahua wegsnackt wird sicher ein deutlicher Meinungswandel eintreten. Das sieht man sehr schön in Gemeinden, wo der Wolf plötzlich mitten im Ort in der Nähe der Straße Haustiere angreift - dann ist er gar nicht mehr so toll und plüschig und die Schäfer sollen sich nicht so haben. Dann ist er ein ernstzunehmender Prädator und man will ihn lieber nicht in der Nachbarschaft haben!

    Und diejenigen die hier schreien "Herdenschutzhund" wären die ersten, die mit dem Anwalt drohen, wenn besagter Herdenschutzhund dem kleinen Jörn-Thorben-Malte in die Hand beißt, wenn er über den Zaun langt um die Schafe anzufassen.

    Übrigens Ingo: um bei deinem Auto-Beispiel zu bleiben (obwohl nicht alles hinkt auch ein Vergleich ist). Wenn ein Autofahrer absichtlich dein Kind umnietet, dann wird er vermutlich kaum wie ein Wolf behandelt der absichtlich ein Schaf reißt...

    Und: "Eventuell ist es ein schwacher Wolf welcher in natürlicher Umgebung gar nicht in der Lage ist länger zu überleben." Wenn ein Schäfer so einen Wolf auf der Weide erwischt, dann mußt du dir um die Weitergabe dessen schwachen Gene keine Sorgen machen!
     
  16. eric

    eric Guest

    Entweder man arrangiert sich und nimmt auch mal in Kauf, dass Verluste da sind. ( Bei Abstürzen, Blitzschlag etc, muss man das auch), oder man ist ehrlich und sagt: alles was irgendwie in der Zivilisation störend sein könnte macht man platt.

    Coexistence or no existence

    @ Pere. warum soll ich Meerschweinchen nicht auch frei halten dürfen? Also 2 m hoch umzäunt waren die ja. natürlich für den Uhu kein Hindernis. Uebrigens kann man auch die zu wirtschaftlichen Zwecken halten. Total wurden diesen Sommer hier 15 erwischt. Aber da mach ich kein Drama daraus.

    Hier CH sind es über 450 000 Schafe die gehalten werden, bei ca 0,5 Promille Verlust durch Grossraubtiere.
    Gleichzeitig werden 1 % Verlust aber durch andere Umstände akzeptiert. Bald 8 Mio Leute hocken hier und richten Schaden an, aber wenn ein Wolf oder Luchs etc mal ein paar Schafe reisst, geht gleich die Welt unter. Dann ist das nicht tragbar und die müssen weg.



    Die Gesamtzahl der Schafe in der Schweiz hat sich seit 20 Jahren beinahe verdoppelt (von 250'000 auf 450'000). Der Bund bezahlt Subventionen für die rund 250'000 gesömmerten Schafe. Für unbehirtete Schafe gibt es 120 Franken pro Grossvieheinheit und 100 Tage (1 Grossvieheinheit [GVE] entspricht 10 Schafen), für Schafe, die sich auf Umtriebsweiden – also eingezäunten Weiden – befinden, gibt es 220 Franken pro GVE und für ständig behirtete Schafe bekommt der Halter 330 Franken pro GVE und 100 Tage.

    Zusätzlich bekommen Halter Subventionen, wenn sie einen ausgebildeten Schutzhund zur Bewachung einsetzen. Pro Hund und Jahr erhält ein Besitzer zwischen 500 und 1'000 Franken vom Bund für die Haltung des Hundes. Die Preise variieren je nach Dringlichkeit der Hundepräsenz.

    Ein Schafhalter bekommt pro gerissenes Schaf zwischen 150 und 1600 Franken, abhängig von dessen Zuchtwert, Rasse und Alter. Wenn der Schafhalter das Fleisch verkauft, bekommt er hingegen pro Kilo Lebendgewicht ca. 4.20 Fr. Bei einem Körpergewicht eines Lamms von 18-25 kg hat der Halter also 75-105 Fr. Erlös. Somit „lohnt" es sich eigentlich für einen Halter finanziell, wenn ein Tier vom Wolf gefressen wird.

    Aus : Der Wolf in der Schweiz, umwelt-netz.ch

    @ Mephitis. Ich hab nicht zweierlei Mass. ich bin kein Modi mehr und nehme auch in Kauf, dass ich eins auf den Deckel bekomme.
     
  17. Silke

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    Du kannst um Dich schlagen wie Du willst. Ich bin weder ein Stadtmensch, noch gehe ich mit einem Chihuahua spazieren. Wo und wann waren denn Wölfe mitten in den Dörfern? Du glaubst auch jede Bildpropaganda, wa. So wie das in besagter Zeitung stand stimmt es nicht! Das Dorf ist hier gleich um die Ecke. Die Schafe befanden sich am ruhigen Dorfrand und waren natürlich nicht ausreichend gesichert. Jetzt haben die Halterinnen fest gestellt, das es doch besser ist, die Schafe über Nacht Wolfsicher unter zu bringen. Man glaubt es kaum, aber es gibt hier auch immer noch so schlaue die Ihre Schafe und Ziegen über Nacht an einem Pflog auf der Wiese stehen lassen. Na also wenn das keine Einladung ist, für einen leichten Mitternachtssnack, für ein paar hungrige Wölfe. Das sind dann die Oberschlauen, die auch am lautesten plärren.
    Im übrigen hat der Großteil der hier im Wolfsgebiet lebenden Bevölkerung kein Problem damit das hier seit über 15 Jahren Wölfe leben. Es sind nur die vereinzelten Wichtigtuer und Panikmacher, die versuchen daraus ein Problem zu machen.
    Mir ist unbegreiflich wie man nur so ungeheuerlich viel Hass gegenüber einem Wildtier haben kann. Es zeigt mir aber wie viel Gewaltbereitschaft in so manch einem Menschen steckt. Ist schon ziemlich erschreckend.


    LG Silke
     
  18. Silke

    Silke Foren-Guru

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  19. #38 Ingo, 17. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
    Ingo

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    Ich sehe das wie Eric. Und das ist ja auch nicht undifferenziert. Der Wolf ist klar ein potentieller und auch ein realer Prädator von Haustieren und das das lässt sich nicht wegdiskutieren. Im Verbreitungsgebiet des Wolfes ist der Anteil, den er am Verlust von Haustieren hat, statistisch dennoch nachweislich - und dokumentiert- zu vernachlässigen. Das heisst nicht, dass nicht einzelne Haltungen besonders betroffen sein können - die müssen dann besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen oder haben eben auch mal echt Pech. Als Hauptargumente für eine Wolfsausrottungen taugen sie, sosehr die Halter hier auch persönlich betroffen sein mögen, definitiv nicht.
    Ich sage auch nicht, dass der Wolf an sich qua Definitionem harmlos ist. Total geschützt und unbejagt gibt es ein gewisses Risiko, dass die Tierchen auf Dauer recht "frech" werden. Dann kommen auch die Städter in Kontakt und dann ist auch der eine oder andere regulierende Abschuss von "Problemwölfen" sinnvoll. Vielleicht gar eine gemäßigte regelmäßige Bejagung oder irgendeine andere Art, Meister Isegrimm wieder ein wenig Respekt vor den menschlichen Nachbarn einzubleuen. Aber davon sind die deutschen Bestände sowohl von der Populationsgröße als auch vom Verhalten her weit entfernt.
    "Brauchen" tut auf den ersten Blick niemand den Wolf. Aber er ist ein ursprünglich hier heimisches Tier mit - allein daher- einer sinnvollen Rolle im Ökosystem. Als Faktor der natürlichen Auslese tut er sicher einen besseren Dienst als die Jägerschaft in ihrer Gesamtheit, spielt die reduzierte Fitness seiner Beute doch im Schnitt eine deutlich höhere Rolle als bei der Jägerschaft.
    Schadet der Wolf dem deutschen Wald in seiner Gesamtheit auf Dauer oder nützt er ihm vielleicht? Werr mag sich anmaßen, das kompetent zu beantworten?
    Und auch, wenn es keine starken Argumente a la "wir brauchen den Wolf" gibt. Ist das schon Grund genug, ihn auszurotten?
    Der Mensch hat sich über Jahrtausende angemaßt, zu bestimmen, welche Mitlebewesen sinnvoll am Leben bleiben dürfen und welche nicht. Große Erfolge bei der Pflege von Landschaften, Wilderträgen und Lebensgemeinschaften hat er damit bisher jedoch noch nie erzielt. Trotzdem weiss immer noch jeder: Der Wolf hat hierzulande keinen Nutzen. Wo kommt dieses Wissen her? Sind alles studierte Ökologen, Populationsbiologen, Forstwirte etc, die das sagen?
    Tatsache ist, der Wolf ist erstmal unbequem - eigentlich sogar nur potentiell unbequem- und das reicht offenbar vielen, ihn effektiv daran hindern zu wollen, hier Fuß zu fassen.
    Typisch menschlich irgendwie und das heisst leider auch überheblich.
    Und da es kritisiert wurde: Ich finde das Beispiel mit den Kindern auf dem Schulweg so schlecht nicht.

    Der Straßenverkehr ist eine reale Gefahr bei barrierelosen Schulwegen. Ihn deshalb zu eliminieren eine absolut unangemessene Maßnahme. Für einen sicheren Schulweg zu sorgen ist aufwändig und wird nie 100%ige Sicherheit gewähren. Trotzdem ist es eindeutig die Methode der Wahl.

    Der Wolf ist eine reale Gefahr bei der hiezulande üblichen Freihaltung von Weidetieren. Ihn deshalb zu eliminieren eine absolut unangemessene Maßnahme. Für einen sicheren Weidegang zu sorgen ist aufwändig und wird nie 100%ige Sicherheit gewähren. Trotzdem ist es eindeutig die Methode der Wahl.

    Und ja: Der Haustierreissende Wolf wird erschossen, der das Kind erfassende Raser nicht...... devalidiert das den Vergleich?
     
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  21. #39 Azrael, 17. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2014
    Azrael

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    "Du glaubst auch jede Bildpropaganda, wa."
    Aha, erst bin ich also zu faul oder geizig meine Schafe richtig unterzubringen - leider weiß ich noch immer nicht, woher du meine Weideverhältnisse kennst - und jetzt bin ich noch ein Bildleser... Auch hier weißt du natürlich sofort auf welchen Vorfall ich mich beziehe.
    Ich ziehe meinen Hut vor deinen hellseherischen Fähigkeiten - vor deinen kommunikativen eher nicht. Reißen Wölfe jetzt auch große Tiere? | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Oldenburg/Ostfriesland

    Weil sich die Wolfsübergriffe häufen (und zwar auch auf gesicherte Herden) passiert jetzt das:
    Das hessische Landwirtschaftsministerium bringt es in seinem neuen Merkblatt auf den Punkt: "Und um es gleich deutlich zu sagen: Es gibt, bis auf wenige jagdrechtlich klar geregelte Ausnahmen, in diesen Fällen (Angriff durch Wölfe) keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung, sondern Schäden durch Wildtiere gehören zu den „normalen“ Umweltrisiken, wie auch Hagel, Gewitter und Trockenheit...Tierhalter erhalten kostenlose Beratung zu Möglichkeiten der Herdensicherung". Das heißt ich unterstütze die Wiederansiedlung des Wolfes mit Steuern UND darf zusätzlich das komplette Risiko und den eventuellen Schaden dadurch tragen. Geil!


    "Dann kommen auch die Städter in Kontakt und dann ist auch der eine oder andere regulierende Abschuss von "Problemwölfen" sinnvoll."
    Warum erst wenn es die Städter betrifft?

    "Und ja: Der Haustierreissende Wolf wird erschossen, der das Kind erfassende Raser nicht...... devalidiert das den Vergleich?"
    Leider nein - er wartet nämlich selten bis die zerfetzten Tiere früh gefunden werden auf Abschuß, sondern ist dann schon verschwunden. Auch wenn er gefunden würde, würde er nicht abgeschossen. Und nach ihm wird nicht gesucht - nach dem Raser schon.
     
  22. eric

    eric Guest

    Wir hatten hier so Fälle schon einige Male. Mit nachfolgendem bewilligtem und angeordnetem Abschuss eines Wolfes.

    Deine Argumente ziehen nicht.
     
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