Oleander für Vögel

Diskutiere Oleander für Vögel im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Detlev (Post 19): „Übrigens hier geht es um Waldvögel, Mischlinge und Kanarienvögel und Oleander und nicht um Papageien.“ Ach ja? Detlev...

  1. #21 gastleser02, 19. Juni 2010
    gastleser02

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    Detlev (Post 19): „Übrigens hier geht es um Waldvögel, Mischlinge und Kanarienvögel und Oleander und nicht um Papageien.“

    Ach ja?

    Detlev (Post 15): „Knoblauch kann z.B. tödlich giftig für Papageien sein...“

    Detlev (Post 10): „Oleander wird von einzelnen Papageienarten gut vertragen...“

    Detlev: „Eigendlich hattest du doch angekündigt hier nicht mehr zu schreiben. Ich werde dich hier weiter nicht beachten.“

    Eigentlich habe ich hier nur einen sachlichen Beitrag nebst einer Konkretisierung des von Dir selbst eingebrachten „Knoblauchhinweises“ und dem Verweis zur Giftigkeit von Oleander für Wellensittiche (jedenfalls im publizierten Versuch) gepostet. Mir drängt sich zunehmend der Eindruck auf, dass es Dir an der gebotenen Sachlichkeit und Höflichkeit mangelt - von Selbstreflexion und der Fähigkeit des Umganges mit Kritik ganz zu schweigen.
     
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  3. owl

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    Sicher hast du Recht, dass man Kindern (vielleicht erst ab einem bestimmten Alter?) beibringen kann. Vorausgesetzt: man tut es !! Die Ärzte in den Notaufnahmen, sowie die Leute in den Giftzentralen wissen vermutlich, dass dies leider nicht immer der Fall ist.
    Und, noch etwas: verbotene Früchte bergen oft auch einen gewissen Reiz. So jedenfalls wars bei mir: "Mädel lass das Rauchen, denk an deine Gesundheit" :~

    Die Idee mit den Läusen ist gut. Die Vögel würden dann quasi den selben "Job" tun, wie sonst die Marienkäfer, Florfliegen u.a. Raubinsekten. Nur dass es Vögel sind, für deren Gesundheit ihre Halter Verantwortung tragen.

    Die Vorstellung ich stünde vor meiner Voliere und müsste entscheiden, welcher Vogel vorkosten soll..... nee, so was könnte ich mit Sicherheit nicht tun.
     
  4. Detlev

    Detlev -

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    Ist durchaus keine besondere Altersfrage. Das geht schon mit den ganz kleinen. Mein Sohn steht neben mir und kasperlt bis Sandmännchen kommt, ich spreche da aus Erfahrung. Unser Dorfkinderspielplatz hat eine ganze Hecke aus tödlicher Eibe. Das rmedienwirksame Geheule um giftigen Ilex bei Kinderspielplätzen entpuppt sich nahezu immer als Verwechslung mit ungiftiger Mahonie. Die für uns giftige Tollkirsche wird von einigen Vogel arten gern gefressen, wie würde sonst Zoochorie funktionieren? Und wenn du dir auch bei Kindern die Statistiken über Vergiftungen mit Pflanzen anguckst die sind sehr selten, nahezu unbedeutend als Krankheits oder Todesursache. Und hier im Forum wirst du auch praktisch keine Vergiftung mit Pflanzen finden andere Todesursachen (mit denen eher lax umgegangen wird) sind weit bedeutender.

    Und? Bei anderen Ästen/Nahrung muss man auch probieren. Oleander ist zwar giftig für Gänse und Zebrafinken aber irgendwo war ein Bericht über Papageien die ihn vertragen haben und zwar weit jensets der Dosis die Hühner(?) killt. Generell Vogelgiftig stimmt also nicht. Mehr wollte ich gar nicht sagen das Suchprogramm über meine Festplatten läuft seit einigen Stunden ergebnislos. Der Hinweis auf die vielen Oleander auf den Kanaren war schon mal nicht schlecht und auch unter meinen habe ich nie tote Vögel gefunden. Zumindest bei uns scheint es bei Fruchtfressenden Vögeln keine nachweisbare Nahrungsselektion aufgrund der typischen sekundären Pflanzenstoffe zu geben. Das Angebot ist der weit wichtigere Faktor.

    Kaninchenhalter oder die Halter von Nutzgeflügel essen ihre Tiere sogar, dazu muss man die auch aussuchen. Ich denke nicht das die grundsätzlich die schlechteren Tierhalter sind.

    Was mich nur stört sind diese ewigen giftig/ungiftig Freds hier wobei fast immer von irgendwelchen Listen wo die Tierart nach der gefragt wurde gar nicht drauf steht eine Behauptung kommt etwas sei giftig. Die übergroße Zahl aller Pflanzen ist irgendwo für irgendwen giftig. Darum auch der Hinweis auf Knoblauch. Der Vogel ist an Hämolyse gestorben und Hämolyse ist eine typische Vergiftungserscheinung von Alliumvertretern. Trotzdem essen wir alle Knoblauch (und halten den sogar für gesund) oder verfüttern ihn. Niemand würde hier ein giftig zu hören bekommen.
     
  5. Gwenny

    Gwenny Guest

    Hallo Detlev,

    wenn es wirklich Volker Munkes ist, wäre ich SEHR froh, wenn er hier (bzw. überhaupt) wieder posten würden, da es von seiner Sorte VIEL zu wenig in diesem Forum gibt.

    Pseudowissenschaftlich? Dieser Begriff passt wohl eher auf Menschen, die unterscheiden, wie teuer ein Vogel ist und was man ihm dementsprechend zu fressen geben kann/was man fütterungstechnisch ausprobieren kann.

    Zu deinem Hinweis zu Allium-Gewächsen: Auch zu diesem Thema hat ein Volker Munkes in einem anderen Forum sehr nützliche und fundierte Informationen eingebracht.

    Viele Grüße
    Christa
     
  6. #25 gastleser02, 19. Juni 2010
    gastleser02

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    Owl: „Nur dass es Vögel sind, für deren Gesundheit ihre Halter Verantwortung tragen.“

    Detlev: „Und? Bei anderen Ästen/Nahrung muss man auch probieren.“

    Muss man nicht. Man kann Äste/Nahrung verwenden, deren unbedenkliche Verwendung als Strukturelement oder Futtermittel hinlänglich gesichert ist.

    Detlev: „Oleander ist zwar giftig für Gänse und Zebrafinken aber irgendwo war ein Bericht über Papageien die ihn vertragen haben...“

    Und nicht „irgendwo“, sondern ganz konkret in der von mir benannten Quelle (vgl. Posting 14) wird „berichtet“, dass zumindest eine Papageienart (namentlich: der Wellensittich) nach Aufnahme/Verabreichung eine klinische Symptomatik zeigte – ihn also nicht „vertragen“ hat.

    Owl: „Die Vorstellung ich stünde vor meiner Voliere und müsste entscheiden, welcher Vogel vorkosten soll....nee, so was könnte ich mit Sicherheit nicht tun.“

    Detlev: „Kaninchenhalter oder die Halter von Nutzgeflügel essen ihre Tiere sogar, dazu muss man die auch aussuchen.“

    Dieser Vergleich ist absolut unpassend, dumm und provokant. In vorgenannten Zusammenhängen lässt sich bestenfalls konstatieren, dass Nutztierhalter dem Tierwohl ebenso verpflichtet sind wie die Halter sog. „Ziervögel“. Es geht (hier) um das „Aussuchen“ von Futter für Tiere – nicht um das „Aussuchen“ von Tieren als Futter. Zudem wird ein „Nutztierhalter“ schon aus ganz naheliegenden Gründen seinen Nutztieren nicht wissentlich Pflanzen anbieten, deren „Futtertauglichkeit“ in Frage stehen könnte.

    Detlev: „Was mich nur stört sind diese ewigen giftig/ungiftig Feeds hier (….). Darum auch der Hinweis auf Knoblauch. Der Vogel ist an Hämolyse gestorben und Hämolyse ist eine typische Vergiftungserscheinung von Alliumvertretern.

    Detlev: „Knoblauch kann z.B. tödlich giftig für Papageien sein (...)“

    Erwiesen (vgl. mein betreffendes Posting) bei Aufnahme großer Mengen und (bisher) beim Braunkopfsittich.

    Detlev: „Weil giftig/ungiftig keine allgemeine Kategorie ist, sondern eine die sich auf einzelne Tierarten oder Tiergruppen bezieht.“

    Richtig. Deswegen meine Spezifizierung und – weil oft u.a. auch die aufgenommene Menge im Verhältnis zur Körpermasse (mit)entscheidend ist – der Hinweis darauf, dass in dem beschriebenen Fall offenkundig eine größere Menge aufgenommen wurde.

    @Gwenny: Vielen Dank.
     
  7. Rosalie

    Rosalie Stammmitglied

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    Besonders "kostbare " Vögel drauf loslassen ......Was für ein Vogelfreund bist du denn:+schimpf Meine Nymphen sind mir auch kostbar , nur sind sie dummerweise nicht teuer .. ist das ein Grund für Fahrlässigkeit ? Und ja Kinder müssen das wohl lernen , nur Kleinkinder und hochgiftige Pflanzen im Garten ist genauso fahrlässig:+schimpf ....oder sind Kinder nicht kostbar genug ????8(8(:traurig::traurig::traurig:
     
  8. #27 gastleser02, 19. Juni 2010
    gastleser02

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    Detlev: „Zumindest bei uns scheint es bei fruchtfressenden Vögeln keine nachweisbare Nahrungsselektion aufgrund der typischen sekundären Pflanzenstoffe zu geben. Das Angebot ist der weit wichtigere Faktor.“

    Institut für Vogelforschung / AG Bairlein / Auszug aus „Kontrolle von Nahrungswahl und Nahrungsaufnahme bei Kleinvögeln“:„Am Beispiel der zugzeitlichen Frugivorie mancher Vogelarten konnten wir zeigen, dass Nahrungswahl und Nahrungsaufnahme aber vielmehr durch den Nährstoffgehalt und der Proportionen der Nährstoffe zueinander und vom Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen bestimmt sind als vom Energiegehalt an sich.“
     
  9. Sybille

    Sybille Foren-Guru

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    Hallo Moni,

    ich kenne sehr wohl Kanarienvögel, die sich über alles Grüne, was ihnen geboten wird, her machen...




    Hallo Detlev,

    dein Wissen und deine sehr oft hilfreichen Tipps hier im Ernährungsforum weiß ich sehr wohl zu schätzen.

    Aber weißt du, mich beschleicht sehr oft das Gefühl, dass du hier auch so ganz nebenbei nach potenziellen Versuchskaninchen Ausschau hältst.... Dies musste ich schon mehrmals aus deinen Äußerungen herauslesen.
    Ok, das kannst du machen, kann dir keiner verbieten. Nicht zuletzt profitieren ja unsere Vögel eventuell von solchen Untersuchungen...
    ABER, bitte weise dann auch die ratsuchenden User auf dieses Unterfangen hin. Denn wenn hier jemand um Rat fragt, dann hat er ganz bestimmt nicht im Hinterkopf den Gedanken, dass dies ja so nebenbei mal ein Test sein könnte. Und wenn hier jemand um Rat fragt, dann hofft er auf kompetente Hilfe mit der Gewissheit, seinen Tieren/Vögeln nicht schaden zu wollen. Ansonsten könnte der Ratsuchende ja einfach die Frage lassen und selbst testen...

    Und auch wenn es sich "nur" um Kanarien oder andere "billige, leicht ersetzbare" Vögel in deinen Augen handelt, so gibt es durchaus viele Vogelbesitzer, denen selbst ein kleiner Kanarienvogel ans Herz gewachsen und von großem ideellen Wert ist....
    Das wollte ich in dem Zusammenhang gerne mal zu Bedenken geben.
     
  10. #29 gastleser02, 19. Juni 2010
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    Ergänzender Nachtrag zu

    Detlev: „Zumindest bei uns scheint es bei fruchtfressenden Vögeln keine nachweisbare Nahrungsselektion aufgrund der typischen sekundären Pflanzenstoffe zu geben...“

    „Textbaustein“ für (Ironie an) „pseudowissenschaftlich“ interessierte Leser/innen (Ironie aus):

    u.a. „Allerdings wiesen über das ganze Jahr hinweg betrachtet nicht gefressene Früchte einen signifikant höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (…) auf als von Vögeln gefressene Früchte.“

    aus: Stiebel, H. (2003): Frugivorie bei mitteleuropäischen Vögeln....

    komplette Doktorarbeit zum freien Download:

    http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/__publikationen/dissertation/2003/stifru03/pdf/stifru03.pdf
     
  11. #30 gastleser02, 19. Juni 2010
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    „I has a client with a pet cockatiel that died as a result of oleander toxicosis“ berichtet die Tierärztin M.A. Wissman (ExoticPetVet.net)

    Womit angenommen werden darf, dass Oleander auch für Nymphensittiche nicht allzu bekömmlich ist.
     
  12. #31 gastleser02, 20. Juni 2010
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    Detlev (Posting 10): „Oleander wird von einzelnen Papageienarten gut vertragen und das in Dosen wo andere Vögel tot vom Ast kippen.“

    Detlev (Posting 23): „Oleander ist zwar giftig für Gänse und Zebrafinken aber irgendwo war ein Bericht über Papageien die ihn vertragen haben...“

    Einzelne Papageienarten? Welche? Ein „Irgendwobericht“ über „Papageien die ihn vertragen haben“? Papageien? Mehrere Exemplare einer Art? Verschiedene Arten? Sogar mit konkreten Angaben über die jeweils aufgenommenen Mengen („Dosen“), bei denen „andere Vögel tot vom Ast kippen“? Oleander ist nicht „zwar“ (was nahelegt, dass er es für Papageien nicht wäre), sondern auch „giftig für Gänse und Zebrafinken“.

    Ich kann nur an die Vernunft der Halter/innen appellieren, sich nicht durch derart „fundierte“ Ratschläge zu Experimenten mit ungewissem Ausgang verleiten zu lassen. Mehr will und kann ich dazu (hier) nicht mehr sagen/schreiben.
     
  13. Cosima

    Cosima verstorben am 25.07.2011

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    Hallo Gastleser!

    Wir haben uns mal kennengelernt und ich bin froh, dass du noch in diesem Forum schreibst.

    Ich möchte dich auf mein Beitrag 'Thuja' aufmerksam machen und würde mich freuen, wenn du dazu etwas schreiben könntest, denn deinem Urteil vertraue ich.

    LG Cosima
     
  14. #33 gastleser02, 26. Juni 2010
    gastleser02

    gastleser02 Mitglied

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    Sybille: "ich kenne sehr wohl Kanarienvögel, die sich über alles Grüne, was ihnen geboten wird, her machen..."

    Giftigkeit von Oleander für Kanarienvögel (Serinus canaria):

    Arai, M., E. Stauber & CM. Shropshire (1992): Evaluation of selected plants for their toxic effects in canaries, J Am Vet Med Assoc. 1 :200 (9)

    Abstract

    „Leaves or fruit from 14 plants considered to be toxic to pet birds were administered by gavage to 15 pairs of canaries (Serinus canaria). Each bird was given 0.12 to 0.70 g of plant material. One pair served as a control and was given distilled water. The plant materials were flash-frozen in liquid nitrogen, pulverized, and resuspended in deionized water for administration. Of the plants tested, 5 (oleander, lupine, foxglove, yew leaves, and dieffenbachia) were considered highly toxic and were associated with acute death of birds. (...)“
     
  15. hans.5

    hans.5 Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    also den "Versuch" habe ich gemacht. Die Vögel leben noch. Der Orleander hat keine Läuse mehr. Die Vögel haben sich sofort über die Läuse her gemacht. Der Orleander ist überhaupt nicht angeknabert worden.

    Danke an alle.

    Gruß

    Hans
     
  16. Moni

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    Sag ich doch ;).
     
  17. #36 gastleser02, 27. Juni 2010
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    Abschliessend:

    Detlev: „Das rmedienwirksame Geheule um giftigen Ilex bei Kinderspielplätzen entpuppt sich nahezu immer als Verwechslung mit ungiftiger Mahonie.“

    Hierzu: Die Mahonie ist nicht „ungiftig“, sondern wird als „gering giftig“ eingestuft. Das ist ein gradueller Unterschied.

    Universitätsklinikum Bonn / Informationszentrale gegen Vergiftungen: „Die Früchte (in großen Mengen) können zu Brechdurchfall führen. Wurzeln oder Rinde können zu Bewußtseinstrübung und Nierenreizung führen.“

    online: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/jahresbericht99-Dateien/typo3/index.php?id=184

    Auszug aus: Anfragestatistik des Gemeinsamen Giftinformationszentrums der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen /
    online: http://www.ggiz-erfurt.de/pdf/anfragestatistik_2009.pdf

    Akute Vergiftungen (…) Pflanzen (…) Kinder (1998-2006) – siehe Grafik - :
    Zwergmispel = ca. 200, Schneebeere = ca. 210, Mahonie = ca. 230, Engelstrompete = ca. 270, Ficus benjamina = ca. 300, Lampionblume = ca. 320, Eberesche = ca. 340, Heckenkirsche = ca. 380, Eibe = ca. 500, Liguster = ca. 520

    Detlev: „Unser Dorfkinderspielplatz hat eine ganze Hecke aus tödlicher Eibe.“

    Zu akuten Vergiftungen bei Kindern (allein in 4 Bundesländern) nach Verzehr von Eibe s.o.

    Detlev: „Und wenn du dir auch bei Kindern die Statistiken über Vergiftungen mit Pflanzen anguckst die sind sehr selten, nahezu unbedeutend als Krankheits- oder Todesursache.“

    Die Quantifizierung „selten“ und das Attribut „unbedeutend“ relativieren sich spätestens dann, wenn man subjektiv betroffen ist. Der objektiv zu beobachtende Rückgang an Vergiftungserscheinungen bei Kindern durch Verzehr giftiger Pflanzen/Pflanzenteile dürfte u.a. auch auf das „medienwirksame Geheule“ und damit einhergehende Sensibilisierung sowie Aufklärungskampagnen (u.a. der Giftinformationszentralen) zurückzuführen sein.

    Universität Göttingen (Info zu Vergiftungen durch Pflanzen): „Erwachsene sind deutlich weniger von Pflanzenvergiftungen betroffen als Kinder, die besonders im Alter zwischen 1 und 4 Jahren zu den Opfern zählen.“
     
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  19. Rosalie

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    Wenn es um eine Gefährdung meiner kinder geht braucheich keine Statistik und wenn mein Kind das 201 wäre . Mir genügt allein die Möglichkeit im eignen Garten , Wohnzimmer oder Spielplatz , weilich sie ja dort nicht an der Hand oder im Kinderwagen habe . Warum ein derartiges Risko eingehen , wenn es doch wunderschöne ungiftige Pflanzen gibt ?? Schön das , das mit dem Oleander gut ausgegangen ist , ich hätte es nicht getestet . Wir lieben alle unsere Tiere zu sehr , um sowas zu riskieren . LG Anja
     
  20. #38 gastleser02, 4. Juli 2010
    gastleser02

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    Oleander / Herzwirksame Glykoside / Löslichkeit / Wasser

    „I see that there are records of cage birds dying after eating oleander leaves.

    I have just had a call from someone in Johannesburg who has recently moved into a new home. There is a large oleander tree above her bird bath and leaves from the tree fall into the water. Would this water be toxic for the wild birds that drink from it?

    I suppose the solution is to (a) remove the tree and/or (b) move the bird bath!

    (...)

    My scout backwoodsman notes state that in the Cedarberg pools with Oleander on the banks should not be used for drinking in summer. Cardiac glycosides are generally water soluble. However, toxicity will depend on the amount of leaves, how long they have been lying in the water (...)


    Mark D. Anderson
    Executive Director: BirdLife South Africa
    P. O. Box 515, Randburg 2125
    South Africa
    Tel: +27(0)11-7891122
    E-mail: director at birdlife.org.za


    Oleander / Wirkung / Eintrittzeit / Kanarienvögel:

    „Most canaries that died did so within minutes to hours following the ingestion of the plants.“

    Dumonceaux, G. & G.J. Harrison / in: Toxins, Chapt. 37, S. 1042 / unter Bezug auf die bereits erwähnte Studie von Arai et al.
     
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