Online Umfrage wichtig

Diskutiere Online Umfrage wichtig im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hab ebenfalls mit ja gestimmt. Traurig das dennoch genügend dagegen stimmen....:nene: Vielleicht weil sie sich vor der Stimmabgabe ein kleines...

  1. Motte

    Motte Guest

    Vielleicht weil sie sich vor der Stimmabgabe ein kleines Sekündchen damit befasst haben, was das im Klartext bedeuten würde und die weitreichenden Fogeln die Hans und Franz gar nicht absehen können, erkannt haben
     
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  3. lady-li

    lady-li Banned

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    Das ist auch meine Meinung !
    Ich bezog mich mit meinen Äußerungen dazu nicht auf Dich, Motte, sondern auf alfriedo :
    Das Argument "Tiere schaffen Sozialkontakte" oder gar "Tiere ersetzen Sozialkontakte" halte ich (vorsichtig formuliert) für eine fragwürdige Einstellung zum Leben.
    Ich glaube, daß Menschen, die mit Tieren versuchen, soziale Defizite zu kompensieren, die denkbar schlechtesten Voraussetzungen haben, um Tiere gut zu halten.
    Sie neigen zur Vermenschlichung und zu einer ungesunden "Affenliebe".

    Nach wie vor bin ich der Meinung, daß man über Tiere am meisten erfährt, wenn man sie in ihren natürlichen Habitaten beobachtet.
     
  4. #43 petrarobby, 24. März 2010
    petrarobby

    petrarobby Stammmitglied

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    offene Anfrage

    vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unserem aktuellen Kampagnenthema!

    Da Exoten, anders als Hunde und Katzen, nicht im Laufe von Tausenden von Jahren domestiziert wurden, bezeichnen wir sie als exotische Wildtiere. Hierzu zählen wir alle fremdländischen, also nicht heimischen Wildtierarten.



    Unserer Meinung nach ist das Thema exotische Wildtiere derart problembehaftet, dass nur ein generelles Verbot der Privathaltung Abhilfe schaffen kann. Dass immer noch ein großer Teil der Tiere im Ursprungsland wild gefangen wird ist unumstritten. Der Fang ist brutal, trägt zum weltweiten Artensterben bei und hat außerdem gravierende Folgen für die dortigen Ökosysteme (z.B. Zerstörung von Korallenriffen durch Fang von Zierfischen, Vernichtung von Brutbäumen zum Fang von Papageien). Teilweise wird behauptet, dass Exoten im Ursprungsland in Farmen nachgezüchtet werden. Selbst deutsche Züchter bezweifeln dies, Kontrollen gibt es keine. Oft werden hier auch z.B. trächtige Schlangen eingefangen, die dann in den Farmen ihren Nachwuchs bekommen. Das sind für uns natürlich auch im Grunde Wildfänge.

    Während der „Aufbewahrungsphase“ und des anschließenden Transport sterben nachgewiesenermaßen etwa 50% der Tiere. Auch das ist nicht hinnehmbar.



    Der Handel in Deutschland via Zoogeschäft, Internet, Exotenbörse o.ä. ist für die sowieso schon angeschlagenen Tiere der reine Horror. Ich war selbst schon auf Exotenbörsen und habe gesehen, wie die Tiere dort in kleinen Behältern, übereinander gestapelt, verramscht werden. Giftige und gefährliche Tiere kann im Prinzip jeder sofort mitnehmen. Auch über das Internet können sogar minderjährige Kinder giftige Schlangen bestellen, die ihnen per Post zugestellt werden.



    Natürlich gibt es auch hier seriöse Züchter, die ihre Tiere vernünftig halten und ausschließlich Nachzuchten verkaufen. Aber auch solche Züchter wollen Geld verdienen und geben Tiere an jeden ab, der das nötige Kleingeld hat.



    Als letzte Station folgt dann die Haltung der Exoten, die unserer Meinung nach gar nicht artgerecht sein kann, wenn man von den natürlichen Bedürfnissen der Tiere ausgeht. Wenn Sie mit verhaltensgestörten Papageien arbeiten wissen Sie selbst, was ich meine. Die Einzelhaltung von Schwarm- bzw. Gruppentieren ist nur eines der Verbrechen, die viele Halter an den Tieren begehen. Alle Auffangstationen, mit denen ich zu tun habe, können stundenlang von den beschlagnahmten oder aufgenommenen Tieren berichten, die aufgrund von Haltungsfehlern in einem lebensbedrohlichen Zustand waren.

    Letztendlich spielt auch der Gefahrenaspekt eine nicht unwesentliche Rolle. Denn trotz Gefahrentierverordnung einzelner Bundesländer werden eigentlich überall in ganz Deutschland Massen von giftigen und /oder potentiell gefährlichen Tieren gehalten. Ich habe erst letzte Woche live erlebt, wie sich ein nur 30 cm großer Waran an der Unterlippe seines Besitzers festgebissen hat. Der Mann musste sofort in die Notaufnahme.



    Die dargestellten Probleme können durch verschärfte Gesetze nicht gelöst werden, da die kontrollierenden Behörden (Artenschutzbehörde, Zoll, Veterinärämter) weder personell noch vom Wissen her in der Lage sind, diese auch umzusetzen. Aufgrund der steigenden Nachfrage vor allem nach seltenen, geschützten Arten lohnt sich der Tierschmuggel und illegale Handel wie nie zuvor. Viele Tierschmuggler sind ähnlich wie Drogenhändler in mafiösen Strukturen organisiert – die Gewinnspannen sind ähnlich wie im Drogenhandel immens hoch – die Strafen dagegen lächerlich und die Kontrollen unzureichend.

    Daher bleibt für uns nur die Forderung nach einem generellen Verbot – dann weiß jeder, woran er ist.



    Wir sind uns bewusst, dass wir ein derartiges Verbot wahrscheinlich nie erreichen werden. Das ließe sich politisch, wenn überhaupt, nur sehr schwer umsetzen. Mit unserem Voting wollen wir im Moment erst einmal die Meinung der Bevölkerung ausloten.

    Daher stellt sich derzeit auch nicht die Frage, wohin mit den dann verbotenen Tieren. Normalerweise würde ein Gesetz auch erst ab einem bestimmten Datum gelten, der aktuelle Tierbestand eines Halters hätte dann einen sogenannten Bestandsschutz. Nur neue Tiere dürften eben nicht angeschafft werden. Es wäre also auch im Falle eines Verbotes nicht mit einer Flut von Abgabetieren zu rechnen.



    Wir setzen sehr auf Aufklärung, zum Beispiel in Form von Kampagnen und Informationsstände, um präventiv Tierleid zu verhindern. Unserer Meinung nach kann Tierliebe aber auch bedeuten, auf die Anschaffung eines Tieres zu verzichten.



    Ich hoffe, Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen auch für Ihre Tierschutzarbeit alles Gute.



    Herzliche Grüße
     
  5. #44 petrarobby, 24. März 2010
    petrarobby

    petrarobby Stammmitglied

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    offene Anfrage

    Anbei die Antwort von dem Tierschutzverein, für die ich mich bedanken möchte.

    Ich persönlich habe präzisere Angaben in Bezug der Aktion erwartet und nicht nur eine allgemeine Schilderung über die im aktiven Tierschutz bereits über einen längeren Zeitraum bekannten Probleme.

    Erstaunlich ist, dass ein generelles Halteverbot von Exoten gefordert wird, ohne das zum einem Lösungsansätze für die zu erwartende Flut der Abgabetiere (zumindest) mit einbezogen wurde und eine Definition ist aus meiner Sicht nicht zu erkennen. Meerschweinchen, Wüstenrennmäuse u. s. w. sind von der Beschreibung und Herkunft auch Exoten. Aus diesem Grunde heraus, bin ich davon ausgegangen, dass zumindest eine Artenliste der Exoten vorliegt, die dem Halteverbot unterliegen sollen und ob diesbezüglich die Nachzuchten mit einbezogen sind u. s. w.

    Der Gefahrenaspekt mit Tieren bezieht sich auch nur auf Exoten, dabei wird in den Medien u. a. über Angriffe von Hunden berichtet und auch Kaninchen können schwere Verletzungen beim Menschen verursachen und ist somit nicht nur ein Exotenproblem.

    In Bezug der Zerstörung von Korallenriffen, denke ich auch spontan an die Schmuckindustrie, Fischerei sowie Umweltschäden und die Brutbäume für Papageien werden u. a. durch die Vernichtung des Regenwaldes der Holzindustrie mit verursacht und täglich werden massiv Lebensräume vernichtet.

    Ich gehe bei einem generellen Halteverbot von Exoten davon aus, das viele Tierarten in kürzester Zeit als ausgestorben gelten dürften. Nur durch Anstrengungen von Tierliebhabern, Biologen, Umweltschützer, Tierärzte, Tierschutzvereine u. s. w. konnte z. B. ein Aussterben des Spix-Ara verhindert werden.

    Durchaus bin ich der Auffassung, dass Bundesweit eine einheitliche rechtliche Grundlage gefunden werden muss, um die beschriebenen und bekannten Missstände einschränken zu können. Jedoch stehe ich der Forderung eines generellen Halteverbotes von Exoten ohne präzise Ausarbeitung skeptisch gegenüber, da zu viele Fragen ungeklärt bleiben.

    LG
     
  6. lady-li

    lady-li Banned

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    Hallo petrarobby,

    ich lese aus dem Schreiben durchaus einen Lösungsansatz heraus :
     
  7. Elmo

    Elmo Kolbenhirsetaxi

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    Womit ja auch nicht gelöst wäre, was passiert, wenn jemand z.B. aus gesundheitlichen Gründen seine Tiere abgeben müsste. Wenn der Handel mit Tieren ab einem bestimmten Datum verboten ist, dann wäre damit ja streng genommen auch Essig.
     
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  9. #47 petrarobby, 25. März 2010
    petrarobby

    petrarobby Stammmitglied

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    Hallo Liane,

    ich erkenne nur eine konzeptlose Forderung, die von vornherein zum scheitern verursacht scheint.

    Wie oft wurden in der Vergangenheit solche allgemein gefassten Forderungen gestellt? Vor allem, was ist dabei herausgekommen?

    Es ist Öffentlichkeitswirksam aber mehr nicht und dies finde ich im Interesse des Tierschutzes mehr als schade.

    Um tatsächlich etwas in diese Richtung bewegen zu wollen, müssen (realistisch) ausgearbeitete Konzepte vorliegen, um seiner Forderung auch Nachdruck verleihen zu können (z.B. bei Entscheidungsträgern) und kein alles aussagender „Bestandsschutz“ Hinweis.

    Würden die vielen Tierschutzvereine zusammen arbeiten, könnte viel bewegt werden, aber mit Sicherheit kein allgemeines Halteverbot für alles.

    Ich weiß, völlig unrealistisch.

    LG
     
  10. Rena

    Rena Guest

    sorry!

    mir kommt das schon vor,das tier(vogel)halter,halteverbot an all´die tierfreunde,die noch keine tier(vogel)halter sind erzwingen wollen.....naja,hauptsache sie haben ihre tiere.

    was soll´dass....???

    man kann doch nicht immer alles madig machen,nur weil es tierschciksale gibt......ein jeder sollte das recht haben,tiere zu halten.....beratung ist besser,als verbot!:+schimpf
     
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