Papagei aus schlechter Haltung

Diskutiere Papagei aus schlechter Haltung im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo! Ich bin neu hier, weil ich hoffe, dass es Vogelfreunde gibt, die mir Ratschläge geben können. Meine Graue Klara ist 4 Jahre alt und...

  1. Klari

    Klari Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich bin neu hier, weil ich hoffe, dass es Vogelfreunde gibt, die mir Ratschläge geben können.

    Meine Graue Klara ist 4 Jahre alt und ich habe schon lange überlegt, ob ich Klara Gesellschaft verschaffe. Dass es so kommt war allerdings nicht geplant.
    Klara´s Schwester wohnt in unmittelbarer Nähe und als ich gehört habe, dass ihr Halter eine Zwangsräumung hat und man nicht weiß wo die Graue bleiben soll, habe ich sie zu uns geholt. Das ist jetzt 8 Tage her.

    Mein erstes Zusammentreffen mit ihr, denn wie sie heißt weiß keiner so genau: Lara, Lora oder wie sie mittlerweile selbst sagt Mistvieh. Ihr Käfig ist eine Sittichvoliere an der viele Stäbe durchgebissen sind und notdürftig geflickt wurden. Die Kotschublade ist bis zu den Gitter mit Kot gefüllt, der so hart ist wie Zement. Sitzstangen gibt es nicht. In der ganzen Wohnung oder sagen wir besser dem Wodkalager gibt es keinen Futter.

    Kurze Zeit später habe ich noch folgendes erfahren: Die Graue ist über Wochen hinweg nur mit Brot gefüttert worden. Ihr Halter hat Alkohol und Drogen konsumiert, was sie davon abbekommen hat, kann ich nicht sagen. Ihre Spielzeuge waren Feuerzeuge, weil es ja so lustig ist, dass ein Papagei so viel Kraft hat und ein Einwegfeuerzeug mit einem Biss knackt.

    Uns war sofort klar, dass dieser Halter sein Tier nicht wieder bekommt. Wir haben ihm Lori (so heißt sie jetzt) abgekauft und wenn es mit Klara nicht klappt, werden wir Lori ein schönes Zuhause suchen.

    Die ersten Tage hat Lori nur gefressen (sie frisst Obst bis auf den letzten Krümel). Lori bewacht ihr Futter und sie hat Angst vor den Sitzästen. Kommt ein Stock, Besen o. ä. in ihre Nähe wird sie panisch und zittert. Von mir lässt sich Lori kraulen, vor meinem Mann hat sie Angst. Öffnet man die Käfigtet schreit und faucht sie. Lori wirft minutenlang ihren Kopf nach hinten und schreit aua, aua, aua.
    Das alles und vor allem Lori´s Wortschatz (hau ab; Miestvieh; bist du bekloppt; lecker Wodka; Scheiße; du hast kein aua usw.) lassen uns daraus schließen, dass Lori auch misshandelt wurde.

    Nun meine Frage oder besser gesagt: ich bin für jeden Ratschlag dankbar:

    Klara und Lori sitzen getrennt. Wie lange sollte ich warten bis Lori raus darf?
    Sollten beide gleichzeitig raus?
    Was kann ich ihr Gutes tun?
    Der Arzttermin rückt näher, wie bekomme ich Lori ohne viel Stress in den Transportkäfig?

    Ich danke allen die bis hierhin gelesen haben und würde mich über Ratschläge freuen. Danke.
     
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  3. #2 papageienmama1, 25. August 2013
    Zuletzt bearbeitet: 25. August 2013
    papageienmama1

    papageienmama1 Foren-Guru

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    oh mein Gott, wie furchtbar liest sich die geschichte um die kleine.
    ich bin immer wieder erschüttert wie grausam menschen sind.
    auf anhieb würde ich einfach mal sagen, wäre es nicht möglich, dass der Arzt, die Ärztin zu euch kommt um dem Mädel den Transport zu ersparen?
    sind beide vögel bereits in einem raum?
    inwiefern hat sie angst vor sitzästen? worauf sitzt sie denn?
    ach ja, herzlich willkommen im Forum. wie schön, das ihr die maus zu euch geholt habt.

    das beste was du ihr tun konntest hast du bereits getan, nämlich sie dort wegzuholen. alles andere würde ich langsam angehen. womit beschäftigt sie sich?
     
  4. #3 charly18blue, 25. August 2013
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Hallo

    und herzlich Willkommen bei den Graupapageien.

    Ich bin froh, dass die Kleine nun bei Euch ist und bin erschüttert über Deinen Bericht. Was muß das arme Graupapageienmädchen ausgehalten haben :traurig:.

    Das finde ich ist eine sehr gute Idee. Als sehr gute vogelkundige Tierärzte die Hausbesuche machen kann ich Dir einmal Dr. Bürkle und zum anderen Dr. Britsch empfehlen. Beide kenne ich persönlich und kann sie uneingeschränkt empfehlen.
     
  5. Krabatz

    Krabatz Stammmitglied

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    hallo Klari!

    erstmal herzlich willkommen.

    leider habe ich keine erfahrungen mit papageien. aber dein bericht ist echt furchtbar traurig. vor allem wenn man liest, was sie für einen wortschatz gelernt hat. armes tier! sie scheint einiges durchgemacht zu haben. :traurig:

    ich hoffe, dass sie durch euch lernt, dass es auch noch ein anderes besseres leben gibt.

    du wirst hier sicher noch sehr fachkundige antw. von erfahrenen usern bekommen.
     
  6. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Hallo Klari,
    ja, ein vogel kann viel verraten von seinem vorherigen leben...
    es ist klar das sie nicht besonders gut ernahrt worden war...aber etwas positives ist da doch; sie hat sie gelernt...fruchte zu fressen.

    Ein vogel der keine bekommt, kennt sie nicht und will sie nicht fressen Das ist noch schlimmer.

    Ganz dumm und total ignoran und insensible t hat sich der halter ganz bestimmt benommen;

    Panik vor stocken konnen manche vogel haben ohne das sie geschlagen wurden oder man ihnen gedroht hat.

    .
    Das aua schreien hat sie bestimmt nicht fur sich selbst erfunden ...ich denke sie hat es imitiert von dem mann das sie ihn wahrscheinlich gebossen hat:)) (hat er ja prima verdient :)))

    Wodka hat der vogel wahrscheinlich nicht bekommen da es todlich fur vogel ist...
    Hoffentlich kommen die worte wie "mistvieh" weil sie gebissen hat wahrschienlich aus angst da er zu grob mit ihr war..


    Auch kann ein vogel so schreien (wenn man den kafig offnet) weil er es nicht gewohnt ist und ke3nnt nichts ausser seiner kleinen kafigwelt... es erinnert mich an meinen Flash.
    Das wird sich wahrscheinlich legen wenn sie sich an die neue umgebung gewohnt und das vertrauenaufbaut...auch mit deinem ann.m
    Es ist wirklich gut das du sie da rausgeholt hast......
     
  7. Klari

    Klari Neues Mitglied

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    Danke für die schnellen Antworten.

    Die beiden sind in einem Raum.
    Lori sitzt fast nur auf Ihrem Futternapf. Ganz langsam traut sie sich auf die Äste.
    Die ersten Tage war nur das Futter ihre Beschäftigung. Spielzeug entdeckt sie gerade. Lori ist ansonsten ganz lieb, man hat den Eindruck das sie froh ist ihre Ruhe zu haben.
     
  8. univers

    univers Stammmitglied

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    Echt traurige Geschichte und bin ich froh, daß sie dort weg und zu Dir gekommen ist.Leider habe ich auch keine Tips, wollte aber den Beitrag nicht so unkommentiert wieder verlassen.

    Der Kleinen wünsche ich alles Gute!!!
     
  9. Klari

    Klari Neues Mitglied

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    Vielen Dank
     
  10. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo Klari,

    das ist wirklich eine traurige Geschichte und auch ich bin froh, dass du den Vogel zu dir genommen hast, wo er nun hoffentlich in eine schöne Zukunft starten kann.
    Zunächst ist es erst mal wichtig, dass sie ihre Behausung richtig gut kennenlernt und sich den Tagesablauf ein wenig einprägen kann. Rauslassen kannst du sie, sobald sie reges Interesse an der Außenwelt zeigt.
    Dann würde ich auch gleich beiden gleichzeitig Freiflug geben, damit die beiden sich dort schon mal langsam "beschnubbern" und annähern können.

    Einfach viel Geduld zeigen und viel mit ihr reden, sie nicht bedrängen, damit sie echtes Vertrauen zu dir aufbauen kann.
    Wenn dann noch eine schöne ausreichend große Voliere für beide zusammen geboten wird, sobald sie sich zusammengerauft haben und abweschslungsreich gefüttert wird und ausreichend Beschäftigungsmaterial zur Verfügung steht, hast du schon im groben die wichtigsten Grundsteine für ein schönes Papageienleben für sie geschaffen :zwinker:.
     
  11. Klari

    Klari Neues Mitglied

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  13. LaLuna

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    Hallo Klari,

    habe eben auch deine Geschichte entdeckt und aufmerksam gelesen, sie hört sich fast so an wie die von unserem Joschi, er stammt aus einem Messihaushalt mit 6 Kindern und beide Eltern Alkoholiker. Sein Käfig war ein mini Wellikäfig auch ohne Stangen und sein Kot stand auch cm hoch und er saß mittendrin. Fressen hat er auch so gut wie nie bekommen und so hat er ne aggressive Haltung angenommen so bald es ums essen geht, aber nicht nur bei seinem Futter sondern bei allem. Und so kam es das er innerhalb von 2 Wochen 2 mal den Besitzer gewechselt hat, die Familie die ihn aus dem Messihaushalt gerettet hat, wollte ihn nach 2 Wochen ins Tierheim abgeben, da er da anscheinend 3 mal gebissen hat (die Frau und das Kind als sie gegessen haben) und so kam er vor 5 Wochen dann zu uns auch total verstört, verängstigt und Panik vor allem.
    Er hat auch viele Wörter drauf wo man drauf schließen kann wie es ihm ging, wie z.B scheiß Vogel,böser Vogel, Mistvieh usw. aber auch andere Schimpfwörter hat er drauf, auf die man leichter verzichten möchte.
    Beim Futter ist es bei ihm nicht so einfach wie bei deiner Süßen, er frisst sehr wenig Obst oder Gemüse auch sein Körnerfutter ist nicht wirklich der Renner, er möchte am liebsten alles vom Tisch :-(

    Also wir haben es so gemacht, wir haben in seine Voliere erst mal recht wenig Äste rein gemacht und Spielzeug auch nur kleine Sachen, aber er hatte trotzdem Angst davor. Wir haben uns viel mit ihm beschäftigt, ruhig und leise mit ihm geredet, wenn wir uns dem Käfig genährt haben, hat er eine halbe Weintraube bekommen (das ist das einzige was er liebt). Der Vorteil bei ihm war, das er bei meinem Mann absolut lieb und handzahm war und er ihn gut händeln konnte, so hat er relativ schnell vertrauen gefasst und hat auch die Voliere verlassen, nur uns Frauen mag er nicht besonders :-( Wir haben das mit den Ästen dann langsam gesteigert und in der Voliere hat er keine Angst mehr davor und geht auch drauf, draußen allerdings ist er entweder auf dem Tisch oder dem Boden, Freisitz oder sonstige Landemöglichkeiten davor hat er totale Panik auch Spielzeug geht garnicht, das einzige was er mittlerweile liebt, sind kleine Schredderspielzeuge (die bastel ich aus kleinen Klorollen, Zick Zack Papier usw.) aber man sieht das es Schritt für Schritt aufwärts geht, mit viel Liebe und Geduld :-)
    Momentan arbeiten wir daran das ich ihn händeln kann und er mir vertraut, da mein Mann eben beruflich viel unterwegs ist und der Süße ja auch dann frei fliegen soll usw. aber auch da wird es besser, ich bedränge ihn nicht und er hat alle Zeit der Welt :-) Eben Schritt für Schritt. Bei mir kam der Durchbruch beim Voliere putzen, ich saß auf dem Boden und habe mit einem Schwamm das Gitter abgewaschen, da kam er auf einmal an und hat mir den Schwamm geklaut (war natürlich nur klar Wasser dran) und hat mitgeputzt und da durfte ich ihn das erste mal anfassen, seit dem putzen wir jeden Abend zusammen die Voliere, er bekommt ne Schüssel mit Wasser und seinen Schwamm in die Voliere und dann geht der Spaß los :freude: Mittlerweile kommt er sogar auf meinen Arm.Vielleicht findest du ja auch irgendwas, was deine Süße liebt und ihr Freude macht.

    Der nächste Schritt ist jetzt der Partner, letzte Woche kamen die Ergebnisse (DNA & Krankheiten) und er ist Gott sei Dank gesund nun gehen wir auf die Suche :-)

    Gib ihr einfach Zeit und zeig ihr das ihr lieb seit und sie die Höhle hinter sich hat und du wirst sehen, es geht Schritt für Schritt aufwärts und manchmal sogar schneller als man denkt. :-) und sie hat ja auch noch ein gefiedertes Vorbild wo sie sich viel abschauen kann.

    Lg Nicole
     
  14. Klari

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    Das gibt Mut. Es ist so schön hier dies ganzen positiven Berichte zu lesen.
     
Thema: Papagei aus schlechter Haltung
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