Partner für Handaufzucht finden - Hilfe

Diskutiere Partner für Handaufzucht finden - Hilfe im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo Zusammen, ich brauche mal eure Hilfe. Seit fast 2 Jahren haben wir Bob, unseren Rotbauchsittich. Er kam mit 3 Monaten futterfest als...

  1. #1 jens-iserlohn, 04.07.2018
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    Hallo Zusammen,
    ich brauche mal eure Hilfe.

    Seit fast 2 Jahren haben wir Bob, unseren Rotbauchsittich.
    Er kam mit 3 Monaten futterfest als Handaufzucht zu uns.
    Er ist ein prima Vogel und hat auch den ganzen Tag Freiflug, kommt auch mit in den Garen, alles cool.
    Trotzdem wollte ich ihm das Glück eines Partners nicht verwehren.

    Und so fuhren wir ein paar Monate später wieder zum Züchter - mit Bob.
    Und Bob suchte sich einen gleichgeschlechtlichen Gelbseitensittich aus den wir dann mitnahmen und Willi nannten.
    Das brachte leider nicht viel, den die beiden nahmen nur wenig Notiz voneinander auf.
    Bob verstand sich inzwischen toll mit unserem Beagle, Willi saß meist allein rum.
    Das funktionierte alles so gar nicht.

    Wir haben uns von Willi getrennt. Der ist nun in einer großen Voliere glücklich.
    Für Bob wollte ich nun das unmögliche finden:
    Eine ebenfalls handzahme, allein stehende Rotbauchsittichdame.
    Es hat lange gedauert, aber irgendwann tauchte genau so eine auf kleinanzeigen auf.

    Wir begeistert zugeschlagen - sie abgeholt und Emma genannt.
    Und jetzt ist alles noch schlimmer als vorher:
    Wir haben 2 auf den Menschen bezogene Schmusevögel, die sich untereinander nicht riechen können.
    Emma ging sofort auf Bob los und wir mussten die Streithähne trennen.
    4 Tage später ist das immer noch so.
    Wir müssen sie echt getrennt halten, was so nicht geplant war.

    Ich hoffe ihr habt Tips für mich, wie ich es schaffe das die beiden Vögel sich nicht jedes mal die Köppe einschlagen,
    Bisher konnte ich immer eingreifen und einen wegziehen.
    Aber die wollen sich selbst durchs Käfiggitter hacken.

    Obwohl beide superliebe Vögel sind...
    Jetzt haben wir also Rotbauchsittichhahn und Henne - und die mögen sich gar nicht -
    was soll ich tun ?

    Mir ist klar das es sich um fehlgeprägte Handaufzuchten handelt,
    aber das ist nicht meine Schuld - ich will nur helfen das sie glücklich werden...
     
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  3. #2 Boehmei, 04.07.2018
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    Hallo,
    Ich kann zu der Art leider nichts spezifisches sagen.
    Aber ich denke am sinnvollsten ist es, wenn du dich erstmal zurück ziehst. Und die beiden erstmal getrennt sitzen lässt.

    Wenn du als „Partner“ nicht mehr zur Verfügung stehst, dann werden sie über kurz oder Lang auch Interesse füreinander entwickeln.
     
  4. #3 Sammyspapa, 04.07.2018
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    Geduld Geduld ist der Schlüssel.
    Überleg mal, warum sollten die Vögel einander mögen? Sie haben keinen Anreiz dazu, sie haben ihren Mensch und verteidigen ihren ,,Partner" gegen fremde Vögel.
    Stellt sie in den gleichen Raum so, dass sie sich sehen können aber nicht berühren. Lasst ruhig 2-3m dazwischen, sonst empfinden sie sich gegenseitig als Eindringling in die Privatsphäre. Und wartet mal 1-2 Wochen. Dann die Käfige aneinander stellen. So, dass sie sich nicht beißen können aber Gitter an Gitter. Die Futternäpfe an den Gittern befestigen so, dass sie an der gleichen Stelle sitzen. Das fördert künstlich eine Zusammengehörigkeit, wenn man zusammen frisst. So müssen sie zwangsweise die Konfortzonen des anderen betreten und etwas tun, was Schwarmzugehörigkeit simuliert. Wenn sie sich durchs Gitter nicht mehr angiften probiert es in einem neutralen Raum im Freiflug. Wenn das klappt, kann man tagsüber zusammen lassen, wenn man in Hörweiter ist um Kloppereien zu verhindern. Wenn das 1-2 Wochen ohne Gezanke klappt, geht es auch sonst wahrscheinlich gut.
    Kleine Prügeleien sollte man durchaus zulassen, damit sie ein für alle mal die Kräfte messen und eine Rangordnung festlegen können, sonst fangen sie immer wieder an.
    Also Geduld. Grade bei Handaufzuchten sind 4 Tage garnichts, da kann sowas locker ein halbes Jahr dauern oder such mehr.
    Lg
     
    Tussicat, Boehmei und Christian gefällt das.
  5. #4 jens-iserlohn, 04.07.2018
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    Danke, das waren schon mal gute Tipps..
    Morgen bekommt Emma eine eigenen großen Käfig.. was nicht geplant war.

    Habe in meinem Leben immer Vögel gehabt (Nymphen und Wellensittiche sowie Agaporniden)
    und bestimmt schon 20 vergesellschaftet, aber noch nie hab ich kämpfende Vögel gesehen...
    Und so menschenfixierte wie Emma auch nicht...
    Mein Bob ist da relaxter, aber der kennt auch ein paar andere Vögel.
     
  6. #5 Christian, 05.07.2018
    Christian

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    Handaufzucht führt halt zu Verhaltensstörungen und Hennen sind oft aggressiver als Hähne. Es wäre vielleicht besser gewesen eine Naturbruthenne zu nehmen, statt eine zweite Handaufzucht.

    Ergänzend zu obigen Tips könnte man auch über Clicker-Training nachdenken, aber dessen Anwendung setzt voraus, dass man sich mit dem Thema gut auskennt, denn der Schuss kann ansonsten auch nach hinten losgehen und unerwünschtes Verhalten fördern.
     
  7. brazza

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    Ich kann hier Christian auch nur zustimmen, eine Naturbruthenne wäre besser gewesen.

    Und auch Naturbruten können handzahm werden - ich habe aktuell 5 Goldstirnsittich-Naturbruten, 2 davon habe ich als erwachsene Vögel gekauft. Sie sind inzwischen alle handzahm; der langsamste von ihnen brauchte ca. 3 Monate, um auf die Hand zu kommen. Zugegeben, sind nicht gerade Schmusefans, das sind aber meine 3 anderen Handaufzuchten auch nicht.
     
  8. #7 Christian, 05.07.2018
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    Es kommt halt darauf an, ob isolierte Handaufzucht und/oder Einzelhaltung betrieben wird. Wenn trotz Handaufzucht immer Kontakt zu Artgenossen gegeben ist, lassen sich die Verhaltensstörungen minimieren.

    Der Halter selbst bestimmt aber auch, eine wie starke Menschenprägung er zuläßt ... Einzelhaltung, wenn auch nur vorübergehend, ist hier "Gift". Das zu korrigieren erfordert viel Geduld ... oben war nicht umsonst von Monaten die Rede.

    Ich halte es auch für wichtig, im vorliegenden Falle mit dem Forum im Dialog zu bleiben ... Papageienpsychologie ist kein einfaches Thema und genau darum geht es hier.
     
  9. #8 jens-iserlohn, 09.07.2018
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    Hallo,
    wollte euch mal den Stand der Dinge erzähen..
    Seit Samstag sind wir nun erstmal für 10 Tage in Holland auf dem Campingplatz,
    haben dort ein Mobilheim.

    Das ist sicher einer der Vorzüge von Handaufzuchten:
    Man kann sie ohne weiteres mit raus nehmen, sie haben keine Ambitionen abzuhauen,
    wobei Emma könnte es eh nicht, der Vorbesitzer hat ihr die Federn gestutzt.
    Bob wiederum ist ein guter Flieger und der Star des Campingplatz aber ich schweife ab..

    Ich hab eure Ratschläge befolgt, die beiden sind in getrennten Käfigen untergebracht,
    sowohl zu Haus als auch hier im Mobilheim.
    Heute hab ich mich bei schönem Wetter viel mit den beiden beschäftigt und was soll ich sagen...

    Es wird besser, die Aggressionen werden weniger,
    und es scheint als werden sie langsamm neugierig aufeinander...

    Den Anhang 36758841_1729970230421372_1163133833030139904_n.jpg betrachten
     
  10. #9 Christian, 09.07.2018
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    Gewagte These, denn das ist nicht unbedingt die Regel. Ich habe aber mal einen Artikel in einer Papageien-Zeitschrift gelesen, dass es einem Züchter gelang Pyrrhuras wie Tauben zu halten, d.h. obwohl es Naturbruten waren, flogen diese frei rum und kamen immer wieder zurück in seine Gartenvoliere.

    Alles Ausnahmen!

    Aber das Foto läßt ja hoffen, dass die beiden sich näher kommen und es auch ohne Eifersucht klappt. Wichtig dabei ist natürlich, dass sie viel Zeit alleine verbringen, um zu lernen, dass der Partner mindestens genauso interessant ist wie der Mensch. Und man muss beiden gleich viel Aufmerksamkeit schenken.

    Ich drücke die Daumen, das sich der positive Trend weiterentwickelt und Emma fliegen kann, wenn die Federn nachgewachsen sind.

    Diese Idioten, die Federn beschneiden, damit sie mit den Vögeln Schaulaufen können, wissen nämlich nicht, was sie den Vögeln damit antun. Sie müssen regelmäßig und viel fliegen, damit die Luftsäcke gut durchlüftet werden können und sie nicht an der gefährlichen Aspergillose, einer chronischen Pilzerkrankung der Atemwege, erkranken. In dem Zusammenhang ist auch insbesondere die Luftfeuchtigkeit wichtig ... trockene Heizungsluft ist Gift für diese tropischen Vögel ... so um die 50-60% sollten es schon sein, und das ist im Winter meist ohne Luftbefeuchter nicht realisierbar.
     
  11. #10 Baghira1, 09.07.2018
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    Da würde ich vorsichtig sein. Falls irgendwas die beiden erschreckt, kann es, zumindestens beim flugfähigen, ganz dumm ausgehen.
    Wenn ein Greifvogel über euch hin weg fliegt, kann trotz der Handaufzucht der natürliche Instinkt greifen und er ist auf und davon.
    Und dann könnte es schwierig werden ihn wieder zu bekommen. Deswegen würde ich deutlich von solch einem Ausgang abraten.
     
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  13. #11 jens-iserlohn, 09.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2018
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    Das mit den Federn stutzen war in Holland bis vor kurzem glaub ich ganz normal.
    Unser Bob kam auch von einem holländischem Züchter und musste zunächst ein halbes Jahr getragen werden.
    Fand es sehr befremdlich...

    Allerdings haben wir ihn in dieser Zeit in Holland immer mit in den Garten genommen - und tun es noch,
    Ich kann nicht seine Gedanken lesen, aber ich würde viel drauf wetten, das er nicht wegfliegt.
    Er sitzt auch immer auf der Schulter meiner Frau wenn die zB. über den Platz läuft zum Müll wegbringen.
    Er ist das alles von klein auf so gewöhnt....wenn er draussen mal fliegt, dann nur bei uns auf dem Grundstück.. er hat es bisher nicht verlassen...
    Auch auf Autofahrten... wir haben alle Transportkäfige durch.. spätestens nach 30 minuten hat Bob sich befreit.
    Er reist nun nur noch auf der Schulter mit, wir haben das akzeptiert ;)

    Zu Hause - nachdem er die Funktion der Hundeklappe raus hatte - steht ihm ebenfalls die ganze Wohnung zur Verfügung..

    Die Sache mit der Luftfeuchte war mir natürlich klar, man informiert sich ja bevor man ein Haustier anschafft.
     
  14. #12 Christian, 09.07.2018
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    Aus einem vernünftigen Transportkäfig befreit sich kein Vogel und während einer Autofahrt hat er schon gar nichts auf der Schulter zu suchen ... geht's noch?!

    Überleg mal, was da passieren kann, sei es dass er vor Schreck ins Ohr beisst ... das kann sehr blutig enden, denn auch Handaufzuchten haben Instinkte ... oder wegen einer Vollbremsung gegen die Windschutzscheibe geschleudert wird.

    Sehr viele Leute tun das eben nicht. Ich wage zu behaupten, dass mindestens 50% aller Vogelhalter über Gefahren zu geringer Luftfeuchtigkeit eben nicht Bescheit wissen.
     
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