PBFD positiv

Diskutiere PBFD positiv im Für Vögel mit Krankheiten wie PBFD und Polyoma Forum im Bereich Vogelkrankheiten; Hallöchen, habe erfahren, daß mein Welli PBFD hat.:traurig: Ich habe eine Feder in ein Labor geschickt. Das muß ich nu erstmal verdauen, habe...

  1. #1 Taxi, 1. Oktober 2009
    Zuletzt bearbeitet: 1. Oktober 2009
    Taxi

    Taxi Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    habe erfahren, daß mein Welli PBFD hat.:traurig:
    Ich habe eine Feder in ein Labor geschickt.
    Das muß ich nu erstmal verdauen, habe aber schon sooo viele Fragen, vielleicht kann mir da jemand von euch weiterhelfen??

    1. Auf dem Ergebnis steht PBFD positiv. Wie gesagt, ich habe eine Feder in ein Labor geschickt. Ist das jetzt wirklich 100% sicher, daß er das hat? Oder sollte ich vielleicht noch einen 2. Test machen lassen?

    2. Ist das jetzt auch 100% sicher, daß alle anderen (kein einziger zeigt Symptome, bis auf der eine) das auch haben?

    3. Der Welli, dem die langen Federn fehlen, habe ich schon seit 5 Jahren, aber trotzdem geht es ihm gut. Das Kleingefieder wird nicht nach jeder Mauser schlechter. Ist das mit dieser Krankheit denn wirklich möglich??

    4. Habe gehört, daß das Immunsystem bei solchen Vögel nicht das beste ist.
    Gilt das jetzt für alle Vögel? Also auch für Vögel, die das Virus in sich haben, aber bei denen es nicht sichtbar ausgebrochen ist? Oder gilt das nur für Vögel, bei denen es ausgebrochen ist?

    5. Kann es sein, daß bei Wellis, die schon seit Jahren mit dem kranken Vogel zusammen wohnen, daß die Krankheit trotzdem nach Jahren noch ausbrechen kann?

    6. Könnte ich jetzt beliebig viele PBFD-Wellis noch dazunehmen, oder lieber doch nicht? Also was ich wissen möchte ist, wenn sich alle angesteckt haben, kann es dann sowieso nicht schlimmer werden, also mehr als anstecken kann man sich nicht? Oder je mehr Wellis, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, desto aggressiver das Virus?

    7. Gibt es auch PBFD-Wellis, die ein ganz normales Wellialter erreichen? Oder ist das eine Ausnahme?

    8. Einer meiner Wellis ist vor ein paar Monaten im Alter von 2 Jahren gestorben. Er hatte aber keine Symptome. Kann es trotzdem sein, daß er wegen PBFD gestorben ist? Oder kann ein Tod aufgrund PBFD erst kommen, wenn die Krankheit sichtbar ausgebrochen ist?

    9. Wenn das wirklich so ansteckend ist, wie man an manchen Stellen im Internet liest, darf ich dann jetzt keine anderen Vogelbesitzer mehr besuchen oder nach Freßnapf fahren, ohne mich vorher umzuziehen und zu duschen?
    Und wenn man gesunde Vögel hat, wie macht man das dann mit einem Tierarztbesuch. Bei einem vk-Tierarzt sind doch sehr viele Vögel, wie schaft man es dann, da ohne PBFD wieder herauszukommen?


    Sorry für die vielen Fragen,

    LG
     
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  3. Tiffani

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  4. #3 charly18blue, 1. Oktober 2009
    charly18blue

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    Hallo Taxi,

    herzlich willkommen in den Vogelforen.

    Nun zu Deinen Fragen:
    Man sagt, dass ein negatives Testergebnis nicht richtig sein muß, ein positives aber selten falsch ist. Also geh mal davon aus, dass Dein Vogel PBFD hat.

    Es gibt bei PBFD verschieden Verlaufsformen. einmal den atypischen Verlauf, der Vogel hat den Virus in sich, sein Immunsystem ist aber fertig ausgebildet und er hat Antikörper gebildet.
    Dann gibt es den akuten Verlauf bei Nestlingen und Jungvögeln. Da beginnt die Krankheit meist mit Apathie, Durchfall und Erbrechen. Große Teile des Schwanz-, Kontur- und Flügelgefieders fallen aus. Es gibt noch keine Schnabelveränderungen. Nachwachsende Federn sind brüchig oder mißgebildet. Meist endet die Infektion bei jungen Vögeln tödlich.
    Dann gibt es noch den chronischen Verlauf sowohl bei Jungvögeln als auch bei Altvögeln. Nach jeder Mauser sind die Sympthome verstärkter da. Die Gefiederveränderungen stellen sich sehr unterschiedlich dar, bei machen Vögeln wachsen die Schwanz- und Schwungfedern nicht mehr nach, manche Vögel verlieren das Kleingefieder. Federn wachsen verkrüpelt (gedreht, gewellt oder verkrüppelter Federkiel) nach. Dazu gibt es dann die typischen Schnabelveränderungen. Man muß sich auch vor Skundärinfektionen hüten wie Bakterien, Pilze etc.. Leider sind PBFD Vögel sehr empfänglich dafür.

    Da gehe ich mal von einem chronischen Verlauf aus.

    Man sollte für ein sehr gutes Immunsystem bei allen betroffenen Vögeln sorgen. Unterstützend kann man Präparate zur Immunsteigerung geben wie Propolis, Echinacea, Alvimun, Immustim. Man sollte auf eine gute Hygiene achten, das heißt so oft wie möglich Kot und Federstaub entfernen. Für viel frische Luft und Sonnenlicht (ungefiltert) sorgen. Viel Freiflug geben, damit für ausreichende Bewegung gesorgt ist. Und natürlich eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst, dazu Prime oder Korvimin geben. PT-12 oder Bird-Bene-Bac permanent oder wenigstens kurmäßig geben.

    Diese Möglichkeit besteht, wenn sein körpereigenes Abwehrsystem nicht mehr gut genug arbeitet.

    Natürlich könntest Du noch an PBFD erkrankte Wellis aufnehmen, aber bedenke, dass jeder neue Welli, der die Krankheit in sich trägt, einen anderen Krankheitsverlauf zeigen kann. Ergo steigen dann auch die Tierarztkosten. Der Virus bleibt der Virus der er ist, es kommt immer auf das Immunsystem des betroffenen Vogel an, wie sich die Krakheit bei ihm zeigt.

    Bei guter Haltung und Pflege können die Wellis damit alt werden. Es kommt halt immer darauf an, wie sich die Krankeit bei jedem einzelnen Vogel äußert.

    Das kann einen ganz anderen Hintergrund gehabt haben, sicher wüßte man das nur, wenn man ihn pathologisch hätte untersuchen lassen, alles andere wäre hier Spekulation. Wie ich unter Punkt 2 schon schrieb, bei jungen Vögeln treten unspezifische Sympthome beim akuten Verlauf auf, die man nicht unbedingt auf PBFD schieben müßte.

    Natürlich kannst du noch andere Vogelhalter besuchen, solltest aber vorher keinen unmittelbaren Kontakt mit Deinen Vögeln gehabt haben und frische Kleidung anhaben. Im Freßnapf fragt da eher keiner danach, weil die wenigsten dieser Geschäfte Tiere verkaufen, sondern nur deren Zubehör.

    Die Medizin geht heute davon aus, dass größere Mengen Federstaub nötig sind, damit sich ein Vogel ansteckt. Und beim Tierarzt ist es eher sehr staubfrei und hygienisch.

    Liebe Grüße Susanne
     
  5. Taxi

    Taxi Neues Mitglied

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    Hallo, dankeschön für die ausführliche Antwort :)


    Aber meinem Welli fehlen die langen Federn seit 5 Jahren. Und in den ganzen Jahren hat sich ansonsten nichts verschlechtert. Also kann es der chronische Verlauf doch auch nicht sein, oder?



    Aber eins habe ich jetzt noch nicht verstanden. Also bei meinem Welli, dem die langen Federn fehlen, ist die Krankheit ja nun ausgebrochen, oder? Aber das ist sie ja nun seit 5 Jahren dann schon. Warum lebt der Vogel immer noch, warum ist er am Körper voll befedert, warum sieht sein Schnabel immer noch bestens aus, warum ist er quitschfidel??
    Und wie ist das bei den Vögeln, die gesund aussehen, da ist die Krankheit ja nicht ausgebrochen, oder? Also sie sind zwar Träger, aber trotzdem kann man sagen, sie sind gesund und haben ein ganz normales Immunsystem wie jeder andere Vogel auch, da die Krankheit ja nicht ausgebrochen ist, oder?? Und darum können sie auch nicht, solange die Krankheit nicht ausbricht, also wenn man es am Gefieder erkennt, daran sterben, oder? Sehe ich das richtig so?

    Meine Vögel kommen mir wie die glücklichsten Vögel der Welt vor, das kann ich gar nicht glauben, daß es denen allen evtl. nicht sooo gut geht, da das Immunsystem nicht so gut ist, oder irgendein Virus in denen rumschwirrt, was die schwächt.:?
     
  6. #5 charly18blue, 1. Oktober 2009
    charly18blue

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    Dann war das ein Mißverständnis, da Du schriebst, dass des Kleingefieder nicht nach jeder Mauser schlechter wird. Ich hatte das so verstanden, dass es sich schon verschlechtert, aber nicht jedesmal. Also wenn ihm die Federn schon 5 Jahre fehlen und ansonsten sich nichts verändert, hatten die fehlenden Federn eventuell gar nichts mit PBFD zu tun. Ich habe hier auch eine Henne, die hat seit ca. 4 Jahren keine Schwanzfedern mehr, jetzt sind sie plötzlich wieder da und ich habe nachgewiesenermaßen kein PBFD im Bestand.

    Wenn Deine Vögel lediglich Träger sind, haben sie Antikörper gebildet und übertragen die Krankheit lediglich, sind aber selbst nicht daran erkrankt. Können aber andere Vögel anstecken. An PBFD werden sie dann nicht sterben. Es sei denn sie erkranken irgendwann doch noch daran, weil ihr Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert.

    Liebe Grüße Susanne
     
  7. Taxi

    Taxi Neues Mitglied

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    .


    Aber das es PBFD ist, das habe ich ja nun schwarz auf weiß.
    Bei PBFD steht positiv, bei Polyoma steht negativ.
    Trotzdem schreitet die Krankheit trotz Ausbruch nicht voran.
    Ist denn das normal oder nicht?
    Das das Labor PBFD mit Polyoma vertauscht hat, kann nicht sein, oder?
    (Ich mach mir immer noch Hoffnung, daß es doch nicht PBFD ist:~)


    LG
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,

    bei einer meiner Vögel wurde vor 4-1/2 Jahren PBFD festgestellt. Bei ihr war es sichtbar, sie wurde nackt an Brust und Bauch. Gestorben sit sie 1-1/2 Jahre später an einem Bauchbruch. Kein anderer Welli zeigte typische PBFD-Gefiederstörungen.

    Ihre Schwester ist inzwischen 8 Jahre alt und lebt mit zwei 7-jährigen zusammen. Den Dreien sieht man die Krankheit kaum an, das einzige ist, dass die Schwanzfedern immer kürzer werden.

    Es ist ja wohl so, dass die Wellensittiche inzwischen schon weitgehend mit PBFD durchseucht sind, genau wie die Agaporniden. Vielleicht hat sich das Virus inzwischen so gewandelt, dass es nicht mehr so aggressiv wirkt?
     
  9. #8 charly18blue, 1. Oktober 2009
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    charly18blue Moderatorin
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    Stimmt, man geht davon aus, dass 60% aller Psittaziden mit PDBF infiziert sind, bei den Agas geht man sogar von bis zu 90% aus. Die Tiere werden zunehmend besser mit den Viren fertig. Sie sind infiziert mit dem Virus, aber erkranken zum Teil nicht mehr so schwer oder gar nicht.

    Liebe Grüße Susanne
     
  10. Saskia137

    Saskia137 Foren-Guru

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    Hallo Taxi,

    ich würde nicht davon ausgehen, dass PBFD und Polyoma bei den Ergebnissen vertauscht wurden.
    Ich hab auch PBFD im Schwarm und der erste Welli, bei dem mir eine Gefiederschwäche auffiel wurde nach seinem Tod auch obduziert und das Ergebnis war auch PBFD positiv, Polyoma negativ.
    Meine Kenntnis ist, dass PBFD positive Vögel nicht unbedingt an PBFD sterben, sondern oftmals an sog. Sekundärinfektionen, d.h. bei meinem Asterix war es eine Entzündung im Darmbereich, die durch das durch PBFD geschwächte Immunsystem, eben nicht richtig bekämpft werden konnte.
    Beim Gefieder waren es die Schwungfedern, die zuerst immer schlechter nachwuchsen, dann kamen die Schwanzfedern dazu, die immer kürzer wurden. Das restliche Gefieder blieb unverändert.

    Ein weiterer Welli, bei dem ich davon ausgehe, dass bei ihm kurz vor seinem Tod das PBFD-Virus noch ausgebrochen war, hatte überhaupt keine Gefiederveränderungen, einzig dass das Schnabelhorn nicht in Ordnung war und immer wieder Splitterchen abgeblättert sind.
    Es gibt wie hier schon erw#hnt eben die unterschiedlichsten Ausprägungen dieser Krankheit.
     
  11. Taxi

    Taxi Neues Mitglied

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    Im Internet habe ich gefunden:

    Endet die Infektion mit dem PBFD-Virus immer tödlich?
    Um diese Frage zu beantworten muss man zwischen Infektion und Erkrankung unterscheiden. Der Krankheit geht stets die Infektion mit BFDV voraus. Ein Vogel der mit dem PBFD-Erreger infiziert ist muss jedoch nicht zwangsläufig erkranken. Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, wie ein Vogel auf die Infektion reagieren kann:
    a.Seine Abwehrkräfte können das Virus nicht erfolgreich bekämpfen und der Vogel erkrankt an PBFD. Dieser Vogel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an der Krankheit sterben.
    b.Seine Abwehrkräfte bekämpfen das Virus so erfolgreich, dass es gänzlich wieder aus seinem Körper verschwindet. Dieser Vogel ist als gesund anzusehen und stellt keine Ansteckungsgefahr dar.
    c.Seine Abwehrkräfte können das Virus eindämmen, so dass der Vogel nicht erkrankt, aber dennoch geringe Mengen Virus in sich trägt. Dieser Vogel scheint gesund, kann jedoch lebenslang andere Vögel infizieren! Es besteht zudem die Möglichkeit, dass dieser Vogel zu einem späteren Zeitpunkt selbst erkrankt, wenn sein körpereigenes Abwehrsystem nicht mehr gut genug arbeitet.



    Also ist es möglich, daß ein Welli wieder ganz gesund wird? (siehe b).
    Gilt das dann nur für Vögel, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, oder gilt das auch für Vögel, die bereits sichtbar PBFD haben?



    Irgendwie verstehe ich den Unterschied zwischen Infektion und Erkrankung nicht. Also so lange der Vogel alle Federn hat, also die Erkankung nicht ausgebrochen ist, braucht man sich auch keine Sorgen machen, daß bereits irgendwelche Organe oder das Immunsystem angegriffen ist?
    Oder ist es so, wenn die Erkrankung ausbricht, daß sich das nur auf die Federn auswirkt, aber alles andere was da so im Körper passiert, passiert auch schon vor Ausbruch der Krankheit, also schon seit der Infektion?


    LG
     
  12. Ina

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    Zu Frage 1: ja, es ist möglich :).

    Zu Frage 2: nein, das gilt für beides.

    Es gibt Vögel, die Antikörper gegen diesen Virus bilden. Bei ihnen ist dann der PBFD-Virus trotz früheren positiven Ergebnis dann nicht mehr nachweisbar.
     
  13. Taxi

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    Lernt man eigentlich, während man eine Zuchtgenehmigung macht, was PBFD ist?

    Kann es sein, daß ein Züchter mit PBFD-Vögeln züchtet und fast nie ein Vogel Symptome zeigt und er lustig und munter damit züchtet und verkauft?
     
  14. Ina

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    Hallo Taxi,

    nein, man lernt bei einer Zuchtgenehmigung in der Regel nicht, was PBFD ist. Viele ältere Züchter kennen diesen Virus auch gar nicht.

    Nach meiner Erfahrung gibt es Züchter, die trotz PBFD-Virus weiter züchten, meistens sind es eben Wellensittiche.

    Infizierte, ganz junge Papageien (Graupapageien, Kakadus, Aras usw.) haben leider eine ganz geringe Überlebenschance :(. Wer dann noch an Zucht denkt....
     
  15. Taxi

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    Hallo,

    überträgt sich PBFD von Sperlingspapagei auch auf Wellensittiche oder umgekehrt? Oder hat jede Vogelart ihren eigenen PBFD-Virus?
    Können Sperlingspapageien überhaupt PBFD kriegen?

    LG
     
  16. Ina

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    Hallo,

    ja, es überträgt sich leider und auch Sperlingspapageien können PBFD bekommen.

    Nein, es gibt keine verschiedene PBFD-Viren unter Vogelarten.
     
  17. Saskia137

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    Ja, das kann nicht nur sein, sondern das ist mit Sicherheit so, denn wenn man die Durchseuchung der Bestände anschaut, ich glaube nicht, dass jeder Züchter nach jeder Schau alle Schautiere getrennt in Quarantäne steckt und alle einzeln testen läßt.
    Sie kommen wieder in den Schwarm zurück und gut ist - sollte sich also einer auf der Schau angesteckt haben, so ist das eben so.

    Übrigens ist auch nicht jeder vkTA gegen eine Zucht mit PBFD positiven Tieren, es gibt sogar von einem vkTA-Team ein Protokoll über einen Vortrag, bei dem sie die Aussage machen, dass man auch mit PBFD Wellensittichen Züchten kann, man soll der Henne nur nicht mehr als 2 Bruten pro Jahr zumuten. Den Link zu dem Text kann man auch irgendwo hier im Forum finden, ich kann allerdings nicht mehr auswendig sagen, wo das war, hatte glaub ich irgendwas mit nem Vogelverein-Vortrag (glaube beim AZ) zu tun.
     
  18. Ina

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    Saskia,

    und somit sind Wellensittiche immer ein Risikofaktor, die man strikt von anderen Vögel - dabei meine ich Papageien - fernhalten sollte. Das gleiche gilt für Agaporniden.

    Viele Papageien könnten heute noch leben, wenn sich unbedarfte Papageienhalter dem Risiko bewusst gewesen wäre.
     
  19. Taxi

    Taxi Neues Mitglied

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    Also ich finds ja eine Riesensauerei.
    In meinem Fall wußte der Züchter, daß dieser Vogel PBFD hat (ich gehe zumindest nun ganz stark davon aus) und hat nichts gesagt. Schon allein das ist schlimm. Aber noch schlimmer ist, daß ich ihm damals gesagt habe, daß er in einen ganzen Welli-Schwarm kommt. Und es war ihm trotzdem egal.
     
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  21. Ina

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    Hallo Taxi,

    du wirst kein Züchter finden, der offen eine Viruserkrankung zugibt. So sind auch meine Erfahrungen.

    Du kannst bei einer großen Anzahl von Wellis auch selbst nicht behaupten, PBFD-frei gewesen zu sein. Das kann keiner.

    Versuche das Beste aus der Situation zu machen :trost:.
     
  22. Tiffani

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    Bei der Zuchtgenehmigung geht es ausschließlich um Vorbeugen, Erkennen und Eindämmung bzw. Behandlung von Seuchen die auf den Menschen übertragbar sind (sogenannte Zoonosen), leider. Also Clamydien, Salmonellose etc.

    Artspezifische Erkrankungen innerhalb der einzelnen Vogelgruppen sind (noch) kein Thema. Würde wahrscheinlich auch zu Weit führen, da käme noch eine ganze Latte, nicht nur PBFD :D

    Weiterhin wird natürlich auch Wissen wie Haltung und Ernährung abgefragt, wahrscheinlich auch die Mindestanforderungen zur Haltung von Papageien und Sittichen.

    Evtl. noch Artenschutzbestimmungen, das entzieht sich jetzt aber meiner Kenntnis, da das zu meiner Zeit damals kein Thema war.

    Ich möchte hier aber anmerken, das man als Käufer ein gewisses Recht hat. Insofern kommt innerhalb eines zeitnahen Zeitraumes Tante IDA und Onkel WUMS zum tragen.
    So hab ich mir das am besten merken können :D
    Tante IDA bedeutet: Irrtum, Drohung arglistige Täuschung.​
    Onkel WUMS bedeutet: Wandlung, Umtausch, Minderung, Schadensersatz.​
    In all diesen Fällen ist man natürlich Beweispflichtig, deswegen immer zeitnah eine sogenannte Ankaufsuntersuchung durchführen.
    Quarantäne ist einzuhalten, Kotprobe entnehmen, evtl. Rachen-Kropfabstrich...
    Und natürlich wenn man es weiß auch auf solche Leckereien wie PBFD und andere Nettigkeiten.
    Wenn die Papageien Hunde wären, gäbe es Garantiert schon einen Zuchtwart, und auch Jemanden der diese Ausschlußuntersuchungen verlangen würde um die Zucht sauber zuhalten und diese Tiere überhaupt zur Zucht zuzulassen. Dann hätten unsere Tiere aber auch einen Stammbaum :D
    Aber wir "Kleintierzüchter" können schalten und walten wir wir wollen und es obliegt ganz allein unserem eigenem Ehrenkodex in wieweit wir unsere eigene Zucht sauber halten und die von uns gehaltenen Tiere medizinisch betreuen lassen :(

    --------------------------------------------------------------------

    Zu Ausstellung möchte ich noch folgendes anmerken:
    Ein Züchter stellt ca. 10 Tiere aus, sagen wir mal in unterschiedlichen Kategorien...Domestizierte, Exoten, Zeisige, WF....

    Glaubt ihr allen Ernstes, das dieser Aussteller
    a) Jeden einzelnen Vogel für 3 bis 6 Monate in Quarantäne setzt? Ja, ihr dürft die Karenzzeit nicht vergessen!
    b) Von jedem einzelnen Tiere eine Probe entnimmt und sie analysieren läßt?
    c) Dies öfters innerhalb der Quarantäne?

    Glaubt ihr, das einer der auf einer Börse war, und nicht alle Tiere veräußert hat, diese in Quarantäne setzt?

    WIE? würdet ihr euch verhalten?
     
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