Pferdesteuer

Diskutiere Pferdesteuer im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Hallo Zusammen! Was haltet ihr von der Pferdesteuer? Die wird ja gerade heiß diskutiert. Ich bin absolut dagegen und habe dies auch schon durch...

  1. vogelfee

    vogelfee Mitglied

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    Hallo Zusammen!

    Was haltet ihr von der Pferdesteuer? Die wird ja gerade heiß diskutiert. Ich bin absolut dagegen und habe dies auch schon durch meine Unterschrift auf der Petition gegen die Pferdesteuer kundgegeben :k. Wenn ihr noch nicht unterschrieben habt und auch dagegen seit, geht doch mal auf folgende Seite: http://www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer/pferdesteuer

    Dort könnt ihr online unterschreiben und so vielen Pferden helfen :beifall:.


    Viele Grüße
     
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  3. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Dieses Thema wird immer wieder mal in irgendwelchen Internet-Foren angehandelt, aber konkret plant niemand die Erhebung einer Pferdesteuer- wenn er wiedergewählt werden will.....

    idS Daniel
     
  4. #3 Alfred Klein, 15. März 2013
    Alfred Klein

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    Also ich bin der Ansicht daß derjenige der das Geld hat sich ein Pferd leisten zu können mit Sicherheit auch eine Pferdesteuer bezahlen kann. Siehe dazu die Hundesteuer die ja auch jeder Hundehalter bezahlen muß, egal ob Rassehund oder Querfeldeinmischling. Gerecht wäre es, noch gerechter wäre noch eine Katzensteuer, dann würden alle gleich behandelt.
     
  5. #4 IvanTheTerrible, 16. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Da verstehe ich etwas nicht, wieso helfe ich denn den Pferden? Sollen die jetzt Steuern bezahlen?
    Ich helfe lediglich den Besitzern Geld zu sparen und nichts anderes.
    Also unterschreibe ich schon mal nicht...Hundesteuer wird ja auch bezahlt und keiner kann Petitionen unterschreiben, die dies wieder aufheben sollen.
    Warum also gegen eine Gleichbehandlung sein?
    Ivan
     
  6. Sigrid79

    Sigrid79 Foren-Guru

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    Ich weiß nicht...ich wäre zunächst mal für eine Katzensteuer...vor allem, wenn ich mir meinen Vorgarten so ansehe....

    Andererseits, obwohl ich selbst reite und ordentlich für Reitstunden und RB bezahle, denke ich mir, wer ein Pferd zahlen kann, kann auch die Steuer noch hinlegen. Jedoch für Reitschulbesitzer würde dann eine fette Summe fällig, welche dann wieder auf die Reitschüler umgelegt werden könnte.
     
  7. #6 IvanTheTerrible, 16. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Das habe ich sicher schon oft angeregt (Katzensteuer). Sicher jammern auch Hundebesitzer über die Hundesteuer, aber deswegen schafft keiner seinen Hund ab. Die Unterhaltung eines Pferdes kostet sicher 3-4000.- im Jahr, je nach Unterbringung und Ansprüche, die der Besitzer stellt.
    Da ist die Anschaffung noch nicht berücksichtigt. Also wird mal wieder auf hohem Niveau gejammert.
    Ivan
     
  8. Gwennie

    Gwennie Stammmitglied

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    Wieso denken immer alle, dass Pferde halten bedeutet, dass man wohlhabend ist? Es ist ein Hobby und ein Sport, andere fahren in Urlaub und manche sparen alles für ihr Pferd und das reiten. Weiter nutzen die wenigsten der gehaltenen Pferde öffentliche Wege, die meisten verlassen kaum den Stall und somit Privatgelände und wenn, zumindest in NRW ist man verpflichtet eine sogenannte Reiterplakette von der Gemeinde zu kaufen, um ins "Gelände" reiten zu dürfen.
    Die meisten aktiven Reiter sind junge Menschen unter 21. Viele müssen sich das Reiten buchstäblich durch Stallarbeit verdienen. Die meisten Pferde gehen nicht im Leistungssport (was man so im Fernsehen an Reitsportübertragungen sieht) sondern sind reine Freizeitpartner, werden also im Breitensport genutzt. Viele sind auch zu jung oder schon zu alt um geritten zu werden oder dienen nur noch der Freude ihrer Besitzer und deren Familien und man bringt es einfach nicht übers Herz sie deshalb einzuschläfern, schlachten zu lassen oder sonst wie abzuschieben.
    Weiter wäre zu bedenken: Im allgemeinen und grundsetzlich geschützt, wird aber die Sportausübung in Deutschland nicht besteuert, sondern staatlich gefördert (wenn auch nicht finanziell, in Zeiten knapper Kassen). Wer sich Pferde leisten kann, hat das Einkommen das dazu nötig ist, bereits versteuert. Beim Kauf von Futter und Dienstleistungen fallen außerdem bereits die normalen Steuern für den Staat an. Der Staat besteuert die Sportausübung übrigens deswegen nicht, weil zumindest der Breitensport als für die Bevölkerung gesund angesehen wird (sowohl das Reiten selbst, als auch das Ausmisten der Boxen oder die Pflege der Koppeln verlangen viel körperliche Bewegung) und insbesondere Sportvereine gemeinnützig tätig sind, u.a. in oft kostenlos oder zu geringen Beiträgen geleisteter Arbeit für Kinder und Jugendliche. Und jeder weiß dass ein Pferdestall eine anziehende Wirkung auf Kinder und Jugendliche hat, und diese vom Herumhängen auf der Straße oder von der Playstation und dem Computer abhält.
    Es gibt all viele Gründe, warum eine Pferdesteuer nicht fair wäre und nein, es ist kein Jammern auf hohem Niveau.
     
    Tiffani gefällt das.
  9. #8 IvanTheTerrible, 17. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Nehmen wir das mal auseinander.
    Leute unter 21 jahren, die sich das Reiten durch Stallarbeit ermöglichen, haben doch sicher nicht das Geld, mal eben 10000 Euro für ein Reitpferd hinzulegen, oder?
    Das die jetzt die Steuer bezahlen müssen ist aber neu, da wie beim Hundebesitzer nicht der Nachbar, sondern der Besitzer die Steuer entrichten muß. Das nun die Mehrzahl der Reitpferde armen Familien gehören, die sich die Kosten von Munde absparen, halte ich ebenfalls für ein Gerücht.
    Denn die Besitzer von Pferden, die ich bisher kennenlernte, waren Selbstständige und keine Schlosser die bei Ford arbeiten. Horsesharing wäre ja auch eine Gelegenheit Kosten zu sparen. Mit dem Hund Gassi gehen und das täglich, dient auch der Gesundheit, wird vom Gesetzgeber nicht anerkannt. Ob nun das Pferd an sich das Kind vom Computerspielen abhält, wage ich ebenfalls zu bezweifeln, denn auch wie in der Vogelhaltung spielt das persönliche Interesse eine Rolle und nicht weil das Tier wiehern und Leute tragen kann. Ebenfalls zwingt ja keiner Leute, sich auf ein Pferd zu setzen, wenn sie ihre sportlichen Aktivitäten auch auf einem Drahtesel verrichten können.
    Für die Anschaffung eines solchen gibt es auch keine Steuervorteile.

    Also würde ich mal sagen, man sollte nicht mit vorgeschobenen Emotionen für eine Sache werben, wenn die faktischen Gründe schon leicht zu widerlegen sind und deshalb auch keinen richtigen Sinn ergeben.
    Im Sinne der Gleichbehandlung und der Gerechtigkeit ist also gegen eine Steuer nichts einzuwenden.
    Ivan
     
  10. #9 Wachteloma, 17. März 2013
    Wachteloma

    Wachteloma Mitglied

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    Da schließe ich mich Ivan an. Außerdem wird auch Hundefutter usw. von versteuertem Geld bezahlt und es gibt auch Hundesport. Da muß man allerdings die Gelegenheit etwas suchen, während Pferdehöfe offenbar von den "armen" Besitzern so lukrativ gemacht werden, daß sie hier die Landwirtschaft größtenteils verdrängten. Und die armen Pferdehalter kommen hier in Scharen mit vom Munde abgesparten Luxuskarossen, während oft alte Menschen nach Renteneintritt ihren Hund noch bis an sein Lebensende so gut wie möglich versuchen zu versorgen ... trotz Minirente und ständiger Teuerung.

    Grüßlies
    Gabi
     
  11. tamborie

    tamborie Guest

    Herrlich erfrischendes Statement.

    Gleiches Recht für alle würde auch ich sagen.

    Tam
     
  12. #11 IvanTheTerrible, 17. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Post 9
    :zustimm:
    Ivan
     
  13. vogelfee

    vogelfee Mitglied

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    Hallo Zusammen!

    Eure Meinungen gehen ja weit auseinander. Ihr habt ja interessante Ansichten. Warum ihr mit einer Unterschrift Pferde rettet? Es gibt wirklich viele Menschen, die sich ihr Pferd vom Munde absparen. Für diese dürfte es nicht leicht sein, zusätzlich 760 € im Jahr für ihr Pferd aufzubringen. Ich kann mir die Steuer auch nicht ohne weiteres leisten. Mein Pferd müsste in einen minderwertigen Stall umziehen, wo die Boxenmiete nicht so hoch ist. Viel Auswahl gibt es in meiner Gegend leider nicht, in den anderen Ställen war ich schon, dort gab es immer irgendwelche Defizite in der Versorgung der Pferde. Angefangen bei schimmligem Heu, bis hin zu mangelnder Wasserversorgung. Es dürfte wohl auch schwierig werden, ein Pferd zu verkaufen, wenn die Kosten steigen. Viele Freizeitpferde würden vermutlich doch beim Schlachter landen. Die Freizeitpferde von Pferdeliebhabern sind nicht für den Spitzensport, wo das Geld ist, geeignet und somit nicht in diese Szene vermittelbar. Reitbeteiligungen und Reitstunden auf Schulpferden würden auch teurer werden, da die Kosten für den Betrieb steigen. Immerhin muss der Reitbetrieb pro Pferd 760 €/Jahr zahlen. Somit könnten sich weniger Menschen Reitunterricht leisten und die Nachfrage würde einbrechen. Das ist für viele Betriebe das aus. WAS wird aus den Pferden? Es geht nicht darum, Leute, die viel Geld haben, vor Kosten zu schützen. Es geht darum, solidarisch Menschen mit knappen finanziellen Mitteln und Pferde zu schützen. Es gibt noch viele offene Fragen bezüglich der Versteuerung von Pferden, die auf Gnadenhöfen leben oder der Besteuerung von Therapiepferden, die Menschen helfen, ihr leben leichter zu bewältigen. Durch eine Reittherapie können gelähmte Kinder wieder laufen, da die Muskeln durch die Bewegungen des Pferdes angeregt werden. Wäre es nicht schade, diesen wertvollen Beitrag durch eine Steuer zu gefährden? Für viele Gnadenhöfe wäre die Besteuerung der Pferdehaltung das Aus, da diese ohnehin mit knappen Ressourcen wirtschaften müssen. Was soll aus diesen Tieren werden?

    Ok, jetzt kennt ihr meine Meinung. Zur Hundesteuer habe ich folgende Meinung: Sie ist längst überholt, da Hundebesitzer inzwischen selbst in der Pflicht sind, Verunreinigungen zu beseitigen. Tierheime und Diensthunde sind gesonderte Fälle, es gibt feste Regelungen für die Besteuerung. Aber eine unausgereifte Steuer auf den Markt werfen, weil das allgemeine Klischee besagt, dass alle Leute reich sind, die ein Pferd haben, ist unverantwortlich.

    Wenn wir eine Besteuerung durchgehen lassen, was wird dann noch alles besteuert?
     
  14. #13 IvanTheTerrible, 17. März 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Grundsätzlich kann man sagen, wenn ich mir ein neues Auto für 20000.- kaufe und bin nicht in der Lage die KFZ-Steuer dafür zu entrichten, sollte ich doch noch mal meine finanziellen Planungen überprüfen!
    Nicht anders verhält es sich mit der Anschaffung eines Pferdes.
    Sicher gibt es Leute, die sich etwas kaufen, was sie schwerlich unterhalten können, aber solche Risiken muß man ja nicht der Allgemeinheit anlasten, oder?
    Also beißt sich die Katze doch in den Schwanz, sollte das Beispiel mit den vielen armen Pferdebesitzern hier greifen, denn bei durchschnittlichen Haltungskosten von 3-4000.- Euro im Jahr sind 500-700.- Euro Steuer doch ein Klacks und wenn man dann noch eine Krankenbehandlung durch den TA als laufende Kosten einrechnet......stellt sich die Frage, warum gönne ich mir einen Luxus, den ich mir lt. Beispielen garnicht leisten kann?
    Ivan
     
  15. #14 Fritzifrau, 17. März 2013
    Fritzifrau

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    Hallo ihr Lieben,

    oh, mal wieder ein sehr umstrittenes Thema hier!

    Zunächst aber bin ich froh, dass wir hier bis jetzt noch ruhig und sachlich diskutieren, und ich hoffe dass es so bleibt. :)

    Also, bei mir ist es so, dass ich sogar 3 Pferde habe. Das hört sich für Uneingeweihte im ersten Moment auch so an als ob ich dann ja auf jeden Fall in Kohle schwimmen muss, sonst könnte ich ja keine drei Pferdemäuler stopfen. Tatsache ist aber, dass ich mir diese Tiere aber wirklich vom Mund abspare. Pferd (sind übrigens alle Ponies und Kleinpferde, also keine Luxusgeschöpfe...) Nr. 1, "Tigerl" hab ich von einer Firma, wo ich früher gearbeitet habe, als "Abfertigung" mitbekommen, als die Firma mit Kutschenfahrten aufgehört hatte, und ich nicht gehen wollte, ohne das Tier, mit dem ich 13 Jahre täglich unterwegs war, mitzunehmen. Den hab ich mittlerweile seit 23 Jahren in Pflege, und mir gehört er seit 10 Jahren. Pferd Nr. 2 "Fritz" kam aus superschlechter Haltung aus dem Ostblock, und den hab ich für 700 Euro vor etwa 17 Jahren freigekauft. Mit beiden Tieren konnte ich, schon der geringen Größe wegen, selber nie viel tun, nur ab und zu hab ich sie eingespannt gehabt, bis der Fritz zu krank wurde und ich ihn nur noch durchfütterte. Es geht ihm aber nun wieder besser (obwohl er weit über 30 Jahre alt ist) und so reitet meine kleine Tochter (7 Jahre) ab und zu auf den beiden.
    Da ich aber, wie eben schon oben erwähnt, auch immerzu Geldprobleme habe (Nein, ich bin eben NICHT selbstständig, sondern sitze Vollzeit bei OBI in einer Kassa, für den Lohn von 1200 Euro im Monat, und davon ist die Hälfte weg für das Auto, weil OBI 90 Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist und ich das Auto auf Leasing habe, weil ich KEIN Geld für einen Autokauf hatte als mein altes Auto kaputt wurde), also bleiben mir um die 600 Euro im Monat für die restlichen Zahlungen. Und da geht noch einiges für Versicherungen, Kind, Lebensmittel, anderer Kredit, und so Sachen drauf. Da bleibt echt so gut wie NIX übrig. Und deshalb hatte ich meine Ponies nach so vielen gemeinsamen Jahren schwerstens Herzens sogar schon weggegeben gehabt. Aber die neue "Besitzerin" war nicht zufrieden mit den Ponies, obwohl sie mir vorher versicherte, sie nur ab und zu für Kinder draufsetzen und führen haben zu wollen (wie sich dann herausstellte, wollte sie die Tiere zum Unterricht verwenden, wofür sie aber nicht geeignet waren, und ich habe das auch gar nicht erlaubt im Schutzvertrag) also holte ich sie wieder zurück. Wußte aber weiterhin nicht, wie ich sie noch durchfüttern konnte. (Ich hatte sie ja, da wir keinen eigenen Stall haben, wo eingestellt gehabt. Aber ich hatte Glück, denn eine Bekannte, die einen eigenen Grund mit Offenstall hatte, musste eines ihrer beiden Pferde hergeben und suchte dann einen Beisteller für ihr anderes Pferd, das sie zu Hause hielt. Und Da sie wenig Zeit hat, machten wir den Deal, dass ich nur das Futter meiner beiden Ponies zahlen muss, dafür übernahmen wir die komplette Pflege aller drei Pferde. So war mir geholfen finanziell, und ihr war arbeitsmäßig geholfen. Und dadurch ich mir nun etwas leichter tat, und auch noch Platz für ein viertes Pferd vorhanden war, übernahm ich zum Schlachtpreis (500 Euro) ein Pferd (so groß wie ein Haflinger), der ganz dringend weg musste nach einem Scheidungsfall. Auf dem kann ich mich nun auch ein bißchen raufsetzen, und auch meine Tochter kann ihn reiten. Ansonsten genießen alle 4 das Leben auf einer großen Weide. Aber wie gesagt, das Ganze geht eben nur, weil ich ausschließlich die Futterkosten zu tragen habe, und die machen für meine drei Pferde etwa 100 Euro im Monat aus. Sollte ich aus irgendwelchen Gründen den Stall dort verlassen müssen, muss ich alle drei Pferde schnellstens hergeben. Tierarzt und Schmied sind natürlich auch noch zu zahlen, aber irgendwie kratze ich das Geld immer zusammen, damit sie alles bekommen was sie brauchen. Aber von Luxus sind wir WEIT entfernt, das kann ich Euch sagen. Und wenn ich nun noch für alle drei Pferde eine Steuer bezahlen müßte, dann weiß ich auch nicht, wie ich das noch schaffen soll...
    Also ich weiß eben aus eigener Erfahrung, dass es nicht nur Reiche gibt, die sich Pferde halten. Auch unser Nachbar ist so ein Fall. Er hat einen kleinen Therapiestall mit ca. 5 Pferden. Und da gehen auch alle Familienmitglieder arbeiten neben den Therapiestunden, und haben zwei Pferdefeste im Jahr, damit sie sich die laufenden Kosten leisten können, um den kranken Kindern und Menschen weiterhin mit den Pferden helfen zu können... Also bitte nicht denken, dass Pferdebesitz gleichzeitig Reichtum bedeutet!

    In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag an alle; wir fahren jetzt Koppel abmisten, was sollten wir an einem Sonntag Nachmittag auch besseres zu tun haben... ;)

    Liebe Grüße,

    Karin
     
  16. #15 IvanTheTerrible, 17. März 2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Wann sprechen wir von Reichtum...bei wieviel Euro Mindesteinkommen?
    Ebenfalls, ob jemand ein eigenes Grundstück hat, oder die Pferde bei einem Gestüt unterstellen muß?
    Dann, ob es sich im Reitpferde oder Gebrauchspferde handelt?
    Und sicher auch können wir verträumt davon ausgehen, das Pferde der Landwirte, die keine ausgesprochenen Reitpferde sind, davon ausgenommen werden...bei der Lobby, die sie haben. Sicher auch Zirkuspferde..etc...
    Auch wird man bei Ponys Unterschiede machen, so wie bei Shetlandponys und Isländern.
    Sicher auch noch bei Tieren, die dem reinen Broterwerb dienen, wie Gestüte.
    Also wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
    Aber mir ging es hier um grundsätzliche Betrachtungen und ob einige erwähnte Notfälle der Realität und dem gesunden Menschenverstand gerecht werden.
    Wenn man Beispiele wie Computerspiele liest....... denn die Schließung eines Jugendzentrums aus Gründen der klammen Kassen der Kommunen sehe ich als viel gravierender an.
    Das mal am Rande.
    Ivan
     
  17. #16 Alfred Klein, 17. März 2013
    Alfred Klein

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    Hallo Karin,

    Das schaut finanziell ja wirklich schlecht aus.
    Aber dazu habe ich eine Frage. Du schreibst daß Du weil Dein altes Auto kaputt ging und Du kein neues bezahlen kannst ein Auto auf Leasing hast. So was ist teuer, ich weiß. Aber wäre Dir nicht mit einer Karre für 1200€ mit zwei Jahren TÜV nicht auch gedient gewesen? Solche Autos gibts zuhauf, meine Karre ist auch schon 13 Jahre alt und läuft problemlos. Die kostet mich monatlich ´nen Fuffi an Wertverlust. Selbst wenn ich diese Summe hätte finanzieren müssen käme an Kosten nicht mehr heraus.
    Ansonsten habe ich nicht mehr an Geld zur Verfügung als Du, sogar etwas weniger, da ich mein Haus finanzieren muß. Da käme für mich eine Pferdehaltung gar nicht in Frage, mir reichen die Kosten für meine Geierchen.
     
  18. #17 Fritzifrau, 17. März 2013
    Fritzifrau

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    Hallo Alfred,

    wegen dem Auto; ich hatte vor dem Leasingauto ein Auto um 10 000 Euro gekauft, 6 Jahre alt, 65000 km, mit einem halben Jahr oder 20 000 km Garantie vom Händler. Weil ich auch keinen Neuen wollte, aber halt doch ein relativ stabiles, sicheres Auto für tägliche lange Fahrten... Das war en Nissan Primera im März 2012. Und im November 2012 (nach 30 000 km, also weg von der Garantie...) ging mir die Lichtmaschine ein, und ich hatte eine Reparatur um 1400 Euro. Na okay, hat sehr geschmerzt, aber was sollte ich tun. Und was war? Zwei Wochen später kam mein Wagen plötzlich um 5 Uhr früh auf der Autobahn zum Liegen, und dieses Mal hatte es einen Zylinder abgerissen... Ich hab die Karre nehmen und wegschmeißen können... Kulanzhalber hat mir der Händler noch 3500 Euro gegeben, wenn ich das neue Auto bei ihm kaufe... Toll, nicht? Das heißt unterm Strich, ich hab das Auto 9 Monate gehabt, und hab in den 9 Monaten 8000 Euro dafür verloren... Ohne Sprit und Service natürlich... Das hat mich von Gebrauchtwagen geheilt... Und nebenbei hätte ich nicht mal 1200 oder 1500 Euro übrig gehabt um mir ne billige Karre zu kaufen... Und ich brauche ein Auto auf das ich mich verlassen kann.. Denn um 5 Uhr Früh auf der Autobahn ohne Pannenstreifen (also eigentlich eine Schnellstraße) ins Stehen zu kommen, das ist nicht das Gelbe vom Ei... :(
    Wegen Haus; ich hab ja gottseidank einen braven Ehemann, der für die Kosten von unserem Miethaus aufkommt, und die diversen Nebenkosten dafür. Denn sonst könnte ich mir klarerweise auch kein Pferd halten. Wir haben neben den Pferden noch einen Kater (Tierheim), einen zugelaufenen Hasen und 3 Aquarien mit Fischen... Vögel gehen sich nun leider keine mehr aus... :( Die Zeiten sind leider vorbei... Aber schau ma mal, was die Zukunft bringt...
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend!

    Liebe Grüße,

    Karin
     
  19. #18 Alfred Klein, 18. März 2013
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    Hallo Karin,

    Da bist Du ja schön auf die Nase gefallen.
    Allerdings hast Du einen Fehler gemacht. Denn laut Gesetz muß der Händler für ein ganzes Jahr die Gewährleistung geben. Der hat Dich über den Tisch gezogen. Es sei denn er verkauft das Auto nicht auf eigene Rechnung sondern als Kommission. Dann gilt das Gesetz nicht. Aber für zehn Riesen würde ich kein Auto auf Kommission kaufen, das wäre mir zu heiß. Und für ein sechs Jahre altes Auto war das erheblich zu teuer. Das hätte mit 7 bis 8 Tausendern getan sein müssen.
    Aber schließlich kann man nicht alles wissen, das nennt man dann Lehrgeld.
    Tut mir leid für Dich daß es so blöd gelaufen ist, ich hoffe Du hast noch lange Spaß an Deinem neuen Auto und es hält.
    Für mich als Einzelverdiener mit Haus kommt eh nur ein Gebrauchter in Frage. Den jetzigen hatte ich mit 100.000Km gekauft und bis jetzt hat er 220.000 drauf. Außer Alterswehwehchen und Verschleißteilen (Bremsen, Auspuff, Hydrosphären) war nur mal die Lichtmaschine hin. Hat mich geärgert.
     
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  21. Gwennie

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    Hier mal einige Infos und Argumente, die nicht alleine von mir stammen, sondern u. a. von der FN und anderen Leuten, die sich intensiv mit dieser Problematik beschäftigt haben, zusammengestellt wurden und auf Fakten beruhen, also nicht auf meiner subjektiven Einstellung zu dieser Sache:
    Die Pferdesteuer wird als Aufwandssteuer dargestellt.
    Und zwar wird der Aufwand (die Einkommensverwendung bzw. die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) für das Halten und Benutzen von Pferden im Gemeinde- oder Städtegebiet besteuert.
    Viele sagen, ach 200 €, wie derzeit in Bad Sooden-Allendorf, das ist ja nicht viel. Dazu der Hinweis, jetzt werden am Anfang 200 € erhoben, reicht das nicht aus wird die Steuer wie alle anderen einfach erhöht.
    14 % der in Deutschland gehaltenen Pferde sind als Turnierpferde registriert, 86 % werden als Freizeitpferde gehalten.
    Viele der Freizeitpferde sind alte Pferde die ihr Gnadenbrot bekommen.
    Ein Grossteil der Pferde wird im Therapeutischen Reiten eingesetzt. Hier ist der Anteil an Kindern und Jugendlichen sehr hoch.
    Über 50 % der organisierten Reiter sind unter 21 Jahre alt.
    Die allermeisten Reiter bzw. Eltern reitender Kinder sind Angehörige der mittleren Einkommensgruppe.
    Der Reitsport ist seit 2008 vom deutschen olympischen Sportbund als Gesundheitssport anerkannt. Dies haben bislang nur 6 Sportarten geschafft.
    4 Pferde schaffen einen Arbeitsplatz.
    Pferde stellen für die Landwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle dar, nicht nur Produktion von Heu, Silage und Stroh, sondern auch Pensionspferdehaltung.
    Also ein wichtiger volkswirtschaftlicher Faktor. Eine Pferdesteuer würde sich nachteilig auf Unternehmen, Handel und Gewerbe auswirken.
    Die Einführung einer Pferdesteuer würde für viele kleine und mittelständische Betriebe das Aus bedeuten. Pferde würden in Gemeinden ohne Pferdesteuer abwandern, andere Pferde würden verkauft, für alte und kranke Pferde gäbe es oft nicht mehr die Chance auf einen Gnadenbrotplatz.
    Wir zahlen ja schon Steuern beim Kauf eines Pferdes, bei der Reitstunde, Besuch des Tierarztes oder Schmied, Futtermittelkauf wie Kraftfutter, Heu, Silage oder Stroh, Reitsportausrüstung und Zubehör, Einstallung des Pferdes.
    Die Pferdesteuer würde ganze wirtschaftliche Zweige schädigen, da Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Grundsteuer und Gewerbesteuer wegfallen werden.

    Dazu kommt, dass ein Großteil der Pferde überwiegend auf Weidefläche gehalten wird und diese Grünlandbewirtschaftung dem Naturschutz und der Artenvielfalt zugute kommt. Eine entsprechende Landschaftspflege wäre sehr teuer.

    Das Thema Pferdesteuer ist nicht nur in Hessen Gesprächsthema, sondern Bundesweit.
    Anfang letzten Jahres war es ein großes Thema in Remscheid. Dort sollten 750 Euro pro Jahr pro Pferd gezahlt werden. Es wurde dort enorm viel Informationsarbeit geleistet um die Stadt Remscheid davon zu überzeugen von einer Einführung abzusehen, mit Erfolg.

    Bis heute ist es gelungen in über 200 Gemeinden die Pferdesteuerpläne vom Tisch zu schaffen.

    Momentan haben wir 3 Gemeinden in denen die Steuer beschlossen ist und zwar Bad Sooden-Allendorf seit 01.01.2013 mit 200 € pro Jahr pro Pferd.
    Kirchheim und Schlangenbad ab 01.01.2014.

    Ca. 30 Gemeinden bundesweit diskutieren zur Zeit über eine Einführung der Pferdesteuer.

    Und wenn dann Argumente kommen wie, Hundebesitzer zahlen auch Steuern, warum ihr nicht für Eure Pferde, dann ist dazu folgendes sagen:
    Wir sind gegen eine generelle Tiersteuer und es gibt momentan auch eine Petition gegen die Hundesteuer.
    Definitiv sollte keine Sportart besteuert werden.

    Sollte nun das Argument folgen: die sind ja gegen alles und wo ist die Lösung für den Geldmangel der Gemeinden?
    Das Aktionsbündnis Pro Pferd wie auch die FN bieten den Gemeinden Unterstützung an, zeigen u. a. auch alternative Lösungen auf, bzw. erklären den Stadtverordneten, wie andere Gemeinden das Problem gelöst haben und da waren einige ganz schön kreativ und erfolgreich.
     
  22. Gwennie

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    die Pferdesteuer gibt es bereits in 3 Ortschaften in Hessen!
    1 x ab 01.01.2013 und in zwei weiteren Gemeinden ab 2014
     
Thema: Pferdesteuer
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