Pferdesteuer

Diskutiere Pferdesteuer im Pferde Forum im Bereich Tierforen; Und es gibt ja auch Therapie- und Behindertenbegleithunde. Und auch Hunde sind für Kinder Freund und Freizeitbeschäftigung. Ach ja ... das Wohl...

  1. #41 vogelfee, 19.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.03.2013
    vogelfee

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    Hallo Zusammen!

    Ja, es gibt auch Therapie- und Behindertenhunde. Ich stelle es mir allerdings als schwierig vor, auf einem Hund eine Reittherapie durchzuführen, bei der gelähmte Gliedmaßen reaktiviert werden. Vielleicht auf einem Bernhardiner?

    Auf den Reiterhof, wo ich mein Pferd untergestellt habe, kommen regelmäßig Kinder zu Reitstunden. Diese fahren auch nicht im Fußraum einer Nobelkarosse mit, sondern auf dem Beifahrersitz eines Kleinwagens. Und das, obwohl ich in Sachsen-Anhalt lebe.

    Ich komme noch mal auf die Meinung, dass man die Pferdesteuer schon beim Kauf hätte einplanen sollen. Vor 11 Jahren, als mir meine Eltern das Pferd gekauft haben, war noch gar nicht an eine Pferdesteuer zu denken. Wie soll man also eine Steuer einplanen, die es zum Zeitpunkt des Pferdekaufs nicht gab?

    Zwischendurch wurde auch erwähnt, dass es eine Pedition gegen die Hundesteuer gibt. Da habe ich gleich mal gegoogelt und unterzeichnet. Hier also der Link für weitere Interessenten: https://www.openpetition.de/petitio...gegen-die-willkuer-der-hundesteuer-erhebungen
     
  2. #42 IvanTheTerrible, 19.03.2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Wir machen nur auf das Verhältnis aufmerksam, das entsteht wenn die "laufenden Kosten" mit der zu "erwartenden Steuer" verglichen werden.
    Ich betrachte es tatsächlich als Leuteverdummung, wenn mit der Steuer argumentiert wird, als wäre die dann der Grund für die Aufgabe des Hobbys. Denn bei etwa errechneten 3-4000.- als Unterhaltskosten im Jahr, würden 5-700.- Euro Steuern entweder den fianziellen Ruin bedeuten, oder zum Verkauf führen, muß man auch Tierarztkosten so einrechnen, wie beim PKW eine größere Reparatur. Also muß ich für solche Notfälle immer ein paar Tausend in Reserve haben. Kann ich das Geld nicht beibringen, so muß ich also das Pferd verkaufen, oder es kommt zum Abdecker, oder im Falle des PKW's, zu Fuß gehen.
    Wer solch eine Kostenplanung hat, sollte sich zu allerletzt ein Pferd anschaffen, aber auch keine Familie, denn das wäre absolut verantwortungslos!
    Also betrachte ich diese Argumentation als L...............
    Also geht es nur darum Geld zu sparen....das kann man als Grund gelten lassen, da natürlich, aber alles andere, was als Begründung angeführt wurde, ist das, was ich im 2. Satz Fett gesetzt habe.
    Ivan
     
  3. #43 Wachteloma, 19.03.2013
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    Post 41
    Schön, daß du dich für die Abschaffung der Hundesteuer einsetzt. Die gibt es aber nicht erst, seit Pferdesteuer eingeführt werden soll.
    Schön auch, daß es bei Euch anders ist als im Berliner Speckgürtel.
    Bekanntlich sind Hunde physiologisch gar nicht zum Reiten geeignet. Aber meinst du wirklich, daß der Therapie-Unterschied eine steuerliche Ungleichbehandlung beider Tierarten rechtfertigt?
    Und den physiotherapeutischen Nutzen, insbesondere bei frühkindlichen Hirnschäden, zweifele ich nicht an. Aber Reitherapie ist doch eine (freiwillige) Leistung der Kostenträger. Und Patienten müssen sich wohl nicht an den Steuern der Leistungserbringer beteiligen.
    Übrigens das Ergebnis einer umfassenden Marktuntersuchung der FN (Reitervereinigung) bestätigt Reiten als elitären Sport ... sowohl Schulbildung als auch Einkommen über dem Bundesdurchschnitt. (wpsv.de/ipsos.htm) Bundes- also nicht mal nur regional
    Und es gibt viele Dinge im Leben, die nicht absehbar sind wie z.B. auch die Halbierung der Ersparnisse oder andere Währungsreformen.
    Aber eine Rücklage für Unvorhergesehenes von nur wenigen Prozenten sollte ja doch bei solch einer Entscheidung eingeplant sein.

    Grüßlies
    Gabi
     
  4. #44 IvanTheTerrible, 19.03.2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    :zustimm:
    Ivan
     
  5. #45 Gwennie, 19.03.2013
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    Leuteverdummung ist, wenn man als Gemeinde erst viel Geld für Dinge ausgibt, von denen man im Vorfeld schon weiß, dass sie ein Minusgeschäft werden und dann eine Pferdesteuer erfindet und einführt um diese Scharte wieder auszuwetzen. Es sollen also nur Pferdeleute einer Gemeinde für deren Mißwirtschaft zur Kasse gebeten werden.
    Die Pferdesteuer wird als Aufwandssteuer dargestellt - Hundesteuer ist eine Lenkungssteuer, also sind beide verschieden zu betrachten.
    Wobei beide Steuern zu nichts anderem verwendet werden sollen, als Haushaltslöcher zu stopfen.
     
  6. #46 Wachteloma, 19.03.2013
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    Wie die Steuer zugeordnet wird, ist für den Vergleich der ins Feld geführten Argumente doch eigentlich irrelevant.
    Und ja, niemand zahlt gern für Mißwirtschaft Steuern oder muß weitere Einschränkung im sozialen/pöffentlichen Bereich hinnehmen. Ist das Kind in den Brunnen gefallen, ist wirklich Solidarität zu erwarten ... entsprechend der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eben.

    Mit dieser neuen Begründung frage ich mich aber, welchen Prozentsatz der Pferdehalter oder Reitstundenspendierer solche Entscheidungsträger ausmachen ... und wozu eigentlich ein e.V. (steuerlich begünstigt, keine wirtschaftlichen Interessen) Marktuntersuchungen macht.

    Grüßlies
    Gabi
     
  7. #47 vogelfee, 19.03.2013
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    Ein e.V. macht Marktuntersuchungen, um gezielte Fundraising-Aktivitäten durchführen zu können. Durch eine gute Analyse des Marktes findet er heraus, wer und wie stark seine Konkurrenz ist und wer und wie zahlungskräftig seine Spender sind. Zudem lernt er sein Spielfeld auf dem Spendenmarkt genau kennen. Nur ein e.V., der seine Zielgruppe, die Marktgegebenheiten und seine Konkurrenz genau kennt, kann auch erfolgreiches Fundraising betreiben. Im Großen und Ganzen kann man Fundraising als die Beschaffung von Ressourcen beschreiben. Diese Ressourcen können u.a. Geld, Sachspenden, Rechte und Informationen sowie Dienstleistungen umfassen.
     
  8. #48 Gwennie, 19.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.03.2013
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    @Wachteloma
    Vielleicht kann ich Dir hier ein paar Infos geben:
    Aktuell ist "nur" Bad Soden-Allendorf in Hessen betroffen, ab 2014 kommen noch 2 weitere kleine Ortschaften in Hessen dazu. In Bad Soden-Allendorf ging man von ca. 130 Pferden aus und einer Einnahme von etwa 30.000 Euro. Davon abzuziehen muss man die Verwaltungskosten und die Abwanderung von Pferden in benachbarte Gemeinden ohne Steuer, unterm Strich bleibt, verglichen mit dem ganzen Ärger eigentlich kein nennenswerter "Gewinn".
    Das bundesweite Interesse der Gemeinden an Einführung einer Pferdesteuer wird sicher seine Entscheidung unter Einbeziehung der Erfahrungen finden. Remscheid (NRW) hatte ebenfalls geliebäugelt und dafür 750,00 Euro eingegeplant, dies aber verworfen und andere , wohl auch bessere und lukrativere, Alterntiven gefunden.
    @Vogelfee
    Danke für diese informative Erklärung, so genau hätte ich das nicht gewußt :-)
     
  9. #49 IvanTheTerrible, 19.03.2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Unter der Mißwirtschaft der Kommunen, ob es nun sinnlose Kreisverkehre oder Radfahrwege sind, auf denen kein Radfahrer fährt. Ob es nun in der Vergangenheit Hybridenbäume waren, die nur eine Lebendsdauer von 40 jahren haben und mit tausendfachen Kosten der ursprünglichen Pflanzung gefällt werden müssen, müssen wir alle leiden.
    Als die Hundesteuer erhoben wurde, haben die Reitpferdbesitzer auch keine Petitionen verfaßt, jeder ist sich schließlich selbst der nächste.
    Als die Regensteuer kam, haben auch alle gejault, aber geblecht.
    Und Plastikmüllabholung ist noch kostenlos...man könnte aber 2X dran verdienen.
    Als angeführte Begründungen für eine Reitpferdsteuerbefreiung sind auch alle, auch widersinnige Vorstellungen zerlegt.
    Mir fielen auch noch die Dephine ein...als Vergleich mit den Kindern. Oder wenn Hunde entwischen, könnten sie wildern und Rehe zu Tode hetzen...das tun Pferde wenn sie ausbrechen nicht, daher ist die Hundesteuer gerecht, aber für Pferde abzulehnen.
    In wenigen Minuten hätte ich noch einen Haufen sogenannter Argumente hervorgezaubert, eins widersinniger als das andere.
    Letztendlich erheben doch die Kommunen die Steuer, weil sie klamm sind, also habt ihr seit Jahrzehnten die falsche Partei gewählt, denn die haben euer Steuergeld verballert.
    Also alles selbst verschuldet.....
    Noch nen Kalauer...
    Ivan
     
  10. #50 Wachteloma, 19.03.2013
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    Post 47
    Naja, offenbar können dann wohl alle Vereine renommierte Marktforschungsinstitute beauftragen. Konkurrenz bei Gemeinnutz?
    Um Spender für diesen Verein womöglich besser zu überzeugen, die sonst womöglich für Behinderteneinrichtungen spenden würden?

    Post 48
    Es geht also um 230 Euro p.a! Nicht mall 20 Euro monatlich! Also um einen so kleinen prozentualen Kostenfaktor, den man der Allgemeinheit wohl mit allen Mitteln vorenthalten will? Und Abwanderung in Steueroasen ... sind wohl auch die Mittel und Gedanken der Durchschnittsbürger? Angebot und Nachfrage bestimmen die Kosten. Aber wohl besser den Reitställen mehr, als womöglich der Allgemeinheit?

    Ja, lukrativer ist es sicher, statt 130 mit höherer Schulbildung und materieller/immaterieller Wehrhaftigkeit, die meist ohnehin schon vielseitig verwaltete Masse zur Kasse zu bitten.

    Nein, hier bin ich keinesfalls mehr solidarisch (nicht mal im Empfinden) und wende mich von diesem Unterforum ab.
    Gabi
     
  11. #51 Gwennie, 19.03.2013
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    Die Hundesteuer stammt ursprünglich aus England, wo sie Mitte des 18. Jahrhunderts bereits eingeführt wurde. In Deutschland wird die Hundesteuer erstmalig ab 1810 erhoben.
    Ich mag ja schon nicht mehr die Jüngste sein, aber so alt, um zu der Zeit schon gegen die Einführung der Hundesteuer kämpfen zu können, bin weder ich noch irgendein heute lebender Hunde- und/oder Pferdebesitzer.
     
  12. #52 Gwennie, 19.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.03.2013
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    Ich habe selten so viele Vorurteile, Wertungen und Pauschalisierungen gegen unbekannte Menschen gelesen, als in diesen paar Zeilen.
    Pferdeleute werden hier als asozial hingestellt, weil sie nicht alleine für die Schulden einer ganzen Gemeinde aufkommen möchten, würden gerechterweise alle Bürger mit einer Sonderabgabe belastet, wäre die Umlage sehr viel geringer - oder?
    Und immer wieder die Behauptung Pferdebesitzer sind alle wohlhabend und jetzt auch noch alle intellektuell.
    Ganz ehrlich, jedes Argument kann ich akzeptieren, aber diese unhaltbaren Behauptungen und Unterstellungen, dass alle Pferdebesitzer es nicht anders verdient haben und gefälligst unkommentiert zu zahlen haben, weil sie ja alle so reich sind und auch noch überdurchschnittlich gebildet, da muss ich passen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Du hier ein persönliches Problem hast.
    Wenn man hart arbeitet, hat man auch das Recht sein Geld so auszugeben, wie man es möchte. Der Pferdebesitzer hat weder auf Schaffung von Schulen noch anderer sozialer Einrichtungen einen Einfluss, dafür sind die von allen Bürgern gewählten Vertreter verantwortlich.
    Der Pferdebesitzer ist auch Bürger und Mensch, er arbeitet ebenfalls hart für sein Geld und wenn er das Alter erreicht hat, hat er womöglich auch einmal eine Familie und Kinder, evtl. auch einen Hund oder eine Katze und mit viel Glück sogar ein kleines Häuschen, aber meistens auch nur eine normale Wohnung zur Miete - wie jeder andere Durchschnittsbürger auch.
    Er hat die gleichen Möglichkeiten wie jeder andere nach seinem Talent und geistigem Vermögen seine Bildung zu erzielen, er wird hier nicht bevorteilt. Ist man fleißig und hat die richtige Einstellung und Motivation kann jeder eine gute Bildung erreichen.
    Womit hat dieser Mensch jetzt soviel Mißgunst verdient, nur weil er ein Pferd hat, statt zum Beispiel an Autos zu schrauben, in aufwendige Edelstahlaußenvolieren und teure Vögel zu investieren oder sein Geld mit Urlaubsreisen ins Ausland zu bringen?
    Und warum soll ein Reitstall als Dienstleister für seine Leistung nicht entsprechend vergütet werden?
    Was gibst Du freiwillig in die Kasse Deiner Gemeinde für die Allgemeinheit? Du schreibst ja, dass 20,00 Euro im Monat nicht viel sind.
    Und wer sagt, dass der Perdebesitzer, wenn er es sich leisten kann, nicht auch soziale Projekte unterstützt oder an gemeinnützige Institutionen spendet?

    Und zur Höhe der Pferdesteuer in BSA - Diese Summe ist eine erste Erhebung und kann bei Bedarf jederzeit erhöht werden und das wird sie, den die Kassen dort sind extrem leer, es können also aus 20,00 Euro ganz leicht auch 50,00 oder 100,00 Euro pro Monat werden und je nach Einkommen, sind das schon ziemliche zusätzliche Belastungen, zumal ja der Pferdebesitzer genau die gleichen anderen Belastungen hat, wie jeder andere Bürger auch.

    So, und nun mag ich auch nicht mehr, Argumente kann man diskutieren und sie können alle Seiten bereichern und neue Impulse geben, aber gegen fest verankerte Vorurteile, da hilft kein Argument.

    (Ironie an) muss jetzt als wohlhabender überdurchschnittlich gebildeter und priveligierter Pferdefreund erst mal mein Geld im Stall wenden, damit es nicht schimmelt und dann meine Luxuskarosse in die vorgewärmte Garage stellen (Ironie aus)

    Gute Nacht Zusammen ...
     
  13. #53 IvanTheTerrible, 20.03.2013
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    IvanTheTerrible Guest

    Versuche mal zuvor ein paar Informationen einzuholen, bevor du die Hundesteuer aufs Mittelalter schiebst und nun dein Alter als Grund für mangelnde Möglichkeiten angibst!
    Die seit Jahren hundesteuerfreie Gemeinde Hörstel in Nordrhein-Westfalen führte die Hundesteuer mit Beginn des Jahres 2011 ein.
    Also ist in vielen Kommunen die Hundesteuer also noch recht jung.
    Es gibt sogar noch eine hundesteuerfreie Gemeinde.
    Richtig ist, das vielfach die Hundesteuer früh eingeführt wurde...aber nicht flächendeckend.
    Es ist schließlich Sache der Kommune, ob sie sie einführt. Das gleiche gilt dann wohl für eine Pferdesteuer, oder soll das Bundesgesetz werden?....dann habe ich in der Tat etwas verpaßt!
    Also bevor dann weiter mit Schnellschüssen gearbeitet wird, sollten dann die Petitionen lokal verfaßt werden, denn es ist wohl Sache der Gemeinde.
    Wie gesagt, nichts wird so heiß gegessen, wie es auch gekocht wird.
    Ivan
     
  14. #54 Wachteloma, 20.03.2013
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    Klar stellen muß ich doch, daß nicht ich, sondern die FN-Marktanalyse aussagt, Schulbildung und Einkommen über dem Bundesdurchschnitt. Die FN gibt auch die Argumente gegen die Pferdesteuer. Da jedoch wird merkwürdigerweise dann - trotz der Analyseergebnisse - gleich als erstes auf mittlere Einkommen verwiesen. Was davon nun unhaltbare Behauptung ist, wäre bitte dort zu klären und nicht mir anzulasten! Und die könnten zur Untermauerung sicher auch die Berufe (also wieviel Prozent Ärzte, Anwälte, Architekten, Staatsbedienstete, Arbeiter, Kleinbauern usw.) anonymisiert angeben. Denn neben dem in Post 47 genannten Ziel ging es ja um "gläserne Pferdesportler".
    Ich habe zu den hier im Unterforum angeführten Argumenten lediglich versucht, vergleichende Denkanstöße zu geben, denn wohin die unreflektierte Verbreitung der vorgegekauten Argumente führen kann, haben z.B. die Argumente gegen die Juden gezeigt.
    Ich muß Marietta allerdings ernüchtert Recht geben. Gegen fest Verankertes helfen wohl keine (logischen) Argumente.

    Und Post 47 erläutert als Ziel dieser Marktanalyse einen größeren Anteil aus dem Spendentopf gegen die Konkurrenz. Logisch ist doch, daß dann für andere Vereine weniger bleibt. Bei aller Durchschnittsbürger-Klientel können ja eigentlich denen dann auch nicht die Mittel fehlen, ein renommiertes Marktforschunsinstitut zur Verbesserung ihrer Chancen zu beauftragen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das Vereine als Interessenvertretung z.B. Behinderter dazu zu faul oder sonstwie unfähig sind.
    Ob das asozial ist, habe ich überhaupt nicht bewertet.
    Die Bildungschancengleichheit heute und in den zwei deutschen Diktaturen zu debattieren mit Auswirkung auf die Nachkommen wäre wohl zu OT.
    Und ich befürchte, dann gesperrt zu werden, obwohl das Thema weder von mir eröffnet noch mit solchen (Contra-)Argumenten unterlegt wurde.
    Aber Autoschrauber sind vielleicht auch nur nicht in der Lage, die Werkstattkosten zu tragen?
    Nach dem Umgang mit meinen Impulsen hier, zweifle ich übrigens auch, ob überdurchschnittliche Schuldbildung haltbar ist. Setzt die nicht eine gewisse Denkfähigkeit und Texterfassung voraus. Oder ist es die MotivationEinstellung, die fehlt?
    U. a. hatte ich ausdrücklich die 20 Euro in Kostenrelation genannt.

    Es ist wohl unbestreitbar ein ganz persönlicher Angriff, wenn ich aufgefordert werde, meine Einkommensverhältnisse offenzulegen?
    Bin zwar fassungslos, habe mich aber doch entschlossen, nicht zu kneifen.
    Durch Abiitur und Hochschulstudium mit Exmatrikulation vor dem Diplom (Erläuterung wäre politisch) sowie fortdauernde Hilfsarbeitereinstufung ohne jegliche Qualifizierungschancen habe ich jetzt 550 Euro Nettorente. (wer jetzt erst als Ostler mit 45 Arbeitsjahren in Rente geht, hat oft viel weniger) Da hier bereits mit geringen Einkommen argumentiert wurde, aber dann doch Mietshaus und Ehemann vorhanden waren ... ich bin alleinstehend und habe keine weiteren Einnahmen oder Rücklagen; aber einen verfressenen Hund und zwei aufgelesene Katzen. Wenn eine Katzensteuer käme, würde ich mich jedenfalls fügen.
    Auto kann ich mir nicht leisten, obgleich im Ort keine Einkaufsmöglichkeit für Waren des täglichen Bedarfs ist; auch keine Sittiche und Papageien mehr. Ich halte Nutzgeflügel und habe keine Edelstahlställe. Und ich habe auch nichts ins Ausland gebracht, weder in eine Steueroase, noch auf ein Schweizer- oder Luxemburger Konto noch als Auslandsreise.

    Was habe ich für das Gemeinwohl getan? (Politisches sowie Leistungssport ausgenommen und nur belegbares)
    Ich muß mich also schämen, denn ich bin so gierig und eigenützig, habe zu keiner Zeit freiwillig was in die Kasse der Gemeinde abgegeben.
    Weil ich wegen dem "mehr" meiner Eltern gegenüber meinen Klassenkameraden ein schlechtes Gewissen hatte, habe ich mehreren l/eistungs-)schwachen Schülern unentgeltlich Nachhilfe erteilt. (Meine Mutter hat eigentlich deswegen immer extra mehr gekocht.)
    Ich habe ehrenamtlich einen Nachbarschaftshilfeverien geleitet, mich in Betreuung/Begleitung Schwerkranker sowie in der sozialen Beratung eingebracht, und in der "Agenda 2004".

    Und ja - das Gefühl von Marietta ist richtig - ich habe hier ein persönliches Problem.
    Und ja, die richtige - hier gelehrte - Einstellung und Motivation hatte/habe ich nicht.

    Nun darf ich ja wohl erwarten, daß auch ihr eure Einkünfte offenlegt!
    Auch mein Gefühl hat mich also nicht getäuscht, daß Gwennies Antwort mein nochmaliges Reinschauen erforderte.

    Erschütterte Grüße
    Gabi
     
  15. #55 Wachteloma, 21.03.2013
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    Ups, war doch zu sehr durch den Wind nach Mariettas Beitrag. Da hat mich die mangelhafte Texterfassung auch erwischt. Die Auskunft zum Einkommen hatte sie nicht gefordert. Da aber die Frage nach meiner freiwilligen Zahlung in die Gemeindekasse nur in Relation zum Einkommen zu beurteilen ist, hatte sich das eben so festgesetzt. Ich hätte doch darüber schlafen sollen, was aber eben vor Entscheidung/Aufarbeitung ganz unmöglich gewesen wäre.
    Ergänzen möchte ich noch, daß ich für eine einkommensabhängige sowie andere soziale und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigende Pferdesteuer bin, nicht für eine generelle. Und selber Schuld, geht wohl auch nicht aus meinen Beiträgen hervor. Es gibt ja durchaus Schicksalsschläge. Und ja, Pferde bis zum natürlichen Lebensende zu versorgen, entspricht auch meiner Auffassung.
    Aber ihren Hinweis des Verzichts auf teure Vögel kann ich auch nicht nachvollziehen, wobei neben dem Argument dumm gelaufener Autokauf bei geringen Einkommen da gerade viele davon gehalten werden.
    Ebenso können wohl alle Steuern/Abgaben bei Bedarf erhöht werden.

    Wichtig erscheint mir auch noch zu ergänzen, daß es hier wie in vielen Dörfern keinen Arzt gibt. Ist wohl nicht lukarativ genug, um Reitstunden/Pferdehaltung aus der Portokasse zu zahlen. Ja, so erklär ich mir das. Dabei würde es für Pferdehalter ja Zeit, Unterbiringungs- und Fahrkosten/Umweltbelastung sparen. Allerdings könnte da der Gesetzgeber die ländliche Versorgung verlangen. Schließlich haben die einen Eid geschworen ... und die Approbation könnte - theoretisch - auch aberkannt werden. Empfinde ich als merkwürdig, wo doch Gesundheit und Umwelt so beliebte Argumente, z.B. für Kraftstoffsteuern, für Zwangsanschlüsse und Energieeinsparverordnung (wegen der Erderwärmung?!) als Kostenlawinen sind.

    Obgleich ich auf Ziegen- und Schafhaltung (leider gibt es hier keine mehr als weitere Besteuerungsmöglichkeit) vor allem auch wegen der Ohrmarken verzichte und dies - wie auch anderes - wirklich keinem Tier zumuten würde, stellt sich mir doch die Frage, warum es auch hier ein Sonderrecht gibt. Sie gelten in der EU als Schlachtiere. Und der Pferdefleischskandal zeigt doch eigentlich diese Gleichstellung als sinnvoll auf. Und der Equidenpaß als angeblicher Ersatz wird wohl hauptsächlich von der FN ausgestellt ... die in ihrer Marktanalyse überdurchschnittliche Einkommen bilanziert, aber in ihrer Argumentationsangabe (Link im Post 1 runterscrollen) auf mittlere verweist. Vertrauenswürdig also?
    Und obwohl ich sowen wie Pferdestecher als abartig empfinde, könnte veilleicht so eine verbissene fragwürdige Argumentation zur Verteidigung der Privilegien bei hemmungslosen, verzweifelten Menschen ein aüslösender Schlüsselreiz sein.
    Eigentlich habe ich es ja gut gemeint und erwartet, daß zumindest die Argumentation überdacht wird, bevor man gezwungen ist, tiefer in die Materie FN und Klientel einzusteigen.

    Grüslies
    Gabi
     
  16. #56 Gwennie, 21.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 21.03.2013
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    Also Gabi,
    ganz viel „OFF Topic“ und noch ein bisschen zum Thema…
    ich möchte hier nicht auf Einzelheiten eingehen, die sich ja nun teilweise auch schon wieder aufgehoben haben und nichts liegt mir ferner als einen Menschen den ich nicht persönlich kenne und somit auch nicht seine Lebensumstände, persönlich anzugreifen oder dessen Lebenssituation und finanzielle Lage abzufragen oder zu beurteilen. Ich bin der Meinung, sowas hat nichts in einem Forum oder sonst wie in der Öffentlichkeit zu suchen, es sei den, jemand möchte es veröffentlichen. Das erwarte ich in der Regel aber auch von meinen Mitmenschen im Umgang mit meiner Person.
    In der heutigen Zeit klafft die die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, es gibt immer mehr soziale Ungerechtigkeit, immer mehr unverschuldet in HARTZ IV-Niveau gerutschte Familien und auch Einzelpersonen und man hat als einzelner keine Möglichkeit dies wirklich direkt zu beeinflussen, weder mit Wahlen noch mit Peditionen. Man kann es versuchen, aber es kann nur funktionieren, wenn wir politisch wieder zu so etwas wie einer echten Demokratie zurückfinden würden. Die meisten Peditionen landen nämlich als Spam im Papierkorb oder verstauben ungelesen in irgendeiner Ablage. So einen Volksentscheid einzuführen, wie ihn die Schweiz hat, fände ich zum Beispiel eine gute Sache - ich glaube nämlich nicht, dass der in Deutschland bestehende ebenso wirksam ist und genutzt wird. Dem steht allerdings gegenüber, dass wir leider ein immer weiter sinkenden Bildungsniveau haben, was sich auch ohne Pisa-Studie sehr leicht daran fest machen lässt, wenn man sich ansieht, welche TV-Sendungen in der Beliebtheitsskala oben stehen und man somit befürchten muss, dass viele Menschen leicht beeinflussbar sind und die Tragweite von politischen Entscheidungen nicht wirklich absehen können, den das schaffen ja scheinbar nicht mal unsere Damen und Herren Politiker, die ständig mit diesen Dingen zu tun haben.

    Ich verstehe Deinen Frust und Deine Wut gegenüber einer Politik, die Menschen vom „normalen“ Volk so behandelt und deren Verdienste und Arbeitsleistung damit belohnt, dass so viele Menschen in die Altersarmut abrutschen oder dicht davor sind, wenn sie einmal ihre Rente beziehen dürfen, von der sie eigentlich erwarten durften, dass diese für ein angemessenes Leben im Alter ausreicht. Man muss ja schon froh sein, wenn man so privilegiert ist und ein eigenes kleines Stück Land zum Anbau von Obst und Gemüse nutzen und ein paar Tiere halten kann, um sich so im Alltag ein wenig zu helfen und der Seele ein wenig Auszeit zu gönnen.

    Zu den von mir aufgeführten Beispielen, so sind sie nur als Gleichung gedacht, ich hätte auch jedes andere Beispiel anführen können. Ich liebe selber Vögel und ich freue mich über jeden gut gehaltenen Ara in liebevoller und kompetenter Hand, die durchaus auch eine private sein kann, wie man es hier im Forum oft lesen darf und mit dem Autoschrauber war auch nicht der kleine Mann gemeint, der sich die Werkstatt sparen muss oder möchte, sondern der, der das Autotuning bis zum Exzess betreibt, sein ganzes Geld in dieses Hobby steckt, und aus einem Golf im Laufe der Zeit ein Luxusauto und Unikat schafft oder dies versucht.

    Thema Pferdesteuer, ich denke da haben wir das Thema in der Hitze der Diskussion immer mehr zerpflückt und vieles ist aus dem Zusammenhang gerissen, weil vieles Geschriebene nicht nachvollziehbar, weil viele Dinge hier mangels Zeit, Platz und Umfang nicht als Hintergrundinfo aufgeführt sind und wir sind ganz viel und ganz oft abgewichen vom Thema.
    Diese Pferdesteuer ist für mich in der Hauptsache deshalb nicht korrekt, weil ich die Beweggründe der Gemeinden nicht akzeptieren kann, wenn sie Anschaffungen machen oder Bauvorhaben (welche nicht unbedingt sozialmotiviert waren) umsetzen, die sie im Vorfeld wissentlich nicht stemmen können und trotzdem diese Schulden machen, dann sehe ich nicht ein, dass diese Scharte eine Handvoll Leute ausbügeln sollen, nur weil sie einen Sport ausüben oder ein Haustier halten, was etwas aus der Rolle fällt und unter die Kategorie Luxus fallen könnte.
    Würde ich als einfache Hausfrau so wirtschaften, wie manche Politiker, ich könnte sicher Privatinsolvenz anmelden, wenn ich nicht sogar ins Gefängnis müsste.

    Sollte eine Pferdesteuer, im Zusammenhang mit einem größeren Abgabenpaket, eingeführt werden, wo jeder im Rahmen seines Einkommens angesprochen wird, um soziale Missstände zu bereinigen oder um gemeinnützige Projekte zu fördern, ich wäre die Letzte, die sich hier verweigern würde.

    … und zur FN, na das ist nun mal ein Verein, der in erster Linie versucht seine Mitglieder zu unterstützen und sich dahingehend auch einsetzt und dort seine Prioritäten setzt, ähnlich wie der ADAC es mit seinen Mitgliedern macht oder auch jeder andere Verein mal im größeren und mal im kleineren Stil – sei es ein Sportverein oder ein Verein für die Schaffung von Parkbänken etc. pp. .. Beispiele sind alles nur Gleichungen und beliebig austauschbar!

    Persönliches:
    Auch bei uns ist es normal, dass immer ein Teller mehr auf dem Tisch steht als üblich, falls mal ein unverhoffter Gast kommt. Ich habe einen sozialen Beruf erlernt und einen handwerklichen, beide diese Fähigkeiten nutze ich, um zum einen meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und zum anderen mein soziales Gewissen zu beschäftigen. Ich bin nicht nur im Tierschutzbereich zu finden, wir setzen uns auch privat für Menschen ein, so haben wir zum Beispiel durch unsere Tiere einen Arbeitsplatz schaffen können, auf dem wir „behinderte“ Menschen beschäftigen. Diese Menschen erwirtschaften kein Einkommen, sie werden von unserer handwerklichen Tätigkeit mit finanziert und das fällt uns in manchen Monaten sehr schwer, aber es bereichert, wenn man sieht, wie diese Menschen aufblühen. Das bringt uns keine finanziellen Vorteile, eher im Gegenteil, aber es bringt Freude.

    Ein großer Teil unserer Tiere sind abgelegte oder weggeworfene Seelen, es ist mir bewusst, dass ich hier ein großes Glück habe, dass wir diesen Wesen ebenfalls ein Heim geben können, aber das geht nur solange, als dass nicht noch mit zusätzlichen Belastungen zu rechnen ist, als es ohnehin sind.

    Wir sind weder besonders reich, noch wird uns was geschenkt, wir arbeiten wirklich 7 Tage die Woche, unser Tag beginnt in der Regel um 5 Uhr und endet selten vor 22 Uhr, Urlaub kennen wir seit Jahren nicht und trotzdem sitzen wir nicht auf unserem Geld oder haben es zur Vermehrung auf irgendwelchen Konten geparkt, dafür haben wir am Ende des Monats nämlich auch nichts übrig.

    Wir leben im Außenbezirk eines Dorfes, also sehr ländlich und ohne Auto könnten wir weder unser Geld verdienen, noch Einkäufe erledigen, noch könnte ich die bei uns lebenden Eltern zu ihren Arztbesuchen fahren, den auch ich muss einige Kilometer fahren, um einen solchen zu erreichen.
    Tja und die Sache mit den Ärzten auf dem Land, hier wären die Kassenärztliche Vereinigung und die Ärztekamer mehr gefragt, wenn sie Zulassungen für die Standorte für neu zuzulassende Ärzte vergibt. Es müsste den Ärzten attraktiver gemacht werden als Landarzt zu praktizieren, vielleicht, dass sie einfach ein paar Prozentpunkte mehr für ihre Leistungen bekommen und auch das Wegegeld für diese Ärzte etwas großzügiger berechnet wird, als für einen Arzt in der bequemen Stadt und auch die Budgetierung in Bezug auf Medikamentenvergabe und Rezeptausstellung sollte bei Landärzten wesentlich großzügiger geregelt sein. Ja, hier herrscht ein großer Bedarf an Überarbeitung.

    Ich weiß nicht, wann, ob und wenn, wie wir einmal unsere Rente beziehen werden, diese ist von Jahr zu Jahr unsicherer und das Renteneintrittsalter wird in jeder Diskussion weiter nach oben geschraubt und die Rentenhöhe nach unten. Ich hoffe, dass wir so lange wie möglich die Kraft haben werden, um nicht in dieses Netz zu geraten und uns selber zu erhalten. Es ist traurig, dass man, obwohl man sein ganzes Leben lang gearbeitet und in die Sozialkassen eingezahlt hat, solche Ängste haben muss und es ist schlimm, wie man mit den Akademikern und Intellektuellen unseres Landes umspringt, also den denkenden und kritischen Köpfen unseres Landes, sollten sie einmal unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten. Sicher soll man alles tun um seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, aber es kann auch nicht sein, dass Wissen und Kompetenz einfach unter den Tisch gewischt wird, dem Land entzogen wird, nur um Arbeitslosenstatistiken zu schönen und solche Menschen in Jobs zu zwingen, die oft ohne Probleme auch von Ungelernten Leuten ausgeübt werden können.

    So, nun sind wir wieder sehr weit abgeschweift vom Thema Pferdesteuer und ich weiß auch nicht, ob diese Zeilen so hier stehen bleiben können, da sie eine politische Kritik sind und in so einem Forum sicher auch fehl am Platz sind, aber ich denke, dass es mal gut ist, nicht nur schwarz und weiß zu sehen und mal hinter die Fassade zu blicken, wieso jemand wie ich eine andere Meinung in einer Sache vertritt wie Du oder kannst Du mir in manchen Punkten nun vielleicht nicht doch zustimmen?

    Ich wünsche Dir einen schönen und hoffentlich sorgenfreien Tag im Kreis Deiner Lieben und das alles ohne ohne Winterfrust mit Eis und Schnee,
    Marietta
     
  17. #57 IvanTheTerrible, 21.03.2013
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Volksentscheid:
    Wenn Kleinkleckersdorf eine Reitpferdsteuer einführen möchte, muß dann dazu ein Volksentscheid durchgeführt werden? Das gibt es nicht mal in der Schweiz!! Beispiele habt ihr!! Also muß eine Bürgerbefragung in Kleinkleckersdorf durchgeführt werden, weil es Großkleckersdorf vielleicht garnicht betrifft, da dies eine andere Gemeinde ist.
    Ivan
     
  18. #58 Wachteloma, 21.03.2013
    Wachteloma

    Wachteloma Mitglied

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    Ja, Marietta,

    da kann ich dir zustimmen und auch meinen Respekt zollen. Ich hatte ja auch geschrieben, daß jeder gemäß seiner Wohngegend usw. unterschiedliche Erfahrungen/Beobachtungen macht.
    Und es ging mir eigentlich um Allgemeinplätze und Fairneß der Argumentation. Kein einziges Argument, was nach meinem Empfinden wirklich die Herausnahme der Pferdesteuer rechtfertigt.
    Nachvollziehbar ist dagegen das Aufbegehren gegen die vermutliche Verwendung hinsichtlich der Ursachen leerer Kassen. (Aber auch die spüren alle Normalbürger. Nur da ist eben kaum noch was zu holen.) Und ausgerechnet die Verantwortlichen und Entscheidungsträger, die höheren Verwaltungsangestellten und Waffenträger, die an der Rechtssprechung so oder so beteiligten sind ja oft auch die Pferdebesitzer. Jedenfalls hier. Berlin ist Regierungssitz.
    Und da verärgert diese Argumentation natürlich besonders.
    Ja, ich bin glücklich, daß ich das Land in Familienbesitz für meine Tierhaltung nutzen darf. (Und ich kann meine Tiere noch ganz gut versorgen. Andere müssen für ihren Hund wirklich darben.) Auch da ist aber ungewiß, wie lange noch, den Abwasser-/Wasser-Zwangsanschluß, energetische Anforderungen sind kostenintensiv und werden mit denselben Argumenten durchgesetzt ... und Straßenneubau bei vorhandenen Straßen statt Instandhaltungspflicht der Gemeinde bringt Geld für potentielle Pferdebesitzer wie z.B. Architekten.

    Ja, der Volksentscheid in der Schweiz ist beneidenswert. In anderen Ländern durfte ja auch über die Euroeinführung abgestimmt werden. Das auch einer in Deutschland läuft, habe ich offenbar verpaßt und werde mich mal schlau machen.

    Nun ist eigentlich alles gesagt von meiner Seite. Möge der Frieden hier wieder einkehren, Auch ich wünsche Dir und allen anderen schönen Tag noch.

    Grüßlies
    Gabi
     
  19. #59 Wachteloma, 21.03.2013
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    Volksentscheid:
    Ach da habe ich nichts verpaßt und jetzt vergeblich gegoogelt. Dachte an bedeutsame wie in der Schweiz.

    Grüßlies
    Gabi
     
  20. #60 Gwennie, 21.03.2013
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    Nein Gabi :-) da hast Du nichts versäumt, ich wollte damit nur andeuten, dass sowas wie ein Volksentscheid auch in Deutschland möglich wäre.

    IvanTheTerribe - das Ansprechen der Möglichkeit eines Volksentscheides war in keinster Weise in Bezug auf eine mögliche Pferdesteuer zu sehen, sondern in Bezug auf die allgemeine Lage und soziale Ungerechtigkeit und die effektivere Einflußnahme der Bürger auf das Geschehen in ihrem Land.

    Gabi, ich denke schon, dass es hier sehr schnell wieder ruhiger wird, wirklich Unfrieden gab es doch auch nicht, nur unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen und auch von meiner Seite ist eigentlich alles gesagt.

    Einen schönen guten Abend noch und
     
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