Quarantäne, TA-Untersuchungen und Artenschutz

Diskutiere Quarantäne, TA-Untersuchungen und Artenschutz im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Wie einige von Euch vielleicht wissen, versuche ich derzeit ein komplett gesundheitlich getestetes Aga-Männchen in einen gesunden Bestand zu...

  1. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Wie einige von Euch vielleicht wissen, versuche ich derzeit ein komplett gesundheitlich getestetes Aga-Männchen in einen gesunden Bestand zu vernmitteln. Leider bislang vergeblich.

    Alternativ versuche ich ein gesundes getestetes Weibchen zu bekommen.

    Heute bekam ich eine Mail, in der ich sehr freundlich und bemüht von einer Userin, die mir helfen wollte, darauf hingewiesen wurde, dass ich mich mit der Vermittlung so schwer tue, da so gut wie niemand meine Konditionen erfüllen kann.

    Niemand von hunderten, wenn nicht tausenden Leuten hier im Vogelforum, soll einen Aga-Bestand haben, der nachweislich gesund ist und Freiflug bekommt, also artgerecht gehalten wird???

    Ehrlich gesagt finde ich es völlig erschreckend, dass Tiere zu Beständen hinzukommen und gehen ohne dass getestet und Quarantäne eingehalten wird. Deshalb haben wir in D fast epidemieartige Zustände bei Polyoma und PBFD bei Agas. Laut einer Aussage von Agaporniden in Not sollen fast alle Agas in D PBFD infiziert sein.

    Ich finde diese Nachlässigkeit von TA-Untersuchungen und Quarantänen nicht nur bei Agas sondern bei allen Papageien unverantwortlich von Haltern und Züchtern.

    Wir halten Tiere die akut vom Aussterben bedroht sind und tun nicht alles um ihre Gesundheit zu schützen. Für mich völlig unverständlich!

    Als Halter ist es meine Verantwortung und meine Pflicht dafür zu sorgen, dass Krankheiten in den Beständen, die es noch gibt, keine Chance bekommen.

    Wieso wird immer auf die Missstände in der Welt und bei anderen gezeigt, aber die Dinge, die vielleicht unbequem und teuer sind, die aber jeder für sich zum Wohl der Tiere und des Artenschutzes beitragen könnte völlig übersehen?

    Nur am Rande bemerkt: auch kleine "billige" Agas sind Lebewesen die lieben und leiden können. Das sieht man besonders dann wenn sie krank werden, um ihr Leben kämpfen und wenn der Partner anschliessend trauert.



    LG,

    Ann.
     
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  3. Andrea77

    Andrea77 Stammmitglied

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    Hallo Ann,

    du hast absolut Recht, mit dem was du schreibst. Ich denke, dass es meistens die Unwissenheit der Leute ist und war, die dazu geführt hat und auch weiterhin dazu führen wird, dass z. B. keine Ankaufsuntersuchungen gemacht werden oder beim Zusetzen von Neuzugängen keine Quarantäne eingehalten wird (wobei das alleinige einhalten einer Quarantäne ohne zusätzlicher Tierarztuntersuchung -vor allem auf Viren- auch nichts bringt).

    Ich denke, hier muss man noch viel mehr "Aufklärungsarbeit" betreiben, damit eben z.B. Ankaufsuntersuchungen zur "Routine" werden.
    Es ist z.B. auch schade, dass Magazine wie "Papageien" oder meinetwegen auch das WP-Magazin nicht mal auf solche Notwendigkeiten hinweisen. Da lese ich dann was von "Zuchtfähigkeitsuntersuchungen" oder irgendwelche Hochglanzartikel über die "lustigen" Abenteuer von einzel gehaltenen Papageien.

    Ich denke, wenn "aufgeklärte" Papageienhalter, denen was an ihren Tieren liegt und öffentliche Plattformen, wie Zeitschriften, vielleicht auch mal Fernsehen, an einem Strang ziehen würden, dann könnte man schon was erreichen.
    Nicht umsonst verkaufen grössere Papageienhändler wie Mundt oder Kölle Zoo (Loro Parque) ihre Papageien nur, wenn sie eben auf PBFD, Polyoma etc getestet sind. Wären diese Untersuchungen nicht nötig, würden die sie bestimmt nicht machen, denn die sind schweineteuer und erhöhen somit den Kaufpreis..

    Naja, ich bin der Meinung, da muss noch viel mehr Aufklärung her!! Sonst fangen wir in ein paar Jahrzehnten wieder an, uns Wildfänge zu importieren, weil wir mit Einheimischen Beständen nichts mehr anfangen können :( Und ob es dann noch Wildfänge gibt, ist die andere Frage....

    LG

    Andrea
     
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