O
Olinap
Neuling
- Beiträge
- 1
Hallo zusammen,
vor genau einem Monat habe ich vor unserem Wohnhaus in einem Baustellenloch eine junge Rabenkrähe gefunden. Ich habe sie aus dem Loch geholt und sie in die nächstgelegenen Büsche gesetzt. Ich habe danach den ganzen Tag beobachtet, ob die Eltern zu ihr kommen, was leider nicht der Fall war. Die Krähe war stark unterernährt und die Hitzewelle (Basel, zu diesem Zeitpunkt fast 39 Grad Aussentemperatur) machte ihr sichtlich zu schaffen. Ich habe ihr am Abend eine kleine Schale Wasser hingestellt, sowie ein paar Mehlwürmer zum fressen gegeben. Dabei habe ich bemerkt, dass der linke Fuss eine Fehlstellung (wohl Rachitis) aufzeigt. Am nächsten Morgen war die Krähe immer noch am selben Ort, hat sich kaum noch gerührt. Ich habe sie dann in meine Obhut genommen. Wir haben einen grossen Garten, und darin ein grosses Wachtelgehege, welches sich in zwei trennbare Abschnitte unterteilen lässt. Ich habe die Wachteln auf die eine Seite verlegt, und die andere Seite für die Krähe bereit gemacht. Glücklicherweise hat sie sich erholt und war nach einigen Tagen wieder „Fit“.
Ich pflege sie nun seit einem Monat. Jeden Tag füttere ich sie von 06:00 bis 22:00 alle drei Stunden mit Mehlwürmern, Zophobas, Heimchen, manchmal Beeren, und Samen + Nüssen. Es gab auch schon Rührei, mageres Rindfleisch, Babymäuse oder frischen Fisch. Dazu Vogelgrit und Ergänzungsmittel fürs Gefieder. Das Gehege habe ich so umgebaut, dass sie genug Äste und Rückzugsmöglichleiten hat, sowie ein kleines Sandbad und eine Wasserquelle zum putzen und separat zum Trinken. Sie hat in diesen 4 Wochen grosse Fortschritte gemacht, hält sich auf den Ästen fest, fliegt von Ast zu Ast, ist gewachsen und frisst auch alleine, ich gebe ihr kein Futter mehr in den Schnabel. Wenn ich Zeit habe, sitze ich im Garten und lassen sie unter Aufsicht frei herumstöbern (Aufsicht, da viele Katzen). Ihr Fuss wird ihr Handicap bleiben, doch sie schlägt sich ganz gut und hat sich daran gewöhnt.
Das grosse Manko bleibt die fehlende Sozialisierung zu anderen Jungvögeln. Klar habe ich teils ein schlechtes Gewissen, da mein Handeln nicht „natürlich“ war, jedoch konnte ich die kleine nicht einfach so sterben lassen.
Mein Ziel ist es, die Krähe frei in unserem Garten frei zu lassen, sobald ich sehe, dass sie vom Boden aus alleine auf Äste fliegen kann. Im Gehege klappt das durch Klettermöglichleiten gut, im Freien habe ich sie noch nicht abheben sehen. Das macht mir Sorgen, da ich glaube, sie müsse das bereits können (?). Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie alleine Futter findet. Lebende Mehlwürmer verteile ich im Garten und diese findet sie auch. Wie kann ich die Krähe im Lernprozess unterstützen? Gibt es Tipps zur Auswilderung?
Ich bin offen für Kritik, Inputs, Hilfemöglichkeiten, und bedanke mich dafür schon jetzt.
vor genau einem Monat habe ich vor unserem Wohnhaus in einem Baustellenloch eine junge Rabenkrähe gefunden. Ich habe sie aus dem Loch geholt und sie in die nächstgelegenen Büsche gesetzt. Ich habe danach den ganzen Tag beobachtet, ob die Eltern zu ihr kommen, was leider nicht der Fall war. Die Krähe war stark unterernährt und die Hitzewelle (Basel, zu diesem Zeitpunkt fast 39 Grad Aussentemperatur) machte ihr sichtlich zu schaffen. Ich habe ihr am Abend eine kleine Schale Wasser hingestellt, sowie ein paar Mehlwürmer zum fressen gegeben. Dabei habe ich bemerkt, dass der linke Fuss eine Fehlstellung (wohl Rachitis) aufzeigt. Am nächsten Morgen war die Krähe immer noch am selben Ort, hat sich kaum noch gerührt. Ich habe sie dann in meine Obhut genommen. Wir haben einen grossen Garten, und darin ein grosses Wachtelgehege, welches sich in zwei trennbare Abschnitte unterteilen lässt. Ich habe die Wachteln auf die eine Seite verlegt, und die andere Seite für die Krähe bereit gemacht. Glücklicherweise hat sie sich erholt und war nach einigen Tagen wieder „Fit“.
Ich pflege sie nun seit einem Monat. Jeden Tag füttere ich sie von 06:00 bis 22:00 alle drei Stunden mit Mehlwürmern, Zophobas, Heimchen, manchmal Beeren, und Samen + Nüssen. Es gab auch schon Rührei, mageres Rindfleisch, Babymäuse oder frischen Fisch. Dazu Vogelgrit und Ergänzungsmittel fürs Gefieder. Das Gehege habe ich so umgebaut, dass sie genug Äste und Rückzugsmöglichleiten hat, sowie ein kleines Sandbad und eine Wasserquelle zum putzen und separat zum Trinken. Sie hat in diesen 4 Wochen grosse Fortschritte gemacht, hält sich auf den Ästen fest, fliegt von Ast zu Ast, ist gewachsen und frisst auch alleine, ich gebe ihr kein Futter mehr in den Schnabel. Wenn ich Zeit habe, sitze ich im Garten und lassen sie unter Aufsicht frei herumstöbern (Aufsicht, da viele Katzen). Ihr Fuss wird ihr Handicap bleiben, doch sie schlägt sich ganz gut und hat sich daran gewöhnt.
Das grosse Manko bleibt die fehlende Sozialisierung zu anderen Jungvögeln. Klar habe ich teils ein schlechtes Gewissen, da mein Handeln nicht „natürlich“ war, jedoch konnte ich die kleine nicht einfach so sterben lassen.
Mein Ziel ist es, die Krähe frei in unserem Garten frei zu lassen, sobald ich sehe, dass sie vom Boden aus alleine auf Äste fliegen kann. Im Gehege klappt das durch Klettermöglichleiten gut, im Freien habe ich sie noch nicht abheben sehen. Das macht mir Sorgen, da ich glaube, sie müsse das bereits können (?). Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie alleine Futter findet. Lebende Mehlwürmer verteile ich im Garten und diese findet sie auch. Wie kann ich die Krähe im Lernprozess unterstützen? Gibt es Tipps zur Auswilderung?
Ich bin offen für Kritik, Inputs, Hilfemöglichkeiten, und bedanke mich dafür schon jetzt.
Anhänge
Zuletzt bearbeitet:

