Rabenkrähe kann nicht stehen

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Bettina2701

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Ich brauche Hilfe: ich päpple mit sachkundiger Unterstützung durch eine Tierschutzorganisation eine Rabenkrähe auf. Sie ist innerhalb von zwei Tagen bereits deutlich fitter, kann aber nicht stehen. Sie versucht ständig zu fliegen und kippt dabei so um, dass die Schwanzfedern umgeknickt werden. Evtl. kriegt sie in der Position auch nicht optimal Luft. Weiß jemand Rat?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hilft nur der Besuch bei einem vK Tierarzt. Bitte mach zeitnah einen Termin.
Die meisten vogelkundlichen Tierärzte behandeln Wildvögel gegen eine Spende.Ein normaler Tierarzt würde sie nur einschläfern.
 
Vielen Dank. Bei einer Tierärztin war ich bereits. Sie hat die Situation aber etwas falsch eingeschätzt und meinte der Vogel könne schon nach wenigen Tagen wieder ausgesetzt werden. Auf jeden Fall funktionieren aber wohl alle Reflexe. Nur um das Gefieder mach ich mir Sorgen.
 
Hast Du Mineral und Vitaminpräparate, z.B.Korvimin. oder Harry Prime.
Harry Prime hat zusätzlich wichtige Darmbakterien. Solltest Du beides beim TA bekommen.

Was für Futter fütterst Du? Rabenkrähen brauchen tierisches Futter.


Auch sollte das Wasser 1-2 mal die Woche mit einem Calciumpräparat wie Calcilux versetzt werden.

Zeig doch mal ein Bild von dem Kleinen
 
Korvimin habe ich schon bestellt, danke für die Tipps! Das andere hole ich dann auch. Darmbakterien sind bestimmt nochmal gut. Der Kot ist noch ein wenig dünnflüssig.
Ich häng ein Foto davon dran wie es aussieht, wenn er sich hinsetzt (was er wirklich ständig tut).
 

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Bei einer Tierärztin war ich bereits. Sie hat die Situation aber etwas falsch eingeschätzt und meinte der Vogel könne schon nach wenigen Tagen wieder ausgesetzt werden. Auf jeden Fall funktionieren aber wohl alle Reflexe.
Hallo @Bettina2701 :0- und
herzlich willkommen hier in den Vogelforen! :blume:

Hattest du den Vogel bei einer vogelkundigen Tierärztin vorgestellt? Bei einer Tierärztin aus dieser Liste? Was hatte sie denn als Diagnose angegeben?

Du schriebst, dass der Vogel noch alle Reflexe zeigt. Dann kann er, wenn du mit leichtem Druck mit deinem Finger seine Fußunterseite anfasst, seine Zehen um deinen Finger schließen? Der Greifreflex ist noch intakt?

Hat die Ärztin ihn in die Füße gezwickt, um den Rückzugreflex zu testen? Er müsste, wenn die Nerven noch funktionieren, seine Beine beim vorsichtigen Festhalten und Drücken (nicht wehtun) ruckartig zurückziehen. Das klappt also auch noch?

Was wurde sonst noch beim Tierarzt an Untersuchungen durchgeführt?

Ehrlich gesagt, bezweifele ich, dass diese Bewegungsunfähigkeit seiner Beine (bilaterale Parese) ausschließlich an dem Fehlen von Mineralstoffen und Vitaminen sowie nützlichen Darmbakterien liegt. Natürlich kann eine grundfalsche Fütterung des noch jungen Vogels Mangelerscheinungen und Skelettdeformationen auslösen aber dann müsste man dies anhand einer Röntgenaufnahme sehen können. Hattest du eine Aufnahme machen lassen?

Du schriebst, dass du mit "sachkundiger Unterstützung durch eine Tierschutzorganisation" eine Rabenkrähe päppelst. Was genau wurde denn von dir gefüttert? Und wie lange ist das Tier schon bei dir?

Das "Nicht-auf-den-Beinen-stehen-können" kann eben so gut auf eine Wirbelsäulenverletzung, Beinverletzungen, Schwäche aufgrund einer anderen Erkrankung, Vergiftung, Infektion mit Krankheitserregern, Anpralltrauma, Schädigung des zentralen Nervensystems aber auch auf angeborene Knochendeformationen usw., usf. hindeuten. Was davon hatte denn deine Tierärztin ausgeschlossen?

Um das Gefieder würde ich mir erst einmal keine Sorgen machen. Wenn der Vogel seinen Bewegungsapparat wieder normal nutzen kann, wird sich höchstwahrscheinlich auch das Gefieder wieder normalisieren.

Lieben Gruß
Luzi
 
Zuletzt bearbeitet:
Um das Gefieder würde ich mir erst einmal keine Sorgen machen. Wenn der Vogel seinen Bewegungsapparat wieder normal nutzen kann, wird sich höchstwahrscheinlich auch das Gefieder wieder normalisieren.
Moin moin,

beim Gefieder wäre die Frage, ob es sich um einen generalisierten Großgefiederschaden durch Mangelversorgung über längere Zeit handelt. Der normalisiert sich nämlich im besten Fall erst mit der nächsten Großgefieder Mauser in einem Jahr, was eine lange Pflegezeit bedeutet. Das gilt natürlich auch für mechanisch beschädigte Federn.
Zu den neurologischen Ausfällen wurde schon viel gesagt. Ein Trauma durch eine Verletzung ist sehr wahrscheinlich. Eine Heilungsprognose ist schwierig und reicht von vollständiger Genesung in einigen Wochen bis zu bleibender, mehr oder weniger großen Behinderung, was eine Wildbahnfähigkeit ausschließt.
Eine Rabenkrähe muss auch richtig sozialisiert werden, mit Artgenossen in einer spezialisierten Pflege- und Auswilderungsstation.
Eine zahme Krähe ist später kaum noch auswilderbar und hat draußen schlechte Karten. Das ist vermutlich jetzt schon ein großes Problem.
Wenn Du nicht dauerhaft, ggf. 40 Jahre lang eine zahme Krähe versorgen willst, gibst Du sie besser in kompetente Pflege und Krähengesellschaft. Vielleicht mal bei wildvogelhilfe.org nach einer Pflegestelle schauen.

Liebe Grüße
Thomas :0-
 
Meine Sorge sind mechanische Schäden. Eine Federspitze ist bereits abgebrochen, weil der Vogel permanent versucht zu fliegen, dazu aber nicht in der Lage ist....Zudem weiß ich nicht inwiefern es problematisch ist, dass er ständig in einem Sitz oder auf dem Rücken landet.
 
Ihr Lieben, ich weiß ihr meint es gut, aber ich bitte um eine Fokussierung auf meine Frage. Für den Vogel wird gut und so weit es geht artgerecht gesorgt. Er kann aufgrund seiner Verletzung momentan allerdings noch nicht mit Artgenossen zusammengesetzt werden. Für eine Auswilderung ist aber für den Fall seiner Genesung bereits gesorgt, ebenso gibt es eine Lösung für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass die Nervenschädigung (die hier durch eine Kollision mit einem Auto vorliegt) nicht regeneriert. Ich versuche die Heilung durch Bewegungstherapie zu fördern. Es ist mit Sicherheit alles nicht optimal, aber besser geht es gerade nunmal nicht, es sei denn ihr hättet noch Tipps für eine Bewegungstherapie oder anderweitig um das Tier wieder auf die Beine zu bringen (Bewegung im Wasser war angemacht, gestaltet sich aber extrem schwierig) oder dafür wie ich sein Gefieder besser schützen kann außer dass er eigentlich ausreichend Platz hat um die Flügel auszubreiten und etwas zu bewegen. Wie gesagt, mir macht noch das Sitzen und das auf dem Rücken liegen Sorgen, da ich nicht weiß, ob das zusätzlich schädigend ist. Für tauben soll es wohl sowas wie Hängematten geben, da weiß ich aber nicht so ganz wie das funktionieren soll.... Ich wäre also nach wie vor für entsprechende Ratschläge dankbar.
 
Stimmt, ich dachte ich hätte es geschrieben. Ich hatte nur erwähnt, dass er verletzt ist. Die Tierärztin geht vor allem aufgrund meiner Beschreibung der Vorfindesituation von einem Trauma aus, mein Sohn hat ihn nämlich unmittelbar nach dem Unfall am Rand des Bürgersteigs, fast auf der Straße liegend und davon Richtung Hecke robbend gefunden. Sie ist aufgrund des sonst so guten Zustands des Tieres allerdings davon ausgegangen, dass er sich praktisch nur kurz erholen muss. Die Nervenschädigung wurde erst später deutlich. Die Hoffnung ist aber groß, dass er wieder wird, da er ja eben noch alle Reflexe besitzt. Und er futtert wie ein Scheunendrescher...
 
Ich kann jetzt nur aus Erfahrung mit gelähmten Hunden und Katzen sprechen, aber vielleicht hilft der Krähe auch eine Ruhigstellung. So blöd es ist. Das Gewebe/die Nerven können ja geschwollen sein und werden vermutlich nicht durch das ständige Bewegen geschont. Hat der TA etwas über Boxenruhe gesagt? Bei Hund und Katz würde man u.a. das Tier regelmäßig mehrmals am Tag aufstellen um die Muskulatur zu trainieren. Irgendwann damit beginnen ein Bein dabei hoch zu nehmen für ein paar Sekunden. Bin aber überfragt, ob es in die Richtung Physiotherapie bei Vögeln schon viel Erfahrung gibt.
 
Hochdosiertes Vit. B, Sowie ADEC und BT-AMin forte ins Trinkwasser.
Wegen der hochdosierten Vitamine ( vor allem fettlösliche können gefährlich werden) frag bitte dein TÄ oder ruf in einer vk Tierarztpraxis an. Dr. Britsch bietet zb solche telefonischen Beratungen an.
Statt BT_Amin gibt es auch noch ähnliche Präparate wie Panta 20 oder Aminovit.

Ich habe Vit B Tropfenweise verabreicht. So eine Nasentropfenpipette reicht dafür.
 
Meinst du Vitamin B für die Nerven? Stimmt, das ist ein guter Rat…
 
Ohje, Bettina. Da hast Du einen Sonderpflegling. Seine Haltung sieht sehr seltsam aus, habe ich so noch nie gesehen bei einem Wildvogel. Hoffentlich hat er keine bleibenden Schäden.

Da er dadurch ja nur eingeschränkt beweglich ist und Du nach Tipps gefragt hast, ist mir etwas eingefallen. Ich hatte mal vor vielen, vielen Jahren Ratten als Pflegegäste. Die kamen mit einer ganz tollen Hängematte für Ratten hier an. Vielleicht wäre sowas in nach oben offener Version für Dich und Deine Krähe eine Hilfe. Darin sitzt sie weich. Schau mal im Netz :0-
 
Ja, darüber hatten wir hier auch schon gesprochen. Ich weiß aber nicht welche Art von Hängematte tatsächlich funktionieren würde. Da wäre ich für weitere Ideen sehr dankbar. Ich befürchte auch, dass die Krähe nicht auf einer Hängematte bleibt, weil sie sich sehr viel bewegt. Und ich hoffe auch, dass sie keine bleibenden Schäden hat. Ausschließen kann ich das nicht, aber noch bin ich optimistisch. Der Unfall ist ja erst ein ist Tage her….
 
Ah, das ist erst vor Kurzem passiert? Dann besteht ja Hoffnung :trost:
Die Elster, die ich mal großzog, hatte andere Symptome, aber eindeutig neurologisch, verursacht durch den Sturz aus einem sehr hohen Baum. Das hat sich nach ca. 10 Tagen gebessert und verschwand dann ganz. Optimismus ist immer gut.
Nein, wenn sie sich sehr viel bewegt, dann ist das eher nix mit der Hängematte, selbst wenn sie in Bodennähe angebracht ist. Da ist eine Sofaecke mit Kissen und Decken oder der menschliche Arm besser. Solange sie so behindert ist, wird sie vermutlich die menschliche Nähe suchen.
 
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