Rabenkrähe kann nicht stehen

Diskutiere Rabenkrähe kann nicht stehen im Forum Allgemeines Vogelforum im Bereich Allgemeine Foren - Ich brauche Hilfe: ich päpple mit sachkundiger Unterstützung durch eine Tierschutzorganisation eine Rabenkrähe auf. Sie ist innerhalb von zwei...
Ich hab vor Jahren mal eine Krähe hier gefunden , aus dem Nest gefallen , die Hüfte war wohl gebrochen, ich habe hier um die Ecke eine Fachfrau gefunden , die nur Wildvögel aufnimmt und pflegt und ggf. auswildert. Ich hatte wenig Hoffnung , aber sie hat das hinbekommen.Ich würde mir sowas nicht zu trauen, zumal zahme Krähen oder ähnliches nicht einfach sind , wenn sie geschlechtsreif werden.
 
Ich würde sie auch erstmal aufhängen. Ein weiches Tuch nehmen, Löcher für die Beine reinmachen, so um den Vogel wickeln und locker festbinden, dass er die Flügel nicht bewegen kann und so aufhängen, dass er die Füsse gerade so flach aufsetzen kann. Ein hochdosierter Vitamin B Komplex ist auch keine schlechte Idee. Gib das doppelte der empfohlenen Dosis. Keine Sorge, das ist nicht toxisch
 
Das lässt mich hoffen, aber leider bestätigt sich meine Sorge um ihr Gefieder. Da sie extrem versucht zu fliegen, kommt sie immer wieder ins Sitzen oder auf den Rücken und verdreht sich die Federn dabei, so dass mittlerweile ein paar Spitzen abgebrochen sind bzw. kurz davor sind. Und der Bürzel sieht mir zu schlapp aus. Auf dem sitzt sie ja ständig und knickt ihn dabei komplett um!
Was du zur Hängematte sagst, bestätigt mein Gefühl dazu. Menschenbezogen ist sie nicht gerade, aber sie hat wenigstens keine Angst vor mir.
 
Ach so, der Vorschlag zur Hängematte ist vielleicht doch gut, aber ist es tatsächlich sinnvoll das Fliegen zu unterbinden? Andererseits wäre das Gefieder dann sicherer..Ich weiß aber noch nicht so recht wie ich die Hängematte so bauen könnte, dass das Fliegen unterbunden wäre…
 
Na ja, Flügel einwickeln, Löcher für Beine und Schwanz. Keine Sorge, wenn das ein zwei Wochen so bleibt, schadet das ihrer Flugfähigkeit weniger, als viele abgeknickte Federn
 

Lagerung einer Krähe

Ich versorge eine Krähe, die noch nicht stehen kann. Die Flügel musste ich fixieren (den Rat dazu gab es unter anderem hier). Für die Beine bekommt sie bereits Bewegungstherapie und morgen wird nochmal osteopathisch/physiotherapeutisch draufgeguckt. Ich lagere sie auf einem Oberbett mit Handtuch drauf und versuche sie an den Seiten zu stabilisieren. Sie robbt sich aber immer wieder in eine auf der Seite liegende Position. Hat jemand einen Tipp?
 
hallo Bettina
habe deinen heutigen Beitrag an dein früheres Thema angehängt.
(Zu Vogelgrippe/Geflügelpest passt es nicht)
 
Hallo @Bettina2701
die Top Antwort zur Lagerung der Rabenkrähe hast Du aus meiner Sicht in #22 und #25 von @Ingo erhalten.

Ähnlich wie Kinder auf Veranstaltungen beim Trampolinspringen gesichert sind, den Vogel in eine gesicherte, aufrechte Position zu bringen. Wenn Du den Tuchstreifen bei durchgesteckten Beinen oberhalb des Vogelrückens beispielsweise mit Sicherheitsnadeln verschließt, sollte ein Herauswinden bei dem vorliegenden Handicap kaum gelingen.

Eine Seitenlage dürfte die Rabenkrähe allein von der Atmung her in Probleme bringen, ebenso eine dauerhafte, enge Bandage der Flügel an den Körper (wenn man den Vogel einfach einwickelt)...
 
Ich nochmal: leider wurde heute festgestellt, dass die Krähe von der ersten Tierärztin noch falscher eingeschätzt wurde als gedacht. Sie hat das rechte Knie gebrochen, was leicht zu richten gewesen wäre, nun ist es aber falsch zusammengewachsen und die Beine sind verschieden lang. Morgen rufe ich in der Taubenklinik an um zu fragen, ob das noch operabel ist. Wenn nicht, sollte man drüber nachdenken sie zu erlösen. Damit habe ich aber arge Probleme, weil sie ein intelligentes Wesen ist, das definitiv leben will. Und sie hat tatsächlich einen netten Charakter (meinte auch die heutige Tierärztin). Wie seht ihr das?
 
Keine Ahnung , aber wenn die sagen sie können das hinbekommen , würde ich es machen lassen , raus kann sie ja eh nicht mehr, so oder so würde sie dann doch in eine Voliere kommen ? Wo sie mit anderen Krähen leben kann ?
 
Das ist noch nicht gesagt, dass die das operieren (es kommt, ehrlich gesagt, auch darauf an, was das kosten würde). Möglicherweise wäre sie danach auswilderungsfähig, vielleicht auch nicht, Hauptsache sie kann wieder stehen. Ist das inoperabel, dann hat sie zwei verschieden lange Beine. Aber vielleicht lernt sie ja trotzdem irgendwann zu stehen. Es soll sogar einbeinige Rabenkrähen in Freiheit geben. Ich überlege sie mit einem Vogelrollstuhl vorerst zu unterstützen, da sie sonst den ganzen Tag nur liegt (ich mache aber regelmäßige Übungen mit ihr). Schön wäre, wenn sie trotz der Umstände dann in einer Voliere vergesellschaftet werden könnte.
Ich versuche mal Leute zu finden, die mit sowas Erfahrung haben.
Und ich verfluche die erste Tierärztin.
 
Wenn sie recht zahm wäre könnte man das Bein künstlich von außen regelmäßig verlängern. Irgendwas würde so Krähenfachleuten sicher einfallen. Was mich mehr ärgert, ist das sie Schmerzen hatte und keine Medis bekommen hat ? Oder gabs da was ? Also wäre das einer meiner Vögel, würde ich alles tun aber nie einschläfern. Und die Möglichkeit von Volieren wo Krähen leben , die man nicht auswildern kann gibt es ja , nur wo in Deiner Nähe weiß ich nicht. Was so eine eventuelle OP kostet , kann ich nicht einschätzen. Ich habe eine Freundin , deren Graupapagei hatte nen Fixateur ,da war irgendwas mit dem Bein ,aber das ist ewig her , war auch noch ganz Jung. Also gehen tut sicher Einiges. Wenn Du das nicht zahlen kannst, gibt es immer Möglichkeiten über Spenden, das zu finanzieren.
 
Danke dir für deine Antwort! Du sprichst mir absolut aus dem Herzen! Ich glaube tatsächlich, dass ich die Möglichkeit so einer Volierenhaltung in der Nähe habe, muss das aber nochmal eruieren. Bislang war ja die Auswilderung das Ziel. Töten lassen kommt für mich eigentlich auch nicht in Frage. Sie ist doch intelligent und möchte leben. Leider hatte sie keine Schmerzmittel und dafür verfluche ich die Tierärztin. Ich denke ich werde da auch nochmal anrufen in der Hoffnung, dass sie aus ihren Fehlern lernt. Die Krähe ist jetzt die Leidtragende, denn wäre ich an einen guten Arzt gekommen, wäre sie jetzt wahrscheinlich schon wieder flugfähig und frei! Darf man gar nicht drüber nachdenken….
 
Ja diverse Ärzte schläfern dann schnell ein, Du darfst sie ja glaub ich auch nicht Privat halten, deshalb würde ich auch eine Wildvogel Stelle raus suchen, die schläfern nix ein, Wenn es nicht wirklich not tut.Und wenn Du so eine Stelle findest, braucht es vielleicht auch keine OP, eigentlich müsste das auch so gehen,oder kann sie gar nicht stehen.
 
Doch, man darf die auch privat halten, man muss es nur der unteren Naturschutzbehörde melden. Leider ist es doch nicht das Knie, sondern ein Wirbelsäulenschaden. Es sieht also nicht gut aus, aber ich gebe noch nicht auf. Sollte sie wieder gehen können, hätte ich eine Dauerpflegestelle für sie mit Artgenossen. Ich hoffe das wird noch was.
 
Sie hat das rechte Knie gebrochen, was leicht zu richten gewesen wäre, nun ist es aber falsch zusammengewachsen und die Beine sind verschieden lang. Morgen rufe ich in der Taubenklinik an um zu fragen, ob das noch operabel ist. Wenn nicht, sollte man drüber nachdenken sie zu erlösen.
Ehrlich: Wenn es nicht operabel ist, würde ich sie auch einschläfern lassen.
Die neue Info deutet darauf hin, dass sie nicht steht, weil es ihr Schmerzen bereitet. Im Zweifel kommen irgendwann Schmerzen dazu, wenn sich dauerhafte Fehlstellungen entwickeln, Scheuerstellen durch unnatürliche Belastung beim Liegen auf der Seite...
In der Natur würde ihr dieses lebenslange Leid erspart durch einen Marder oder Fuchs. In unseren Händen als Pfleger müssen wir solche Entscheidungen treffen.

Wäre natürlich wünschenswert, wenn es operabel ist und sie dann in eine Voliere kann. Sehe ich bei Kniebruch aber ehrlich gesagt leider nicht.
 
Thema: Rabenkrähe kann nicht stehen
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