Räude beim Aga-was tun?

Diskutiere Räude beim Aga-was tun? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, mein Aga der fast 1 Jahr in einem Stall mit vielen Vögeln untergebracht war, hat laut Züchter Räude. ER hat um den Hals viele Federn...

  1. Traudl

    Traudl Stammmitglied

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    Hallo, mein Aga der fast 1 Jahr in einem Stall mit vielen Vögeln untergebracht war, hat laut Züchter Räude.
    ER hat um den Hals viele Federn verloren und sieht dort aus wie ein gerupftes Huhn. Ich habe vom Züchter ein ökologisches Spray bekommen, zur Vernichtung von Ungeziefer. Es steht drauf, die Anwendung ist für Mensch und Tier gefahrlos.
    Es besteht aus Wasser, Fett, Molkeneiweiß Zuckermonohydrat und Asche. ungiftig.
    Kennt sich jemand mit dem Symptom "Räude" aus? Kann der Tierarzt da auch etwas geben, damit die Krankheit 100% weg geht oder reicht das Besprühen?
    Der Züchter machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck, ich kenne ihn auch persönlich schon lange. Der müsste doch auch wissen, was er so einem Vogel gibt?
     
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  3. Basstom

    Basstom Klasse-5-Dunst

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    Keine Ahnung, was Dir dieser Züchter da gegeben hat, aber ich würde doch eher bei einem vogelkundigen TA Vorstellig werden.
    Einer meiner Pieper hatte mal Schnabelräude, verursacht durch Grabmilben. Was da gut und schnell half, war Ivomec. Der Vogel wird nur 3mal im Abstand von je einer Woche mit einem kleinen Tropfen in den Nacken behandelt, das war es dann. Wenig Stress für den Pieper, da keine tägliche Behandlung erfolgen muss.
     
  4. #3 Andrea 62, 10. Juni 2005
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Ich denke mal das ist Exner Petguard. Ich habe damit keine Erfahrungen, hatte es schon mal bei Federlingen ins Auge gefasst, damit zu behandeln. Ich hatte dann aber Bedenken, dass das Gefieder davon verklebt und dadurch die Thermoregulation beeinträchtig wird. Habe dann lieber ein Spray vom vk TA genommen. Es kommt auch auf die Art der Parasiten an, wenn es wirklich Räudemilben sind, die sitzen ja eigentlich in der Haut, da wirst Du damit wenig ausrichten. Wenn es Federmilben/Federlinge sind evtl. eher. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen damit.
     
  5. Traudl

    Traudl Stammmitglied

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    Ja, es sind Federmilben

    Hallo, ich habe gerade noch einmal den Züchter angerufen. Er sagte, es sei eine Art Räude, aber Federmilben sei schon richtig.
    Das Spray ist gegen jegliche Art von Ungeziefer und soll die Krankheit bekämpfen.
    Ein Vogelzüchter müsste doch auch wissen, was er seinen kranken Vögeln gibt?
    Mich würde noch interessieren woher Federmilben kommen?
    Lag es an der Unterbringung in dem großen Stall mit diversen Vögeln? Wie entstehen diese Milben?
     
  6. #5 Andrea 62, 10. Juni 2005
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    ... ist durchaus möglich, dass sich Dein Vogel bei den anderen angesteckt hat. Körperkontakt, gleiche Sitzgelegenheiten, Kontakt mit ausgefallenen Federn anderer Vögel ect., da wandern die Milben von einem zum anderen.
    Wie sie entstehen? Irgendein Vogel (z.B. Neukauf) schleppt sie in den Bestand ein.
     
  7. #6 Andrea 62, 10. Juni 2005
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  9. #7 Alfred Klein, 10. Juni 2005
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Traudl
    Ich denke daß der Züchter irgendwie da was nicht so ganz hinbekommt.
    Entweder es sind Federmilben oder es sind Grab- bzw. Räudemilben. Alles zusammen kann nicht sein, das sind unterschiedliche Milbenarten.
    Bei Räudemilben hilft das Exner überhaupt nicht. Hier muß dann mit Ivomec oder vergleichbarem gearbeitet werden. Das wirkt umgekehrt wie Exner bei fast allen Milbenarten, nicht nur gegen Federmilben.
    Wegen Züchterwissen: Was ich da schon alles gehört, gelesen und gesehen habe ist teilweise unbeschreiblich. Von Kompetenz ist da in den allermeisten Fällen keine Rede. Und wenn mal ein Vogel stirbt, was solls. Als Züchter hat man ja noch etliche. 8(
    Milben sind eigentlich immer da wo auch viele Vögel sind. In den meisten Fällen wird das Immunsystem eines Vogels mit den Milben fertig. Nur manchmal nehmen die Milben überhand und dann muß man behandeln.

    P.S. Hatte letztens einen Welli von einem Züchter bekommen. Was hatte der? Natürlich Milben. Ist aber kein Wunder bei den hygienischen Zuständen bei besagtem Züchter.
     
  10. #8 Thomas B., 10. Juni 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Juni 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Traudl,
    Alfred hat zu 100% Recht. Ich kann mich dem nur anschließen, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Sowohl bezüglich der Milbenarten und ihrer Bekämpfung als auch hinichtlich hobbymedizinischen "Züchterwissens". Es gibt natürlich auch rühmliche Ausnahmen, aber es gibt viele, die haben keine Ahnung und hantieren trotzdem wie die Weltmeister mit verschreibungspflichtigen Medikamenten herum, bis sie ihre Vögel zu Tode "therapiert" haben, nur, um das Geld für den Tierarzt zu sparen.
    Deiner redet offensichtlichen Unsinn:
    Ein als Arzneimittel für Vögel zugelassenes "Spray gegen jegliche Art Ungeziefer" gibt es nicht, das ist definitiv dummes Zeug.
    Er wird ja nicht DDT oder Lindan meinen, oder?;-))) Schon lange verboten.....
    Damit bringst Du wirklich "jegliches Ungeziefer" einschließlich Wirt um. Wenn man seine Vögel auch als Ungeziefer ansieht, kann man das nehmen.
    Aber Spaß beiseite:
    Überdies sind viele im Zoohandel erhältliche Sprays schädlich für die Atemwege der Vögel und überdies ineffektiv.
    Bei Räudemilben ist das Mittel der Wahl Ivomec oder Dectomax.
    Übrigens zur Frage, wie die Milben entstehen: Nicht durch Urzeugung, nicht durch Parthenogenese, nicht durch Ableger oder Rhizome, nicht durch Zellteilung, sondern ganz normal durch geschlechtliche Vermehrung aus befruchteten Eiern, wie alle Arthropoden.
    LG
    Thomas
     
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