Rebhuhn-Projekt

Diskutiere Rebhuhn-Projekt im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Lieber Andreas das findet nur dort statt, wo die Pächter es zulassen. Die sind bessere Wächter als alle Staatsgewalt. Wenigstens behauptet dort...

  1. #181 Vogelklappe, 20. Januar 2009
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Lieber Andreas das findet nur dort statt, wo die Pächter es zulassen. Die sind bessere Wächter als alle Staatsgewalt. Wenigstens behauptet dort niemand, das habe etwas mit Artenschutz zu tun.
     
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  3. Peregrinus

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    Das kann ich verstehen. Schließlich führt die „Milchmädchenrechnung“ Deine Forderung nach einer Habichtsbejagung ad absurdum.

    Irgendwo meine ich noch gelesen zu haben, dass der Fuchs die größere Rolle spielt als der Habicht.

    Somit:
    95 Hühner. Davon gehen 50 % drauf, also rund 42 Stück. Davon gehen einige Verkehrsverluste ab. Bleiben noch 35. Davon nimmt der Fuchs die meisten weg, bleiben für Habicht, Bussard und Sperber noch bestenfalls 15. Dem Habicht als Hauptprädator rechnen wir großzügigerweise mal 10 zu. Und mit zehn Hühnern kann man einen einzigen Habicht durchaus 2 Monate am Leben halten. Wieviele dieser 10 Hühner echte Verluste sind (also weder krank noch alt noch verhaltensgestört), wissen wir nicht.

    Irgendwie passen die Zahlen nicht mit der angeblichen großen Schädlichkeit der vielen Habichte, Bussarde und Sperber zusammen.

    Witterung als wichtigster Faktor. Dazu kommt die angesprochene Inzuchtproblematik. Und dann eben seit mindestens 2003 die Prädatorenbejagung zur „Initialzündung“.

    VG
    Pere ;)
     
  4. colchicus

    colchicus Foren-Guru

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    Eigentlich wollte ich Dir ja nicht mehr antworten, nicht dass mir nichts mehr einfällt. Warum soll ich hier meine Zeit vergeuden, Dich zu überzeugen, wenn ich weiß wie es geht, mir reicht das. Ich dräng niemand meine Meinung auf, aber es hilft vielleicht dem einen oder anderen dem das Rebhuhn am Herzen liegt und der nicht mit Scheuklappen aus Habichtfedern gesegnet ist.

    Eines noch:
    Der Fuchs spielt bei den Gelegeverlusten die Hauptrolle, sicher auch Marder, ebenso der Dachs und Rabenvögel. Also ohne Gelege keine Küken, keine Junghühner im Herbst. Soweit alles klar?:+klugsche
    Die Winterverluste gehen fast ausschließlich auf Habicht, Bussard und Sperberweib. Verkehrsverluste gefunden zwischen 0-3 pro Jahr. Der Fuchs hat im Winter so gut wie keine Chance. Die Hühner streichen zum Nächtigen aufs freie Feld, Anmarschgeläuf zum Schlafplatz wird vermieden. Sie graben sich in den Schnee ein falls vorhanden oder in einer Ackerfurche, bevorzugt auf freien Flächen die für den Fuchs wenig interessant sind. Also nicht die mauslochübersäte Wiese. Bei Annäherung des Fuchses geht der Blitzstart los, die rundumsichernde zusammengedrängte Kette ist die perfekte Feindvermeidung. Also der Kontakt der Winterhühner mit den Haarraubwild hält sich in sehr engen Grenzen.
    Ich schreib das nur, weil es vielleicht andere interessiert, Dir steht sicher wieder eine Ideologie im Wege, die Dinge einfach so zu sehen wie sie sind.
     
  5. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Vielleicht regen meine Ausführungen wiederum den ein oder anderen zum Nachdenken an. Denn nicht alles, was man seit langem macht, muß automatisch richtig sein. Nur, weil Weg A funktioniert, muß Weg B nicht schlechter sein.

    Nicht jeder, der Dinge hinterfragt, ist automatisch ein blinder Theoretiker. Und 1 + 1 werden auch durch noch so viel Praxis keine 3.

    VG
    Pere ;)
     
  6. Yogi

    Yogi Stammmitglied

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    Peregrinus

    und wie ist Weg B?
    Bis jetzt hat nur 1 User aus der Praxis erzählt,und die Folgen für das Niederwild waren ernüchternd.
    Also ist Weg B bis jetzt zu 100 % in die Hose gegangen !!

    Yogi
     
  7. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Oh, dann würd ich Dir mal empfehlen, ALLE Beiträge zu lesen. Es wurden zum Beispiel von Vogelklappe einige genannt, in denen Weg B in den USA funktioniert hat.

    Dagegen wurde bei uns Weg B noch nie konsequent beschritten. Daniels einziges Beispiel aus Deutschland besagt nämlich nur, dass das Niederwild weniger wurde. Schaut man sich die natürlichen Schwankungen von Rebhuhn, Hase & Co. an, dann kommen erhebliche Zweifel am Kausalzusammenhang mit der Prädatorenbejagung auf.

    Auch Colchicus hat gesagt, dass eine ungünstige Witterung den Bestand massiv beeinflussen kann. Fallen also günstige Gegebenheiten und damit ein Anwachsen der Population mit der Prädatorenbejagung zusammen, wird deren Erfolg gefeiert. Stellt sich aufgrund des schlechten Wetters kein Erfolg ein, sind sich alle einig: „Die Prädatorenbejagung war nicht intensiv genug! Besser das Projekt nicht an die große Glocke hängen ...“

    VG
    Pere ;)
     
  8. #187 Paloma negra, 21. Januar 2009
    Paloma negra

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  9. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Und so denkt man in den USA über das deutsche Jagdsystem:

    http://fwp.mt.gov/mtoutdoors/HTML/articles/2003/HuntingGermany.htm

    Man fragt sich bei hochoffiziellen Regierungsstellen, ob dieses deutsche Jagdsystem nicht Vorbild für die USA sein könnten....

    idS Daniel
     
  10. #189 MarcusAurelius, 21. Januar 2009
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Es ist wohl Schicksal, das die Deutschen ständig in Selbstmitleid versinken müssen, sich gegenseitig denunzieren und das was lange standhielt wie das Deutsche Jagdsystem selbst schlecht reden müssen. Wenn die im Ausland wüssten, wie wir hier an uns kritisieren, obwohl das Dt. Jagdsystem in der Welt immer sehr vorbildlich galt und auch noch gilt, würden die denken haben die denn keine Funken Selbstachtung?
     
  11. #190 Paloma negra, 21. Januar 2009
    Paloma negra

    Paloma negra Foren-Guru

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    Wo bleibt dein Einsatz, buteo????
     
  12. #191 MarcusAurelius, 21. Januar 2009
    MarcusAurelius

    MarcusAurelius Guest

    Wofür um freie Meinugsäußerung zu unterbinden? Oder ums dir Paolo Pinkel recht zu machen? (satire-keine Beleidigung)
     
  13. buteo

    buteo Foren-Guru

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    was bitte wünscht Du von mir?
     
  14. #193 Vogelklappe, 21. Januar 2009
    Vogelklappe

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    Sag' 'mal, DanielG, verstehst Du überhaupt, warum man sich in Deinem Link das deutsche Jagdsystem wünscht ? Die Amis haben keine Ahnung davon - im übrigen sind in den USA Naturschutz- und Jagdbehörden nicht getrennt; das war es doch, was Du Dir für hier gewünscht hast ?
     
  15. colchicus

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    Nun, ich denke das man in USA über unser System sehr gut Bescheid weiß. Eine erstaunliche Wende wenn man bedenkt dass nach dem 2. Weltkrieg auch bei uns die Lizenzjagd eingeführt werden sollte. Mir sind einige Sachen bekannt wo man in Amerika jetzt nachzieht: Z. B. sind dort immer noch Hunde für die Nachsuche auf Schalenwild verboten, bzw. dürfen nicht zu einer Hetze auf krankes Wild geschnallt werden. Bin aber nicht auf dem letzten Stand der jetzigen Situation. Da sind wir Vorbild.
    Jagd und Naturschutz in einem Topf, ja wenn unsere Naturschützer so wie die Amis denken würden, dann wäre das ja auch kein Problem.
    Wenn eine unabhängige Wildschutzbehörde über die Höhe des Abschusses wacht, sei es nun die jährliche Höhe des Karibuabschusses oder die Beschränkung auf drei Fasane pro Tag.
     
  16. #195 colchicus, 21. Januar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 21. Januar 2009
    colchicus

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    Wenn ich wüßte wie ich hier eine Grafik reinbringe, dann würde ich mal die Entwicklung unseres Hasenbestandes reinstellen. Das ist ein wellenförmiger Aufwärtstrend. Da gibt es Einbrüche durch schlechtes Wetter oder auch durch Krankheiten wie bei uns die EBHS in einem Jahr. Das alles ändert aber nichts an einem ständigen Aufwärtstrend. Wenn wir vorriges Jahr 29 Hasen pro 100 ha gezählt haben und heuer 24,6 Stück pro 100 ha dann ist das eine normale Schwankung. Aber wir haben mit 2,5 bis 4 Hasen angefangen und das ist für mich dann ein Trend.
    Der Hase und die Zunahme der Wachtelbruten zeigte uns dass wir auf dem richtigen Weg waren. Dann erst kam der Fasan, also mit fünfjähriger Vorlaufzeit in punkto Biotopverbesserung und immer effektiverer Raubwildbejagung. Beim Rebhuhn waren es dann sogar acht Jahre.
    Dass ich neben der Räuberbejagung auch das Biotop sehe, habe ich hier doch schon genug zum Ausdruck gebracht.
     
  17. #196 Vogelklappe, 22. Januar 2009
    Vogelklappe

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    Der Link von DanielG ist doch das beste Beispiel, wie wenig Ahnung man dort hat, z. B. "game management plan" - den gibt's in Deutschland doch wirklich nur für Schalenwild. Oder ist Dein englisch auch so schlecht ?
    Du meinst, fünf Jahre nach der Biotopverbesserung (hielt er sich auch) ? Das könnte ich aus der Praxis bestätigen - ganz ohne Raubwildbejagung.
     
  18. colchicus

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    Wenn Du das mal durchliest was ich hier bisher gepostet habe, da steht: Wir haben das Revier 1995 übernommen, es war "besenrein". Nach drei Jahren war ein Anstieg der Hasendichte zu beobachten. Nach fünf Jahren Biotopverbesserung und den positiven Bestandsentwicklungen anderer Arten wagten wir die Einbürgerung des Fasanes, den es hier von ca. 25 Jahren gab. Erst nachdem das funktionierte, ging es in die Königsklasse, das Rebhuhn.
    Der Fasan hat in etwa die Bestandshöhe wie vor 25 Jahren, das Rebhuhn da fehlen mir noch genaue Zahlen für dieses Revier.
    Unterm Strich können wir sagen, dass sich in punkto Niederwild das Rad um 25-30 Jahre zurückgedreht hat.
     
  19. DanielG

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    Noch ein Link, weil gerade in der DJZ ein Artikel hierzu erschienen ist:

    http://www.mvregio.de/mvr/nachrichten_mv/22708.html

    Wenn schon Vogelschützer als Treiber bei der Fuchsjagd mitmarschieren, scheint die Notwendigkeit der Prädatorenkontrolle dort zumindest, bei den Aktivisten vor Ort, ausser Frage zu stehen.

    idS Daniel
     
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  21. DanielG

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    Hier wäre mal was zu der hier gestellten Frage, wie es denn die Naturschutzverbände halten auf den Flächen, die ihnen gehören:

    http://www.nabu.de/nabu/nh/jahrgang2008/heft4/10136.html

    Leider kein Hinweis zum Thema Prädatorenmanagement / Rotfuchs.

    idS Daniel
     
  22. #200 Vogelklappe, 5. Februar 2009
    Vogelklappe

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    Hier noch 'mal ziemlich aktuell und auf Berlin bezogen für alle Jagdexperten, die glauben, mit Bejagung auch noch in einem großflächigen Stadtgebiet irgend etwas "retten" zu müssen oder gar zu können - wie gut, daß die Berliner Forsten das anders sehen. http://www.berlin.de/imperia/md/con...leitlinie_jagd_im_urbanen_raum_von_berlin.pdf
    Hoffentlich bleibt es dabei. Gerade deshalb funktioniert die Artenvielfalt nachweislich lange genug, um jegliche Kritiker eines besseren zu belehren, wenn sie sich ernsthaft mit den Fakten auseinandersetzen wollen.
     
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