Rettung eines kleinen Stares

Diskutiere Rettung eines kleinen Stares im Pflege und Aufzucht Forum im Bereich Wildvögel; Hallo zusammen, ich habe vor 4 Tagen unter unserem Nistkasten einen kleinen toten Star und den Flügel von einem Elternteil gefunden. Auf dem...

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  1. Kapi

    Kapi Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich habe vor 4 Tagen unter unserem Nistkasten einen kleinen toten Star und den Flügel von einem Elternteil gefunden.
    Auf dem Kasten lagen die Überreste von 2 weiteren Nestlingen, allerdings saß im Kasten ein Überlebender. Als nach 2 Stunden warten kein Altvogel zum Kasten flog, habe ich ihn herausgenommen, ihm ein Nest gebaut und ihn in einen Brutkasten gesetzt. Jetzt füttere ich ihn seit 4 Tagen mit Grashüpfern, Fliegen, Drohnenbrut von unseren Bienen, Wachsmottenlarven und Pinkies.
    Vor 3 Tagen hat er die Augen geöffnet.
    Jetzt habe ich ein paar Fragen :
    Kann ich ihm auch ausgewachsene Bienen füttern, wenn ich Stachel und Giftblase entfernt habe ?
    Kann ich ihm Handaufzuchtfutter z.B. Nutribird A 21 geben?
    Ab welchem Alter darf ich auch Regenwürmer und Früchte füttern?
    Und was kann ich dagegen tun, dass er immer aus seinem Nest im Brutkasten klettert und im Kasten hin und her krabbelt? ( ist es da vielleicht zu warm o.ä? Die Temperatur ist im ganzen Kasten bei 33 Grad und die Luftfeuchtigkeit bei 55 %)
    Über schnelle Hilfe wäre ich sehr dankbar :)
    Mit freundlichen Grüßen Kapi
     
  2. #2 Karin G., 15.06.2020
    Karin G.

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    hallo Kapi
    herzlich Willkommen bei den Vogelforen :zustimm:

    durchforste mal die Wildvogelhilfe: Star
     
  3. #3 Panyptila, 15.06.2020
    Panyptila

    Panyptila Stammmitglied

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    Hi Kapi,

    das machst Du schon gut im Moment. Mit der Temperatur sollte bei zunehmender Befiederung heruntergefahren werden. Der Nestling muß sich immer gut handwarm anfühlen, dann ist er OK, also vielleicht mal wenige Grad runtergehen.
    Regenwürmer aus dem Anglershop kann man sofort geben. Bitte Tauwürmer, nicht die Kompostwürmer mit stinkendem Abwehrsekret. Es ist ein reiner Insekten- und Wurmfresser, mit Nutribird hat man hier nichts am Hut. Nur lebende od. frischtote Insekten und Würmer geben. Wenn er voll befiedert ist mal ein paar süsse vollreife Erdbeer- od. Kirschstückchen dazu. Ansonsten kann man noch Mehlwürmer geben, die man vorher noch z. B. mit Möhren, Löwenzahn, Fischfutter angefüttert hat. Bei Bienen sehe ich kein Problem ohne Stachel und Giftblase und vielleicht noch mit der Pinzette zerdrückt, die Drohnenbrut ist aber schon super, besonders wenn sie schon bräunlich sind und nicht mehr so wässerig. Abwechslung erfreut.
    Wenn er selbständig ist sollte er noch eine Zeit in eine Auswilderungsvoliere mit Artgenossen. Vielleicht schon mal über wildvogelhilfe.org etwas suchen. Er muß ja seine natürliche Scheu und das Leben in einem größeren Starentrupp noch lernen. Da sehe ich aber keine Probleme.
    Mit dem Kasten würde ich mal schauen ob der günstig hängt, klingt nach Waschbär, Marder, Katze o. ä. und die Altvögel sind vermutlich auch beide tot. Einen Kasten kann man leicht schützen, z. B. mit einem schrägen, nach vorne und zu den Seiten überstehenden Dach wo Fressfeinde abrutschen und nicht in den Einflug grabschen können. In Bäumen kann man Pendelkästen anbringen, die an einem Draht pendeln und zusätzlich mit einen glatten schrägen Dach absichern. Dann ist die Brut zumindest bis zum Ausfliegen absolut sicher.
    Liebe Grüße
    Thomas :0-
     
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  4. Kapi

    Kapi Neues Mitglied

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    Danke für die schnelle Antwort!:)
    Ich werde die Temperatur im Nistkasten leicht senken und schauen wie er reagiert.
    Dann werde ich seinen Ernährungsplan mal erweitern. Das mit den Bienen versuche ich auch mal.

    Das hatte der Kasten, deshalb weiß ich auch nicht, wie das passieren konnte:+keinplan


    Ich hoffe der Kleine bleibt weiterhin stabil. Falls er es schafft, kann ich dann die Auswilderung auch allein schaffen, wenn es keine Auswilderungsvoliere mit anderen Staren in meiner Nähe gibt ?
    Freundliche Grüße
    Kapi
     
  5. Evy

    Evy Foren-Guru

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    Da muss jemand mit seiner Pfote reingekommen sein und hat die Vögel rausgezerrt :traurig:
    Guck mal nach einem Metallschutz um das Einflugloch herum. Metallgitter gibts z. B. bei www.schwegler-natur.de

    Das Problem mit dem kleinen Star ist, dass er ein Schwarmvogel ist. Eine Kohlmeise z. B. könntest Du notfalls alleine auswildern, aber der Star braucht seinesgleichen um sich herum. Ob der draußen alleine klarkommt... ich habe da Zweifel...
    Aber die Auffangstationen sind zur Zeit alle randvoll mit Notvögeln, dort sind bestimmt überall auch Starenkinder dabei, wo Du Deinen dazusetzen könntest, damit sie gemeinsam ausgewildert werden können. Wünsche Euch beiden viel Glück und toll, dass Du den Kleinen rettest :zustimm:
    LG Evy
     
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  6. Kapi

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    Hallo zusammen,
    ich habe jetzt doch nochmal eine Frage.
    Wenn ich ihn auf meiner Hand halte sitzt er ganz normal da, so sitzt er auch im Nest. Wenn er aber zum Beispiel auf einer geraden Unterlage sitzt, schafft er es nicht auf den Beinen zu sitzen.
    Muss ich die jetzt tapen, oder gibt sich das von allein ?

    Danke für die bisherigen Antworten

    Freundliche Grüße
    Kapi
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  7. #7 tsa-tsa, 16.06.2020
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    tsa-tsa Stammmitglied

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    Hallo, im Nest hat er nur wenig Platz und die Beine stehen dicht beieinander. Erst mit fortschreitender Entwicklung kann er sich hochstemmen und stehen. Aber bitte nicht vergessen ihm dann rechtzeitig Äste zum Sitzen zu geben, sonst kommt es zu Fehlstellungen.
    Alles Gute für Euch
    Tsa-Tsa
     
  8. Kapi

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    Ok sehr gut, dann brauche ich mir ja keine Gedanken machen :)
     
  9. #9 tsa-tsa, 16.06.2020
    tsa-tsa

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    Sicher nicht wenn Du sowieso alles im Auge behälts und seine Entwicklung beobachtest.
     
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