rezeptfreie Präperate

Diskutiere rezeptfreie Präperate im Rassetauben Forum im Bereich Tauben; Hallo ! Wenn man den Produktkatalog eines der führenden Versandhäuser für Kleintierzuchtbedarf durchblättert stösst man auf eine Vielzahl von...

  1. Andrea

    Andrea -

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    Hallo !

    Wenn man den Produktkatalog eines der führenden Versandhäuser für Kleintierzuchtbedarf durchblättert
    stösst man auf eine Vielzahl von rezeptfreien Präperaten wie z.B. Mittel gegen Kokzidiose, gelber Knopf , Kropfschleimhautentzündung , Durchfall, Schnupfen....
    Mich würde Eure Meinung zu diesen Präperaten intressieren. Helfen diese Mittelchen wirklich etwas oder ist es besser sich gleich beim Tierarzt Medikamente gegen die oben genannten Krankheiten zu besorgen ? Ich bin immer sehr skeptisch , wenn mir ein Universalpräperat gegen eine große
    Bandbreite von Krankheiten angeboten wird .
    Sind Präperate , wie Blautinktur zur Verhütung von Erkältungs - und Darmerkrankungen wirklich sinnvoll?
    Was haltet Ihr von Knoblauchöl , Schwarzkümmelöl?
    Liebe Flugtaubensportler, bekommen Eure Tauben Aufbau - und Konditionspräperate ?
    Ich bin gespannt Eure Meinung dazu zu erfahren .
    Viele Grüße
    Andrea
     
  2. #2 Heinrich, 08.11.2000
    Heinrich

    Heinrich Guest

    Medikamente

    Hallo Andrea,

    ich halte es bei meinen Tauben immer so: gekurt wird nur nach eingehender Untersuchung durch einen Fachtierarzt. Hört sich teuer an, ist es aber nicht. Ich habe früher auch auf Verdacht gekurt, und zwar gegen alles, was mir bekannt war (egal, ob nötig oder nicht). Das war ein teurer Spaß und hat letzendlich nichts gebracht. Frei verkäufliche Medikamente sind mit Vorsicht zu genießen, denn weißt Du, gegen welche Medikamente z. B. die Trichomonaden bereits Resistenzen entwickelt haben? Dieses kann man nur durch entsprechende Bakteriogramme ermitteln (Kosten ca. 40-60 DM). Wenn die Behandlung des Bestandes nötig wird, hast Du immer die Gewähr, dass das Medikament, das Du verabreichst auch hilft (bei genauer Beachtung der Anweisung!).
    In dem Zusammenhang ist auch das Züchterforum im Internet sehr interessant(Suchmaschine "eosis" eingeben, Taubenmedizin anklicken), dort schreibt ein auf Tauben spezialisierte TA, Herr Mohr, sehr interessante und umfassende Berichte zu verschiedenen Themen der Taubenmedizin. Im gleichen Forum schreibt auch ein Dipl.-Biologe der Fa. Ovator interessante Berichte zu aktuellen Versorgung der Brieftauben. Ich persönlich habe von beiden mittlerweile viel gelernt und denke, dass ich heute im Schnitt meine Tiere effektiver und günstiger versorgen kann. Zum Fragenkomplex Zusatzfuttermittel kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass sich kaltgepresste Pflanzenöle sehr bewährt haben. Die gebe ich z. B., wenn meine Jungs Karotten oder anderes Grünzeug bekommen. Angeblich hilft das Öl, Vitamine aufzuspalten. Ansonsten versorge ich die Tauben einmal wöchentlich mit (lach nicht!) Baby-Nahrung und Bierhefe. Baby-Nahrung deshalb, weil es einen hohen Milcheiweisgehalt hat, und ausserdem reich ist an Vitaminen (Vitamin K1!), Spurenelementen usw.. Seitdem ich dieses Zeug gebe, gedeihen meine Jungen besser, sie sind weniger anfällig für Krankheiten.
    Gesonderte Aufbaupräparate sind bei meiner jetzigen Methode nicht nötig, die Tauben schaffen auch so ihre 45% Preise, so dass ich glaube, auf dem richtigen Weg zu sein.
    Hoffentlich konnte ich ein wenig zu Deinen Fragen beisteuern!

    liebe Grüße

    Heinrich
     
  3. Andrea

    Andrea -

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    Hallo Heinrich !

    Vielen Dank für Deine rasche Antwort! Ich sehe es eigentlich genauso wie Du, daß man besser zunächst zu einem Tierarzt gehen sollte um eine vernünftige Diagnose zu erhalten.
    Zulanges rumprobieren mit den falschen Medikamenten kann den Tauben nur schaden. Leider ist das Wissen vieler Tierärzte zum Thema Geflügelkrankheiten nicht gerade groß und ich hatte auch schon einige unliebsame Erlebnisse. Ich habe noch nie erlebt , daß mir ein Tierarzt vorgeschlagen hätte eine bakteriologische Kotuntersuchung machen zu lassen. Im Allgemeinen lief es immer so ab , daß die Taube/Huhn ein Breitbandantibiotika gespritzt bekam. Wenn dies nichts half und man dann erneut den Tierarzt aufsuchte, dann mußte man sich sogar Sprüche anhören wie: " Ich habe Ihnen doch gesagt , daß sich nicht nocheinmal vorbei kommen brauchen, wenn das
    Antibiotika nicht hilft. Ich glaube, daß solche Erlebnisse so manchen Taubenhalter dazu verleiten, solche rezeptfreie
    Präperate auszuprobieren ( obwohl der Kauf dieser Präperate wahrscheinlich nur dem Hersteller nutzt, wohl kaum aber der kranken Taube).
    DAs mit der Babynahrung werde ich auchmal ausprobieren. Verfütterst Du da Babybrei, darf dieser mit Milch angerührt werden ( manche Vögel vertragen ja keinen Milchzucker , weil sie nicht die notwendigen Enzyme zur Spaltung produzieren können ? Wieviel davon darf man seinen Tauben verfüttern ?

    Heinrich, hast Du nicht Lust das Taubenforum mit zu moderieren? Vielleicht könnten dann auch einige Brieftaubenzüchter hier ins Forum gelockt werden. Ich bin keine Züchterin und kann deshalb nicht die nötigen Themen liefern , die auch einen Züchter ansprechen würden.
    Es würde mich sehr freuen, wenn wir Dich hier als Moderator begrüssen könnten.

    Viele Grüße
    Andrea
     
  4. #4 Heinrich, 13.11.2000
    Heinrich

    Heinrich Guest

    Medikamente

    Hallo Andrea,

    natürlich ist es richtig, dass man erst mal einen "vernünftigen" Tierarzt finden muss, der sich mit Geflügel auskennt. Aber so selten sind die auch wieder nicht. Wenn alle Stricke reissen, kannst Du immer noch die Taubenklinik in Essen einschalten. Dorthin kannst Du Kotproben schicken, oder wenn Du mal richtig Pech gehabt hast, eine tote Taube, die dann seziert wird. Auch diese Tierärzte arbeiten dort mit der bakteriologischen Anzüchtung (bzw. Ausschlus) bestimmter Kranheitskeime. Auch werden dort an lebenden Tauben Kropfabstriche, Kloakenabstriche usw. gemacht, von denen der gute alte Landtierarzt möglicherweise nie was gehört hat. Wie gesagt, alles ist günstiger, als selber herumzudoktoren und wild herumzukuren mit Mittelchen, deren Wirksamkeit nicht unbedingt immer gewährleistet ist.
    Die Baby-Nahrung stehle ich immer meiner Tochter (7 Mon.), die kriegt immer so viele Proben, dass sie sie selbst garnicht verputzen kann. Ich persönlich nehme immer eine Probe (40g) für eine Mahlzeit in der Woche. Ich mische die Probe unter das Futter, dass ich vorher mit Knoblauchöl angefeuchtet habe. Mit Milch würde ich es nicht mischen, muss ja auch nicht, die Proben sind ja eine Milchersatznahrung für kleine Menschenküken. Auch würde ich dieses Pulver nie in die Tränke geben, da nicht gewährleistet ist, dass a) alle Tiere was davon aufnehmen, b) ich nicht weiß, wann es anfängt sauer zu werden, c) weil, über das Futter gemischt, alles sofort innerhalb von Minuten aufgenommen wird.

    Über Dein Angebot bzgl. einer evtl. Moderation im Forum habe ich mich sehr gefreut! Ich denke, dass ich dieses Angebot zumindest im Moment nicht annhemen kann, da mir auch ein wenig die Zeit fehlt. Ich würde aber natürlich zu Themen, zu denen ich was sagen kann, weiterhin gern meinen Senf dazugeben!

    Bis dahin

    liebe Grüße
    Heinrich
     
  5. mstein

    mstein Guest

    Taubenpräparate

    Hallo,

    bei Coli-Infektionen, Clostridien, gelber Knopf verwende ich die Procura - Lösung. Bitte mal bei der Firma Tauben Backs nachfragen.
    http://www.taubenbacks.de
    Soll dort ins Programm aufgenommen werden.

    mfg

    Manfred Stein
     
Thema: rezeptfreie Präperate
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