Rosella

Diskutiere Rosella im Plattschweifsittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, ich habe das Problem schon unter "andere Sittiche" geschildert, da ich (Schande über mich!) nicht wußte, daß Rosellas zu den...

  1. Anke

    Anke Guest

    Hallo,

    ich habe das Problem schon unter "andere Sittiche" geschildert, da ich (Schande über mich!) nicht wußte, daß Rosellas zu den Plattschweifsittichen gehören.

    Heute habe ich den dritten Tag einen Prachtrosella zu Hause, der seit Monaten ein äußerst einsames Dasein im Tierheim fristete und sich bereits am Bauch die Federn ausrupft. Nachdem seine einzige Gesellschaft, ein Wellipärchen, vermittelt worden war und er wieder allein zu sein drohte, habe ich ihn kurzerhand mitgenommen.
    Nachdem ich all die Berichte über die Agrressivität von Rosellas gelesen habe, bekomme ich langsam Panik, obwohl er sich bis jetzt "nur" auf meine Taube gestürzt hat. Den anderen Vögeln (Wellis, Nymphen, Spatz) fliegt er zwar hinterher, aber ich hatte nicht den Eindruck, in böser Absicht. Vielmehr kam es mir so vor, als suche er Anschluß, aber alle Sittiche haben Angst vor ihm und fliegen davon.

    Was soll nun werden? Soll ich einfach abwarten? Soll ich ihn wieder ins Tierheim bringen ( das täte mir sehr leid)? Wie gesagt, er hat bis jetzt noch nicht aggressiv reagiert, im Gegenteil, er geht sehr vorsichtig auf die anderen zu, bis auf meine Taube. Aber diese Dauerangst meiner anderen Vögel ist auch nicht gerade schön.

    Oder ist eventuell jemand von Euch auf der Suche nach einem Rosella??
    Ich bin ziemlich ratlos, wie es weitergehen soll...

    viele Grüße,

    Anke
     
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  3. Petra.S

    Petra.S Guest

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Anke:
    Hallo,

    ich habe das Problem schon unter "andere Sittiche" geschildert, da ich (Schande über mich!) nicht wußte, daß Rosellas zu den Plattschweifsittichen gehören.

    Heute habe ich den dritten Tag einen Prachtrosella zu Hause, der seit Monaten ein äußerst einsames Dasein im Tierheim fristete und sich bereits am Bauch die Federn ausrupft. Nachdem seine einzige Gesellschaft, ein Wellipärchen, vermittelt worden war und er wieder allein zu sein drohte, habe ich ihn kurzerhand mitgenommen.
    Nachdem ich all die Berichte über die Agrressivität von Rosellas gelesen habe, bekomme ich langsam Panik, obwohl er sich bis jetzt "nur" auf meine Taube gestürzt hat. Den anderen Vögeln (Wellis, Nymphen, Spatz) fliegt er zwar hinterher, aber ich hatte nicht den Eindruck, in böser Absicht. Vielmehr kam es mir so vor, als suche er Anschluß, aber alle Sittiche haben Angst vor ihm und fliegen davon.

    Was soll nun werden? Soll ich einfach abwarten? Soll ich ihn wieder ins Tierheim bringen ( das täte mir sehr leid)? Wie gesagt, er hat bis jetzt noch nicht aggressiv reagiert, im Gegenteil, er geht sehr vorsichtig auf die anderen zu, bis auf meine Taube. Aber diese Dauerangst meiner anderen Vögel ist auch nicht gerade schön.

    Oder ist eventuell jemand von Euch auf der Suche nach einem Rosella??
    Ich bin ziemlich ratlos, wie es weitergehen soll...

    viele Grüße,

    Anke
    <HR></BLOCKQUOTE>
    Hallo Anke,
    das Deine Nymphen gerade auf Plastikeiern sitzen, ist natürlich denkbar ungünstig für die Eingewöhnung des Rosellas. Ein Jungtier ist er wohl nicht mehr(?) und er spürt, wenn andere Vögel in Brutstimmung sind (siehe meinen Beitrag "ein Prachtrosella im Wohnzimmer". Ist es vielleicht möglich, die Nymphen vorrübergehend in ein anderes Zimmer umzusiedeln? Vögel in Brutstimmung sind immer angriffslustig, wenn sie andere auch in Brutstimmung antreffen. Da der Rosella keine Henne hat, ist er vielleicht erstmal neugierig, aber er wird sicher herumstänkern, wenn er kann. Bitte warte doch erst mal noch ab, bevor Du ihn wieder weggibst. Wie ich schon in meinem Bericht geschrieben habe, gewöhnen Rosellas sich langsam ein, und für Deine Wellis ist die Situation ja auch neu. Meine Wellis haben sich an Charlys Anwesenheit gewöhnt, und wenn das Temperamentbündel seine wilden 5 Minuten bekommt und anfängt zu bellen wie ein Hund und Saltos zu schlagen, sehen sie ihn nur schief an, fliegen eine Etage tiefer und lassen ihn sich austoben. Das mit der Kontaktaufnahme deutest Du völlig richtig, leider werden die Rosellas nach einiger Zeit etwas wütend, wenn keiner mit ihnen etwas zu tun haben will. Bitte beschreibe doch mal näher, was er mit Deiner Taube gemacht hat.

    Wie kann ich es nur vermeiden, dass Dein ganzer Text als Zitat auftritt? Ich werde mit dieser Technik einfach nicht fertig!!!!!
    Bis bald!
     
  4. #3 Ines Noltze, 26. Juni 2000
    Ines Noltze

    Ines Noltze Guest

    Hallo Anke,

    ich weiß, wie Du Dich im Augenblick fühlst, denn ich habe auch nur einen Pennantsittich und der soll auch angeblich sehr aggressiv sein. Dieser Vogel ist aber nicht agressiv, denn er nimmt vor den viel kleineren Nymphies reis aus.

    Kannst Du den den Rosella nicht behalten? Oder ihm zumindest einen neuen Partner dazu gesellen??
    Und wo wohnst Du??



    ------------------
    Schöne Grüße
    Ines
     
  5. Anke

    Anke Guest

    Hallo Petra und Ines,

    ich bin froh, daß Ihr mein Problem mit dem Rosella versteht. Leider ist er gestern ununterbrochen hinter meiner Nymphenhenne, der ich vorsichtshalber die Eier weggenommen hatte, hergeflogen. Sie ist bereits 28 Jahre und ich hatte wirklich Angst, was passieren könnte, wenn sie einfach nicht mehr kann.
    Also bin ich dabeigeblieben und habe den Rosella von ihr ferngehalten. Er sucht wirklich verzweifelt Anschluß und folgt meinen Nymphen überallhin, nur haben die alle große Angst vor ihm und sind seitdem im Dauerstreß. Mein Freund und ich haben den Rosella schon sehr in unser Herz geschlossen und wir wollen ihm auch seine Chance geben, nur kann das nicht auf Kosten meiner anderen Vögel gehen. Die Wellis interessieren den Rosella mittlerweile gar nicht mehr, aber auch sie haben Angst vor ihm.
    Ich habe auch schon überlegt, ihm eine Partnerin zu besorgen, aber was, wenn sie tatsächlich aggressiv sein sollte, verschlimmere ich damit nicht nur alles? Gestern abend war ich kurz im Nebenzimmer, um die Mauersegler zu füttern, als mich meine eine Taube laut rief. Sie war auf den Rücken gefallen (sie hat nur einen Flügel, das passiert manchmal und wenn sie ruft, drehe ich sie wieder um) und der Rosella saß unmittelbar neben ihr. Ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, daß er der Taube nichts getan hätte, wenn ich nicht gekommen wäre. Vorgestern ister meiner anderen Taube, die fast nur zu Fuß unterwegs ist, auf den Rücken geflogen und beide haben geschrien, bis ich dazwischengegangen bin.
    Ich bin so ratlos [​IMG] Da ich tagsüber nicht zu Hause bin und die Ungewißheit mir einfach zu groß war, habe ich ihn nun in einen großen Käfig gesperrt, mit schlechtem Gewissen zwar, aber andererseits auch, um meinen Nymphen mal den Dauerstreß zu nehmen.
    Es gibt nun zwei nicht sehr schöne Lösungen:
    Zurück ins Tierheim, da hat er eine Voliere und kann fliegen, ist aber alleine.
    Oder bei mir im Käfig sein und nur ab und zu fliegen, unter Aufsicht, dafür aber Familienanschluß und Gesellschaft zu haben.
    Die beste Lösung für ihn wäre langfristig, ihn in gute Hände zu geben, wo er keinem was tun kann und wo vielleicht sogar Artgenossen sind, aber ich versuche schon seit Monaten, ihn zu vermitteln... So gerupft, wie er nun aussieht, ist er außerdem nicht besonders attraktiv, was mich natürlich herzlich wenig stört, aber zukünftige Besitzer schon.

    Was soll nur aus ihm werden???

    ratlose Grüße,

    Anke

    PS: Ines ich wohne zwischen Nürnberg und Erlangen.

    [Dieser Beitrag wurde von Anke am 27. Juni 2000 editiert.]
     
  6. Anke

    Anke Guest

    Hallo!

    Problem - HOFFENTLICH - gelöst!!

    Über viele, viele Umwege (Mutter der Kollegin kennt Nachbarin der Putzfrau, oder so ähnlich )habe ich nun neue Besitzer für Pippo gefunden. Die Leute haben bereits zwei Nymphen und einen Rosella. Geschlecht weiß ich zwar nicht, aber ich denke mal, diese Konstellation ist auf alle Fälle besser als die, die bei mir herrscht.
    Einer der Nymphen war sogar zeitweise ein Zellengenosse Pippos im Tierheim.

    Drückt mir bitte die Daumen, daß er dort bleiben kann und sich in den kleinen Schwarm einfügen wird. Heute abend bringe ich ihn hin.

    Grüße,

    Anke
     
  7. #6 Ines Noltze, 1. Juli 2000
    Ines Noltze

    Ines Noltze Guest

    Hallo Anke,

    ich weiß wie Du Dich im Augenblick fühlen mußt, aber wenn es wirklich nicht anders geht, als den Pippo in gute Hände zu vermitteln, dann muß es geschehen.

    Schade das Du so weit weg wohnst, sonst hätte ich ihn vielleicht genommen.
    Noch eine Frage an Dich. Welche Art von Rosella hast Du denn????
    Trotzdem drücke ich Dir fest die Däumchen das er ein neues zu Hause findet.


    ------------------
    Schöne Grüße
    Ines
     
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  9. Anke

    Anke Guest

    Hallo Ines,

    ich war natürlich hin und her gerissen. Wollte Pippo gerne behalten und ihm endlich sein bitter verdientes Zuhause bieten. Aber die ständige Angst, daß eventuell während meiner Abwesenheit etwas passieren könnte und die ununterbrochene Habachstellung meiner Vögel waren auf die Dauer keine Lösung. Bei mir speziell ist es eben auch so, daß ich fast nur behinderte oder steinalte Vögel bei mir habe, die sich ihrer Haut nicht so gut wehren könnten. Nicht gegen Angriffe, denn die gab es, wohlgemerkt, nicht, ausgenommen meine Taube.
    Pippo wollte mit Sicherheit meinen Sittichen nichts böses. Aber das wußten diese nicht und sie kamen überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Sie saßen nur noch dünn und mit aufgestellter Haube in Fluchtstellung da und kamen nicht mal dazu, in Ruhe zu fressen.
    Dort, wo ich Pippo hingebracht habe, war neben anderen Vögeln ein sehr einsamer Prachtrosella. Zu unser aller Freude ein Weibchen! Die Vögel leben in einer Freivoliere mit Durchschlupf zum Innenraum.
    Ich glaube, das war für Pippo wirklich die bessere Lösung. Hätte ich diese Leute nicht gefunden, hätte ich ihn natürlich behalten, in der Hoffnung, daß meine Nymphen sich doch noch irgendwann an ihn gewöhnt hätten.

    Vielen Dank,Ines und Petra, es tut gut, zu wissen, daß man mit solchen Sorgen nicht allein ist.

    viele Grüße,

    Anke
     
  10. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Anke,
    das war mit Sicherheit das Beste, was dem Rosella passieren konnte. Eine Außenvoliere und noch ein Weibchen dazu! Ich freue mich für Dich und für den Rosella, dass hier eine so glückliche Lösung gefunden wurde! Die Rosellas sind ja wirklich so voller Energie, dass eine Voliere dieser Art die beste ist. Mein Rosella Charly bekommt in ca. 3 Wochen eine Frau (die Vorgeschichte steht unter "Berichte" mit dem Thema "Ein Rosella im Wohnzimmer"). Bitte drückt mir alle die Daumen, dass die beiden trotzdem friedlich bleiben in meiner Voliere. Die Chancen für eine andere Lösung, die beiden unterzubringen, stehen nicht so gut: Mein Mann ist auch nach mehrfachen Diskussionen nicht bereit, das 3-Sitzer-Sofa in den Keller zu bringen, um an der Stelle eine zweite Voliere aufzustellen und mein ältester Sohn weigert sich auch bis jetzt noch, Hotel Mama zu verlassen, obwohl ich dann sein Zimmer als Freiflugzimmer für Rosellas einrichten könnte (grins, Scherz!). Bei dem Rosellazüchter habe ich erst mal kräftig in den Fettnapf getreten, weil ich das Rosellaweibchen, das bei uns bald einzieht, für einen Pennantsittich gehalten habe. Der Vogel hat einen roten Bauch, ganz einfarbig, und die Wellen auf dem Rücken sind blau! Der Züchter war beleidigt, weil ich ihn in Verdacht hatte, einen Rosella mit einem Penanntsittich gekreuzt zu haben. Könnte mir jemand einen Buchtip geben? Ich habe bis jetzt kein Buch über die Farbpalette und Mutationen bei Rosellas gefunden! Grüße an alle
     
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