Rupfer

Diskutiere Rupfer im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Zitat von Alfred Klein Rupfen: Geschieht durch psychische Probleme. Hallo Alfred, (au weia - eben hatte ich schon einen ganz langen Riemen...

  1. #1 Anne Pohl, 15. Juni 2001
    Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Hallo Alfred,

    (au weia - eben hatte ich schon einen ganz langen Riemen geschrieben, und nun isser plötzlich weg...)

    da muß ich Dir einfach widersprechen - auch wenn ich Deine Beiträge sonst durchgängig für absolut hilf- und kenntnisreich halte (und mich manchmal wundere, woher Du die *Geduld* nimmst. ;-))
    So, noch mal: Natürlich läuft es meistens darauf hinaus, daß die Rupferei seelische Ursachen hat (bzw. man das mangels anderer Erkenntnisse annimmt).
    Es gibt aber auch eine Reihe von Erkrankungen, die Federrrupfen auslösen können. Als Beispiel sei hier nur der bei Nymphen im Vergleich zu anderen Psittaziden deutlich öfter aufretende Giardienbefall zu nennen, der einen Juckreiz auslösen kann, welcher in der Folge eben auch Federrrupfen auslösen kann.
    Ich halte selbst ausschließlich Wellensittiche, bei denen das Rupfen bekanntlich selten vorkommt. Einen Rupfer habe ich dennoch vor einem halben Jahr bekommen, und deshalb interessiert mich das Thema auch sehr.
    Sehr oft sehe ich allerdings (durch den befreundfeten Verein "Agaporniden in Not" e.V.) rupfende Agas, die nicht unbedingt aus katastrophaler Haltung kommen. Was treibt die Vögel dazu? Die natürlichen Lebensbedingungen von Agas und anderen Papageien scheinen auf nur geringes Forschungsinteresse zu stoßen, es gibt kaum Arbeiten darüber. Deswegen halte ich es für möglich, daß es selbst bei scheinbar optimal in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln durchaus Haltungsfehler gibt, die wir nur nicht (er)kennen.

    Natürlich spricht aus Dir Mitleid, wenn Du sagst:

    Aber wenn das Rupfen seine Ursache u.U. darin hat, daß wir die Bedürfnisse der Vögel falsch einschätzen, wären *wir* vielleicht besser nie zur Welt gekommen.

    Liebe Grüße,
    Anne
     
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  3. #2 Alfred Klein, 16. Juni 2001
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    27. Januar 2001
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    Hallo Anne
    Ja, es wird auch durch Krankheiten gerupft. Zum Beispiel bei Leberentzündung.
    Vollkommen richtig!
    Jedoch rechne mal das Verhältnis der organisch bedingten Rupfer zu denen, die aus psychischen Problemen heraus rupfen.
    Mal über den Daumen geschätzt, dürfte ein Verhältnis
    von mindestens 100:1 bestehen. Insbesondere bei den großen Arten, also den Papageien.
    Bei diesen wiederum sind die Graupapageien die schlimmsten Rupfer.
    Auch da besteht ein extremer Häufigkeitsunterschied zu anderen Papas.
    Wenn ich die Info bekomme, um welche Gattung es sich handelt kann ich, so denke ich, bei Wellis das Rupfen als psychische Erkrankung fast vernachlässigen.
    Bei Nymphen ist der Prozentsatz ein wenig höher.
    Bei Agas ist bekannt, daß sie zu Kannibalismus neigen
    können, auch sich selbst gegenüber.
    Aras rupfen in der Hauptsache wegen falscher Haltung. Wie bei den Kakadus. Vor allem, wenn die Halter noch dazu Angst haben vor den eigenen Vögeln
    Amazonen rupfen recht selten.
    Naja, Graue sind, wie oben schon bemerkt, extrem empfindlich. Bei diesen dürfte die Rupferei zu fast 100% seelische Ursachen haben.
    Das sind natürlich nur Durchschnittswerte, welche auf Erfahrungen resultieren.
    Um nun zuerst mal genaueres zu erfahren, muß man jemanden, der solche Probleme mit seinem Vogel hat, zu weiteren Äußerungen veranlassen. Dazu eignet sich eine Vermutung recht gut, da dann eine Antwort kommt, aus der sich weitere Schlüsse herleiten lassen. Prinzipiell also eine leichte Provokation. Dann kommen auch die Infos über Verhalten und Beobachtungen. Du merkst, das ist eigentlich nur eine Methode, weiteres zu erfahren, um dann wirklich Rat geben zu können.
    Ansonsten hast Du recht, nicht jede Rupferei kommt aus der Seele des Vogels.
     
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