Schnabel-Deformation

Diskutiere Schnabel-Deformation im Forum Vogelkrankheiten im Bereich Allgemeine Foren - Hallo zusammen. Ich bin Laie und interessiere mich erst seit wenigen Monaten für Vögel. Seit ca 6 Wochen habe ich eine Blaumeise im Garten, welche...
Ja, warten wir ab. Ich finde es klasse, dass sich Menschen noch um so ein Individuum kümmern.
Es geht ja auch nicht darum, ob der Vogel so aussieht, wie er sollte, sondern wie lange er noch in dem Zustand überleben kann, ob die Deformierung vielleicht weiterwächst, bis er nichts mehr fressen kann. Wenn ein Tier in Not ist, egal ob Haustier oder Wildtier, sollte man helfen, wenn man kann. Wieso man so etwas Selbstverständliches immer wieder totdiskutieren muss, ist mir ein Rätsel.
 
Totdiskutieren ist ein toller Ausdruck. Eben darum geht es. Der Grund dieser Anomalie ist ganz leicht zu erforschen, heutzutage im Zeitalter von ki hat man nicht nur Google und Co zur Verfügung. Man kann sogar hinterfragen, woher solche Fehlstellungen rühren. Man kann somit auch erfahren, welche Chancen dieses Tier hat, wenn man es so belässt, wie es ist und welche Chancen ein Tier hat, wenn man es keschert , Wildvögel werden dann in den meisten Fällen Opfer des Todesstress.
Dann hat sich die Sache auch erledigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das neuste chatgpt und die kostenpflichtige Version. Viele Bilder, lange Videos und etliche Erklärungen ergaben folgendes: Die Ursache für die Deformation lässt sich nicht aus der Ferne klären. Es gibt diverse mögliche Ursachen.
Verletzung, Nährstoffmangel, Erreger und einige weitere Dinge wurden angeführt.
Außerdem schreibe ich, im Normalfall, lieber mit echten Menschen.

Ich fahre vorab ohne Vogel hin, jedoch mit einer Kotprobe. Dadurch lässt sich die Ursache weiter einschränken, möglicherweise sogar bestimmen.

"Ganz leicht zu erforschen" ist es sicherlich nicht. Ein studierter Tiermediziner wird dann aber möglicherweise eine bessere Einschätzung treffen können.

Das Wildvögel beim keschern meistens sterben ist schlicht Quatsch. Hier die Antwort der KI zum keschern:
Dazu gibt es erfreulich gute Daten aus der wissenschaftlichen Vogelberingung. Eine britisch-irische Untersuchung wertete rund 1,5 Millionen Wiederfänge von 166 Singvogelarten mit Japannetzen aus. Die durchschnittliche fangassoziierte Mortalität betrug 0,0011 = 0,11 %. Anders gesagt: Rund 99,89 % der Vögel starben nicht im Zusammenhang mit dem Fang
 
Außerdem schreibe ich, im Normalfall, lieber mit echten Menschen.
:zustimm:
Bei KI kommt bei mir öfters Blödsinn raus. Als erster Anhaltspunkt natürlich manchmal ganz nett, solange man selbst mitdenkt.

Edit: Was nicht heißen soll, dass ich deine Anfragen mit Antworten da oben in Zweifel ziehe. Das klingt solide.
 
Guten Morgen.
Nach aktuellem Stand spricht vieles dafür, dass Struppi von der Erkrankung AKD, Avian Keratin Disorder, betroffen ist.
Leider lässt sich dieses nicht Mikroskopisch, sondern nur mittels PCR Test nachweisen. Die Uni Koblenz, genauer der Wissenschaftler Marc Schendzielorz forscht zu diesem Thema und bittet um Meldungen. Die Mailadresse lässt sich leicht ergoogeln. Ebenso bittet der Dachverband der Avifaunisten um Meldung. Ich habe alles ausführlich dokumentiert und es ihm zugemailt und versuche bereits eine neue Kotprobe zu gewinnen, falls diese angefordert wird.

Es ist nicht behandlungsfähig.
Im Winter könnte er möglicherweise nicht mehr in der Lage sein, seinen Energiebedarf zu decken.

Daher werde ich ihn den restlichen Sommer nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. Eingeweichte Mehlwürmer, ein Energieblock mit hohem Insektenanteil, Erdnussbutter mit Früchten (natürlich extra für Vögel), eine Kokosnuss gefüllt mit Weichfutter, mit dem Mörser zeriebene, schalenlose Sonnenblumenkerne.
All das nimmt er gerne an, ist neugierig und nach wie vor gut drauf. Leicht "gestapeltes/aufgehäuftes" Futter auf einem Tellerchen, als Buffet angerichtet, erleichtert ihm zudem das Leben.

Alles für die Meise, alles für den Club

(Sollte ein PCR Test anstehen und ich erhalte das Ergebnis, teile ich dies natürlich)
 
Moin Moin,
da es sich hier um ein wildlebendes Vögelchen handelt, sollte es wohl in die Nahrungskette eingehen. So ist das halt im Leben, man kann sie nicht alle retten. Es soll sogar Vögel geben, denen so ein Vogel als Nahrung dient. In der Natur wird nichts verschwendet. Wenn etwas gut behandelbar und danach auswilderungsfähig ist, ist Hilfe angebracht, aber bei so einer Diagnose für die Zukunft wird das Leid nur verlängert.
 
Das sind wirklich erschreckende Bilder :traurig:
Noch nie gehört von dieser Krankheit.

Ich ziehe meinen Hut davor, welchen Aufwand Du, Christoph, für diesen Vogel betrieben hast. Und Du hast herausgefunden, was er hat. Sein Leben wird kürzer sein als das gesunder Vögel, aber die wenige Zeit, die er hat, ist dank Deiner Zufütterung auch lebenswert. Manchmal ist ein kurzes, aber gutes Leben auch eine Lösung :zustimm:
 
in die Nahrungskette eingehen
Früher oder später wird das jedes Lebewesen. Das ist der Lauf des Lebens.
so ein Vogel als Nahrung dient. In der Natur wird nichts verschwendet
Es gibt Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manche Prädatoren jagen überproportional die kranken Tiere einer Herde, da schwach und langsam.
Andere Prädatoren lassen die Finger von Beute mit optischen Veränderungen oder einem ungewöhnlichen Geruch. Wie es sich hier verhält, weiß ich nicht.

Ich halte es aber erstmal nicht für ratsam, da die Übertragungswege unbekannt sind.
Sollte er in meinem näheren Umfeld sterben und ich es rechtzeitig bemerken, werde ich die Überreste aber vorsichtshalber versorgen.
man kann sie nicht alle retten
War nicht mein Plan
Es gibt keine Diagnose. Eine Diagnose gäbe es nach einem positiven PCR Test
das Leid nur verlängert.
Bisher macht das Vögelchen keinerlei leidenden Eindruck. Ist aber natürlich auch nur eine Vermutung.
 
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